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Hoekschop went for a hike
April 26, 2026
02:10
8.07km
3.7km/h
490m
470m
Ein Tipp auf Instagram von einem Diakon führte Udo und mich heute zu einem ganz besonderen Ziel: dem Eröffnungsgottesdienst der Bergsaison des Deutschen Alpenvereins (DAV).
Schon auf dem Parkplatz war klar, dass wir nicht allein sein würden. Eine größere Gruppe, darunter eine junge Familie, bestätigte uns, dass wir richtig waren. Ihr fröhlicher Aufbruch gab uns das gute Gefühl: „Wenn die Kinder das schaffen, wird das für uns eine schöne Tour.“
Der Weg führte uns zunächst an einem Sägewerk vorbei und dann auf einem breiten Pfad stetig bergauf in Richtung Teisenberg. Wir kamen gut voran und holten bald andere Wanderer ein. Unterwegs trafen wir eine Dame, die den Tipp bekommen hatte, über das „Zickzack-Steigerle“ aufzusteigen. Was das genau bedeutete, sollten wir bald herausfinden.
Wir bogen auf einen schmaleren Pfad ab, der seinem Namen alle Ehre machte. In steiler kurzen Zick zack Wendungen schlängelte der Weg sich den Berg hinauf. Es war eine kraftraubende Passage, bei der uns die vielen Wurzeln als natürliche Treppenstufen dienten. Bald zog die Familiengruppe des DAV wieder an uns vorbei, die Kinder voller Energie. Wir passten unser Tempo an und folgten ihnen, dankbar für die Wegführung.
Der Aufstieg war herausfordernd, aber wunderschön. Mal ging es über schmale Pfade direkt an der Kante entlang, mal mitten durch den Wald über Wurzelteppiche. Zu sehen, mit welcher Freude die Kinder mit ihren Eltern den Berg eroberten, war einfach herzerwärmend. Kurz vor dem Ziel lichtete sich der Wald und belohnte uns mit einer fantastischen Aussicht.
Oben am Brandköpfle, einer weitläufigen Wiese, hatten sich bereits knapp 100 Wanderer und Mountainbiker versammelt. Der Gottesdienst, begleitet von einer fünfköpfigen Blaskapelle, war ein tief beeindruckendes Erlebnis. Der Vorsitzende des Alpenvereins sprach vom Brandköpfle als einem „Scheidepunkt“, von dem aus man in verschiedene Richtungen blicken kann, und verband damit die Hoffnung auf einen Scheidepunkt hin zu mehr Frieden in der Welt.
Auch der Diakon griff das Thema des Scheidewegs auf und verknüpfte es mit der Bergpredigt. Für mich persönlich traf dieser Gedanke einen Nerv. In meiner aktuellen Reha-Zeit stehe ich selbst an einem solchen Punkt und weiß, dass ich neue Wege einschlagen werde. Die Worte des Gottesdienstes passten da wie der sprichwörtliche Deckel auf den Topf.
Nach dem Segen war noch lange nicht Schluss. Der Alpenverein hatte für Getränke gesorgt, die Kapelle spielte noch einige Stücke, und die Menschen blieben einfach auf der Wiese sitzen, unterhielten sich und genossen die urige, gemeinschaftliche Atmosphäre.
Für den Abstieg wählten wir die breiteren Hauptwege, um sicher ins Tal zu kommen. Immer wieder boten sich uns dabei wunderbare Ausblicke bis hin zum Chiemsee.
Eine absolut lohnenswerte Tour. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung, Naturerlebnis und geistlichem Impuls war einzigartig. Wenn Ihr mal die Gelegenheit habt, an einem Berggottesdienst teilzunehmen: Mach es einfach!
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