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Joggingbrot đŸƒđŸ»đŸ„–

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went for a hike.

5 days ago

(Speck)GĂŒrtellinienwanden

04:31

20.5km

4.5km/h

80m

90m

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5 days ago

The weather is really getting on my nerves.

ï»ż

Those pesky white-and-blue photos from the winter vacationers are just adding insult to injury.

ï»ż

I'm wasting the little bit of sunshine we've had these past few days in the office, and last weekend... well... the lack of motivation was my substitute for clouds

Translated by Google ‱

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January 18, 2026

09:58

56.0km

5.6km/h

130m

140m

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January 18, 2026

ï»ż ist mir in MĂŒnchen weit davongeeilt und inzwischen in Katar angekommen (komoot.com/de-de/collection/4034105/-mega-challenge-2026-muenchner-weltreise). Scheinbar hat her nie Jules Verne gelesen. In dem Tempo hĂ€ngt er am Ende sicher noch den Mittelpunkt der Erde ran. Mehr als 1/3 der Welt hat er

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December 30, 2025

Teil der B(r)otschaftstouren durch Berlin 32/160

10:34

60.1km

5.7km/h

170m

160m

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December 30, 2025

AusbĂŒgelwandern.

Die unterjĂ€hrige Faulheit treibt zum Jahresende seltsame BlĂŒten und so wird aus „2x im Monat“ kurz „jeden zweiten Tag“. 😄 Ein letztes Mal in diesem Jahr in die Botten, dann ist der Juni-Makel zumindest statistisch beseitigt und die 24 50er voll.

ï»ż

ï»żkomoot.com/de-de/collection/3986467/-b-r-otschaften

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December 28, 2025

Teil der B(r)otschaftstouren durch Berlin 19/160

11:15

64.7km

5.7km/h

190m

180m

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December 28, 2025

Diese Fresserei, diese elende Fresserei.

ï»ż

WĂ€hrend komoot mich mit Wintersonnenbildern mobbt, fĂŒllt sich mein Handy nur mit Bildern von Essen und Trinken. Erbarmen!

Gestern war es endlich ĂŒberstanden. 5 Wochen glitzert der Baum inzwischen ĂŒber 7x Kaffee- und Abendgelage, zwei Dutzend GĂ€ste, 36 Adventskalenderspiele

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December 22, 2025

Teil der B(r)otschaftstouren durch Berlin 13/160

09:02

50.8km

5.6km/h

160m

180m

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December 22, 2025

Völlerei und Flachbildschirm, das schien das Motto der letzten Wochen. Selten fĂŒhlte sich die Arbeit zum Jahresende so ĂŒber-alles-konsumierend an, selten fĂŒllte sich dieses Brot in der Zeit zwischen Tabellen und Terminen durchs ĂŒberall Konsumieren so wie jĂŒngst. Ein Monat Wanst und Wahnsinn, statt Wandern

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November 22, 2025

Teil der B(r)otschaftstouren durch Berlin 6/160

09:45

53.9km

5.5km/h

140m

120m

November 22, 2025

Letzte Woche ging es rund um Deutschland, ab heute geht es um die Welt.

ï»ż

„Herrliches Wetter bringt’s, das Wochenende“, heißt’s am Freitag beim Mittag und mein Gesicht ballt sich zur Faust. Verdammt, eigentlich sollte es hier zurĂŒck in die Gammelecke, aber der November schreitet mit Siebenmeilenstiefeln

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November 15, 2025

06:05

29.3km

4.8km/h

230m

210m

November 16, 2025

With last week's tour to Munich, my hiking trip through Germany was complete. But as always, the saying "Stop when things are at their best" is easy to say, but then the withdrawal symptoms kick in.

ï»ż

So, one more lap was in order. And what could be more fitting than circumnavigating Germany once more

Translated by Google ‱

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November 15, 2025

Heut war ich nur Beiwerk. FĂŒr 50%. Bei einem 100% unterhaltsamen Tag. đŸ‘đŸ» Nicht wundern - die Strecke ist 2x gelaufen, also eigentlich nur halb so lang. Alles andere siehe unten.

10:34

56.0km

5.3km/h

110m

110m

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November 15, 2025

Neulich lern ich bei einem seiner Berlintripps kennen und der berichtet von einem Kumpel, der demnĂ€chst in Berlin ne kleine Gruppentour machen will. Auch wenn ich eher Solist bin, werd ich einmal schon verkraften, denk ich und so stolpere ich ĂŒber Snal erst in die Planung und treffe

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October 24, 2025

Die Lust muss heut beim Wandern kommen. Beim Schritt aus dem Hotel jedenfalls, da fehlt sie noch. Zum Sonnenaufgang spuckt mich der Bus in Neustadt vors Tor, aber ob sie wirklich aufgeht, das lĂ€sst sich durch die Wolken nicht so genau sagen. Vorbei an den FachwerkhĂ€usern schnaufe ich ab auf den Dampfloksteig, der vor allem spĂ€ter den Tag bestimmt, und hoch zur Burgruine, wo es sogar eine private FĂŒhrung gibt: Ein Stubentiger verlangt nach Krauleinheiten und fĂŒhrt als Gegenleistung zwischen den Mauern entlang. Das alles ist (auch ohne Sonne) schön, aber ich hadere. Mit mir und dem Wetter. Die Böen sind frisch, aber wenn sie fehlen, wird mir schon zu warm. Immer wieder gibt es den fĂŒr heute eigentlich abgesagten Niesel, aber unter dem Cape will auch keine WohlfĂŒhlatmosphĂ€re aufkommen. Die Farben des Herbstes bleiben auch im Grauschleier des Tages herrlich, aber irgendwie
 Bin ich schon waldmĂŒde? „I find your lack of faith disturbing!“ dröhnt der Wander-Vader in mir. Pause mach 4 Kilometern. Sortieren. Das Cape verschwindet im Rucksack, der im Gegenzug mit Pfirsichsaft in der Farbe des Waldes die TrĂ€gheit zu vertreiben sucht. Dabei fĂ€llt mir auch die Wanderdecke in die HĂ€nde, die ich völlig vergessen hatte, und die zwar auch nicht verhindern kann, dass der Pullover im Laufe des Tages klamm-kalt werden wird, die mich aber nicht schon jetzt erstickt. Es geht zum Stausee, der wohl schon vollere Zeiten gesehen hat und hoch zum Hufhaus, auf das das auch zuzutreffen scheint, das mit den volleren Zeiten. Auf dem schmalen Pfad hoch zum Poppenberg greifen die Brombeeren nach mir aber ihre BemĂŒhungen bleiben so fruchtlos wie sie selbst. Auch ich scheitere dann klĂ€glich. Am Turm. Unten denkt sich Schweinchen Schlau noch: „Zieh lieber wieder das Cape an, oben ist’s windig“, aber obwohl ich den Rucksack unten unterstelle komme ich kaum 30 Stufen hoch. Das Handy meldet „7 Grad“, aber am Niesel nassen GelĂ€nder frieren meine HĂ€nde förmlich fest. Ich traue dem Turm, aber mir traue ich nicht. Zumindest nicht mehr zu. Das Oben und der Ausblick, sie bleiben mir verwehrt. Den Blick hole ich dann an den Bielsteiner Klippen nach, zu denen sich der Pfad am Hang entlang schlĂ€ngelt. Immer gut zu gehen, selbst fĂŒr mich, auch wenn es bei der Unteren Klippe etwas Überwindung braucht... Es stĂŒrmt und regnet plötzlich Strippen, und dann ist alles genauso schnell vorbei und fĂŒr 10 Sekunden, nicht mehr, scheint die Sonne. VerrĂŒckt. Am GĂ€nseschnabel gehen die letzten Stufen dann bei aller Liebe nicht. Aber auch so ist’s schön. Ganz anders in den Serpentinen hinab. Der Steig - jetzt raff ich erst, warum er so heißt: gestrichelte Linie, T2
 🙈 - schlĂ€gt Haken, ist manchmal gerade einen Fuß breit und die Steine, das nasse Laub
 Ich kann nur auf meine Zehenspitzen gucken und komme an manchen Stellen nur mit halber SchuhlĂ€nge voran. „If you’re going to hell, keep going.“ FĂŒrchterlich. Dazu trötet im Tal fröhlich die Dampflok, wĂ€hrend ich zusehen muss, das mich der Angstschweiß nicht aus den Schuhen glipschen lĂ€sst. „Der Weg macht, dass der Körper kippt“ schreibt die Fallwickl in „DunkelgrĂŒn fast schwarz“ und hier kippt mir alles. In all dem Krampf kann die Hand die Kamera nicht halten
 Wer kein Flachlandwanderer ist, der lacht sich kaputt, aber ich brauche ewig, eeewig und sehe mich schon beim nĂ€chsten Kilometerkahlschlag. Es geht hoch zum Drei-(2,5)-TĂ€lerblick (bezaubernd) und - na klar - wieder runter, zum Rabensteiner Stollen, wobei mir Dresdner jetzt ganz ehrlich lieber wĂ€r. Kurz ĂŒberlege ich, die 20 Minuten bis zur nĂ€chsten Stolleneinfahrt zu warten, aber treffe (ganz sicher) die falsche Entscheidung, als ich mit Blick auf die Uhr weiterziehe. Es geht ein StĂŒck an den Gleisen, auf denen sich nach all dem Getröte natĂŒrlich jetzt keine Lok mehr blicken lĂ€sst, und dann hoch, hoch, hoch zur Ziegenalm. Es ist der letzte lange Anstieg, auch wenn sicher noch der ein oder andere Beißer kommt. NatĂŒrlich, natĂŒĂŒĂŒĂŒrlich blĂ€st oben eisiger Wind den Regen waagerecht ĂŒber die Felder, auf denen ich eh nur Rehe sehe. Auch wenn ich total in der Zeit hĂ€nge (23 km in 6 Stunden
 đŸ˜±) braucht es die Pause in der Almstube. Der Ofen brennt, es gibt grandiose Zwiebelsuppe und KĂ€sekuchen, wĂ€hrend das Wasser gegen die Scheiben peitscht. FĂŒr die Ziegenmilch bin ich EINEN Tag zu spĂ€t - die Ziegen sind „trockengestellt“, wie zu lernen ist. Es sei ihnen gegönnt. Nach Rehmilch frage ich lieber erst gar nicht, Kakao tut‘s auch. 😂 Nachdem zumindest zwei Kilometer aus der Reststrecke geschmissen sind geht es zurĂŒck nach draußen. Es bleibt eklig, aber Meckern scheint wenig zu nĂŒtzen. Über weite Strecken sieht der Harz jetzt gar nicht mehr aus, wie er heißt. „In dem dichten Fichtendickicht nicken dicke Fichten tĂŒchtig“ sagt hier keiner mehr fehlerfrei. Viel Brache und kein Laubwald, sie zu fĂŒllen. DrĂŒben, am Brocken, wird die Aussicht der Besucher Opfer der Wolken und hier werde ich Opfer des Windes. Der Aussichtsturm Hexenbesen, der so stabil aussieht wie der KyffhĂ€user und auf den ich mich mit der breiten Treppe sicher getraut hĂ€tte (Ehrenwort), er hat zu. Zu windig. Willkommen im Herbst. Leider entfĂ€llt so auch das Runterrutschen, das mir die 16 Euro (Wahnsinn) wert gewesen wĂ€r. Ohne Ausblick, aber mit Aussicht auf Erfolg weiter. Hoffe ich zumindest. TatsĂ€chlich kommt doch noch die Sonne raus, und nicht mal der Wind kann verhindern, dass sie wohlig wĂ€rmt. Das schaffen erst Bergschatten und Wald. 😒 Vor allem schafft mich aber der Weg hinab. Vorne im Schuh ist jetzt definitiv kein Platz mehr fĂŒr fĂŒnf Zehen und die besten PlĂ€tze sind hart umkĂ€mpft. Die Auswirkungen dieses Kampfes spĂŒrt man leider bis nach oben. Zum GlĂŒck stehen im Hotel noch die Knobelbecher von Mittwoch. Vorbei am WĂ€chterkopf geht’s wild-ramontisch durchs SteinmĂŒhlental hinunter. Gut, dass nicht besseres Wetter ist, sonst artet das hier noch in Kitsch aus. Statt Handynetz gibt es SOS ĂŒber Satellit, so dass man sich fĂŒr‘s Date nicht mal ne Pizza bestellen kann. Hmm
 Pizza. Verdammt, jetzt kann ich an nichts anderes mehr denken. đŸ˜© Bis auf die Bahn-Zeiten, natĂŒrlich. Als es wieder da ist, das Netz, ist der Puffer zum Ziel schon wieder denkbar knapp, wenn ich keine 40 Minuten warten will. Will ich nicht. Also lass ich die KĂŒhe links und rechts KĂŒhe sein, sie sind ohnehin Schisser. Der Wald, ein paar Mal muss ich ihn noch knipsen, aber jedes Blatt kann jetzt nicht mehr drapiert werden. Der MĂŒhlbergfelsen, ja, klar, noch festgehalten. Irgendwo Richtung Ziel heult ein Wolf. Oder die olle Dampflok, die ich heute - außer auf den Wegschildern - kein einziges Mal gesehen habe. Und klar, vor allem das Wetter hĂ€tte besser sein können, auch wenn es sich zum Schluss berappelt hat. Aber das ist halt der Herbst. Hochzufrieden steh ich 6 Minuten vor der Bahn am Gleis. Am Ende der Fahrt warten ein Wagenrad italienischer GlĂŒckseligkeit und ein Fußbad. 😄 Und klar, auch die Wanderkatze war hier schon samtpfötig unterwegs. Vor allem auch mit besserer Dampfausbeute: @Luxx7 https://www.komoot.com/de-de/tour/2235678446 https://www.komoot.com/de-de/tour/2232533567 Das war dann ThĂŒringen in diesem Jahr. 158 km, 3.000 m hoch und runter, 200.000 Schritte. Mindestens so viele Kilokalorien, Fotos und Wörter. 😄 Selten war der Wald so schön. Selten das Wetter so
 herbstig. Auch das nĂ€chste Jahr hat einen Oktober. Mal sehen. Morgen noch die Schnapsfabrik und dann ab in die herrlich flache Hauptstadt. 😄🎉

08:57

41.9km

4.7km/h

1,100m

1,140m

October 24, 2025

Die Lust muss heut beim Wandern kommen. Beim

Schritt aus dem Hotel jedenfalls, da fehlt sie noch. Zum Sonnenaufgang spuckt mich der Bus in Neustadt vors Tor, aber ob sie wirklich aufgeht, das lÀsst sich durch die Wolken nicht so genau sagen. Vorbei an den FachwerkhÀusern schnaufe ich ab auf den Dampfloksteig

went for a hike.

October 23, 2025

Ich hab 'ne gute Nachricht und 'ne schlechte auch. Zuerst die schlechte: Wir zerfall'n zu Staub Wir werden zu Asche, kehren in das Nichts zurĂŒck, aus dem wir alle einst gekommen sind. Und jetzt die gute: Heute nicht! 
 singt Danger Dan. Und genau so isses. Als ich morgens die FĂŒĂŸe in die Schuhe schiebe, sagt Frank Goosen („Kein Wunder“) in meinem Kopf:. „(
) dann wurde es Zeit fĂŒr einen Satz, den sein Kinderarzt frĂŒher immer gesagt hatte: Das könnte jetzt ein bisschen wehtun.“ Solange es beim „etwas“ bleibt, scheint mir der Tag in Ordnung. Blisters fade, memories don’t, plakatiert Nike dieser Tage. Zumindest in Berlin. Also los. Gestern Abend sah die Planung fĂŒr heute noch etwas anders aus, doch wie so oft ĂŒberrascht der ÖPNV. Nach Bad Frankenhausen sind es 30 Kilometer
 fĂŒr die Bus und Bahn mindestens 60, eher aber 90 oder sogar 120 Minuten brauchen. Das
 hatte ich völlig unterschĂ€tzt. Am Ende findet sich eine Verbindung an der zeitlichen Untergrenze, fĂŒr die man nicht um 4 Uhr aufstehen muss. Alle Verbindungen klappen und zum Start hat sich auch der Niesel zurĂŒck ins Bett verzogen, wĂ€hrend sich die Sonne langsam aus den Federn schiebt. Is doch schön. Die Planung ist deutlich kĂŒrzer als gestern und kann bei Bedarf weiter mit der virtuellen Schere gestutzt werden, aber wir wollen zum Start mal nicht gleich ans Ende denken. Ein kurzer Anstieg, dann ist die Zeit 38 Jahre zurĂŒckgedreht. Damals stand der KyffhĂ€user, zu dem es heute geht, noch in einem anderen Land. Die geopolitische Plattentektonik arbeitet schneller als die geologische. Wie 1987 stehe ich kurzĂ€rmelig vorm Elefantenklo - zumindest bei uns hat nie jemand „Bauernkriegspanorama“ gesagt. Die Erinnerung an die Reise? Nur auf den Bildern. „Erinnerungen fĂ€ngt man ratenweise“, lernt man bei Emil und seinen Detektiven, also wird heute eine neue Rate eingezahlt. Die Wirtschaftswege oben geben dem Wald noch mehr Platz zum Leuchten als gestern; man spĂŒrt das Gold förmlich in den Baumkronen klimpern, wĂ€hrend in Rathsfeld nichts mehr klimpert. Auf der Karte als „Schlossruine“ vermerkt kann man hier maximal das AdelsprĂ€dikat „von Gestern“ vergeben. Nichts los ist auch im Wald. Der Wind stobert durch die Äste und lĂ€sst es immer mal wieder BlĂ€tter regnen, aber kein Vogelzwitschern, keine Amsel, die im Unterholz scharrt, kein Specht, der in der Borke (mein Handy schlĂ€gt erst „Bowle“ vor und mir speichelt schlagartig ein đŸ˜±) nach Beute spechtet. Auch sonst wird nirgendwo geholzt und nicht mal eine Autobahn schallt durch die Gegend. Allein im Herbst. Und dann der Blick rĂŒber zum Monument, dass gewaltig ĂŒber dem Herbstwald thront. Beim Gedanken ans HinĂŒber wird mir ganz anders. Auch hier votiere ich - Scheiß auf Natur- und Denkmalschutz - fĂŒr eine HĂ€ngebrĂŒcke. Nur hört mich keiner. So kegelt mich der Weg schier endlos hinab, ohne mir auf der anderen Seite den nötigen Schwung fĂŒr‘s Hinauf zu geben. Der Versuch, den Neigungswinkel runter fotografisch festzuhalten, er scheitert wie so oft klĂ€glich. Die HanglagenfĂ€higkeiten meines Körpers, insbesondere der Knie auf dem blattbedeckten Stein-Stolpern verlangt eine kurze Pause, in der die Gelenke erst recht fragen, ob ich noch ganz knusper bin. Zum Erhalt der Knusperkruste und wegen des stĂ€rker werdenden Niesels geht es unters Cape. Der Kruste nutzt das nichts, denn auch wenn der Hohlweg auf den Bildern einfach lĂ€cherlich aussieht herrschen unter dem RegenĂŒberwurf schnell 1.000 Grad und 100% Luftfeuchte. Der Anstieg, er scheint so viel vom Brot abzubeißen, dass man die ZĂ€hne im Teig förmlich sieht. Ich verkoche in meiner Hose, diese verdammte Hose, WARUM ZUM TEUFEL HABE ICH EINE LANGE HOSE AN?! Einatmen. Ausatmen. Ruhig Blut. Wie immer ist dann auch diese Plackerei irgendwann vorbei und niemand ist gestorben. Oben am KyffhĂ€user erntet meine Frage nach dem Schlechtwettertarif genauso unglĂ€ubige Blicke wie schon im Hainich. Deutschland ist einfach nicht flexibel
 Also normaler Eintritt bei wahrscheinlich normalem Herbstwetter. Der Regen prasselt inzwischen ordentlich und auf der Wetterseite des Turms habe ich Angst, dass der Wind mich wegweht. Was anfing wie das SchĂ€kern der U-Bahn bei Marilyn ist inzwischen ein kleiner Sturm. Ich und mein Cape, wir bieten reichlich AngriffsflĂ€che. Rein in den Turm und hoch die Treppen, auf denen das Jaulen von Draußen mir schon die DĂŒse gehen lĂ€sst, trotzdem ist es ganz oben selbst fĂŒr nen Schisser wie mich noch ertrĂ€glich. Auf der Windschattenseite quasi totenstill, aber vor dem halben Rund setze ich MĂŒtze und Brille lieber ab. Kaum halten kann man (also ich) das Handy, wĂ€hrend sich die andere Hand ans GelĂ€nder krallt und die Natur den Turm bearbeitet. „Bei Regen spĂŒrt der Körper die Welt“ schreibt Axel Hacke in „Aua!“ und hier peitscht mir die Welt ins Gesicht. Herrlich. Der Ausblick? Fantastisch. Eine Seite hĂ€ngt im Nebel, auf der anderen strahlt der Herbstwald auch ohne Sonne grandios und der Atem der anderen Wanderer scheint zwischen den BĂ€umen aufzusteigen. Schon 1987 war es hier gefĂ€hrlich, wie das Foto vom Joggingbrötchen zeigt: Mit ramponiertem Knie steht er da und weiß nicht, wohin mit seinen Armen. 😄 Heute sehen meine HĂ€nde nach dem Runter aus wie Sau. Das rostige GelĂ€nder und die nassen Griffel resultieren in Eisenoxidschmadderei. Was auch eine Frechheit ist? Das Aprilwetter. Der Regen? Weg. Der Wind? Vergessen. Am Horizont leuchtet es schon wieder blau. Egal! Das Oktober-Grinsen hab ich mir erarbeitet! Da macht es auch nichts, dass die Wurst unten etwas lĂ€nger dauert, und ich (mal wieder) so viel Senf nehme, dass dieser bei jedem Bissen in der Nase landet. Die Tour wird gekĂŒrzt und drĂŒben am Kulpenberg passend zum Wetter von eben mit Windbeuteltorte (nicht durch die Nase), Kaffe und Heißer Oma nachgeschoben, wĂ€hrend an den Nachbartischen Bergarbeiterportionen serviert werden. Nicht oben auf dem Turm, das Restaurant dort gibt es schon lange nicht mehr, aber unten im CafĂ© ist es gemĂŒtlich, lecker und der warme Eierlikör lĂ€sst die Gedanken schweifen. Warum ĂŒberhaupt weiterlaufen? Hier, so, so könnte der Tag doch enden
 Tut er dann natĂŒrlich nicht. Es geht zu den BĂ€renköpfen, die wegen HolzfĂ€llerarbeiten
 naja, also man sieht‘s ja auf der Karte. 🙈 Was man heute auch - vor allem dank Beschilderung! - endlich sieht und horizontal einordnen kann, ist der Brocken, aber aus dieser Entfernung könnte es auch eine große Schutthalde sein. Ich winke, aber niemand winkt zurĂŒck. Anderes Bundesland eben. Die Hangabtriebskraft befördert mich nach Steinthaleben, wĂ€hrend der Wind die Kronen rauschen lĂ€sst und mir dann auf dem Feld wunderbar in die NĂŒstern blĂ€st. Es gibt eingezĂ€unte Schafe und ausgebĂŒxte KĂŒhe, und dann - kurz bevor mich die Böen vom Feld pusten - die Höhle. Ein Problemfall an der Kasse bringt die menschliche Zivilisation an ihre Grenzen. Das System den Mitarbeiter an seine technischen und die Kundin mich an die meiner Geduld. Wenn schon sonst nix auf dieser Tour, dann dehne ich mir jetzt wenigstens die Augenmuskeln. Die Höhle selbst? Hatte ich völlig anders in Erinnerung, aber vielleicht ist sie beim Wechsel von DDR- auf Westmark und dann auf Euro einfach immer halbiert worden. Ich bilde mir auch ein, dass es damals einen Steintisch gab, von dem es hieß, da wĂ€r dem ollen Kaiser der Bart durchgewachsen. Nix. Die Installationen und Lautuntermalungen sind fĂŒr meinen Geschmack
 nun ja
 etwas kitschig, aber wo sich an der Decke der Anhydrid in Gips wandelt und in großen Lappen von der Wand wölbt
 Sieht ein wenig aus, wie feucht gewordener Berliner Altbau, in dem die Tapete in Schichten runterkommt. 😂 Die veranschlagte Besuchsdauer von 40-60 Minuten, ich schöpfe sie nicht aus. Den Kopf stoße ich mir in der HĂ€lfte der Zeit, das muss reichen. Ab zum Start. Oder fast, denn weil ich keinen Nerv auf die ÖPNV-Jonglage habe, die schnellste Verbindung (jetzt 70 Minuten
 fĂŒr 30 km, ich sag’s einfach noch mal
) aber nicht mehr kriegen werde, beschließe ich, mir den Bus eine Station entgegenkommen zu lassen. Nicht weitersagen, ich trink nachher beim Griechen auch n Ouzo fĂŒr euch mit. Trotz der KĂŒrzung ist der Zieleinlauf hier ohne Saumzugabe. Ich komme spurtend an der Haltestelle an, als der Bus unten in die Straße einbiegt. Die Abendsonne, sie kommt hinter den Wolken hervor und lĂ€sst das Elefantenklo noch mal strahlen, als ich es nur noch aus dem dreckigen Fenster bewundern kann. Und trotzdem - Gibt es das Wort? Sonst bitte mal beim Duden einfordern - bin ich â€žĂŒbervollzufrieden“. Ein herrlicher Tag. https://www.komoot.com/de-de/collection/1082857/-thueringen

07:02

34.4km

4.9km/h

830m

820m

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October 23, 2025

Ich hab 'ne gute Nachricht und 'ne schlechte auch. Zuerst die schlechte: Wir zerfall'n zu Staub

Wir werden zu Asche, kehren in das Nichts zurĂŒck, aus dem wir alle einst gekommen sind.

Und jetzt die gute: Heute nicht!


 singt Danger Dan. Und genau so isses.

ï»ż

Als ich morgens die FĂŒĂŸe in die Schuhe schiebe

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