Recent Activity

  1. peacemaker_fx recorded a Tour.

    4 days ago

    1. peacemaker_fx

      For a change since a long time again a tour with the paddle boat. Somewhat rusty after the long long winter break, I had chosen the so-called "small roundabout". This leads on a distance of about 15 km on the Krossinsee, large train, Lake Zeuthen, Seddinsee and the Oder-Spree-Kanal once around the Schmöckwitzer Werder.On the campsite Krossinsee near Wernsdorf there is a perfectly located boat rental (boat4all.de). The one-kayaks they had there were very short and rudderless. (I do not know which brand I do not really know.) Slightly susceptible to wind but extremely agile. Taking pictures was almost impossible in the wind. The boat immediately turned away as soon as you took the paddle out of the water. For that you could turn the thing with three paddle strikes almost on the spot.Over the Krossinsee and the big train a pleasant, light breeze blew from the northeast and blew me forward. The sun was shining. The arm muscles did not seem to have forgotten everything.
      Only after circumnavigating the top of Rauchfangswerder, where the wind then came diagonally from the front and pushed higher waves in front of him, the athletic part began. The sun disappeared behind a thick gray wall of cloud that came up behind the forest. Luckily no rain and especially no thunderstorm like the day before. The waning weather provided additional motivation to move forward.
      The most strenuous piece then began behind the Schmöckwitz bridge. Here, the wind had already had time along the entire length of the seddine to push the water surface together to quite considerable wave crests. On the one-and-a-half kilometers to the mouth of the Oder-Spree canal, the red plastic nut shell danced like a shy pony back and forth, while I had to work hard to keep my course and at the same time to move forward. That was enough action for me today.The Oder-Spree canal is as boring as a boat as you walk along it. Shortly before Wernsdorf we went back to the south and via the old Wernsdorfer See back to the starting point in the Krossinsee.Over time, I completely misjudged myself when I booked the boat for 4 hours. No matter, the boat rental company is happy. What I was really looking forward to on the whole tour was that apart from a few sailors I was almost the only one on the water. In particular, the motor boats have not missed me at all. On the Dahme are on the weekend in good weather often many of them on the road. With their noise and bow waves they can spoil a paddling trip. But it was Monday. Nobody there. Super.

      translated byView Original
      • 2 days ago

  2. peacemaker_fx went for a bike ride.

    5 days ago

    1. peacemaker_fx

      Heute eine Trainingstour für unsere im Juni geplante Radtour an der Ostsee mit meinem Freund Nick.Von Jüterbog aus sind wir den Rundkurs 4 gefahren, der die Stadt quasi einmal in einem Halbkreis mit dem Radius 5-7 Kilometer südlich umrundet. Bis Markersdorf wurde auf dieser Strecke fast überall der Belag erneuert. Er noch war so frisch, dass an vielen Stellen noch nicht einmal die Absperrungen geräumt worden waren. Zuerst waren wir unsicher, ob nicht die Oberfläche noch heiß und weich ist, so sehr hat sie geglänzt. Aber fest war sie, und glatt wie ein Kinderpopo. Man merkt jede Unwucht im Rad.Dafür machte uns eine strammer Ostwind, der über die flachen Fläminghügel pustete, ganz schön das Radeln schwer. Ursprünglich hatten wir geplant, von Markersdorf noch den RK5 über Wahlsdorf, Petkus und den Golmberg zu fahren. Aber das wären noch mal 10 Kilometer gegen den Wind gewesen. Also haben wir ein wenig abgekürzt und nur den westlichen Abschnitt dieses Rundkurses bis nach Luckenwalde genommen und stattdessen einen kleinen Abstecher nach Kloster Zinna hinzugenommen. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Kirche heute offen war. Bei meinem letzten Besuch wurde gebaut und man konnte die Kirche nicht betreten. Ab Luckenwalde war dann auch der letzte Abschnitt der breiten glatten Flämingskatestrecken Geschichte und wir mussten uns wieder auf den normalen, straßenbegleitenden Brandenburger Radweg umstellen. Da merkt man erst mal wie komfortabel es vorher war. Aber gut. Es sollte ja eine Trainingsrunde werden und an der Ostsee wird uns vermutlich auch niemand einen arschglatten Radweg von 2,5 Meter Breite ausrollen. So ging es dann von Dorf zu Dorf, Wind schräg von hinten durch die Nutheniederung nach Norden. Den Abzweig nach Schönhagen haben wir irgendwie verpasst und sind dafür einen enorm sandigen Waldweg dorthin teils gefahren (bzw. eine Tätigkeit ausübend, die fast so aussah), teil geschoben - Alles Teil des Trainings. Zwischen Schönhagen, Blankensee und Schiaß sowie zwischen Tremsdorf und Saarmund gab es dann keine extra Radwege mehr. Knapp überholende und zum Teil wütig hupende Automobile im zunehmend dichter werdenden Wochenendrückreiseverkehr kennzeichneten diese beiden Abschnitte. Ein bisschen kannte ich ja die Gegend links und rechts der Nieplitzniederung zwischen Blankensee und Saarmund ja schon vom Wandern. Im Gegensatz dazu fiel es mir heute beim Fahrradfahren sehr schwer die Landschaft um mich herum wahrzunehmen und zu genießen. Die Straße ist der Kosmos und hält einen rundum beschäftigt. Von Saarmund bis in die Außenbezirke von Potsdam hinein gab es dann wieder Radwege neben der Straße. Verkehr, Ampeln, Lärm - nicht mehr zu leugnen - Wir waren zurück in der Stadt. Schluss mit Natur. An Babelsberg rechts vorbei schlängelte sich unsere Route durch irgendwelche Wohn- und Industriegebiete und am Filmpark Babelsberg hinten vorbei bis zum Griebnitzsee. Noch schien die Sonne. Unsere Blicke wanderten jetzt immer häufiger nach oben, um die sich zusammenballenden, dunklen Wolken und die grell-gegensätzlichen Lichtverhältnisse am Himmel anzuschauen. Lange hat es nicht gedauert, bis der kräftige Platzregen einsetzte und wir schnell in eine Bushaltestelle flüchteten. Nach sehr kurzer Zeit war es dann recht voll da drunter.Der Regen dauerte zwar nicht lang, wir beschlossen trotzdem, unsere Ausfahrt in Wannsee zu beenden und uns das letzte Stück nach Hause mit der S-Bahn chauffieren zu lassen. Auch am S-Bahnhof Wannsee waren wir am Sonntag Abend nicht die einzigen. Ströme von fahrradschiebenden und -tragenden Menschen wälzten sich durch die schmalen Eingänge des S-Bahnhofs, die Treppen hinunter zu den Bahnsteigen. Und ausgerechnet jetzt ließ die S-Bahn alle Züge Richtung Westkreuz wegen einer Signalstörung ausfallen. Nur die Regionalbahn fuhr noch durch. Wir hatten aber keine Lust, herauszufinden, ob und wie die es geschafft haben, alle ihre Räder in den unterdimensionierten Fahrradabteilen unterzubringen und entschieden uns dafür, auch die restliche Strecke nach Hause per Rad zurückzulegen. Nach dem Regenguss war der Kronprinzessinenweg durch den Grunewald richtiggehend leer. Zum Glück blieb es weiterhin trocken bis wir zuhause angekommen waren.Insgesamt war es eine super Trainingstour. Die Strecke war etwas länger als die für Juni geplanten Tagestouren.
      Untergrund: von superglatten Asphalt, über normalen Straßen, diverse Sorten Kopfsteinpflaster, fester Waldboden, Schotter bis zu unfahrbaren Sand - alles dabei.
      Wetter: 30 Grad unter wolkenlosem Himmel, stürmische Windböen, angenehmer Sonne-Wolken Mix bis hin zu Starkregen mit Gewitter - alles dabei.
      Umgebung: verschlafene Flämingdörfer inmitten weiter Felder, Wälder, naturbelassene Wiesen, Kleinstädte bis zur Großstadt am Ende der Tour - alles dabei.

      • 5 days ago

  3. peacemaker_fx went hiking.

    6 days ago

    1. peacemaker_fx

      Als ich in Müncheberg aus dem Zug gestiegen war, fiel mir als erstes auf, dass ich in der Hektik beim Zusammenpacken früh, vergessen hatte, meine Trinkflasche einzupacken. Die wartete immer noch brav und abmarschbereit auf dem Küchentisch. Daher bestanden die ersten paar Kilometer der Wanderung aus einem Umweg zum nächstgelegenen Supermarkt. Schon früh am Vormittag knallte die Sonne mit voller Wucht, sodass ich froh war endlich die Häuser hinter mir zu lassen und den schattenspendenen Wald zu erreichen. Bald war der Torfstichsee Gumnitz erreicht, der zentraler Bestandteil des Naturschutzgebiets "Gumnitz und Großer Schlagenthinsee" ist. Der See liegt ausgesprochen idyllisch am Rand des Waldes, während sich auf der gegenüberliegenden Seite grüne Weiden über den nächsten Hügel erstrecken. Der Wanderweg führt am See vorbei und setzt sich entlang der moorigen Gumnitzwiesen fort. Das war einer der schönsten Abschnitte dieser Wanderung. Am Ende des der feuchten Niederung folgte dann ein eher langweiliges Stück durch den Kieferforst. Ich wollte noch mal hinunter zum Roten Luch, um mir das alte Objekt des NVA Nachrichtenregiments anzuschauen. Einige um die Jahrhundertwende 1900 errichtete Gebäude des Kaiser Wilhelm Instituts für landwirtschaftlichen Züchtungsforschung sollten dort ebenfalls noch übrig sein. Aber das Gelände wird scheinbar genutzt und bewirtschaftet und da hab ich mir nicht getraut, die 'Betreten verboten'-Schilder zu ignorieren. Aus der Ferne sieht man jedoch nicht allzu viel davon.Dafür war das in voller Blüte stehende Luch umso schöner. Eine riesige Wiese aus gelben, blauen und weißen Blüten, eingebettet in sattes Grün. Gegenüber gleiten die Wolkenschatten über die bewaldeten Hügel. Außer dem Rauschen des Windes und dem Gezwitscher der Vögel waren fast keine anderen Geräusche zu hören. [btw: Eine tolle Recherche zur Geschichte des Roten Luchs mit Karten, Dokumenten und Bildern habe ich auf der Webseite von Dr. Otfried Schröck gefunden (waldsieversdorf-online.de/Das_Rote_Luch_einmal_anders.pdf) ]Ich bin dann aus dem Luch über den Hügel zum kleinen Dorf Hoppegarten abgebogen. Im Dorf selbst ist mir nichts Bemerkenswertes aufgefallen. Ein sehr schöner Uferweg führt am Maxsee entlang, welcher sich südöstlich des Dorfes erstreckt und der Quellsee des Flusses Löcknitz ist. Kurz vor dem Ende des Sees ragt eine schmale Landzunge weit in den See hinein. An deren Spitze ist eine kleine Wiese zwischen den Uferbäumen und mehrere kleine Badestellen. Pause mit Picknick. Auf mich wirkte das grün-undurchsichtige Wasser aber nicht so einladend zum Baden.
      Ganz am Ende des See, dort wo die Löcknitz - hier noch unter dem Namen 'Mühlenfließ' - den See verlässt, befindet sich, umgeben von einer beeindruckenden langen Mauer, das Gut "Neue Mühle".
      Kurz vor Kienbaum überquert man bei Liebenberg die Löcknitz erneut. Nach dem Zusammenfluss von Mühlenfließ und Stöbberbach in einem großen Moorgebiet, führt sie nun ihren Namen auch offiziell. Ursprünglich wollte ich ja dem Flusslauf der Löcknitz folgen. Den Plan habe ich aber dann wieder verworfen, da der einzige durchgehende Weg mehrere Kilometer entlang der Erdgastrasse führt. Allerorten sieht man momentan aber, dass dort eine neue Pipeline verlegt wird. Ich finde es ja so schon nicht besonders spaßig, durch lange, abwechslungslose, gerade Schneisen im Wald zu laufen. Auf 5 Kilometer Baustelle hatte ich gar keine Lust. Deswegen habe ich den Liebenberger Sees dann auf der Nordseite umrundet. Ein kleiner, halb verwilderter Pfad läuft direkt am Ufer entlang. Vermutlich verkehren vorrangig Angler darauf. Am gegenüberliegenden Ufer befindet sich das "Olympische und Paralympische Trainingszentrum für Deutschland". Über den See schallen die Rufe der Trainer, die ihre Sportler anschreien - oder auch anders herum. Man weiß es nicht.
      Das Seewasser ist erstaunlicherweise deutlich klarer als das des Maxsees und Biber scheint es hier auch zu geben.
      Danach ist leider für eine ganze Weile Schluss mit Uferweg. An den Bauernsee, den Baberowsee und den Elsensee kommt man auf der nördlichen Seite fast nirgends bis an das Wasser heran, was ich ein wenig schade finde. Ab Kagel ist der überwiegende Teil des Ufers mit Wochenendhäusern zugebaut, die leider auch von der Landseite aus wenig zu bieten haben. Besonders im Ort Möllensee zog sich der fußweglose Betonweg elend lang durch ein Spalier aus Hecken und Zäunen. Erst als der Möllensee erreicht war, kam wieder ein Stück Natur. Ein Rundweg folgt dem Ufer oben auf dem steilen Hang. Leider ist die relativ stark befahrende Straße in Hörweite daneben. Ab dem Campingplatz Mölle-Nord gab es dann endlich noch ein kurzes, ruhiges Stück Wanderweg unten am Ufer, wo der Verkehrslärm nicht so hinkommt.
      Auch der nächste See, der Peetzsee ist auf der Nordseite komplett zugebaut. Die einzige öffentlich zugängliche Stelle in Altbuchhorst, war der Löschwasserentnahmestelle der Feuerwehr. Zumindest gab es dort eine Bank, auf die man sich stellen konnte, um über den Schilfgürtel auf den See blicken zu können, sowie sich für eine letzte kleine Rast hinzusetzen.
      Die 4 Kilometer durch Grünheide zum Bahnhof Fangschleuse war dann ein Wandersprint. Ich wollte den nächsten Zug nach Berlin noch erwischen. So richtig gut gefallen hat mir diese Wanderung nur bis Kagel. Die letzten 10 km durch die Dörfer fand ich etwas öde und langweilig, die gepflasterten oder asphaltierten Wege für die Füße sehr anstrengend.

      • 2 days ago

  4. peacemaker_fx went for a bike ride.

    10/05/2019

    1. peacemaker_fx

      Das Klassentreffen-Wochenende meines Abiturjahrgangs fand dieses Jahr in der Nähe von St. Andreasberg im Harz statt. Mit dem Plan den Weg über den Harz per Fahrrad zu bezwingen, hatte ich mir den Freitag schon freigenommen. Von Berlin aus ist man ja in 2,5 bis 3 Stunden am Rand des Gebirges - schneller als ich erst angenommen hatte - sodass ich einigermaßen früh starten konnte. Als Ausgangspunkt habe ich Oschersleben ausgewählt. Ich wollte grob dem dem Lauf des kleinen Fusses Bode von dort in den Harz folgen. Den gesamten Flusslauf abzufahren wäre zu weit gewesen. So ergab sich eine Strecke von rund 100 km, die ich mir trotz Bergen zutraute. Von Oschersleben bis nach Quedlinburg ging es auf Landstraßen von Dorf zu Dorf. Sehr wenig Verkehr und ausgezeichneter Untergrund - zu meiner Freude. Ich fürchte mich immer vor längeren Kopfsteinpflasterabschnitten. Die Bode bekommt man dabei fast gar nicht zu Gesicht. Wenn man sich besser auskennt oder viel Zeit hat, kann man wahrscheinlich einige kleinere Straßen und Feldwege finden, die näher am Fluss entlanglaufen. Hab ich aber nicht weiter probiert. Nicht zuletzt auch deswegen, weil ein recht straffer Westwind über das Harzvorland fegte. Der machte mir ganz schön zu schaffen und auch die Idee von der gemütlichen Aufwärm-Anfahrt zu den Bergen zunichte.Quedlinburg mit seiner tollen Fachwerk-Altstadt kann man natürlich nicht links liegenlassen. Ich war zwar früher schon mal hier, bin aber jedesmal wieder baff, wie hübsch und putzig die vielen bunten Häuschen sich krumm und schief aneinanderreihen, Straße für Straße, hoch überragt vom Schloss mit der riesigen Stiftskirche.
      Hinter der Stadt hab ich einen Kilometer weit probiert auf einem kleinen Uferweg direkt an der Bode zu bleiben. Der war aber sehr hart an der Grenze der Fahrradtauglichkeit und beinhaltete diverse Schiebestrecken. Später, bis Neinstedt, gibt es einen gut befahrbaren Schotterweg neben dem Fluss. Nennt sich 'Radschnellweg' - eine Bezeichnung, die mir nicht unbedingt dazu eingefallen wäre. Nichtsdestotrotz eine sehr schöne Strecke zwischen Wald- und Feldrand unweit der Bode.
      Insgesamt war mein Eindruck, dass man im Harz eine etwas andere Vorstellung von Radwegen hat, als zuhause in Berlin und Brandenburg. Asphaltierte Wege findet man äußerst selten. Um so öfter besteht der Untergrund von Radwegen im Harz aus mittelgroßem, losen Schotter. Man kommt darauf auch mit einem normalen Fahrrad recht gut voran, aber bei Abfahrten, wenn man ein bisschen Speed draufkriegt, finde ich es sehr beunruhigend, wenn das Zeug beim Bremsen immer wegrutscht. Irgendwer sagte mir "Der Harz ist Mountainbiker-Terretorium" und ich bin weder Mountainbiker noch sonderlich bergerfahren. Der schöne Abschnitt durch die Natur wurde gefolgt vom hässlichsten auf der gesamten Tour. Zwischen Neinstedt und Thale fährt man fast die ganze Zeit auf dem Gehweg neben der stark befahrenen Bundesstraße durch unansehnliche Vororte. Und dann kommt der Berg.Plötzlich geht es in Thale vom flachen Harzvorland steil nach oben. Die folgenden 3 bis 4 Kilometer von 220 auf 470 Meter hinauf waren für mich als Flachlandradler echt kurz hinter der Grenze meiner Leistungsfähigkeit. Ich war so froh und so fertig, als ich oben angekommen war. Später gab es auf der Strecke natürlich noch mehr Anstiege, aber das war wirklich der krasseste. Ich war sehr dankbar, dass es anschließend bis Treseburg wieder sehr erholsam abwärts in das Bodetal ging. Der Harz ist ja dicht bewaldet. Daher war auch das Windthema hier fast ohne Bedeutung. Nun ging es stetig, sehr moderat aufwärts durch das wunderschöne Bodetal. Ein bisschen nervig ist es schon, dass es dort keine Radwege gibt. Auf der Straße war zwar kaum Verkehr, aber sie ist so schmal und hat so viele Kurven, dass LKWs und Busse kaum eine Chance haben zu überholen und man selbst auch nur selten an den Rand fahren kann, um sie vorbeizulassen. Da ist ja der Berg. So kleben sie einem in 5 Meter Entfernung am Hacken. Ich hab mir nicht getraut bei Altenbrak den Wanderweg an der Bode nach Wendefurth zu fahren. Wanderwege im Gebirge unterscheiden sich ganz schön von denen in Brandenburg und können mit diversen, per Rad schwer zu überwindenden Hindernissen gespickt sein. Daher hab ich die Straße über den Berg genommen. Auf der Bundesstraße zwischen Blankenburg und Hasselfelde war sehr viel Verkehr und ich war sehr froh, als ich sie wieder verlassen konnte und Rappbodetalsperre erreicht hatte. Diese ist ja selbst schon sehr beeindruckend, dazu noch die 483 Meter lange Fußgängerhängebrücke TitanRT und die 1000 Meter lange Seilrutsche ins Tal, wo sich alle paar Minuten jemand in die Tiefe stürzt und über das Tal hinweggleitet. Das sind schon viele Highlights auf einmal. Für mich war das heute aber nicht dran. Ich hatte eine schöne lange Abfahrt nach Rübeland hinunterzurollen. Auch wenn das Dorf eins der größeren ist, nach einem Laden oder Kiosk, der geöffnet war, hab ich dort vergeblich gesucht. In einer Gasstätte konnte ich zumindest meine Trinkwasservorräte wieder auffüllen. Zwischen Rübeland und Braunlage war für mich der schönste Teil der Tour. Im vorangegangenen Teil, weiter flussabwärts, hat das Wasser sich eine tiefe Schlucht zwischen den Berge gegraben und nur selten sieht man mehr als er paar Meter von der Bode, bevor sie hinter dem nächsten schroffen Felsen oder unter dem dichten Dach der Bäume verschwindet. Im Gegensatz dazu mäandert der Fluss hier oben durch die Wiesen eines breiten, offenen Hochtals mit sanften Hängen. Hier konnte man die Bergwelt endlich mal ein ein wenig betrachten, ohne einen steifen Nacken zu bekommen. Der erste Teil dieses Abschnitts führte von Rübeland über den Susenberg zur Talsperre Königshütte. Einer der raren asphaltierten Radwege führt mit toller Aussicht und perfekten Untergrund direkt am Ufer des Stausees entlang bis nach Königshütte. In dem Dorf vereinen sich die Warme und die Kalte Bode und fließen gemeinsam als Bode weiter. Ich bin der Warmen Bode gefolgt - bis Tanne auf einer Nebenstraße und weiter über Sorge bis zur ehemaligen Grenze zwischen DDR und BRD auf einem der typischen Schotterradwege etwas oberhalb der Bundesstraße 242. Der dritte Abschnitt dann wieder durch die Natur ohne Verkehrslärm. Das Bodetal zieht sich in einem weiten Bogen bis nach Braunlage hinauf und ist wirklich unheimlich idyllisch. Auf den Wiesen des breiten Talgrundes stehen vereinzelt Büsche und Bäume. Rechts und links, dort wo die Berghänge anfangen, beginn der dichte dunkle Bergwald. Wenn keine Wolken davor sind, sieht man in der Ferne ab und zu die Gipfel der hohen Berge. In Braunlage hieß es dann Abschied nehmen, von der Warmen Bode. Sie entsteht ein paar Kilometer nördlich der Stadt als Zusammenfluss der Kleinen und der Großen Bode. Für mich ging es aber weiter nach Westen. So wie die Radtour sich dem Ende zuneigte, taten das auch meine Kräfte so allmählich. Jetzt hatte ich genug und wollte endlich ankommen. Der Weg von Braunlage in das Odertal war diesbezüglich ausgeprochen erfreulich. Ohne Anstrengung sauste ich hinunter und hatte das Gefühl, mit dem Schwung ist auch der Weg aus dem Tal hinaus vernachlässigbar einfach.
      Aber dann kam doch noch ein dickes Ende. Die sogenannte Lochchaussee nach St. Andreasberg hinauf ist zwar nicht so steil wie der Anstieg aus Thale aber genauso lang. Auch das Wetter, welches sich bis zu dem Zeitpunkt ganz gut gehalten hatte, war mir nicht mehr so wohlgesonnen. Mit immer heftiger werdenden Regen versuchte es mich zusätzlich zu demoralisieren und mir die letzten Reserven zu rauben. Aber das war nicht von Erfolg gekrönt, auch wenn ich die letzten Meter schmählich das Rad schieben musste.
      Davon abgesehen hätte das Timing nicht viel besser sein können. Ich hatte gerade noch Zeit alle zu begrüßen, die schon da waren, und mich kurz unter die Dusche zu stellen. Da wurden auch schon gewaltige Berge Nudeln und große Schüsseln Bolognesesauce aufgefahren. Einwandfrei.

      • 14/05/2019

  5. peacemaker_fx went hiking.

    06/05/2019

    1. peacemaker_fx

      Today Paul was there again. Our excursion was the river Erpe, also known under the name Neuenhagener Mühlenfließ or onlyMühlenfließ. It seems that one is not quite in agreement. Depending on which map one looks at, one time the other name for theThe whole river is used or it carries sections of different names. I have decided on the following variant: until shortly before Neuenhagen:Mühlenfließ (without anything), then to Hoppegarten: Neuenhagener Mühlenfließ and behind: Erpe. That's the name of Openstreetmap.The Mühlenfließ has its origin a few kilometers north of Altlandsberg and passes the place west of the city wall. Right behind theStädchen begins the nature reserve Wiesengrund, which extends along the river until the underpass of the Berlin motorway ring. Asthe name suggests, the landscape here is determined by large meadows on both sides of the watercourse, loosely interspersed with individual trees andsmall groves. In the west, the broad flat valley is flanked by villages and the busy L33 road between Berlin and Strausbergcuts it. Further down the highway is noisy. There were only a few places where the loud traffic was not listening. So could turn off properlyI do not, even if the valley has incredibly beautiful views.After crossing the A10, the villages of Neuenhagen and Bollensdorf have moved together over time and leave only a verynarrow green strips free, through which the (now) Neunenhagener Mühlenfließ must meander through. There I have a nondescript, pretty,discovered small trail that was not marked on any map and runs along the river. Behind the pool, at the bridge of the Elsenweguntil after Hoppegarten there was still such a narrow footpath directly on the shore through the marshy Bruchwald.At Hoppegarten, I have not found a way that runs close to the river and I have circumnavigated the racecourse on the other side. There is oneto see some very nice Wilhelminian villas on spacious plots. Behind the river comes back, but not close but surrounded bya belt of meadows, woods and moor. The small Dahlwitz castle is being built. The red color looks great. In the castle park you can againwalk a bit directly along the Erpe. The park then goes south of the Berliner Straße in the Dahlwitzer forest. Originally belongedapparently parts of the forest area still with the park. Information sign indicates the former burial ground of the Treskw family. Today is the DahlwitzerForst Part of the nature reserve Erpetal.

      translated byView Original
      • 08/05/2019

  6. peacemaker_fx went hiking.

    26/04/2019

    06:53
    21.3 mi
    3.1 mph
    1,025 ft
    1,200 ft
    Der Bernauer, Peter and 21 others like this.
    1. peacemaker_fx

      Ziel der Wanderung war der Besuch bei Freunden in Karlsdorf bei Altfriedland. Die winzige Siedlung wird vom kleinen Fluss Stöbber durchflossen, den die Meisten, die mal in der Gegend waren, vermutlich aus Buckow, der Hauptstadt der Märkischen Schweiz, kennen. Also, mal schauen, ob man dem Flusslauf ein Stück folgen kann. Das Quellgebiet der Stöbber ist das Rote Luch, ein flaches, etwa 1 km breites, von vielen Melorationsgräben durchzogenes ehemaliges Niedermoor, dass sich von Waldsieversdorf nach Südwesten erstreckt.
      Um dorthin zu gelangen bin ich von Rehfelde losgewandert und habe dabei noch einen kleinen Umweg zur berühmten Garzauer Pyramide gemacht. Dem Namen Friedrich Wilhelm Carl Graf von Schmettau, des Erbauers dieses lange vergessenen, inzwischen aber wieder schön restaurierten und gepflegten Feldsteinbauwerks, begegne ich ulkigerweise relativ häufig bei der Planung und nachträglichen Auswertung meiner Komoot-Touren. Im Brandenburg-Viewer (bb-viewer.geobasis-bb.de) schaue ich mir oft die Schmettaukarten an, um alte Orts- und Flurnamen rauszukriegen. Das der Typ hier residiert hat, wusste ich aber vorher nicht.
      Was ich auch erst unterwegs rausbekommen habe, war, dass meine schön geplante Route in großen Teilen dem Verlauf des Europawanderwegs E11 durch die Märkische Schweiz entsprach. Aber das macht ja nichts.Den Weg von Garzau bis zum Erreichen des Roten Luchs würde ich nicht zu den sonderlich herausragenden Wanderwegen zählen. Immer geradeaus geht es anfangs auf einer alten Kopfsteinpflasterstraße über die Felder - immerhin unter Bäumen, die vor der brennenden Sonne schützen. Ab dem Gehöft Anitz dann durch den Wald. Das Kopfsteinpflaster verschwand zunehmend unter immer tieferen, weichen Sand. Irgendwann war es dann endgültig weg. Plötzlich tritt man am Fuß des letzten Hügels aus dem Wald heraus und steht vor der großen freien Grasebene des Roten Luchs. Ein großartiger Anblick. Der Wanderweg führt am westlichen Rand des Feuchtgebiets entlang und um dessen nördliches Ende nach Waldsieversdorf. An der geraden Baumreihe in der Mitte des Luches, wo die vielen kleinen Entwässerungsgräben zusammenlaufen, kann man den Verlauf der sich allmählich formierenden Stöbber erkennen. Aber erst am Ortseingang von Waldsieversdorf bekommt man den kleinen klaren Bach das erste Mal zu Gesicht.
      Gleich hinter dem Dorf bildet sie in einem tiefen Tal den typischen Bruchwald. Ich bin hier nicht dem E11 gefolgt sondern hab versucht einen Weg näher am Fluß zu finden. Bis auf einen kleinen Abschnitt gleich am Ortsrand von Waldsieversdorf gab es jedoch keinen Weg direkt am Wasser. Aber zumindest hab ich die Stöbber ein paar Mal gekreuzt. An der Mündung in den Abendrothsee sieht man sie unten im Tal, in Buckow bei der Vordermühlenbrücke und dann kurz vor der Mündung in den Buckowsee.
      Nach dessen Umrundung hab ich eine kleine Pause eingelegt und das kleine Gewitter abgewartet, das zwischenzeitlich heraufgezogen war. Leider nicht, wie geplant, mit Flußblick in dem kleinen Biergarten der ehemaligen Stobbermühle. Dort wurden trotz Schirmen alle Gäste beim ersten Tropfen nach innen gebeten. Da hatte ich aber keine Lust drauf. Die Pizzeria am Markt war da nicht so empfindlich und man konnte draußen sitzen bleiben und dem erfrischenden leichten Regen sowie dem Spektakel aus Sonne und Gewitterwolken am Himmel zuschauen. Nach 20 Minuten war der Zauber schon wieder vorbei. Zu Buckow selbst will ich gar nicht viel sagen. Muss man einfach mal gesehen haben. Nicht erst seit Fontane darüber geschrieben hat, lockt das hübsche Städtchen Touristen, Ausflügler und Sommerfrischler von nah und fern. Für mich fühlt es sich immer so an wie Urlaub, wenn ich hier entlangkomme. Ist schön und entspannt. Aber ich war ja nicht zum Faulenzen hergekommen. Weiter ging es durch den barocken Schlosspark ohne Schloss, um den Griepensee herum und über den Spitzen Berg. Hinter den letzten Buckower Häusern begann der für mich schönste Abschnitt der ganzen Wanderung. Ein wirklich ausgezeichneter Wanderweg führt durch das Stöbbertal, oft ganz nah am Fluss, der sich in großen Schleifen hindurchwindet. Der sumpfige Talboden wird größtenteils von wildem Erlenbruch eingenommen und ist von kleinen Tümpeln und Rinnsalen durchsetzt. Auf die Vogelwelt hatte der kurze Regen offenbar einen sehr belebenden Einfluss gehabt und mir schien, sie hatten den Volumepegel bestimmt um 50% aufgedreht. Andere Tiere - solche zweiflügligen mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen - hatte das Ganze eher aggressiv gemacht. Hinter der Pritzhagener Mühle beim kleinen Ort Tornow hört der Bruchwald auf und der Grund des Stöbbertals wird von einer waldgesäumten Lichtung eingenommen. Zumindest teilweise werden die Wiesen als Weideflächen genutzt, glaube ich. Der Wanderweg läuft nicht weit entfernt vom Fluß am Waldrand entlang. Im Gegensatz zu vorher geht es hier auch mal wieder ein wenig auf und ab. Ganz bisschen nur, aber trotzdem, schon wieder ein ganz anderer Charakter. Vor dem Erreichen der Eichendorfer Mühle gilt es noch ein größeres Sumpfgebiet zu umrunden. Dort verkrümelt sich die Stöbber erst einmal und verschwindet im Wald. Der Weg, der in ein paar hundert Meter Entfernung dazu parallel dazu nach Karlsdorf läuft ist so la-la. Sandig, gerade, abwechslungsarm. Zieht sich etwas. Ich hatte noch versucht einen älteren, auf meiner Karte eingemalten Trampelpfad zu finden, der zum Fluss hinunterführen sollte. Aber da war alles so zugewachsen und von Wildschweinen in einen bodenlosen Acker verwandelt worden, dass ich es nach ein paar hundert Metern abgebrochen habe. Erst in Karlsdorf, wo die Stöbber die Fischteiche mit Wasser versorgt, gibt es eine Brücke, wo ich ihr Ade sagen und mich für die angenehme Begleitung bedanken konnte. ... und dann war es auch langsam Zeit anzukommen.

      • 01/05/2019

  7. peacemaker_fx went hiking.

    18/04/2019

    08:26
    26.1 mi
    3.1 mph
    1,200 ft
    1,275 ft
    Tbrnds, Daragia and 7 others like this.
    1. peacemaker_fx

      Ein bisschen hat es mich ja angezeckt mit den Weitwanderungen, nachdem die 50 Kilometer Ende März erwandert waren, ohne dass ich später mit irgendwelchen schmerzhafte Konsequenzen zu kämpfen hatte. Die Strecke von zwischen Rheinsberg und Neuruppin schien mir sehr verlockend. Nicht zuletzt auch deswegen, weil ich damit 2 frühere 40-Kilometerwanderungen - Beetz-Sommerfeld nach Neuruppin und Rheinsberg nach Fürstenberg mit einer angemessenen Tour verknüpfen konnte. Rheinsberg hab ich links liegengelassen (bzw. rechts) und bin gleich die erste Querstraße hinter dem Bahnhof zum Rhin hinunter. An den letzten Häusern begann ein kleiner, bei Komoot nicht bekannter Pfad, wo man ein Stück neben dem Fluss entlanglaufen kann. Das war am Oberlauf bis Zippelsförde dann aber auch schon fast der längste Uferweg. Recht schnell landet man auf der breiten, schnurgeraden Trasse, wo ein asphaltierter Radweg und ein nebenliegender, sandiger Fahrweg von Rheinsberg nach Zechow laufen. (Irgendwann bin ich hier schon mal geradelt - ist ein super Radweg.) Den Fluss bekommt man dabei nicht zu sehen. Nicht mal an der Untermühle. Die Brücke dort ist auf abgezäuntem Privatgelände. Das nächste Mal, wo man näher ans Wasser herankommt, ist an dem Weg namens "Waldsteig", wo sich nach Überzeugung von Komoot auch eine Brücke befinden sollte. Die gibt es aber nicht mehr. Wer sich traut könnte aber hindurchwaten, schätze ich.
      Neben der breiten Schneise von Radweg und Straße gab es ab dort leider keine näher am Fluss liegende Alternative. Auf Dauer fand ich es jedoch etwas zu langweilig, dort entlangzulaufen, und habe daher einen Abstecher nach rechts hoch in die Hellberge gemacht. ("hoch" ist hier relativ zu sehen). Sie gehören mit zum Naturschutzgebiet entlang des Rheinsberger Rhins. Zwei sehr kleine, stark verlandete Seen findet man dort, den Großen und den Kleinen Bussensee, und zur Abwechslung mal ein wenig Laubwald. Am Rhin unten stehen fast nur Nadelbäume.
      Hinter der Försterei Berkholzofen dann wieder ein Kilometer auf dem Radweg. In der Hoffnung doch noch irgendwo einen geheimen Anglerpfad am Ufer zu finden bin ich einigen Waldwegen zum Fluss hinunter gefolgt. War aber vergebens. Zwei Fotos vom Fluss und wieder zurück. Vor Zechow gab es zumindest einen etwas hübscheren Waldweg bis zum Dorf. Zechow macht einen traumhaft weltvergessenen Eindruck. In der Mitte der länglich-ovale Dorfanger mit Wiese und Bäumen flankiert von zwei Straßen. In der Mitte, etwas erhöht, eine rote Backsteinkirche mit Friedhof und Fliederhecke. Das Ganze umringt von maximal 20 niedrigen Häusern. Ohne die Autos vor den Häusern und dem glatten Asphalt auf der Straße, könnte man meinen, die Zeit ist hier stehengeblieben. Mit Sicherheit vergeht sie hier langsamer. Bei der Rheinshagener Brücke gibt es eine sehr fotogene Stromschnelle und es geht auf der anderen Uferseite weiter. Auf dem linksrhinische Waldweg nach Zippelsförde besteht zwar wenig Gefahr Radfahrern oder Autos zu begegnen, so richtig schön fand ich ihn trotzdem nicht: relativ lange gerade Abschnitte, Kiefern rechts und links, weit weg vom Fluss. Ich hab hier auch ein paar mal versucht zum Rhin hinunterzukommen und hab sogar eine Stelle gefunden, wo ich mal ein Stück neben dem Wasser querfeldein laufen konnte. Aber der Fluss will seine Mäander lieber unbeobachtet schlängeln. Also bin ich meist auf dem Forstweg geblieben. Ein wenig Strecke machen. Bei Rägelsdorf (3 Häuser im Wald) bin ich dann noch mal auf die andere Flussseite hinüber und habe in Zippelsförde (3 Häuser am Waldrand) bei der Fischzuchtanlage ein Päuschen eingelegt. In dem zugehörigen Angelpark waren ganze Familien zugange. Da kann man ohne Angelschein gegen Gebühr Fische im Zuchtbecken angeln. Es gibt auch einen kleinen Verkauf, wo man neben Getränken, diversen frischen und geräucherten Fischen auch echten, vor Ort produzierten Kaviar erwerben kann. Von Zippelsförde bis nach Frisow war für mich der schönste Abschnitt der Wanderung. Auch hier bekommt man den Fluss kaum zu sehen, da er von einem breiten Gürtel aus Sumpf und Bruchwald umgeben ist. Der Rhin ist hier aber ohnehin nicht mehr der idyllische Bach von vorher. Begradigt, vertieft und ausgebaut fahren hier schon Motorboote darauf hin und her. Ich habe den Waldweg ausgesucht, der am dichtesten am Flusslauf entlangführt und er hat sich als ein wenig verwildert (tiefes Laub, einige umgefallene Bäume und ein-zweimal etwas unklarer Verlauf) aber wunderschön herausgestellt. Immer am Rand des tiefen Tals entlang, das der Rhin sich in früheren Zeiten durch die sandigen Hügel gebahnt hat. Manchmal ging es daneben richtig steil nach oben weg. Auf der anderen Seite des Weges der flache Bruchwald mit seinen Tümpeln und kleinen Rinnsalen, die neben dem Weg aus dem Berg entspringen. Die Sonne drang durch die noch spärlich belaubten Bäume mit voller Kraft bis zum Waldboden. Dazu eine herrliche Ruhe und Abgeschiedenheit. In Frisow, welches aus nur einem Gehöft - der Försterei - besteht, ging es über die kleine bucklige Brücke an das andere Flussufer. Der Rhin mündet dort in den Zermützelsee und setzt seinen Lauf als Kette von Seen fort.
      Zermützel und Stendenitz wirkten auf mich ein wenig unlebendig und verlassen. Es sind offenbar vorrangig Wochenend- und Ferienhaussiedlungen - lauter Bungalows, nur eine Handvoll fester Häuser aus Stein. Zwei Autos fuhren vorbei und eine Frau hat im Vorgarten gearbeitet. Sonst hab ich da keinen Menschen gesehen. Sobald man Zermützel erreicht, ist leider das gesamte Ufer zugebaut und abgezäunt. Nur an der Badestelle kommt man noch an das Wasser. Diese ist dafür ausgesprochen schön.
      Zwischen Stendenitz und Neumühle bei Alt-Ruppin ging es auf sehr sandigen Wegen durch den Wald. Die Löcher am Wegesrand lassen vermuten, dass das Gebiet westlich vom Tetzen- und Molchowsee vor der Wende zum russischen Sperrgebiet von Genzrode oder Neuruppin gehört hat. Auch gibt es leider keinen Uferweg und man bekommt kaum mal einen freien Blick über das Wasser. In Molchow wollte ich eigentlich auf die andere Seeseite, weil es dort laut Karte einen Uferweg gibt. Das hat leider aufgrund der fehlenden Brücke nicht geklappt. Sie wird gerade ganz neu gebaut (Stand: April 2019). Auf der Karte habe ich schon gesehen, dass das westliche Ufer des Molchowsees vollständig zugebaut ist. Daher habe ich es dann gar nicht mehr probiert dorthin zu kommen und bin gleich im Wald geblieben. An der Neumühle dann vorbei und hintenrum nach Alt-Ruppin hinein führt ein ganz hübscher kleiner Weg. Das Erste was mir in Alt-Ruppin begegnete war die Grundschule auf dem Weinberg. Sie gilt als das bedeutendste Bauwerk des Architekten Heinrich Wesphal, ein Vertreter des Neuen Bauens der '20er und '30er Jahre. Auf Fotos von Gebäuden kommt das ja oft gar nicht so an, finde ich. Wenn man direkt davorsteht, offenbaren sich die Ästhetik, Stil und Ausstrahlung eines Gebäudes viel eher. Dieses jedenfalls hat mich irgendwie beeindruckt.
      Was ich von Alt-Ruppin sonst gesehen habe hat mir auch gut gefallen. Niedliches Städtchen. Auf die Grundstücke mit ihren großzügigen, langgestreckten Gärten bis zum Fluss und den eingeschossigen Häusern oben an der Straße könnte man glatt neidisch werden. Der Rhin, hier mal vorübergehend wieder als Fluss, mündet hinter der Stadt in den Ruppiner See und verlässt diesen erst 14 km weiter an dessen südlichen Ende wieder.
      Durch den Ort führt eine recht stark befahrene Bundesstraße. Der folgte ich in einem großen Bogen um das nördliche Ende des Ruppiner Sees herum. Einen Abstecher zu den alten Russenkasernen an der Alt-Ruppiner Allee konnte ich mir nicht verkneifen. Die Hälfte der Gebäude ist ja inzwischen umgebaut und ganz schick renoviert worden. Nur fünf oder sechs Blöcke schauen mit ihren leeren Fensteraugen den Bäumen beim Wachsen zu.Zum Ausklang dieser herrlichen Wanderung dann noch sehr angenehm am Ruppiner See entlang. Hier gab es dann endlich mal einen richtigen Uferweg und ein paar Stellen, wo man über das Wasser schauen konnte. Ich konnte diese Tour wirklich sehr genießen. War von allem was dabei, was ich gerne habe. Besonders aufgefallen ist mir die Abwesenheit von Zivilisationslärm. Die Gegend zwischen Rheinsberg, Zippelsförde und Zermützel ist so abgelegen, dass man gelegentlich Momente erlebt, wo nicht einmal mehr das sonst allgegenwärtige Hintergrundgeräusch eines Dorfes oder einer Straße zu hören ist.

      • 21/04/2019

  8. peacemaker_fx went hiking.

    14/04/2019

    1. peacemaker_fx

      Der Turmwanderweg Bad Freienwalde stand schon seit längerem auf meiner Liste. Um so schöner, dass mein Kumpel Nick Zeit und Lust hatte mitzukommen. Praktischerweise besitzt er ein Auto, was die Anfahrt aus Berlin sehr bequem machte. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mich nach dem Blick aus dem Fenster auf den morgendlichen Nieselregen wirklich in den Zug dorthin gesetzt hätte. Der Regen war glücklicherweise nicht sehr doll und ließ über den Tag auch immer mehr nach, auch wenn der Himmel weiterhin grau und trübe aussah. Den Routenvorschlag hab ich mir bei Frank Meyer stibitzt (hier: komoot.de/tour/44644331) - Vielen Dank dafür! - und wir sind seinem Weg im Wesentlichen gefolgt. In Falkenberg war gleich die erste Steigung auf den Paschenberg zu bezwingen. Ein Mönch soll der Sage nach dort Teufel beim Würfeln beseigt haben. Genau da, wo das berühmte Carlsburg-Restaurant heute steht. Zum Einkehren war es aber definiv noch zu früh.
      Unser Weg führte den Bergrücken hinunter bis zum Cöthener Fließ, dem wir bis zum Wasserfall und -rad im Cöthener Park hinauf folgten. Außer diesen beiden Relikten erkennt man recht wenig davon, dass das Tal mal als Landschaftspark gestaltet worden war. Sieht aus wie ein ganz normaler Buchenwald mit vielen sumpfigen Stellen. Momentan wird scheinbar viel darin gearbeitet und aufgeräumt: gefällte Bäume und gerodete Büsche, der Weg auf die Anhöhe wird offenbar neu angelegt, an anderer Stelle waren zwei Waldarbeiter gerade dabei, neue Bäumchen zu setzen.
      Für Nick und mich ging es von dort wieder ganz hinunter und zurück nach Falkenberg, wo wir nur 100 Meter entfernt von der Stelle ankamen, an der wir losgewandert waren. Am Fontane-Denkmal auf dem Fontaneplatz bogen wir auf den Fontaneweg ab. Gleich hinter den letzten Häusern warteten schon die nächsten Höhenmeter darauf erklommen zu werden. Auf einer Strecke von 3 km ging es fast nur bergauf, von ca 30m im Ort, über den Mierenberg zum Märkischen Watzmann mit 106,2 m über Null. Das ist ja für Brandenburg doch etwas Besonderes. Der Wanderweg führt oft auf den nicht allzu breiten Graten zwischen den einzelnen Hügeln entlang. Zum Teil sieht es so aus, als ob es nach links und rechts tatsächlich 70 Meter steil in die Tiefe geht. Man ist geneigt, sich nach einem Baum oder Busch am Wegesrand umzuschauen, an dem man sich im 'Fall' der Fälle festhalten kann. Ein kleiner Abstecher vom Watzmann zum Bismarckturm, dem ersten der 4 zu bezwingenden Türme für das angestrebte Turmdiplom. Er steht umgeben von den Ruinen der alten Burg Malchow auf dem Schlossberg. Direkt an der Kante zum Oderbruch hat man hier eine super Aussicht über das Niederoderbruch und hinüber zum Berg der Neuenhagener Oderinsel. Wenn es nicht so diesig gewesen wäre ...Der nächste Wegabschitt dann zur Abwechslung mal abwärts. Unten, am Teufelsee und im Hammerthal kamen uns erstaunlich viele andere Wanderer entgegen. War richtig was los da, am Sonntagnachmittag. Oft genug freut man sich ja, wenn man auf einer Tagestour in den Brandenburger Wäldern überhaupt jemandem begegnet.
      Vom Hammerthal folgte ein kurzer, steiler Anstieg zum Thüringer Blick. Außer dem namensgebenden Blick über die mittelgebirgsartigen Hügel am Oderbruchhang kann man auf der gegenüberliegenden Seite auch den Bismarckturm sehen.
      Nur einen Kilometer weiter, dann schon am Stadtrand von Bad Freienwalde, galt es beim Haus der Naturfreunde den den Eulenturm zu erklettern und den nächsten Stempel fürs Turmdiplom zu ergattern. Von der Aussicht her, kann er aber nicht mit dem Bismarcktum mithalten. Die Sprungschanzen im Papengrund schon eher. Neben der mittelgebirgsartigen Landschaft sind die Skisprungschanzen in Bad Freienwalde für mich das zweite Kuriosum dieser Gegend. Ich finde es erstaunlicher, dass die schon vor dem 2. Weltkrieg begonnene, aber lange Zeit brachliegende Skisprungtradition nach der Wende wieder aufgelebt ist und dort heute regelmäßig nationale und internationale Wettbewerbe stattfinden. Es ist irgendwie nicht die Gegend, wo man nach so was erwarten würde. Auf den Schanzenturm sind wir natürlich auch ganz nach oben gestiegen. Dort beschlossen wir, dass niemand uns jemals dazu bringen wird auf zwei schmalen Brettern dort in den Abgrund hinunterfahren. Wieder unten gab's den nächsten Stempel und weiter ging es Richung Aussichturm auf dem Galgenberg. An der Kurklinik wartete dann der letzte Berg auf uns. Eine lange Treppe führt in Serpentinen vom Tal zu der keinen Brunnenkapelle nach oben und schlängelte sich oben auf der Höhe aus dem hinteren Teil des Tals, in dem Bad Freienwalde so halb drin liegt bis wieder vor zum Oderbruchhang. Der Aussichtsturm hat mit Abstand die schönste Aussicht, finde ich. Neben der riesigen, weiten, flachen Oderbruchebene, deren gegegüberliegenden Rand man gerade so noch erahnen kann, nimmt sich die Stadt noch kleiner und mehr wie Spielzeug aus, als sie es alleine aufgrund der Höhe schon tut. Die von oben hinabführende Treppe endet mitten im Ort. Ein ganz kleiner Gang am Schloss vorbei und durch die Innenstadt führte uns zum Bahnhof, wo uns der Bus zurück zum Auto nach Falkenberg brachte. Die Touristinformation in Bad Freienwalde hatte leider schon geschlossen. Daher werden wir unser Turmdiplom nun auf dem Postweg anfordern müssen. Hat jedenfalls viel Spaß gemacht und ich kann die Tour wärmstens weiterempfehlen. Wer am Ende der Wanderung gerne noch irgendwo einkehren will, um Hunger und Durst vom vielen bergauf-bergab bzw. treppauf-treppab zu stillen, ist vermutlich besser damit beraten, die Tour in Bad Freienwalde enden zu lassen, statt in Falkenberg.

      • 15/04/2019

  9. peacemaker_fx planned a hike.

    11/04/2019

    08:10
    19.6 mi
    2.4 mph
    475 ft
    650 ft
    Markus Rösler likes this.
  10. peacemaker_fx went for a bike ride.

    04/04/2019

    Gerd, Pascal Hug and 15 others like this.
    1. peacemaker_fx

      The predicted sunny spring weather and an already planned visit to friends near Neuhardenberg led me down to Oder again. The regional train connection from Berlin to Frankfurt (Oder) is great; One hour from the Alex to the main station Frankfurt. The Oder-Neisse Cycle Route on the German side, I had already driven together with my brother two years ago. Therefore, this time I wanted to explore a piece of the Polish Oder side. From Słubice to about the height of Lubusa leads a perfect bike path on the dike crown along. There are wonderful views over the river, the meadows behind, the city of Lubusz and the Oderbruch slopes, which run very close to the river. Behind the dyke is forest, so that one hears nothing of the eastern Oderbruch there.(Unfortunately, I did not realize until the next photo stop that I should have restarted the tour recording after the last break.)After Lebus is behind you, the beautiful smooth bike path stops and continues on the slightly undeveloped paved road with natural underground. I did not meet anyone there. Not even the fishermen seem to get lost so far outside the few small Polish villages in the area. It is a lonely area. From the dike you can see the red roofs of Górzyca coming up. Otherwise you can see between Słubice and Küstrin human settlements rather on the other side of the Oder. Where the view is not obstructed by trees, the fields of the Oderbruchebene extend to the east towards the horizon.I have to admit that I did not know the Küstrin fortress until then, except for the whole Katte story I read at Fontane.

      translated byView Original
      • 06/04/2019

About peacemaker_fx

Radfahren, Wandern, Paddeln, Joggen - Ich bin bewege mich gerne und bin gerne draußen in der Natur, möglichst weit weg von Autos und Motorenlärm. Mindestens einmal pro Woche versuche ich, der Stadt den Rücken zu kehren. Klappt nicht immer, aber oft. Meistens solo, ab und zu mit Freunden. Zum Wandern kommt gelegentlich auch Paul, der Beagle, mit.
Ein bisschen sportliche Herausforderung ist immer mit dabei. Ich versuche aber diese nicht die Oberhand gewinnen zu lassen, sondern bewusst das Unterwegssein selbst als Erlebnis zu verstehen und zu gestalten. Klappt auch nicht immer, aber oft.
PN: felix(*at*]masurenburg.de

peacemaker_fx’s Tour Stats

Distance5,893 mi
Time803:07 h