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Frau Immerraus aka Petra
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🏨 Odenwaldklub HW23 (4): Beerfelden - Eberbach

Frau Immerraus aka Petra
Completed activities

🏨 Odenwaldklub HW23 (4): Beerfelden - Eberbach

went for a hike

May 24, 2026

🏨 Odenwaldklub HW23 (4): Beerfelden - Eberbach

03:48

19.0km

5.0km/h

210m

500m

64 Hauptwanderwege gibt es lt. Website des Odenwaldklubs 😲! Davon kenne ich gerade mal einen kleinen Teil, nämlich den Neckarsteig als Teil des Neckarwegs (HW60). Zurück im Odenwald, lerne ich hoffentlich noch ein paar mehr Wege wenigstens etappenweise kennen.

Der Hauptwanderweg 23 führt auf 85,5 km von der Odenwälder Weininsel in den Kleinen Odenwald (von Groß-Umstadt über Höchst, Mümling-Grumbach, Mossau, Beerfelden und Eberbach nach Reichartshausen). Markiert ist der Weg mit einem blauen Kreuz auf weißem Grund.

Im Westen oberhalb von Oberzent-Beerfelden, wie seinerzeit durchaus üblich u. a. zur Abschreckung gut einsehbar, steht ein bedrückendes Relikt: das im Volksmund so genannte „dreibeinige Tier“. Bestehend aus drei sechs Meter hohen, im Dreieck angeordneten Sandsteinsäulen, verbunden mit eisernen Stäben, Klammern, Ketten und Haken, von sieben Linden umstanden, wurden an diesem Galgen von der Neuerrichtung von 1597 bis offenbar 1804 Todesurteile vollstreckt, bereits wegen Delikten wie Wilddieberei und Hühnerdiebstahl. Morbider Rekord, gilt der restaurierte Galgen heute als größter und am besten erhaltener in Deutschland. Dass er die Zeit überdauert hat, nachdem Napoléon I. als französischer Kaiser die Centgerichtsbarkeit auflöst hatte, soll mit der Abgeschiedenheit des Ortes zu tun gehabt haben: Während anderswo Steine und Holz als Baumaterial veräußert (und so in Wohnhäusern wiederverwertet) wurden, dauerte es, bis der Erlass sich bis hier herumgesprochen hatte … - Noch heute erinnern zahlreiche hessische Flurbezeichnungen - auch nicht unbedingt eindeutige wie „Rabenstein“ und „Schindwasen“ - an dieses furchtbare Handwerk. Man kann tatsächlich froh sein, nicht im Mittelalter unterwegs zu sein und hiervon nur Relikte oder Andeutungen zu erleben! (Nach Infos aus einem Buch von Christiane Wagner und Jutta Failing aus dem Regal der Ferienwohnung.)

Zur Etappe (18,6 km): Start am Zwölf-Röhren-Brunnen. Vorbei an der Gedenkstätte für die Gefallenen des Krieges 1870/71 und der beiden Weltkriege, geht es nach 2 km für gut zwei Stunden durch den Wald der Hirschhorner Höhe, leider meist hörbar in Nähe der Straße (🏍️). Miniabstecher (+ 100 Meter) zu Grubers Eiche, was sich aber nur als Picknicktisch mit jungem Baum entpuppte.
Vorbei am Sportplatz, blickt man vom Waldrand auf Rothenberg auf einer Terrasse oberhalb des Finkenbachtals. Rothenberg verfügt gleich über zwei
evangelische Gemeinden: die altlutherische Schwarze Kirche von 1880 und die Evangelische Pfarrkirche von 1883.
Meist auf breiten Waldwegen geht es stetig auf Eberbach zu. Hinunter ins Gammelsbachtal und in der Nähe des Neckars oberhalb der Bahnlinie entlang nach Eberbach. Hier ist man zweimal kurz auf dem Neckarsteig. Ca. 10 km hinter Eberbach ragt der höchsten Berg des Odenwaldes, der Katzenbuckel (624 m), auf. Über die Itter zum Ziel der Etappe, dem Bahnhof.

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