Recent Activity
slueart and Landgut "Hof Tüschenbonnen" went for a hike.
3 days ago
Kennst du dieses „Lange-nicht-gesehen-und-doch-als-wär-es-gestern-gewesen-Gefühl“? Genau. Genauso geht es Mike und mir, als wir uns heute nach längerer Zeit wiedersehen. Halbe Strecke Hagen, geografisch patent gelegen, er motorisiert tief aus dem Bergischen, ich vom Rand des Pottes mit B&B. Nicht nur die geografisch günstige Lage für unser Wiedersehen führt uns in den Hagener Raum, auch habe ich den 3-Türme-Weg als Premium-Wanderweg schon seit etlichen Tagen im Auge. Tadelloses Zusammentreffen vorm Bahnhof, mit dem PKW ab in die Hagener Hügel, Wanderparkplatz an der Sternwarte und los wandern wir. „Die Volkssternwarte Hagen ist eine ehrenamtlich betriebene Sternwarte in Hagen, östliches Ruhrgebiet. Sie liegt auf ca. 300 m Höhe, im südlich des Stadtzentrums gelegenen Stadtwald im Ortsteil Wehringhausen, direkt beim Eugen-Richter-Aussichtsturm.“ (WIKI) Direkt weiter den Berg hinauf, jetzt zu Fuß. Da muss man sich erst mal einlaufen. Doch schon bald erreichen wir die „3-Türme-Weg-Bank“, von der aus wir den weiten Blick auf das dicht besiedelte Ruhrtal werfen. Die Bank selbst mit drei hölzernen, geschnitzten Türmen verziert; überhaupt wissen die Hagener Waldmenschen mit der Kettensäge umzugehen, zahlreiche hölzerne Spuren längst der Route zeugen davon. Der erste Turm der Tour ist bald erreicht, neben der Sternwarte steht bruchsteinernd der Eugen-Richter-Turm, den wir … nicht betreten und besteigen, denn dieser wunderschöne, sonnige Wandertag bleibt ein Montag in der Vorsaison und da ist alles dicht, Aussicht muss im Unversperrten genossen werden, Verpflegung aus dem Rucksack kommen. „Der Eugen-Richter-Turm ist ein Aussichtsturm in der westfälischen Stadt Hagen, oberhalb des Stadtteils Wehringhausen. Er erinnert an den bedeutenden liberalen Politiker Eugen Richter, der den Wahlkreis Hagen-Schwelm in der Zeit zwischen 1874 und 1906 im Reichstag sowie von 1869 bis 1906 im preußischen Abgeordnetenhaus vertrat. Der Standort auf einem höheren Bergrücken gegenüber dem Hagener Bismarckturm unterstreicht die Wertschätzung des liberalen Politikers als einflussreichen Gegenspieler des konservativen Reichskanzlers Otto von Bismarck. […] Der Turm wurde im Jahr 1911 erbaut, steht auf einer Höhe von 285 m und misst insgesamt 23 m. Er ist Bestandteil des 11,6 km langen Hagener Drei-Türme-Wegs mit Eugen-Richter-Turm, Bismarckturm und Kaiser-Friedrich-Turm. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform auf dem Achteckturm erfolgt über eine Wendeltreppe mit 84 Stufen, die anstelle einer früheren Treppe nachträglich eingebaut wurde. 1999 wurde der Turm aufwendig saniert und ist seit 2004 wieder begehbar. Von oben bietet sich ein guter Ausblick auf Hagen und die Umgebung. Der Turmverein plant die Installation eines Münzfernrohrs und die Anbringung von Orientierungstafeln. In unmittelbarer Nähe zum Eugen-Richter-Turm befindet sich die Volkssternwarte Hagen, zu deren Öffnungszeiten auch der Turm bestiegen werden kann.“ (WIKI) Nach dieser ersten Steigung wird’s kaum moderater, plaudernd ziehen wir den Hang hinauf, folgen dem „Elsa-Brandström-Weg“, bis uns ein scharfer Süd-Ost-Knick an den Rand des Hagener Wildgeheges und auf die dortige Aussichtsplattform führt. Das emsige Gezwitscher der Vögel spricht schon vom Frühling, der Mufflonbock spürt’s in den Lenden und startet erste Annäherungssprünge an die vielzählig anwesende Damenwelt. Wir nutzen die Bank in der Sonne für ein erstes Päuschen, schließlich haben wir nicht so viele Kilometer vor den Schuhspitzen, aber hinlänglich Zeit, die Strecke zu dehnen und uns auszutauschen. Und wir beobachten. Mike als wahrer Namenskenner der Natur kann mir da einiges zeigen und erklären; Fortschritte meinerseits werden positiv verbucht, kann ich doch mit meinem frisch erworbenen Hasel-Wissen glänzen. Und meinen Liebling „Sweet chestnut“ erkenne ich auch am herbstschrumpeligen Blatt. Besonders interessant zu beobachten ist es, wie die Bäume mit Verwundung umgehen, versuchen, diese mit Rindenwulst zu verschließen. Oft gelingt es nur zum Teil, das zehrt dann am Baumleben. Ebenso wie bei den großen Buchen, denen als Restbestand eines größeren Buchenwaldes nun der Sonnenschutz fehlt: An ihren südlichen Seiten platzt die Rinde auf wie die Haut eines auf der Sonnenbank vergessenen Karzinomfans. Am Kaiser-Friedrich-Turm vorüber ziehen wir weiten gen Südwesten, das Tor des Geländes ist unbedingt zu schließen, direkt deshalb und davor enden die Wildschweinspuren. „Der Kaiser-Friedrich-Turm zur Erinnerung an Kaiser Friedrich III steht in der westfälischen Stadt Hagen oberhalb des Stadtteils Haspe. […] Der Kaiser-Friedrich-Turm steht auf einem 372 Meter hohen Berg und ist mit 17 Metern Höhe der höchste Aussichtspunkt in Hagen.“ (WIKI) Kurz darauf die Kehrtwende: Wir wandern gen Nordosten zurück; die manchmal nervige Sprachansage still gestellt, verpasse ich einen weiteren entsprechenden Abzweig gen Osten auf den Griebweg entlang des Selbecker Baches und so kreuzen wir bald unseren Hinweg, können den Kaiser-Friedrich-Turm schon wieder sehen, laufen nun aber über den gleichnamigen „Pfad“ in Form eines breiten Wirtschaftsweges zum „Stern“, wo wir wieder auf die geplante Route treffen. Kaum fünfhundert Meter weiter treffen wir dann auf eine liebevoll gestaltete Wanderhütte, in der wir schauen, was die Rücksäcke so an Vesperkram zu bieten haben. 70 % schokoladig-süße Pause. Es folgen zwei Kilometer RenNtnerfreuden: moderat, leichtabfallend, breit … Nein, kein langweiliger Weg, schon ein Wirtschaftsweg, aber doch mit vielen interessanten Ausblicken -gleichzeitigen Durchblicken zum Fernmeldeturm auf dem Riegerberg- und entspannt geschaffen für freundschaftliche Gespräche. Letztere führen allerdings dazu, dass wir den Abzweig zum „Hagenfenster“ unbemerkt passieren und dieses HL nicht besichtigen. Allerdings ist anzunehmen, dass sich die Aussicht nicht viel unterscheidet von der, die wir bald am dritten Turm der Tour genießen können. Und einen rostigen Rahmen hab ich auch noch zuhause. Wer kann sie zählen, all die grauwackeren Bismarcktürme in Land, wie viele davon haben wir schon besucht, bemüht, sie als Landmarke pur wahrzunehmen. „Der Hagener Bismarckturm zur Erinnerung an den ersten Reichskanzler des Deutschen Reiches, Otto von Bismarck, steht in der westfälischen Stadt Hagen auf dem nahen Goldberg. […] Der Turm steht auf einer Höhe von 265 m und hat eine Gesamthöhe von 24 Metern.“ (WIKI) Der „Schlangenstieg“ führt uns hinab zur Deerthstraße, parallel dazu führt dann der Alois-Brinkmann-Weg zurück zum Startparkplatz. Fazit Drei-Türme-Weg: Interessante Weitblicke in dieser transparenten Jahreszeit, moderat im Schritt ohne große Herausforderungen, unterstützt von sehr vielen Bänken. Laubmischwald mit Gespensterfichteneinlagen. Kaffee gibt’s saisonal erst im multikulturellen Bahnhofsviertel von Hagen. Danach trennen sich unsere Wege. Auf ein baldiges Wiedersehen. Und mit Hagen bin ich versöhnt, aber das ist eine andere Geschichte … Bedankt für diesen sonnigen Wandertag! © Text/Bildslueart
02:14
8.96km
4.0km/h
190m
210m
Kaiserwetter! Ja, am Mittwoch, unserem Mittwoch, an dem meist die gemeinsame G&K-Wanderung der Woche stattfindet. Da lag ich flach, hingestreckt von üblen Erkältungsviren, denen ich für diesen Winter schon entkommen zu sein glaubte. Zwei Tage später fühle ich mich gerade so stabil, eine kleine KonvalenszenzWanderung antreten zu können, das Wetter ist so lala, wird besser im Verlauf, am Ende regnet es ohne dass wir nass werden. Balsam für die Seele kann dem Körper nicht schaden … Plane schlappe 14km, denen aber einige Höhenmeter zugrunde liegen, so dass der Sauerstoff auch in die Bronchien pfeifen kann. Pfeifen aus dem letzten Loch, heißt es dann schon, als wir nach einem köstlichen Frühstück in unserer Kettwiger Wahlbäckerei die Steigung Am Bilstein hinauf wandern. Bitte ich doch tatsächlich Freund KC🌞, heute auf mich zu warten, wenn ich schon wieder fotografieren muss, einholen mag und kann ich ihn gerade nicht, zu püstig hänge ich am Hügel. So gönnen wir uns auf dieser unserer „pausenreichsten Tour ever“ den ersten Stopp oben am Essener Aussichtspunkt am Bilstein mit weitem Blick ins Ruhrtal zwischen Werden und Kettwig. Vorüber am Kriegsgräberfriedhof ziehen wir aus dem Wald hinauf zum Feldrand, wo wir einen der vielen Bussarde, die wir heute in transparenten Gehölz sehen können, beim Kröpfen seiner Beute beobachten und zoomen. Einer frischen Tradition folgend, zünden wir in der Wallfahrtskapelle Maria im Maien zwei Wanderfreundkerzen an, als sich überraschenderweise die Türe öffnet und wir nicht mehr alleine im Kapellchen sind. Erkenne sofort die beiden Wanderfreunde Keith und Peter H., sind die mir doch schon in meinen frühen Komootzeiten, als ich gerade vom amerikanisch aufgekauften, legendären GPsies zu Komoot wechseln musste, aufgefallen, weil sie häufig gleiche Wanderregionen wie wir beackern und weil Keith’ Hut ein respektables Wiedererkennungs-Merkmal darstellt. (Legendär ist der Hut doch durch diesen hartgesottenen amerikanischen Detektiv Doyle (?), gespielt von Gene Hackman, geworden oder sehe ich das falsch?) Die beiden reagieren zu unserer Freude megaüberrascht, ein paar interessante Plauderminuten zum anstehenden Thema folgen; bevor wir uns aber zu viele „legendäre“ Wanderkilometer verbal um die Ohren hauen, trennen sich unsere gegenläufigen Wege, allerdings nicht, bevor wir diesen Moment mit meiner Kamera festgehalten haben. Sicherlich hat das ebenso erfreuliche wie überraschende Treffen zur Folge, dass wir uns ein wenig mehr im Wanderauge behalten werden. Buen camino. Viele gute, gemeinsame Wanderungen wünschen wir euch. (PeterH65 (a.k.a. "Waldorf") komoot.com/de-de/user/349264733614 & Keith (a.k.a. "Statler") komoot.com/de-de/user/376629765396) Eine weitere Überraschung folgt, als wir an der Pierburg den Hauptwanderwegen über den Pierburger Saum gen Osten folgen. Schon bei der Planung haben wir es kaum glauben können, jetzt zeigt sich, dass es stimmt: Hier waren wir noch nicht. Wow. Diese echt beeindruckende Aussicht auf all die Orte, Wald- und Wiesenstellen, über die wir schon so oft gewandert sind. Beeindruckend ebenfalls, wenn auch latent irritierend, der Blütenstand der Haselsträucher, die nun bergab den Pfad säumen, heute macht es für meine Atemwege kaum einen Unterschied. Der Wiesenweg begleitet von einer Diskussion über den Ablauf der Hasel-Bestäubung unter Vermeidung von Inzucht, bei der sowohl KC🌞, der auf räumliche Distanz setzt als auch ich, der ich von der funktionellen Zweihäusigkeit gelesen hatte (Thanks, liebe P.), richtig liegen.* Der Kettwiger Panoramasteig tänzelt nun waldwärts über dem Ruthertal am Hügelkamm entlang, der lehmige Waldboden weist viele riesige Grablöcher auf, die rätselhaft bleiben: zu groß für Hundespuren, MTB-Fallen? Angefangene Erdhöhlen von großen Kindern? Abgesehen davon aber ein überaus reizvolles Hangwaldstück, in dem wir uns auf einem Baumsturz endlich mal wieder eine Pause gönnen. Heute erstaunlich viele politische Themen im Gepäck, der Sitzplatz dagegen ein windgeschützter, die Pause dauert. Anschließend steht der geplante Spannungshöhepunkt an, ein schmaler Waldpfad, der im Huxsollsiepen entlang am gleichnamigen Rinnsal, steil den Berg hinauf zu einem Hochstand führen soll, von wo aus wir querfeldein im Osten auf den Schuirweg zu stoßen gedenken und von dort weiter ins Wolfsbachtal wandern wollen. Gesperrt. Nicht nur gut sichtbar mittels mehrerer Verbotsschilder versperrt, die Spuren auf dem schmalen Pfad enden wie die unsrigen vor einem gewaltigen Baumsturz, dahinter der Pfad verschlungen vom dornigen Unterholz. Weg ist der Weg. (Komoot hat ihn zumindest als „Gefahrenzone“ bezeichnet.) Plan B führt uns auf zivilisierten Sträßchen ins Wolfsbachtal. Ungezählte Male sind wir hier schon längst gepilgert, manche Erinnerung blitzt auf und wird kund getan. Dann östlich steil hinauf in den Heissiwald, sehr steil, sehr kurzatmig, sehr angenehme Pause auf der ersten sich sehr anbietenden Bank, fast ganz oben auf dem Korintenberg. Auf den ersten Blick scheint das Wildgehege verwaist, bleibst du einen Moment stehen und lässt deine Augen auf Holz und Boden ruhen, tauchen immer mehr Frischlinge auf, die sich gut getarnt im Morschen tummeln. Und noch mehr mit Mutter Erde verschmolzen, ruht davor die schwarzschwere Schweinemutter. Ungestüm beharken zwei Damhirsche Maschendraht, herausgehobene Pfosten und Baum, um ihre Geweihstöcke vom letzten Bast zu befreien. Nicht nur neugierig werden sie dabei von der hübschen Albinodame und anderen schwanzzittrigen Damhirschkühen beobachtet. Im Finallauf zum See, dort die letzte Bank des Tages: Es beginnt zu nieseln, es beginnt zu regnen, einmal noch „Knirps auf der Bank“ und ab zum Bahnhof. MannMannMann, noch einmal völlig pünktlich, die S6 des Tages, gratuliere. Mein 180er eine treue Konstante im VRR-Unwetter. Balsam für die Seele kann dem Körper nicht schaden … ... genau. Danke für diesen schönen Tag. © Text/Bildslueart/Bild KC🌞
03:12
13.5km
4.2km/h
210m
210m
5 days ago
2026-02-06 G&K☞KonvaleszenzWanderung ⛰️Hügelwege Kettwig⇉ Werden ⛰️ 14km/210hm
Kaiserwetter!
Ja, am Mittwoch, unserem Mittwoch, an dem meist die gemeinsame G&K-Wanderung der Woche stattfindet.
Da lag ich flach, hingestreckt von üblen Erkältungsviren, denen ich für diesen Winter schon entkommen zu sein glaubte
slueart went for a hike.
January 30, 2026
Intrinsische Motivation fehlt, keine Lust zu wandern? Muss also die extrinsische her und die ist heute vielfältig. Erstens fehlen noch 18km am 200er Monatsschnitt, den ich in 2025 gut über’s gesamte Wanderjahr erreicht habe und dessen Erreichen mich auch 2026 wieder motivieren soll. Zweitens kommt mir die Freitagsidee, auf dem Markt in Kupferdreh ein bisschen Fisch zu kaufen. Drittens lacht die Sonne so mächtig vom blauen Himmel, dass die Radiovorhersage gar nicht hinterherkommt. Und so treibt es mich kurz nach elf aus dem Haus, wandernd folge ich der bekannten Strecke nach Kupferdreh, auch heute wähle ich die Nöckersleite mit ihrer guten Fernsicht. Hinter mancher Hecke ist es plötzlich glatt, der Bodenfrost klammert sich in jeden dunklen Winkel, frech lugen schon die ersten zarten Schneeglöckchen-Knospen aus dem alten Laub in mancher Sonnenecke. Bald ist der Markt erreicht, der kostspielige Fisch gekauft und im Rucksack verpackt. Die kalte Temperatur macht’s möglich: Der Rückweg ist doppelt so weit geplant wie der zum Markt, da kann es der Fisch aushalten, wenn ich ihn über die heimischen Hügel nach Hause trage. Als Deilbachsteig folge ich einem altbekannten Wanderweg, auf dem meine Gattin und ich vor Jahren, schon ohne dessen Adelung zum Steig, ein Stück im Deilbachtal gewandert sind, jetzt aber schon lange nicht mehr, ein Wiedersehen nach Jahren. Schwungvoll auf und ab führt der Pfad oberhalb der Nierenhofer Straße erst süd-, dann ostwärts durchs Tal. An höchster Stelle lege ich eine Rast ein, die sich nach einem Blick gen Himmel rasch verkürzt, viel schweres totes Holz schwebt über meinem Haupt. Nix wie weg. Beinahe vergesse ich in der Eile meine neue Sitzmatte. Der steile Pfad hinab ist mit Gesteinsbrocken übersät, ein wenig Vorsicht und der Wanderstab sind angebracht. Später überquere ich die Hundebrücke, die NICHT mehr gesperrt ist, folge dem Deilbachsteig ein unangenehmes Stück an der belebten Nierenhofer, später Kohlenstraße entlang, bevor es bei St. Engelbert steil den Kressenberg hinauf führt. Dieses Wanderwegstück bin ich ziemlich genau vor 11 Jahren zuletzt gelaufen. Vom asphaltierten Sträßchen zweigt der Weg an der Gasstation Niederbonsfeld schlammig nach Süden Richtung Wald ab; in einem spitzen Winkel führt er, weiterhin sehr sumpfig, gen Nordosten den Kressenberg hinauf, wo er sich bald mit der wohl bekannten Raute 7 vereint; dieser Teil des Forstes gehört zu den schönsten Laub- und Ilexwäldern der Gegend. Die Sonne und die Ruhe der Einsamkeit verzaubern das Waldstück zusätzlich, deshalb plane ich um, verlasse den Kressenberg nicht über die asphaltierte, schattige Wasserstraße, sondern wähle den „Kressenberg-Downhill-Trail“, der auch zu Fuß recht anspruchsvolle Stellen aufweist, mich sportlich erfreut und an einem sonnenbeschienenen Laubfleck, vom Ilex immergrün umzingelt, zu einer kleinen Jause auf einer mächtigen, gestürzten Buche einlädt. Im Tal unter der Isenburg gelange ich zur Ruhr, der Ruhrtalweg liegt winterlich ruhig; die nächsten fünf Kilometer folge ich dem Fluss, sehe manchen Reiher, sogar einen Eisvogel am gegenüberliegenden Ufer kann ich kurz durchs neue Fernglas erspähen. Auch die Auerochsen im Wasserschutzgebiet lassen sich heute gut beobachten, während Schwäne rauschend vorüberfliegen. An der Pontonbrücke bei Dahlhausen stapelt sich der Verkehr, folglich lasse ich Am Stade hinter mir liegen und schlage einen letzten Schlenker am Fluss entlang, um nach Hause zu traben. Überraschung, bedankt, fünf Sterne. © Text/Bildslueart
03:50
19.9km
5.2km/h
280m
280m
January 31, 2026
January 30, 2026 Solo ☞ "Today I'm carrying the dog over the local hills" 20km/280m elevation gain
Intrinsic motivation is lacking, no desire to hike?
So, extrinsic motivation is needed, and today it's multifaceted.
First, I'm still 18km short of my 200km monthly average, which I easily achieved throughout
Translated by Google •
Werden wir zu hörigen Sklaven der Verkehrsbetriebe? Schließlich wählen wir mittlerweile unsere Wandergebiete, die wir immer per B&B erreichen, nach den Kriterien aus, auf welchen Schienen und Gleisen denn so manche geeignete Linie überhaupt noch verkehrt. In dieser Woche ist der Wuppertaler Raum frei gegeben, wogegen wir gen Westen blockiert sind, dort muss ich erst die Sperrung zwischen Essen und Duisburg abwarten. Die S6 im Ratinger Raum hat uns kürzlich erst so richtig auflaufen lassen und ab dem 6. Februar ist Wuppertal ziemlich dicht, hoffentlich dann im Westen was Neues. Die Wahl der heutigen Strecke „Old BOYS above Wuppertal“ entspricht im Wesentlichen der Tour https://www.komoot.com/de-de/tour/1078792874, die wir vor etwa drei Jahren gewandert sind, lediglich die urban geprägte Strecke durch Oberbarmen mit dem beeindruckenden PINA-Wandbild und anderen interessanten Murals und die naturnah-erholsame Doliden-Waldschleife zu Beginn sind neu. Auch der Anlass ist der gleiche, ich zitiere mich mal ausnahmsweise selbst: „So hatten wir für heute eine stark innovative, naturtiefe und ausgedehnte Wanderung von Vohwinkel nach Langenberg geplant, die wir, den Regengottheiten folgend, verschoben haben und stattdessen zu Plan2 greifen.“ Allerdings regnete es 2023 nicht wenig, während unserer Wanderung heute dagegen zeigt sich die Sonne zwar nie, aber es bleibt trocken, wir trösten uns mit den Gedanken an entsetzlich aufgeweichte Schlammpfade, die wir bequem gegen 23 Kilometer Asphalt und anderes hartes Zeug tauschen. Bequem? - „Ich habe einen Asphaltrücken.“, meldet sich KC🌞abends. - Dito. Viele Fakten also bekannt und beschrieben, heute ergänze ich ein wenig, Spektakuläres widerfährt uns nicht. Die Schwebebahnfahrt, zu Beginn nach unserem gemeinsamen Frühstück, über die gesamte Strecke von Vohwinkel bis Oberbarmen, ca. 13km, etwa 40 Minuten, gefahrene Höchstgeschwindigkeit um die 40km/Std., ist cool wie immer, beste Plätze hinten mit Blick auf Fluss und Stadt. Lichtblicke in der Straßenödnis von Oberbarmen sind die zahlreichen Murals, bewusst besuchen wir das eindrucksvolle Wandbild mit dem Porträt von Pina Bausch, treffen außerdem auf zahlreiche andere bemerkenswerte Straßenkunst; die Treppengasse zwischen Hügel- und Hildburgstraße zeigt eine, zwar in die mosigen Jahre gekommene, aber immer noch eindrucksvolle Gesamtinstallation zum Thema Fahrzeug im Comicstil. Eine erste Rast in freiem Feld mit Blick auf die winterlich fahle Weide-Landschaft (und A1) gönnen wir uns auf einer Bank oberhalb der Hofschaft Jesinghausen, von der uns vor drei Jahren noch interessante Rindern begrüßten, jetzt steht der Hof leer, ein historischer LostPlace sozusagen. „Sie blicken auf den alten Bahndamm der Rheinischen Strecke, die von Düsseldorf über Barmen nach Dortmund führte. Zwischen Langerfeld und Schwelm verläuft die Rheinische Strecke in einer Entfernung von nur etwa 300 Metern parallel zur Bergisch-Märkischen Eisenbahn, der Konkurrenzlinie durch das Tal der Wupper. Zwischen den beiden Bahntrassen liegt - hinter dem Bahndamm verborgen - die alte Hofschaft Jesinghausen.“ Der historische Bahndamm steht als gemauerte Felswand unverrückbar dahinter in der Gegend. Anschließend ziehen wir unsere kleine Wanderschleife durch den Dolidenwald, kein spektakuläres NSG, aber so ziemlich der einzige halbwegs naturnahe Winkel des Tages und schon recht urig mit den vielen Senken im Wald. „Im Hölken ist ein im Stadtbezirk Langerfeld-Beyenburg im Osten von Wuppertal liegendes bewaldetes Naturschutzgebiet. Sein offizieller Name ist „Dolinengelände Im Hölken“. […] Geschützt sind die im Gebiet noch vorhandenen Massenkalk-Dolinen und sein Kalkbuchenwald. […] Das Naturschutzgebiet wurde vom Land Nordrhein-Westfalen eingerichtet für die Erhaltung und Entwicklung des Biotops als Refugial- und Regenerationsraum für an Kalkbuchenwälder gebundene Tier- und Pflanzenarten sowie den Erhalt und die Entwicklung des Strukturreichtums im Wald aus Althölzern mit hohem Bestand aus Totholz und reicher Kraut- und Strauchschicht. Weiter erstreckt sich der Schutz auf die besondere Eigenart des Gebietes mit seinen Dolinen im Massenkalk und ist damit aus erdgeschichtlichen und geologischen Gründen erhaltenswert.“ WIKI Drittens unbekannt folgt jetzt ein aufregender Teil der Nordbahntrasse: „Der Felseinschnitt Bramdelle ist der größte und tiefste der Rheinischen Strecke im Wuppertal. Er ist etwa 700 Meter lang. Der Höhenunterschied zum oberen Plateau beträgt etwa 28 Meter. Der Einschnitt führt hier, wie auch an anderen Stellen auf dem Streckenabschnitt zwischen Vohwinkel und Nächstebreck, durch Gesteine des Massenkalks. Dieses Gestein entstand vor zirka 370 Millionen Jahren durch Ablagerungen von Korallen, Schnecken und Muscheln in einem flachen tropischen Meer. Die steilen Wände zeigen Faltungen, Klüfte, Spalten und Höhlenansätze sowie Schlote mit eingelagerten Sanden und Tonen. Das blaugraue Kalkgestein und seine Toneinlagerungen bilden zugleich die Grundlage für Kalksteinbrüche und Ziegeleien an der Stecke, einen wichtigen Wirtschaftszweig der Region. Das Kalkgestein ist brüchig, das Regenwasser wäscht mit der Zeit Höhlen aus. So sind die Wände teilweise mit hohen Stützmauern versehen. In regelmäßigen Abständen finden sich rund gemauerte Nischen in den Wänden. Sie sollen nicht nur die Wand stützen, sondern boten Schutz für die Streckenläufer: Bahnbedienstete, die die Aufgabe hatten, die Strecken abzugehen und Mängel und Gefahrenstellen am Gleiskörper oder an den Steilwänden festzustellen. Mit ihren langen Hämmern klopften sie auf die Schienen und erkannten am Klang lose oder schadhafte Stellen.“ (Text Schilder am Wegesrand) Das sind Mauern! Nicht zuletzt die harmonische Verbindungen von Mauerwerk und Felsgestein erinnert an so manche „Ritterburg“. KC🌞als son-of-a-railroad-man erkennt die Funktion der Nischen sofort. Für ihn ist es noch einmal eine andere Reise in die Vergangenheit, fuhr er doch um 1970 herum mit dem „Schienenbus“ von unserer Geburtsstadt Mettmann bis Heubruch zur Berufsschule. Die Nordbahntrasse schmückt sich mit etlichen wirklich spritzigen Mauerbildern, leider teilweise von Schmierfinken versaut; kurz nach dem Besuch des Aussichtspunkts BELVEDERE, selbstredend mit Rast im Pavillon und tollem Blick über’s neblige Wuppertal, finden wir vor dem großen Schriftzug „BOYS“ unser Titelbild-Motiv. Weiter auf der bekannten Strecke dann Stillstand. Nicht wir, sondern die vielen Projekte. Schrieb ich 2023 noch, „„Das ist Preview pur!“, behaupte ich anlässlich der unzähligen Start-ups, Projekte und Bahnhofsgebäude-Restaurierungen, denen wir auf der Nordbahntrasse in Mirke, Ottenbruch, Loh und anderswo begegnen.“, so springt uns heute massiv ein eher morbider Eindruck, vielleicht auch teils der Winterruhe geschuldet, an. Tote Hose am Living Lab. NRW, die phantastisch-skurrilen Häuser verströmen keine aktive Aura. „Aktuelles im Living Lab NRW: 2025/2026. Durchführung von Messungen der Innenraumtemperaturen unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses menschlicher Interaktionen und des Nutzungsverhaltens.“ (Banneraufschrift vor Ort) Passiert also wohl doch etwas, bleibt nur dem Passanten verborgen. Das Projekt UTOPIASTADT in Wuppertal-Mirke wirkt so gar nicht mehr utopisch, macht eher einen leicht herunter gekommenen Eindruck (Verzeiht, falls wir hier irgendwem Unrecht tun.). https://www.nrw-stiftung-magazin.de/detail/utopiastadt-im-mirker-bahnhof-wuppertal/ „The WaLL am Loh“ neben dem alten Bahnhofsgebäude Wuppertal-Loh ist nach wie vor ein rührendes Zeugnis menschlicher Sammelwut, kreativ und anregend umgesetzt. Allerdings vermittelt der Grad der Vermosung auch hier das Gefühl, dass der Zenit der Aktivität längst überschritten ist. Unserer auch, neben dem beeindruckenden Trauerbaum (s. Bilder) gönnen wir uns eine Rast, werden von einem fleißigen Straßenkehrer ob unserer Hüte in Australien verortet, was uns durchaus gefällt. Das historische Bahnhofsgebäude in Ottenbruch ist vom selbem Gerüst umgeben wie vor drei Jahren, sieht jetzt allerdings ziemlich erbärmlich aus; da passiert nix. Als letzten Tunnel von vielen durchwandern wir den knapp 500 Meter langen Dorp-Tunnel, nach einigen langen, sehr meditativen Graden folgt der Bahnhof Varresbeck, zu dem man in früheren Tagen von Mettmann aus auch schon mal mit dem roten Schienenbus zum Einkaufen fuhr. Neben allem eine Reise in die Vergangenheit. Am Kugelgasbehälter fallen die ersten schwernassen Flocken des Tages, den Wettergottheiten sei Dank, wir sind am Ziel. Trotz des trüben Wetters ein super Tag. Bedankt. © Text/Bildslueart/BildKC🌞
05:07
36.0km
7.0km/h
210m
200m
January 29, 2026
“2026-01-28 G&K☞ "BOYS“⇉ Oberbarmen⇉ Dolinen im Hölken⇉ Nordbahntrasse⇉ Vohwinkel 23km/210hm (+13km Schwebebahn)
Werden wir zu hörigen Sklaven der Verkehrsbetriebe?
Schließlich wählen wir mittlerweile unsere Wandergebiete, die wir immer per B&B erreichen, nach den Kriterien aus, auf welchen Schienen und
Ein besonderer Anlass zwingt uns heute, auswärts essen zu gehen. Sportlich wörtlich nehmen wir das an und wandern von Burgaltendorf über und auf drei Höhenzüge bis zum Restaurant unserer Wahl, zurück gönnen wir uns in der Dunkelheit den Bus. Zwar sind die Hügelberge hier im Vor-Bergischen Land noch recht smooth, aber steil sind sie trotzdem und so fällt beim Aufstieg zum Priemberg über knapp 100 Höhenmeter die titelgebende Bemerkung, dass „drei Berge in echt viel weiter sind als in der Vorstellung!“. Zwei freundliche Bänke erleichtern das Unternehmen, das Wetter spielt ebenfalls mit und so genießen wir die Wanderung in -meist (s.o.)- bester Stimmung. Steil laufen wir ins Asbachtal hinab, gerade noch Blaue Stunde, dann wird es mit einem Mal stockdunkel. Verlaufen wäre der falsche Ausdruck, unsere Tochter bringt es am Fon auf den Punkt: „Wenn man alle Wege kennt, ist man manchmal so schlau, als würde man keinen kennen.“ Denn im Asbachtal kenne ich alle Pfade und Wege, aber welcher ist heute der zielführende? Einer später Blick in die Navigation führt uns im Finstern sicher unter der A44 hindurch den letzten Anstieg zur Dilldorfer Höhe hinauf, pünktlich um 18 Uhr schlagen wir im Lokal auf. Zu Beginn legen wir auf dem Bahrenberg eine erste Pause im Sonnenschein ein und zu unserer großen Überraschung sehen wir erste Kranichschwärme gen Nordwesten ziehen. Zaghafte Schneeglöckchen und dreimalige Kranich-Begegnung: Ein Hauch von Frühling legt sich auf Mantel, Pullover und Seele. Abenteuerlicheres erleben wir heute nicht; auffallend ist der Kahlschlag allerorten, unglaublich viele bekannte Waldstücke zeigen sich im kahlen Neugewand, meist erschließt sich uns Laien der Sinn der flächendeckenden Fäll-Aktionen nicht. Die zweite schöne Bank liegt am nördlichen Hang des Priemberges, hier sitzen wir windgeschützt, baden ein wenig in der Blauen Stunde, bevor wir ins sich verfinsternde Asbachtal hinab wandern. Lecker ist es dann auch und somit bedanken wir uns für diese freundliche, gemeinsame Wanderung. (Ach so, noch eine Anmerkung, falls du bei uns in der Ecke das Deilbachtal besuchst: Die sogenannte Hundebrücke an der Nierenhofer Straße ist n i c h t gesperrt, habe ich zwar schon bei Komoot angemerkt, aber die Navigation über die Brücke wird weiterhin fälschlich verweigert.) © Text/Bildslueart-Bild/Ursula
02:37
11.8km
4.5km/h
250m
240m
January 24, 2026
2026-01-23 G&U☞
"Three mountains are actually much farther than you imagine!"
12km/230m elevation gain
A special occasion compels us to eat out today.
We take this quite literally and hike from Burgaltendorf over and across three ridges to our chosen restaurant. We treat ourselves to the bus back in the
Translated by Google •
„Schon wieder Baldeneysee?“, magst du anmerken. Stimmt, da war ich doch gerade erst, gemeinsam haben Ela und ich die Seelandschaft ebenfalls des Öfteren besucht und genossen. Wunderbares Wetter heute. Knackig kalt und Sonnenschein; Montag zudem, da können wir einen Gang an den See wagen ohne überrannt oder umgeradelt zu werden. Und der See zeigt uns, dass wir richtig wandern: Adriablau die Wasseroberfläche; schwarze Kormoran-Schwärme in den mit weißem Kot überzogenen Bäumen im Vogelschutzgebiet Heisinger Ruhrbogen; weiße Silberreiher, weiße Möwen und weiße Schwäne vor leuchtend rotem Hartriegel in transparenter Landschaft: So präsentiert der Baldeneysee uns seine Winterfreuden. Ein bisschen Hintergrundwissen zum Kormoran: „Dieser überwiegend dunkel gefärbte Vogel lebt in der Nähe großer Gewässer. Seine Hauptnahrungsquelle sind Fische. Er brütet in Kolonien auf Felsklippen oder im Binnenland auf Bäumen. Dort verätzt der Kot häufig die Blätter, weshalb Bäume, auf denen Kormorankolonien brüten, oftmals kahl sind. Nachdem sein Vorkommen gerade in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts aufgrund massiver Verfolgung extrem zurückging, haben sich seine Populationen mittlerweile erholt. […] Damit er tief tauchen und Fische verfolgen kann, fettet er sein Gefieder nicht ein. Dass er es danach trocknen muss, unterscheidet ihn von anderen Wasservögeln. […] Wenn er sich nicht gerade auf die Jagd nach Fischen begibt, kann man oft größere Gruppen auf Felsen oder Sandbänken beim Rasten beobachten. Dabei nimmt der Kormoran oft eine typische Körperhaltung mit zum Trocknen geöffneten Flügeln ein. Er taucht regelmäßig in Tiefen zwischen drei und neun Metern.“ https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/kormoran/ Wir wandern bis zum Haus Scheppen, nachdem wir zuvor über die leuchtend grün-weiße Birkenhalde gestapft sind, legen eine sonnige Rast unter den Platanen am See ein. Wandern weiter, wenden die Sohlen südlich hinauf auf die Fischlakener Höhen, wo wir den Sonnenschein nicht nur sehen, sondern durch die leicht wärmende Sonne laufen. Prompt taut der Schlamm und wir wandern durch den Matsch. Zurück am See, gehen wir dieselbe Strecke von Scheppen zurück zum Parkplatz in Kupferdreh, wo sich unsere Wege trennen, nach Burgaltendorf wandere ich alleine zurück, zu schön das Wetter, um mit dem Bus zu fahren. Ein wunderbarer Wintertag, eine wirklich kurzweilige Runde, die uns sehr gefällt. Danke dafür. © Text/Bildslueart
04:30
23.2km
5.1km/h
240m
240m
slueart went for a hike.
January 18, 2026
Ein kleines Morgensolo zur Ruhr, die sich in dichten Nebel hüllt. leider heute keine Eisvogelsichtung, aber ansonsten stimmungsvolle Runde.
02:03
11.0km
5.4km/h
90m
90m
2026-01-14 G&K☞ 🪶Unter Reihern-Am stillen See🏴☠️ 20km Manchmal stellt sich unser G&K-Wander-Mittwoch nicht gerade als der günstigste Wandertag der Woche vor, so auch heute, es regnet am Morgen, alle Wetter-Apps versprechen milde Besserung im Laufe des Tages, Sonne eher gar nicht. Aber die Regie spart nicht mit lustigen Einfällen, der Regen kann uns nicht tangieren, weil wir überhaupt nicht ankommen. Fünfundsiebzig Minuten verbringe ich in Werden (Gott sei Dank ist es nicht mehr so kalt), nach einander fallen drei Bahnen der S6 aus. Flotte Kommunikation mit KC🌞, dessen von Süden kommende S6 mittlerweile Ratingen Ost, geplanter Startpunkt der Tour, erreicht hat. „Fahr weiter!“, heißt es nur von mir und ich warte. Er auch, denn seine S6 bleibt wegen gestörter Signalanlagen und nicht schließender Schranken unterwegs immer wieder auf der Strecke stecken. Was für ein vermasselter Einstand der frisch polierten S6-Strecke! Kurz und später, wir starten mit beinahe zwei Stunden Verspätung in Werden, immerhin nach einem wohltuenden Frühstück in einer örtlichen Bäckerei. Geladen haben wir nun einen älteren Komoot-Plan, den „Werdensteig, Edit2“, der eine echte Herausforderung darstellt, der wir uns, nachdem uns die Stille am Baldeneysee sanft empfangen hat, n i c h t stellen, sondern am Wasser bleiben und nach ewig langer Zeit mal wieder den wunderschönen See umrunden. (Ehrlich? Keinen Bock auf Schlammschlacht.) Somit entfällt jegliche weitere Routenbeschreibung, wir wandern auf dem Uferweg rund um den Baldeneysee. Allerdings gönnen wir uns als kurze wilde Einlage, bei all dem harten Asphalt und Pflaster, die „Birkenhalde“, eine kleine Oase, gemalt in moosgrün und birkenweiß, nachdem wir eine lange Pause an einem unserer Lieblingsplätze, dem Platanenufer bei Haus Scheppen, genießen. Nicht erst am Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen fällt uns die große Zahl von Silberreihern auf, die unruhig über dem See kreuzen, selten sahen wir so viele Silberreiher zeitgleich; als Wintergäste haben sie in diesem Januar den See im Griff, manch grauer Heimat-Reiher wirkt irritiert ob der weißen Übermacht. Nicht nur die Reiher sind rege, zweimal beobachten wir den „Umzug“ der Kormorane über den See. Erst bricht nahe der Kupferdreher Eisenbahnbrücke* der gesamte, riesige Schwarm auf; wir vermuten, dass sie so mehrmals am Tag die Fischgründe wechseln. Wie auch der später beobachtete Rückflug ist es ein echtes Spektakel, wenn die Kormorane sich flügelklatschend vom Wasser erheben und knapp über der Oberfläche dahin schießen. (*Insider: "Haben Sie diese Brücke schon einmal menschenleer erlebt?" - Wir erleben es heute.) Abgesehen von häufigem Vogel-Getöse, das erste Frühjahrsanklänge weckt, liegt der See unglaublich winterlich still, so habe ich den Vielbesuchten noch nicht erlebt. Windstill glatt und menschenleer. "Kannst du STILLE fotografieren?" wird zum fotografischen Motto für die Winterruhe am See. Wir besuchen das Paradies hinter dem Vogelschutz-Paradies. Die Altwasser-Weiher hüllen sich bei unserem Erscheinen plötzlich in hauchfeine Nebelschwaden, irgendwo scheint die Sonne zu wirken, auch wenn wir sie nicht sehen können. In dieser zauberhaften Aura erleben wir die Stille dieses Wintertages besonders eindrücklich. Der westliche Abschnitt des Nordufers ist bekanntlich weniger naturnah, bald treffen wir auf etliche fleißige AfterWorker, latschen am Zaun des Strandbades entlang, erreichen neugierig zu Beginn der Blauen Stunde die betriebsame Baustelle der Regatta-Tribüne und queren die Staumauer zum Abschluss. Nicht nass geworden und die Rückfahrten verlaufen stressfrei. Auch das. Nice, friendly and funny day in grey hours, ein schöner Tag. Dank dafür. © Text/Bildslueart/BildKC🌞
04:10
20.1km
4.8km/h
70m
80m
January 15, 2026
January 14, 2026 G&K☞ 🪶Under the Herons - By the Still Lake🏴☠️ 20km
Sometimes our G&K hiking Wednesday doesn't exactly present itself as the most favorable hiking day of the week, and today is no exception. It's raining in the morning, all the weather apps promise mild improvement later in the day
Translated by Google •
slueart went for a hike.
January 11, 2026
Die große Kamera hängt am Hals, ebenso wie das neue Fernglas (danke, l. U.): Auf zur Ruhr, zur Eisvogel-Photojagd. Nachdem ich mehrere Eisvogel-Begegnungen OHNE diese Kamera hatte, hoffe ich sehr, auch heute einen Kingfisher zu sehen. Tatsächlich gelingt mir das, trotz früh zunehmendem Trubel am Fluss, leider werden die beiden einzigen Fotos nur unscharfe Referenzbilder. Dabei bleibt es dann leider heute: Im Bereich der Eisvogel-Beobachtung tut sich nix mehr. Aber dafür werde ich entzückend entschädigt. Am „wilden“ Ufer der Ruhr gen Horst verschnaufe ich kurz an einer Bank, als sich ein Rotkehlchen zu mir gesellt, seines Zeichens „Großwildfolger“, sprich, immer in der Hoffnung, dass so ein großes Trampeltier wie ich, der Mensch, ein wenig den Waldboden oder sonstiges pflügt und damit die Futtersuche erleichtert. Den Gefallen tue ich ihm gerne und da der Vogel weiter ganz nah bei mir bleibt, hole ich eine Matte aus dem Rucksack, nehme auf der Bank Platz und spendiere dem Kehlchen ein winziges Stück von meinem Frühstücksbrötchen, das es begeistert auf- und wegpickt. Verwundert bin ich schon, dachte ich doch, Rotkehlchen seien reine Insektenfresser. (Hatte es auf früheren Winterwanderungen auch schon mal erfolglos mit Haferflocken versucht.) Da schaue ich mal bei NABU und Wiki nach: „Das Rotkehlchen ernährt sich hauptsächlich von Insekten, kleinen Spinnen und kleinen Regenwürmern. Ergänzend nimmt es Früchte und weiche Samen zu sich, darunter das Rotkehlchenbrot (Gewöhnlicher Spindelstrauch), Beeren (beispielsweise Mehlbeeren), Seidelbast und Liguster. Dabei behalten etwa 80 Prozent der aufgenommenen Beerensamen ihre Keimfähigkeit. Während der Brutzeit ist die Nahrung fast ausnahmslos aus tierischen Bestandteilen zusammengesetzt. Im Spätsommer, Herbst und Winter wird sie durch pflanzliche Nahrung ergänzt. Während der Zugzeit geht der Anteil pflanzlicher Nahrung jedoch stark zurück.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Rotkehlchen Mehr Krumen gibt’s nicht, gesund wird es nicht sein. Diese vermeintliche „Zutraulichkeit“ der hübschen Vögel ist, obwohl vorrangig den starken Frost zu verdanken, schon anrührend, dazu diese schwarzen Knopfaugen, da setzt man sich doch gerne ein Weilchen zum Schauen hin und verschiebt das eigene Frühstück (und deines, l. U., sorry) noch ein bisschen. Später begegnen mir noch weitere Rotkehlchen, die wenig scheu in meiner Nähe verweilen und denen ich ein Fleckchen Erde frei scharre. Neben Gänsen aller Art, Blesshühnern, ungezählten Reihern sind es die Schwäne, die mir heute morgen im blau spiegelnden Ruhrwasser die meiste Freude unter den Wasservögeln bereiten: Ufernah gründeln sie, das hervorragende Licht lässt mich das genau sehen und die abgetauchten Hälse ablichten. Dann wird es voll am Fluss (Menschen, die gefrühstückt haben), die Sonne zerlacht die eisige Kälte, mir jedoch reichen jetzt drei Stunden draußen vor dem Frühstück und ich eile nach Hause. Bedankt! © Text/Bildslueart
01:53
11.0km
5.8km/h
70m
80m
January 11, 2026
January 11, 2026 - Solo - Ornithological Ruhr River Walk 11km/70m elevation gain
The big camera is hanging around my neck, as is the new binoculars (thanks, L. U.):
Off to the Ruhr River, on a kingfisher photo hunt.
After several kingfisher encounters WITHOUT this camera, I'm really hoping to see one today
Translated by Google •
Zwanzig Kilometer sind nicht immer gleich 20km, das lernen wir heute mal wieder auf unserer anspruchsvollen, zwanzig Kilometer langen Schneewanderung. Denn auf Schnee und Eis, später auch im heftigen Schneegestöber, ja Schneesturm, wandert es sich nicht ganz so leichtfüßig, auch scheint die feuchtkalte Luft das Atmen nicht zu erleichtern. Kurz und gut: Anstrengend. Kurz und besser: Geniale WinterWanderung. Treffpunkt kurz nach neun beim Bäcker in Vohwinkel mit dem guten Frühstücksangebot, vier Euro für ein belegtes Brötchen und einen mittleren Kaffee; gestärkt brechen wir, die Gustavstraße hinan, gen Südosten auf. Die Sonne scheint, der Schnee blendet, es kann überall und plötzlich glatt sein; es ist manchmal plötzlich so glatt, dass ich mich später einmal auf den Hintern setze, wir beide manches Mal ins Rutschen geraten. Außer einer leichten Fingerstauchung alles roger. Den Sonnenberg besteigen heißt, den Winter richtig betreten; mit jedem Höhenmeter ist die Welt tiefer verschneit, aufwärts queren wir den Friedhof Ehrenhainstraße in Richtung Nocken, wandern hoch über der A46 auf der imposanten Sonnenbergbrücke in unseren ersten, sehr reizvollen Winterwald des Tages hinein. Die sich anschließenden drei Kilometer sind sowohl Neuland als auch enttäuschend für uns. Mögen die Namen „Steinbachtal mit Teufelsklippen“ bei uns gewagte Assoziationen und Erwartungshaltungen erweckt haben, zu sehen gibt es von der Höhe viel Kahlschlag und die riesige Kläranlage Buchenhofen. Die einzige Aussichtsbank liegt voll im fetzig kalten Wind, an eine Aussichtsrast kein Gedanke, in Serpentinen führt der Weg uns hinunter bis fast an die Wupper, dort lässt uns das Halbgefrorene unter der Schneedecke jeweils einmal tief im eisigen Sumpf versinken und sofort beginnt der Anstieg durch das Steinbachtal hinauf zur Roßkamper Höhe. Von den Teufelsklippen sehen wir nix, nicht ein Horn. Eisig bläst uns der Wind ins Gesicht, als wir südlich über die Lützowstraße zum Gräfrather Lichtturm wandern, einem herrlichen Gebäude, an dem wir uns nicht satt sehen können. Schlagzeile RP: „Schnee-Walze rollt über NRW“. Und wir sehen sie kommen, die Walze, schwer, grau-schwarz und den Horizont überspannend, rollt sie von Westen heran, als wir, nach erst neun Kilometern, die zweite Pausenbank -und damit die letzte des Tages- vom Schnee befreien und mit unseren Matten bestücken, gerade unterhalb des Gräfrather Lichtturmes. Mit Beginn des Schneegestöbers gehen wir vorsichtig durch die Gräfrather Heide hinab in den historischen Ortskern, der, schon immer pittoresk, im dichten Gewirr des Schneesturms bilderbuchreif vor den verschneiten Augen steht. (Unsere „Apotheken-Gratis-Spass-Brillen“ werden heute zu Schneebrillen aufgewertet.) Bald haben wir die Korkenzieher Trasse erreicht, es beginnt ein Stück Komfortwanderung; zwar umsaust und bedeckt uns das wilde weiße Gestöber, aber die Trasse wurde kürzlich geräumt, auf der noch dünnen, jungfräulichen Schneeschicht läuft es sich wunderbar. Wenige „letzte Menschen“ begegnen uns, dann wird es über viele Meter einsam, bis kurz vor Vohwinkel treffen wir niemanden mehr. Mag so ein Gestöber viele Menschen fernhalten, wir sind mittendrin und es ist herrlich. So geht Winter. Im Eisenbahntunnel, schon auf Haaner Gebiet, machen wir eine Stand-Pause, abklopfen und durchatmen; es folgt die Querung der gefürchteten Vohwinkler Landstraße, dann schließlich treten wir in das tief verschneite Osterholz ein. Bald wird unser Pfad immer schmaler und unsichtbarer, keine Spuren führen den Blick, dann Baumsturz, Ende, Umkehr. Der nächste Pfad trägt uns bis an den Rand des Holzes, über die Krutscheider Obstwiese verlassen wir den Winterwald. Vohwinkel hat uns wieder, am Bahnhof trennen sich unsere Wege, beide sind wir sehr gespannt, wie sich die Rückfahrten wohl gestalten werden. Die verlaufen unerwartet reibungslos, wobei mich der 180er ob des Wetters von Kupferdreh über einen Riesenumweg direkt nach Burgaltendorf bringt: Die Niederweniger Höhe unpassierbar, kein Halt dazwischen, Großraumtaxi für drei Personen, cool. Was für ein großartiger Tag! Bedankt. © Text/Bildslueart/BildKC🌞
04:33
19.6km
4.3km/h
320m
320m
January 8, 2026
January 7, 2026 G&K ☞ ☃︎Winter Hike☃︎Snowdrift & Devil's Cliffs☃︎
↻ Vohwinkel 20km/320m elevation gain
Twenty kilometers isn't always 20km, as we learned once again today on our challenging twenty-kilometer snowshoe hike. Hiking on snow and ice, and later in a heavy snow flurry, even a blizzard, isn't
Translated by Google •
2 days ago
2026-02-09 G&M☞ "Drei-Türme-Tour" ⛰️Hagen⇪ 9km/190hm
Kennst du dieses „Lange-nicht-gesehen-und-doch-als-wär-es-gestern-gewesen-Gefühl“?
Genau.
Genauso geht es Mike und mir, als wir uns heute nach längerer Zeit wiedersehen.
Halbe Strecke Hagen, geografisch patent gelegen, er motorisiert tief aus dem Bergischen
Sign up or log in to continue
Everything You Need To Get Outside
Ready-Made Inspiration
Browse personalized adventures tailored to your favorite sport
A Better Planning Tool
Build your perfect outdoor experience using the world’s best outdoor tech
More Intuitive Navigation
Turn-by-turn navigation and offline maps keep your adventure on track
A Log of Every Adventure
Save every adventure and share your experiences with your friends
Sign up or log in