Recent Activity
Rudi 🇺🇦 went cycling.
2 days ago
Auto aus der Werkstatt 08.04.2026
Das wäre bei diesem herrlichen Wetter unter anderen Umständen eine längere Runde geworden, aber es wartete leider noch abendliche Arbeit.
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
Runde östlich vom Inn 05.04.2026
Trotz der mittlerweile hohen Dieselpreise werfen wir die Räder in den neuen Caddy und fahren nach Bachmehring, südlich von Wasserburg. Dort ist praktischerweise die Staße gesperrt, wir parken direkt an der Absperrung und radeln los. Wunderschöne kleine Straßen führen in Richtung Amerang, dann weiter zum idyllisch gelegenen Höslwang. Hier beschließen wir, nach nur 20 km, Mittag zu machen, denn so schnell kommt wohl keine Wirtschaft mehr. Die Terrasse füllt sich zusehends, wir hatten Glück. Zwischen Hartsee und Pelhamer See queren wir die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte im Wald, dann geht es westwärts gegen den Wind. Auf dem Radweg liegen, in 200 m Abstand, zwei zertrümmerte Flötzinger-Bierflaschen. Ich sammle fluchend die Scherben auf. Das war natürlich Absicht, vermutlich aus einem fahrenden Auto heraus. Kurz vor Vogtareuth wenden wir uns nach Norden, und der Wind wird nur noch zu einem Seitenwind. In Vogtareuth kehren wir im Café Hiesig ein, gegenüber des Ronald McDonald Hauses, wo die Familien schwer kranker Kinder untergebracht sind, die in der nahe gelegenen Klinik behandelt werden. Viele kommen mit ihren Eltern heute hierher ins Café. Als wir aufbrechen wollen, ist mein linker Handschuh verschwunden. Wurde er vom Wind weggeweht? Wir durchsuchen das ganze Gelände weitläufig, ein offensichtlich geistig behinderter junger Mann spricht mich an. Ich erkläre ihm, was los ist; er nickt verständig und verwickelt mich gleich in ein Gespräch. (Woher ich denn sei, von wo ich geradelt sei, ob es einen Radweg gebe?) Von rechts tritt eine Person heran, ich drehe mich um und schaue verblüfft in das Gesicht meines Gesprächspartners. Die beiden lachen: "Wir sind Zwillinge!" Auch der Zwilling ist geistig behindert, sie sind, erzählen sie, mit ihren Eltern und anderer Familie hier Nach ein paar weiteren Minuten Gespräch (und inzwischen halbherzigen Suchens) brechen wir auf, der Handschuh taucht nicht wieder auf. Der Rest der Strecke ist gelegentlich noch recht steil, aber der Wind schont uns jetzt. Im Westen ziehen vereinzelt dunkle Wolken auf, kurz vor unserem Parkplatz werden wir tatsächlich leicht nass. Als wir im Auto sind, beginnt es stärker zu regnen. Ich nehme meine Kappe ab, und der gesuchte Handschuh fällt mir in den Schoß.
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
3 days ago
Nice story! 👍😁
Showing Translation
Rudi 🇺🇦 went cycling.
7 days ago
Auto wegbringen und Spinning Versuch 03.04.2026
Kurse im Studio buchbar, fallen aber wegen Karfreitag aus. Nach 10 Minuten alleine abgebrochen; da hätte ich besser auf der Straße bleiben sollen und mich nicht so beeilen müssen. 😕
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
7 days ago
Happy Easter everyone and don't eat too many sweets
Showing Translation
Feierabend 01.04.2026
Erschöpftes Stolpern durch den Dobelwald. Mögen die Feiertage bald kommen!
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
April 2, 2026
Good notice! 👍
But this person probably doesn't reflect on what kind of person they want to be, otherwise they wouldn't have done it in the first place...
Showing Translation
Rudi 🇺🇦 went gravel riding.
March 31, 2026
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
Rudi 🇺🇦 went cycling.
March 29, 2026
Von Bédoin nach Avignon 29.03.2026
Wie schon letztes Jahr muss der Wind in die Planung einbezogen werden. Er wird meist von der Seite kommen, und die Stärke kann 40 km/h und mehr betragen. Ich verwende also tatsächlich die [Tour vom letzten Jahr] als Vorlage, da sie durch Carpentras geht. Dort könnte ich nach etwa 15 km auf den stündlich abfahrenden Zug wechseln, falls es dramatisch wird. Ich fahre diesmal alleine. Daniel hat einen früheren Zug und ist schon eine Stunde vor mir los; der Rest ist bereits in Avignon oder wird im Lauf des Tages abfahren. Nach einem kleinen Frühstück im altbekannten Café an der Kreuzung mache ich mich um 7 Uhr auf. Bédoin füllt sich bereits wieder, heute ist der zweite Tag der Trail Run Meisterschaften. Beim Rausfahren aus der Ortschaft strömen Läufer und Zuschauer in der Dämmerung aus den Quartieren in die Stadtmitte. Der Wind ist noch einigermaßen sanft, und meist habe ich ihn sogar im Rücken. Er treibt mich bis 40 km/h an, nicht schlecht. Aber ich lasse die Hände meist am Lenker und nicht auf dem Auflieger, weil gelegentlich doch Böen von der Seite kommen. Ich passiere die Stelle vom Sturz letztes Jahr; der Fahrbahntrenner aus Beton vor dem Kreisverkehr ist wirklich schlecht zu sehen. Bald bin ich in den Vororten von Avignon, überall liegen Äste und anderes Zeug (Straßenabsperrungen!) herum, die der Wind durch die Straßen getrieben hat. Auf dem nicht durchgängig asphaltierten Radweg liegt ein großer Baum quer; er ist gegen den Wohnblock daneben gestürzt. Schon vor 10 Minuten hat der Wind wieder dramatisch an Stärke zugenommen, den möchte man jetzt nicht von der Seite haben! An einer Boulangerie frühstücke ich nochmal zusammen mit einem Taubenschwarm, dann bin ich schon am Bahnhof. Dort sitzt Philipp mit seinem Rad; und gleich kommen noch Stephan und Christoph dazu. Ich beginne, gelassen mein Rad einzupacken, da macht mich Stephan auf die Uhrzeit aufmerksam: Verdammt, es ist ja schon 10 Uhr! In 22 Minuten geht der Zug. Aber ich bekomme alles gut hin und mache mich auf den Weg zum Bahnsteig. Als ich die Treppe hinaufgekeucht bin, rechts das Rad am Riemen auf der Schulter, links zwei Taschen in der Hand, schaue ich auf den Wagenstandsanzeiger, um meinen Waggon zu suchen. Ich muss ein wenig gekeucht haben: Eine gepflegte junge Frau, leger gekleidet, fragt mich auf Französisch, ob sie mir helfen kann? Ich bedanke mich und verneine, bei der Einsteigesituation würde das kompliziert, und ich komme gut zurecht. Trotzdem erwacht wieder einmal meine Begeisterung für die französische Zivilität. Kaum bin ich auf den Bahnsteig getreten, erfasst mich der Wind; das Fahrrad in der Tasche wirkt wie ein Segel. Ich kann mich elegant aus dem Sturm drehen. Im Zug ist ein ganzes Regalfach für das Rad frei, perfekt. Ich dirigiere Koffer der nach mir Kommenden unter mein Fahrrad, sonst wären sie obenauf gelandet. Das Abenteuer ist leider schon wieder vorbei, wobei jetzt die Fahrt mit der DB ansteht... In Straßburg steige ich mit Stephan nach Appenweier um, ab da gilt das Quer-durchs-Land-Ticket. Der Zug ist sehr voll, und auch leicht verspätet. Ich montiere hier im Zug mein Fahrrad, damit die Umstiege leichter werden. Den Umstieg in Karlsruhe (17 Minuten Umsteigezeit) schaffen wir trotzdem. Von Karlsruhe nach Stuttgart baut sich eine Verspätung von 29 Minuten auf, die meine üppigen 35 Minuten Umsteigezeit fast zunichte macht. Zum Glück sind wir vorne eingestiegen (dank des ortskundigen Stephan), sodass ich im Kopfbahnhof Stuttgart nur wenige Meter zum nebenan abfahrenden Zug nach Ulm habe. Das Fahrradabteil fehlt diesem heute, was niemanden interessiert. Die letzte größere Hürde ist der Gleiswechsel in Ulm über die steile Treppe, dann bin ich schon unterwegs nach München. Dort bringt mich der Salzburger Zug auf die Minute pünktlich nach Grafing (0:14 Uhr). Damit hatte ich nicht gerechnet!
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
Rudi 🇺🇦 went cycling.
March 28, 2026
Von Bédoin über die gorges de la nesque fast zum Ventoux 28.03.2026
Die Vorhersage für heute ist ganz gut; es soll zwar nicht brilliant werden, aber am Ventoux sind Mittags Plusgrade angekündigt. Und der Wind soll erst im Lauf des Tages zunehmen. Erst mal muss ich aber auf die gute Margriet warten, die mir meine Kopfhörer nach Bédoin bringt. Sie schrieb, dass sie mir eine Nachricht schickt, sobald sie in "Pista" ist. Ich nehme an, dass das eine Ortschaft kurz vor Bédoin ist, und setze mich ins Café zum Frühstücken. Ich bin schon in voller Montur und gepackt für den Ventoux. Im Café sitzen viele Randonneure, außerdem ist im Ort Trubel, da heute Trail Run Meisterschaften zum Ventoux stattfinden. Wie geplant kommt die Nachricht: "I am at Pista." Nun schaue ich auf Maps nach, wie weit diese Ortschaft ist, finde aber keine. Lediglich ein Café in Bédoin wird mir angezeigt, aber das verwerfe ich als Möglichkeit... Nach einigem Hin und Her stellt sich aber heraus, dass es sich genau um dieses [Pista] handelt... Eine Viertelstunde habe ich Margriet warten lassen; zum Glück nimmt sie es mit Humor. Wir frühstücken dort Kaffee und Kuchen, und ich kaufe mir eine neue Kappe -- meine alte aus Freiburg von 2023 ist inzwischen unansehnlich und zu eng, vermutlich eingegangen. Das Café wird von einem paar Fahrradenthusiasten geführt und hat sehr schöne, sonnige Sitzplätze draußen. Nach einiger Zeit kommen Christoph und Stephan, von denen ich mich eigentlich schon verabschiedet hatte, und setzen sich dazu. So vergeht der Vormittag angenehm, und ich beschließe, nochmal in die Ferienwohnung zu fahren und vorsichtshalber doch die Powerbank mitzunehmen, damit ich nicht in Schwierigkeiten komme. Außerdem werfe ich etwas Ballast in Form von dicken Handschuhen und Mützen ab, denn es ist schon sehr warm. Stephan überredet mich, mit ihnen aufzubrechen, denn er und Christoph wollen zwar nach Avignon wechseln, aber über Sault, und das liegt auf der Route. Es dauere nur eine halbe Stunde, dann hätten sie gepackt... Christine und Thomas wollen auch zum Ventoux und schließen sich an. Kurz nach 12 brechen wir dann tatsächlich auf... Ich habe eine Route von Ulrich bekommen, die die Gorges de la Nesque und den Ventoux zu einer Rundtour vereint. Die Anfahrt zum Startpunkt geht über eine steile Betonrampe, man wundert sich über die Streckenführung, denn das ginge direkter. Stephan, der vorausfährt, stößt einen Wutschrei aus: Die Betonpiste geht jetzt in eine Gravelroute über. Nichts, was wir mit unseren Rennrädern fahren wollen. Wir drehen um, und unten an der Hauptstraße beschließt man spontan, doch direkt nach Avignon zu fahren. Christine und Thomas fahren auf direktem Weg zum Ventoux, während ich mich in Richtung Sault aufmache. Ulrichs Route will mich noch mehrmals auf zweifelhafte Pisten lenken, die ich verweigere. In Villes-sur-Auzon entferne ich die ganzen Wegpunkte in Komoot und lade die Route neu auf den Coros: Jetzt wird ein Schuh draus! Ich beginne, die Route wiederzuerkennen: Hier bin ich mit Olli 2023 den denkwürdigen 200er von Nyons, den "[Pitchoun]", gefahren. Natürlich, die Gorges hatten uns damals schon begeistert. Bei 3 % Steigung kann man hier mit über 20er Schnitt bergauf fahren, in grandioser Landschaft und mit wenig Verkehr. Hinter mir holt eine Gruppe Rennradler auf, irgendwann höre ich: "Das ist ein Franzose!" -- "Ich geh in seinen Windschatten!" und muss lachen: Drei deutsche Bengel sind ihren Eltern entfleucht und schrauben sich mühelos nach oben. Irgendwann kommt auch der keuchende, nicht ganz leichte Vater mit einem weiteren Kind angefahren und überholt mich. Am höchsten Punkt sehe ich alle an einem Rastplatz stehen, und im Vorbeifahren meine ich Geplärre zu vernehmen, verstehe aber nichts, da ich recht laut Musik auf den Ohren habe: Ich muss mich antreiben, da ich spät dran bin und einen leeren Magen habe... Nach wenigen Minuten kommt eine Nachricht von Gabi: Das Plärren kam von ihr, Ulrich und Daniel, die in der Gegenrichtung unterwegs sind und dort Rast machten. Zu spät, und ich habe wirklich keine Zeit mehr zu verlieren. Es ist jetzt schon verdammt spät, und das brilliante Wetter verflüchtigt sich langsam. Zudem habe ich einen der zwei Hausschlüssel, den ich wenigstens Christine und Thomas am Chateau Reynard übergeben will. Das wird dann eine rechte Hängepartie, die Temperaturen fallen, und die Sonne verliert an Kraft. Außerdem nimmt der Wind zu. Ich leere meinen Beutel mit Riegeln und schaffe es halbwegs rechtzeitig zum Reynard. Nach der Übergabe des Schlüssels ziehe ich mich wärmer an (bisher war ich unten kurz und in kurzen Handschuhen) und wage den Aufstieg. Christine und Thomas sind vor dem Gipfel umgedreht, es liege Schnee auf der Straße und der Wind sei zu stark. Na, mal sehen! Drei Kilometer nach dem Chalet bedecken allmählich Schnee und Eis die Straße. Immer wieder packt mich der Sturm und will mich vom Rad werfen. Ich steige vorsichtshalber ab und schiebe, jetzt liegt auch richtig viel rutschiger, fester Schnee. Mir begegnen zwei Trail Runner IN SHORTS mit krebsroten Beinen. Sie machen eine erschöpfte, warnende Geste und stolpern weiter bergab. Kurz danach begegne ich einem jungen Randonneurspärchen, die es ebenfalls versucht haben. Sie warnen, dass der Wind einfach unglaublich sei. Aber noch kann ich mich auf den Beinen halten und gehe weiter, mit dem Versprechen, nichts zu riskieren. Kurz danach schon bläst mich der Wind einfach um, und mein Rad droht, davonzufliegen. Noch gebe ich nicht auf, aber es hat inzwischen -2 Grad, und unter meinen Übergangshandschuhe beginnen die Finger, unangenehm zu beißen. Ein bisschen versuche ich es noch, doch dann siegt die Vernunft. Der Abstieg zu Fuß wird schwierig genug, einmal falle ich, vom Wind geblasen, auf mein Rad und habe Angst, es beschädigt zu haben (zum Glück nicht). Auf dem eisigen Weg geht es sich sehr schlecht, als das Eis endlich weg ist, stelle ich mich mit einem Fuß aufs Pedal und rolle; bremse aber sofort, wenn ich eine Bö bemerke. Das geht eine Zeit lang gut, und ich kann irgendwann "richtig" weiterfahren. Die Abfahrt geht rasant wie immer, irgendwann hole ich das Pärchen ein, und dann kommen und zwei Rettungswagen mit Blaulichtern entgegen. Später erfahre ich, dass [5 Trailrunner gerettet] werden mussten... Die spärliche Bekleidung und die laxen Warnungen des Veranstalters wurden auch kritisiert. Erinnerungen an [Garmisch 2008] werden wach. Als ich leicht bibbernd in der Ferienwohnung ankomme, sind Christine und Gabi schon dabei, das Abendessen zuzubereiten. Hurra!
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
April 1, 2026
Links
--------------------------------
Pista: pista.cc
Pitchoun: komoot.com/de-de/tour/1065892384
5 Trailrunner gerettet: laprovence.com/article/region/22386793299091/cinq-randonneurs-bloques-au-sommet-du-mont-ventoux-larmee-de-lair-intervient-pour-les-secourir
Garmisch 2008: spiegel.de/panorama/tote-bei-zugspitz-extremlauf-sie-haben-sie-in-ihr-unglueck-rennen-lassen-a-565745.html
Showing Translation
Rudi 🇺🇦 went cycling.
March 27, 2026
Umzug von Mirabel-aux-Baronnies nach Bédoin 27.03.2026
Der Morgen ist sehr gesellig, wir (Gabi, Daniel, Ulrich und ich) trinken mit Margriet und Erwin Kaffee und erzählen noch Geschichten aus unseren Radlerleben. Ulrich und ich wollen mit dem Rest der Teilnehmer die lange Überführung nach Bédoin mitmachen, während Gabi und Daniel die direkte Route nehmen wollen. Ulrich und ich brechen ziemlich knapp auf und haben noch dazu jetzt ordentlichen Gegenwind. Wir kommen gerade rechtzeitig, aber der Rest der Mitfahrer sitzt sowieso noch im Belle Epoque beim Frühstück. Wir organisieren uns in der Bäckerei gegenüber ein Frühstück; ich verschlinge ein süßes Teilchen und stecke das andere ins Trikot; dann geht es mit der Karawane los. Wie immer stellen rund 50 Radfahrer auf der Hauptstraße ein erhebliches Verkehrshindernis dar, es kommt zu brenzligen Situationen. Als ein großer Teil eine Pinkelpause macht, fahre ich mit einer kleineren Gruppe weiter, das macht es weniger aufregend, und die anderen sind irgendwann sowieso schneller als ich. Die Straße zwischen Les Pilles und Curnier ist gesperrt; sie ist teils weggebrochen, aber mit dem Rad ist die Stelle gut befahrbar. An einer Gabelung bei Sainte-Jalle verfährt sich noch der große Teil meiner Gruppe, während ich den richtigen Abzweig nehme. Den folgenden langen Anstieg nach Rochebrune über eine (teils) Gravelstraße fahre ich ratschend mit Susanne, die das Brevet nicht mitgefahren ist, aber ihrem Mann mit dem Auto nach Nyons gefolgt ist. Der Trupp will in Rochebrune einkehren; ich fahre mit Ulrich und ein paar anderen weiter. Noch geht es gut bergauf; am höchsten Punkt beschließe ich, den Kunden, der mich seit Tagen verzweifelt versucht zu erreichen, zurückzurufen: Mein Handy lädt wieder, jedenfalls meistens. An einer Raststelle krame ich nach meinen Ohrhörern und finde sie nicht, auch nicht, nachdem ich mein gesamtes Gepäck ausgeräumt habe. Da kommt auch schon eine Nachricht von Margrit: Sie hat die Kopfhörer bei meinem Bett gefunden. Verdammt! Sie ist so lieb, sie mir am nächsten Tag in Bédoin vorbeizubringen, was für ein Glück. Inzwischen haben mich alle überholt, ich sause die Abfahrt hinab, muss aber wegen der Windböen vorsichtig sein. Als ich in Buis-les-Baronnies ankomme, sitzen alle schon in einer Bar. Ich fahre weiter, damit es in Bédoin nicht zu spät wird. Kurz darauf mache ich einen "produktiven Verfahrer" und wechsle nicht auf die Route auf der Hauptstraße, sondern kann noch ein paar Kilometer links des Flusses bleiben. Wunderschön! Schon geht es auf einen bergigen Abschnitt, den ich komplett alleine nehme: Angenehm nach all dem Trubel. Der Verfahrer bei km 70 ist weniger produktiv, der Abzweig ist in der Abfahrt kaum zu sehen und ich muss ein paar hundert Meter wieder bergauf. In Malaucene brechen gerade einige andere Randonneure vom Café auf; nach dem Ortszentrum biegt die Route überraschend in eine kleine Gasse und umgeht so die Serpentine auf der Hauptstraße. In Le Barroux geht es um eine Burg herum und dann in eine enge Gasse mit Stufen, witzig geplant: So sieht man was von der Welt. Kurz nach Crillon-le-Brave kommen mir Christine und Thomas auf dem Tandem entgegen, sie haben hier ihr Quartier. Die Unterkunft in Bédoin ist kaum zu finden im Gewirr der Gassen; vor dem Haus weht ein eiskalter Wind, und ich bin froh, als ich mein Rad in die üppige Garage schieben kann.
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
March 31, 2026
Finally sunshine! Let's hope it stays like this! ☀️
Showing Translation
Rudi 🇺🇦 went cycling.
March 25, 2026
Ventoux Brevet 2026 BRM Brevet DNF 25.03.2026
Schon im Vorfeld gab es großen Aufruhr wegen der Wetterprognose, vor allem wegen der Bergankunft in Leoncel. Als Walter dann 2 Tage vor dem Start die entschärfte Version schickt, die nicht über das Vercors führt, sondern westlich entlang, atmen alle auf. Trotzdem: Die neue Strecke hat 210 hm weniger, aber Windrichtung und Wetter lassen sich nicht ändern. Und so brechen wir um 5 Uhr auf, im Gepäck habe ich Überschuhe, dicke Fäustlinge, eine Winterjacke und vieles mehr. Doch zunächst ist es erstaunlich lau, bei über 10 Grad fahre ich in Shorts mit Beinlingen. Auch obenrum habe ich nur 3 dünne Schichten an. Die ersten 30 km ist auch kaum Wind, wir werden doch nicht Glück haben? Ich fahre hinter Christine und Thomas auf ihrem Tandem, die geben einen guten Windschatten, bleiben aber nach einem Verfahrer erst mal hinter mir. John bleibt irgendwann auch zurück, er wird in Besançon aufgeben und mit dem Zug heimfahren. Nein, werden wir nicht. Nach 30 km frischt der Wind aus Süden auf und bläst uns immer strammer entgegen. Wer eine Gruppe findet, versucht, dran zu bleiben. Ich hechle hinter Stephan, Christoph, Josef und [Gabi] hinterher und muss mich schon gewaltig anstrengen. Ziemlich bald überholt uns [Jochen Böhringer], er ist um 5:20 gestartet und wird etwa 30 Stunden brauchen. Wir sehen ihm zu, wie er in der Ferne entschwindet. An einer rumpligen Kreuzung sehe ich einen Gegenstand auf dem Radweg liegen, es ist ein Teil einer Gepäcktasche. Ich halte an, um es aufzuheben, damit habe ich die Gruppe dann erst mal endgültig verloren. Das ist mir eigentlich recht, aber jetzt muss ich meinen eigenen Rhythmus im Kampf gegen den Wind finden. Gelegentlich kann ich mich an aufholende Gruppen hängen. An einer Wasserstelle treffe ich Josef und Stephan wieder und breche, da Josef schnell weiterfährt, etwas später mit Stephan auf. In Montbeliard beginnt es zum Wind zu regnen, erst leicht, dann immer stärker. Ich ziehe nur die Regenjacke an und spare mir vorerst das Gewürge mit Regenhose und Überschuhen, bis ich ein paar Kilometer später nachgebe; die anderen (inzwischen fahren wir wieder mit Josef) schicke ich weiter. Kaum bin ich komplett angezogen, geht es richtig los. Der Regen peitscht mir ins Gesicht; um mich herum prasselt es laut. In Regenpausen gehen Graupel- und Hagelschauer herunter und brennen auf der Gesichtshaut. Irgendwann tut es mitten im Hagel einen riesigen Donnerschlag. Ich fahre manchmal nur 10, 12 km, wo ich sonst 30 fahren würde. Im Schnitt schaffe ich meist etwa 20 km/h. Für die Landschaft an der Doubs bleibt kein Blick. Ich bin schon bei meinem sechsten Riegel. Eine Essenspause will ich mir erst in Besançon gönnen, daher werden es bis dahin 8 Riegel. Etwas Deftiges wäre jetzt schön! Kontrollpunkt 1, Besançon, km 195 -------------------------------------- Am Tunnel mache ich gegen 15:15 Uhr das Kontrollfoto, das sind über 2 Stunden später als letztes Jahr. Und ich bin schon sehr entkräftet. Die Pause an der Boulangerie nach dem Tunnel fällt auch kurz aus. Dort sind schon Josef und Gabi am Essen, aber es gibt weder Toilette noch Sitzplätze drinnen. Gabi startet vor uns, dann folgen Josef und ich. Immerhin, ein Avocado-Wrap und ein anderes Teil (das ich schon wieder vergessen habe) zusammen mit einer Cola haben den Hunger gestillt. Noch geht es 20 km flach dahin, aber bei Abbans-Dessous kommt der erste kleine Stich und bringt uns in eine Ebene, wo wir dem Wind schutzlos ausgesetzt sind. Ich habe kein Wasser nachgefüllt; in Liesle befindet sich direkt gegenüber des kleinen Supermarkts eine Wasserstelle, wo wir nachfüllen. Im Supermarkt kaufe ich eine Banane und einen Energydrink; zweiteren hebe ich noch auf, da er noch warm ist. (Das ändert sich beim Mitführen hinten auf dem Rad.) Ein Randonneur, der vor dem Supermarkt sitzt, fragt, ob wir den Rest seiner gekauften Wasserflasche haben wollen. Wir sagen, dass wir schon vom Brunnen voll sind, und er schüttet sie weg. Noch vergehen ein paar Minuten, bis ich die verrutschte Halterung meines Vorderlichts wieder fixiert habe, dann fahren wir weiter. Langsam geht die Sonne hinter unheilvollen Wolken unter. Der Wind kommt jetzt gelegentlich von der Seite und treibt uns in die Straßenmitte, aber meist ist er noch von vorne. In Ounans besuchen wir noch kurz den Supermarkt der alten Dame, und Josef verschlingt (mit meiner Hilfe) eine Tüte Chips, während ich meinen Energydrink fast auf einen Sitz inhaliere und gleich den nächsten auf Vorrat kaufe. Noch bin ich in kurzen Handschuhen unterwegs, aber es hat inzwischen nur noch 4 Grad; daher wechsle ich jetzt in die langen dünnen. Es ist jetzt dunkel. Allzu schlecht kommen wir jetzt nicht voran, meist bleiben wir zusammen. Irgendwann habe ich mich ein Stück abgesetzt; ich fahre rechts in eine Hofeinfahrt, um eine Nachricht meiner Frau zu beantworten. Sofort nachdem ich losfahre, bemerke ich, dass das Hinterrad platt ist: In der Hofeinfahrt lag Kehricht, natürlich. An einer kleinen Kapelle ein Stück zurück finde ich ganz gute Bedingungen. Ich baue das Hinterrad aus und bereite die Operation vor, da überholt mich Josef, und ich schicke ihn weiter, damit er sich in Lons ausruhen kann. Auch andere Randonneure passieren mich, und alle fragen natürlich, ob ich Hilfe brauche. Aber ich denke, dass ich alles im Griff habe. Ich pumpe den neuen Schlauch ein wenig mit der neuen elektrischen Pumpe an und will den Pumpenkopf abziehen, da merke ich, dass das Ventil feststeckt. Ich bereue sofort, dass ich es nicht sofort mit dem mitgeführten Nippelspanner festgedreht habe! Ich drehe es ganz aus seinem Gewinde und habe jetzt einen Pumpenkopf mit dem Ende eines Ventils, das so dünn ist, dass ich es nicht zu fassen bekomme. Eine Zange habe ich nicht dabei, einer der weggeschickten Randonneure hätte vielleicht eine gehabt. Was tun? Es würde nicht mal helfen, den zweiten Schlauch zu nehmen, da ich ja keine funktonierenden Pumpe mehr habe. Mit den Zähnen knirscht es, aber ich wickle einen Finger meiner Handschuhe um das Ende und schaffe es nach mehreren Versuchen, das Ventil zu lockern. Vor dem endgültigen Montieren des Schlauchs (ich habe das Ventil bereits ins Loch gesteckt) prüfe ich den Mantel noch nach dem Grund des Platten. Ich gehe einmal mit dem Finger innen rundum; nichts zu finden. Da das Ventil schon steckt, will ich diese 2 cm auslassen (wie hoch ist schon die Wahrscheinlichkeit?), besinne mich aber zum Glück eines Besseren: Exakt hier steckt ein Stück Draht im Gummi. Ich wäre nicht weit gekommen... Danach läuft alles reibungslos, der neue Schlauch ist schnell montiert, und es geht weiter. (Die Halterung des Vorderlichts ist wieder verrutscht, ich fahre die letzten Kilometer bis Lons mit Stirnlampe.) Kontrollpunkt 2 Lons-le-Saunier, 283 km ----------------------------------------- Bei der Pizzeria mache ich das Kontrollfoto und will weiterfahren, da kommt plötzlich Josef daher, den ich vor mir wähne. Wir wollten uns im McDonald's am anderen Ende der Stadt treffen. Er hat sich verfahren, weil sein Garmin schon seit längerem keine Karte mehr anzeigt. Außerdem hat er wegen seiner klammen Finger kein Kontrollfoto machen können. Ich verzichte darauf, das mit dem Foto nachzuholen: In dem Zustand wird er sicher nicht rechtzeitig ins Ziel kommen. Wir fahren zusammen zum McDonald's. Sobald wir drinnen sind, regnet und schneit es draußen wieder kräftig. Ich will mein Handy aufladen, bekomme aber die Meldung, dass der USB Port nicht funktioniert. Vermutlich wegen der Nässe unterwegs. Der alte Trick, es herunterzufahren und in ausgeschaltetem Zustand zu laden, funktioniert ebenfalls nicht, im Gegenteil: Nach 15 Minuten sind bereits über 20 % Akku verbraucht, ich habe nur noch 22 %. Ich gebe auf und hoffe, mit diesem Rest wenigstens noch Hilfe rufen zu können, sollte ein Notfall eintreten. Auf [LocaToWeb], wo ich einige Dotwatcher habe, gebe ich noch kurz Bescheid, dass jetzt der Track beendet wird. Ich schaue Josef an. Sein rechtes Auge ist tiefrot, es ist wohl eine Ader geplatzt. Ob er glaubt, weiterfahren zu können? Nein, kann er nicht. Ich will eigentlich dran bleiben; aber als ich mir meine Chancen ausrechne, sehe ich keine Möglichkeit: Amberieu ist etwa 90 km weit entfernt, und das Wetter wird nun sogar noch schlechter. Selbst im besten Fall erreiche ich es erst in 3 oder 4 Stunden, und bis zum erhofften Schlafplatz in der Markthalle in Crémieu ist es dann auch noch weit. Ich würde also vielleicht um 5 Uhr morgens dort ankommen, ohne wirkliche Pause, und ab 6 Uhr beginnt dort das Treiben in der Markthalle. Und der Rest der Strecke ist dann ja erst der schwerere, mit den meisten Höhenmetern! (Wolfgang, der auch im McDonald's Pause macht, versucht sein Glück, und er wird auch ankommen -- eine Minute vor Fristablauf!) Dazu kommen die Probleme mit meinem Telefon, irgendwann kann ich ja auch keine Kontrollfotos mehr machen. Ich beschließe also ebenfalls, aufzugeben. Josef findet im mittlerweile ziemlich ausgebuchten Ort noch ein Privatzimmer, das unsere Buchung um 23:30 annimmt. Als wir kurz vor Mitternacht dort eintreffen, stehen das Tor und die Haustüre einen Spalt offen, und Josef bekommt den Code für den Schlüsselsafe. Für die steile, enge Treppe in den ersten Stock braucht Josef zwei Anläufe, dann sind wir im geräumigen Apartment und breiten unsere nassen Sachen zum Trocknen aus. _(Im französischen TV läuft die herzzerreißende Klimawandel-Doku "[Lowland Kids]" aus dem Jahr 2025, die ich schweren Herzens nicht ganz ansehen kann. Ich hoffe, sie mir irgendwie später besorgen zu können, bin aber bisher gescheitert.)_ Bald liegen wir geduscht unter der einzigen Decke im Doppelbett. Das halte ich schon mit meiner Frau nicht aus! Zum Glück fällt mir ein, dass ich ja einen Schlafsack dabei habe … Nach einem tiefen Schlaf rufen wir Josefs Frau Christine um Hilfe, die bereits gestern mit dem VW Bus in Nyons angekommen ist. Es wird einige Zeit dauern, denn sie ist ja etwa 300 km weit entfernt. Wir verabreden einen Treffpunkt an der Strecke, gehen frühstücken und brechen dann auf nach Amberieu. Nach Amberieu ------------------- Gleich bei Lons-le-Saunier beginnt einer der größeren Anstiege der Tour, von 260 auf 485 Höhenmeter; danach geht es mehr oder weniger konstant bergab, unterbrochen von kleineren Wellen. Es bleibt schwierig. Zwar hat der Wind mittlerweile nachgelassen und gedreht, aber kurze sonnige Abschnitte wechseln ab mit schwerem Niederschlag, meist Graupel. Gelegentlich kann man dahinfliegen, aber die Wellen kosten wieder Kraft. Nie und nimmer wäre ich gestern Nacht weit gekommen. Als wir Amberieu erreichen, haben wir beide genug. Christine erwartet uns bei Burger King, und nach einem ausgiebigen Essen packen wir die Räder auf den Bus und machen uns auf den 250 km langen Weg nach Nyons, wo wir gegen 19 Uhr ankommen. Vor dem Belle Epoque warten einige Teilnehmer, von denen viele abgebrochen haben. Vereinzelt treffen entkräftete Helden ein und werden bejubelt, und irgendwann kommen auch Gabi und Daniel, später auch Stephan und Christoph. Ich bin bei Margriet und Erwin zum Abendessen eingeladen und mache mich schnell auf den 8 km langen Weg. Die anderen essen in Nyons und kommen später nach. Ich bin froh, es nicht versucht zu haben, denn ich wäre sicher gescheitert und dann mitten in der Nacht angekommen, wenn überhaupt. Von 73 Startern sind 47 ins Ziel gekommen. Nachtrag: Meine Schulter tat am ersten Tag weh, so sehr, dass ich dachte, das wird nicht besser durch dieses Radeln. Am zweiten Tag spürte ich fast gar nichts mehr, und irgendwann dachte ich schon, ich hätte eine Wunderheilung erfahren. Ganz so war es nicht, aber selbst nach mehreren weiteren Touren und der Heimfahrt sind die Beschwerden um mindestens 70 % weniger geworden. Ich fasse mein Glück nur ganz vorsichtig: Die Schmerzen haben mich jetzt seit über einem Jahr begleitet, und ich hatte deswegen das Training um fast die Hälfte reduziert. Heute bei der Physio (31.03.2026) konnte der Arm in einem Winkel gehoben werden, der vor noch einer Woche völlig utopisch gewesen wäre...
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
March 30, 2026
Errors / Improvements?
----------------------------------
The issue with the **front light** was annoying: The trailer's bracket is much thinner than the handlebars, which is why I had put a second rubber band underneath. At some point, out of boredom, I tried to straighten the slightly crooked holder
Showing Translation
Rudi 🇺🇦 went cycling.
March 24, 2026
Zum Black Forest Hostel in Freiburg 24.03.2026
Mit Christine und Sepp im Auto mitgefahren; Fahrt nach Freiburg langwierig und erschöpfend wie stets. In der Signal Gruppe Berichte von fehlenden Fahrradplätzen in der Bahn, 2 stornieren weil sie im ICE nicht mitgenommen werden trotz Buchung. 🤬 Im Überschwang radle ich am Hotel der beiden einfach los, weil ich glaube mich auszukennen. Erst als ich völlig verloren bin, navigiere ich. Hostel und Zimmer super wie immer. 👍 Prognose für die nächsten Tage leicht besser, vielleicht wird es doch keine totale shitshow. Live-Track hier: https://locatoweb.com/map/multi/14034 Morgen um 5 geht's los.
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
March 24, 2026
The weather certainly looked nicer than the room. Oh well. You won't spend much time in it anyway. Start at 5 o'clock 🥴. Still hanging around a bit in the hammock 😁.
Showing Translation
a day ago
Only now, via the Home button, have I realized that I haven't been receiving tour notifications by email for quite some time. 🤬 I'll have a lot to catch up on now.
Showing Translation
Sign up or log in to continue
Everything You Need To Get Outside
Ready-Made Inspiration
Browse personalized adventures tailored to your favorite sport
A Better Planning Tool
Build your perfect outdoor experience using the world’s best outdoor tech
More Intuitive Navigation
Turn-by-turn navigation and offline maps keep your adventure on track
A Log of Every Adventure
Save every adventure and share your experiences with your friends
Sign up or log in