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Wanderung nach Ausblick von der Mörschieder Burr: Quarzitfelsen, Urwald und weite Hunsrück-Panoramen
Wanderung nach Ausblick von der Mörschieder Burr: Quarzitfelsen, Urwald und weite Hunsrück-Panoramen
Dirk Rüger went for a hike
August 22, 2026 at 08:31
02:16
6.14km
2.7km/h
150m
140m
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Diese Tour führt dich zu einem der stillen Kraftorte des Hunsrücks – einem Höhenrücken aus uraltem Taunusquarzit, der schon die Kelten fasziniert hat und heute Wanderer für sich gewinnt, die etwas abseits des Massentourismus suchen.
Der Weg beginnt im Laubwald. Kein großes Tamtam, kein Panorama-Versprechen auf den ersten Metern – erst breite Pfade mit goldbraunem Laub unter dichtem Blätterdach, dann schmaler, dann spürst du, dass der Untergrund grober wird. Felsen tauchen auf. Moos. Totholz, das quer über den Hang liegt. Genau dieser Abschnitt ist es, der die Tour von einer normalen Waldrunde unterscheidet: Die Mörschieder Burr ist ein Naturschutzgebiet aus hartem Taunusquarzit, dessen Gestein im Devon entstand und die Höhenzüge des Hunsrücks formt. Die sogenannten Rosselhalden – mächtige Blockschuttfelder aus Quarzitblöcken – entstanden in der letzten Eiszeit durch Frostsprengung, als Wasser in Felsspalten eindrang, gefror und das Gestein auseinanderbrach. Was damals geologische Gewalt war, ist heute Wildnis in Zeitlupe: Zwischen den Blöcken leben Wildkatzen, Mauereidechsen und seltene Flechtenarten. Wer ruhig geht, hat eine Chance.
Dann der Aussichtsturm – und der ist das Herzstück der Tour. Ein schlanker Steinturm mit spitzem Dach ragt über die Baumkronen hinaus, der Aufstieg lohnt sich. Oben öffnet sich der Blick weit in den Hunsrück, an klaren Tagen bis zum Donnersberg in der Pfalz. Der 22 Meter hohe Turm steht seit 1981 auf einem weißen Quarzitfelsen des Wildenburgrückens und bietet eine überdachte Plattform mit Rundumblick über Idarwald, Hochwald und Nahetal. Kein Lärm, kein Gedrängel – an einem Augusttag unter leicht bewölktem Himmel bist du hier oft allein mit dem Wind.
Entlang des Weges begleitet dich eine uralte Eiche, die man nicht einfach passiert – man bleibt stehen, schaut hoch in das mächtige Astwerk, in dem teils abgestorbene Äste mit lebendigem Grün koexistieren. Ein echtes Naturdenkmal, das keinen Wegweiser braucht.
Die Etappe über die Mörschieder Burr gilt als eine der schönsten des Saar-Hunsrück-Steigs, einem der bekanntesten Premiumwanderwege Deutschlands. Die Tour selbst ist aber kleiner, konzentrierter – und gerade deshalb intensiver. Kein Abhetzen von Highlight zu Highlight.
Geheimtipp: Lade die Karten vor dem Start herunter. Der Hunsrück ist für schwaches Handynetz berüchtigt, und an manchen Kreuzungen ist die Beschilderung dünn. Wer das weiß und sich darauf einstellt, wandert entspannter – und entdeckt dabei Wegabschnitte, die man mit Nase im Display schlicht übersehen hätte.
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (670 m)
Lowest point (550 m)
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