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Freischwimmer went cycling
September 26, 2026 at 09:46
04:20
101km
23.3km/h
52.4km/h
620m
590m
Wahoo ELEMNT BOLT v2
Da ich bei meiner letzten Tour zur »Manifesta 16 Ruhr« zu spät dran war, um rechtzeitig in Duisburg in die Liebfrauenkirche besuchen zu können, habe ich eine dritte Tour zu dieser Kunstbiennale unternommen. Um Zuspätkommen zu vermeiden, bin ich mit dem Zug nach Duisburg gefahren und bin dort am Hauptbahnhof gestartet.
Die Kulturkirche Liebfrauen unweit des Bahnhofs war schon vor dem Mittag gut mit Kunstinteressierten gefüllt, doch sowohl die ausgestellten Werke wie auch das Gebäude lohnten den Besuch. Entlang der Ruhr bin ich diesmal ostwärts gefahren. Vergangene Woche hatte ich gute Erfahrungen mit dem RE 6 von Köln nach Wuppertal gemacht, und da ich diesmal wieder bis nach Bochum-Langendreer wollte, habe ich meine Tour bis Hagen geplant, wo die Ruhr am östlichen Ende in das eigentliche Ruhrgebiet hineinfließt.
Über den RS 1 bin ich – bis auf eine Umfahrung der Brückenbaustelle an der A 40 – nach Essen gefahren. Ich habe dabei noch einen Abstecher nach Fronhausen gemacht, wo ich in der schön-schlichten Markuskirche war. Hier wurde aus den Kirchenbänken eine Aussichtsplattform errichtet, die zum Nachdenken über den Kirchenraum aus einer anderen Perspektive anregt.
Über Stoppenberg, den Zollvereinweg und einen neuen Abschnitt des RS 1 bin ich nach Gelsenkirchen-Ückendorf, wo mich die Installation in der Josefkirche wieder fasziniert hat. Das mit blauer Plane ausgeschlagene Kirchenschiff ist ein sehr eindrücklich veränderter Kirchenraums, der mit dem Sand auf dem Boden etwas Fernweh verursacht. Und mit der Farbe Blau ging es im Musiktheater (MIR) am Rand der Gelsenkirchener Innenstadt gleich weiter. Nach einigen Missverständnissen bei dem Theaterpersonal konnte eine Aufsicht der Manifesta deutlich machen, dass die frisch renovierten Kunstwerke von Yves Klein im Obergeschoss für Besuchende doch zugänglich waren.
Auf direktem Weg bin ich westwärts zur Erzbahntrasse, um dann durch die Innenstadt von Bochum nach Langendreer zur Kirche St. Ludgerus zu fahren. Hier war richtig viel Betrieb: Alt und Jung haben sich mit Bällen vergnügt und Klänge aus der Installation erworfen oder erschossen. Wer selbst Hand anlegen will oder eine der anderen Kirchen der Manifesta besuchen will, hat noch eine Woche bis einschließlich 4. Oktober dazu die Gelegenheit.
Von Langendreer bin ich der Trasse des Rheinischen Esels gefolgt und einmal über den Berg, bis es steil ins Ruhrtal hinab ging – eine markante Abfahrt mit Serpentinen und einer Kehre, die ein wenig an Sa Calobra erinnert. Ich bin dann einige Kilometer der Lenne gefolgt, um hinauf zum Hohenhof zu fahren. Diese 1908 fertiggestellte Villa hat Henry van de Velde für berühmten Hagener Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus entworfen. Nicht weit davon entfernt liegt die Heilig-Geist-Kirche, die Gottfried Böhm entworfen hat. Die wegen ihres markanten Kirchturms so genannte »Bleistiftkirche« ist allerdings so zugewachsen, dass sie kaum erkennbar war. Und leider war sie auch verschlossen, weswegen mir ein Blick auf die markante Stuckdecke mit den Feuerzungen verwehrt blieb. Nun musste ich nur noch den Berg hinab rollen, um am Hauptbahnhof die Heimreise ins Rheinland anzutreten.
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (230 m)
Lowest point (20 m)
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