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Alex.spielt.Cello went for a hike
August 7, 2026 at 06:01
03:48
15.2km
4.0km/h
250m
350m
Das letzte Leiden Alexandras konntet ihr in der gestrigen Erzählung lesen. Dass es gut ausging, könnt ihr dem Umstand entnehmen, mich jetzt lesen zu können.
Wo war ich stehen geblieben? An der wiederholten Ankunft am Ausgangspunkt meiner Wanderung, die aufgrund nicht vorhersehbarer Umstände ein nicht jähes Ende fand.
Es war 12 Uhr. Die Sonne brannte meine letzte Lust, irgendetwas noch an diesem Tag zu bewerkstelligen, weg. Aber: Das nächste Quartier wartete auf meine Ankunft und Bezahlung. 21 Kilometer und damit über 5 Stunden entfernt.
Was war zu tun? Auf eine Schicksalsfügung – in diesem Fall in einem Buswartehäuschen – zu hoffen. Eine Haltestelle ohne Fahrplan, aber dafür völlig aus Glas.
Hatte die Hitze mein Gehirn schon zum Schmelzen gebracht, was mich eine Fata Morgana sehen ließ? Kam da wirklich ein Kleinbus?
Ja! Kühl und bequem, aber leider nur für drei Kilometer Wegesmitnahme. Und so wurde ich irgendwo im Nirgendwo herausgelassen mit dem Hinweis, dass die dort ansässige Käserei eventuell eine Lösung für mein Zielfahrtproblem hätte. Auf alle Fälle gab es einen kühlen Kundenverkaufsraum und einen großen Kühlschrank mit bestimmt 30 1-Kilo-Stücken Schafskäse, in Olivenöl eingelegt. Um zu zeigen, dass es mir nicht nur um einen Weitertransport, sondern auch um mein wahres Interesse an einheimischen Käseprodukten ging, entschied ich mich, einen dieser Käselaibe in meinen Besitz zu bringen. Jedenfalls erschien mir dieses Tun in diesem Moment sehr naheliegend – ohne darüber nachzudenken, dass ein großes Käsestück eher nicht zu den unabkömmlichen Wanderutensilien gehört.
Die Wanderalternativen, die sich zu diesem Zeitpunkt anboten, waren keine. Und so versicherte der Käsereibesitzer, in zwei Stunden könne er seinen Heimweg, der in diesem Fall auch meiner sein würde, antreten. Das war eine Perspektive, die mich im Schatten eines riesigen Werkshallentores frohgelaunt der Dinge harren ließ, die da so kommen könnten.
Nach einer halben Stunde wurden Türen und Tore verschlossen, der Audi mit Platten beladen, und aus der freundlichen Geste des Fabrikbesitzers entnahm ich, dass die 120 Minuten erbetene Wartezeit auf 30 Minuten geschrumpft waren. Ich durfte Platz nehmen und wurde im klimatisierten Gefährt zum Hotel kutschiert.
Das Angebot, auch gerne für die Kilometer und das verbrauchte Benzin finanziell aufzukommen, wurde so energisch zurückgewiesen, als hätte ich ihn gebeten, mich für die Mitnahme zu bezahlen.
Und dann saß ich im Hotelzimmer und erfreute mich voller Dankbarkeit des guten Ausgangs meines Abenteuers. Um ein Stück reicher.
Alles Käse.
Waypoints
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Elevation
Highest point (740 m)
Lowest point (560 m)
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