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Marianne M.
Completed activities

Bad Münster a. Stein Bf | VitalTour Geheimnisvoller Lemberg (Rundweg, 13,5 km) | Norheim Bf

Marianne M.
Completed activities

Bad Münster a. Stein Bf | VitalTour Geheimnisvoller Lemberg (Rundweg, 13,5 km) | Norheim Bf

went for a hike

September 28, 2026 at 06:01

Bad Münster a. Stein Bf | VitalTour Geheimnisvoller Lemberg (Rundweg, 13,5 km) | Norheim Bf

04:55

24.6km

5.0km/h

660m

660m

Anreise: Ab Frankfurt Hbf mit dem RE 3 nach Bad Münster am Stein. Wegen der beschädigten Brücke in Gau-Algesheim mit Extra-Halt in Bingen, der eine Verspätung von einer halben Stunde mit sich bringt. Immerhin, da Direktfahrt kein Stress wegen eines Umsteigens.
Rückfahrt: Ab Norheim mit der RB33 bis Mainz, dort geplanter Umstieg in RE4 nach Frankfurt. Doch an diesem Tag gab es nachmittags allenthalben Verspätungen, ich wechselte in Mainz zweimal vergeblich das Gleis und am Ende kann ich nicht sagen, wie genau ich nach Frankfurt kam. Mit einer Bahn jedenfalls. :-)) Na ja, an solchen Bahnreisetagen kann man was erleben und so allerhand riechen, doch das ist hier nicht Thema.

Der Rundweg “VitalTour Geheimnisvoller Lemberg” hat eine Länge von 13,5 km. Zur Verlängerung dieser Wanderung startete ich schon in Bad Münster. Entlang der Nahe, vorbei am Kurpark und dann über die Pouilly-Brücke – ein passender “Warmlauf”-Abschnitt. Vom vergangenen Montag kannte ich den Weg ja schon.

Schließlich geht es die Stufen hinauf zur Ebernburg. Auf dem Burggelände gönnte ich mir einmal mehr den Blick zum Rotenfels. Übrigens entdeckte ich die Touren am Rotenfels zuerst und begann schon eine Runde dort zu planen. Doch dann bremste mich die Information, dass dort wegen des Waldbrandes im Sommer bis heute ein Gebiet gesperrt ist. So ist mein Blick zum Rotenfels stets sehnsuchtsvoll, ohne jedoch zu wissen, ob das Wunschziel nur so erstrebenswert erscheint, weil es mir noch verwehrt ist. So lassen sich die Gedanken zusammenfassen, die mich beim Weitergehen begleiten.

Ab der Burg erkenne ich an den Markierungen, dass ich, wenn auch unbeabsichtigt, hier der “ClassicTour Ebernburg” folge. Nach insgesamt 6,3 km verlasse ich diesen markierten Weg und folge einem namenlosen und nicht gut erkennbaren Pfad. OJE! Dieser ist von Fluginsekten bewacht, die sich in Schwärmen auf mich stürzen. Keine Stechmücken, sondern so knubbelige und hartnäckige, die nur danach trachten, sich auf meiner feuchten Haut niederzulassen. Einige verfangen sich im Flaum meiner Nackenhaare, diese und jene zerquetschte ich beim Versuch, sie wieder zu entfernen. Wild mit den Händen wedelnd stolperte ich den unWegsam entlang – zum Glück nur 300 m. Dann: ein Foto vom Eingang der Schinderhanneshöhle machen? Die Insekten begrüßen es, mir derweil ungehindert nahe zu kommen. Augen, Ohren, Nasenlöcher oder bloße Hautstellen - yay!

Dann folgt der Einstieg in den “Geheimnisvollen Lemberg”. Ich fühle mich wie auf der Flucht, als ich zum Trombach hinunter eile. Dort unten ist es angenehm kühl und die Insektenplage ist hier immerhin erträglich, so dass ich den Weg endlich auch genießen kann. Das schöne Licht des Vormittags, das die noch grünen Blätter zum Leuchten bringt, und all diesen hübschen Lichtinseln auf dem Weg vor mir.

Schließlich geht es über den seichten Trombach hinüber und von nun an geht es, für etwa 7 km, tendenziell immer aufwärts, auf angenehme Weise. Schnitzgesichter blicken aus manchem Baum.
Bald folgt ein abwechslungsreicher Abschnitt mit herrlichen Aussichten, teils schmalen Pfaden und Steinbruch-Kulissen. Die Fotos beschreiben es besser, als würde ich mich mit langatmigen Beschreibungen aufhalten. Anmerkungen: Der Silbersee verleitet zu einer Umrundung. Der Weg Richtung Landhotel, war allein deshalb schon schön, weil er – zur Abwechslung – kurz aus dem Wald herausführt.

Wenn man sich die Verteilung der Fotos anschaut, lässt sich zweierlei erkennen:
Bilder gibt es meist, wenn es besonders schön und/ oder abwechslungsreich ist. Auffällige Lücken in der Bebilderung können ein Hinweis auf empfundene Monotonie sein, und/oder Schwärme dieser Insekten haben mich vom Fotografieren abgehalten. Oberhalb des Trombachs waren sie ganz besonders zahlreich, aufdringlich und lästig. Vielleicht lag es an meinem Deo? Puh nee … Manche Insekten zappelten hilflos auf meinen Fingerkuppen, andere waren Brei, nachdem es mir gelungen war, sie aus den Nackenhaaren zu entwirren. (Mich schüttelt es bei der Erinnerung). Nach insgesamt 20,5 km verlasse ich den “Geheimnisvollen Lemberg” auf dem mit “ClassicTour Ebernburg” markierten Weg.

Erwähnenswert, weil ich davon abraten muss:
Nach 22 km, hinter dem Aussichtspunkt “Rehberg”, verlasse ich den mit “VitalTour Ebernburg” markierten Weg und biege nach rechts ab, da auf der Karte ein Weg eingezeichnet ist. Anfangs meine ich diesen Weg noch zu erkennen. Doch wenn, so wird er nicht mehr genutzt. Ich versinke teils wadentief in Laub und Zweigen, steige über abgebrochene Äste und bald ist der Weg nicht mehr zu erkennen. Anhand des GPS-Punktes sehe ich, dass ich den Weg auch verloren habe. Da überall Steine verborgen liegen, Insektenschwärme ablenken, meine feuchte Haut sie wie diese Klebefallen einsammelt, spüre ich eine Art Verzweiflung aufkommen, die sich zugleich nicht gerechtfertigt anfühlt. Gerade lese ich nämlich von einem Reiseabenteuer, während dem der von Kriebelmücken geplagte Abenteurer diese sogar mit seinen Mahlzeiten isst, weil sie in der Zahl nicht abzuwehren sind. Die Insekten hier am Lemberg stechen ja nicht mal! Also, was ist los mit mir? Nicht belastbar, oder was? :-) Jedenfalls finde ich nach etwa 400 m endlich raus und bin froh, nun wieder den Überblick zu haben. Vor allem muss ich mich nach Zecken absuchen, da diese ja auch gerne im Laub sitzen.

Übrigens, nachdem ich die Ebernburg hinter mir gelassen hatte und hinauf in den Weinberg ging, begegnete mir kein Mensch mehr. Erst 15 km weiter, nahe dem Landhotel, gab es wieder eine weitere Begegnung. Dann, nach 22 km, am Kafelsblick und natürlich das übliche Alltagsleben in Norheim. Der Alltag hat einen wieder.

Fazit: Der Lemberg hatte, insgesamt, seine wunderschönen Höhen und speziellen Tiefen.

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