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  1. peacemaker_fx went for a hike.

    7 days ago

    07:23
    24.5 mi
    3.3 mph
    1,275 ft
    1,250 ft
    Joe Penner, Axellent and 28 others like this.
    1. peacemaker_fx

      Ja hallo! Wer steigt denn da 10 Meter vor mir aus der nächsten Waggon? Die beiden kennst Du doch. In den vergangen 5 Jahren ist es mir insgesamt höchstens drei Mal passiert, dass ich in Berlin und Brandenburg unterwegs zufällig Leute getroffen habe, die ich kannte. Selbst eine Freundin, die nur 200 Meter Luftlinie von mir entfernt wohnt, habe ich noch nie getroffen, ohne verabredet zu sein. Alle die öfter per Pedes durch die märkischen Wälder unterwegs sind, werden mir sicher beipflichten, dass es durchaus nicht so selten vorkommt an manchen Tagen wirklich niemanden zu treffen. Wenn, dann sind es oft Einwohner, die ihre Runde mit dem Hund machen. Die Wahrscheinlichkeit für ein bekanntes Gesicht geht gegen Null.Und da steige ich in der Kleinstadt Zossen aus der Regionalbahn und treffe Cornell und Silvia. Beide hatte ich auf zuerst per Komoot und später persönlich bei den Gruppenwanderungen kennengelernt. Wirklich ein schöner und und seltener Zufall.
      Sie hatten sich eine längere Wanderung in großen Halbkreis über Kallinchen nach Wünsdorf vorgenommen. Da meine heutige E10 Etappe ebenfalls nach Kallinchen führte, konnten wir wunderbarerweise sogar ein Stück des Weges gemeinsam wandern. Zunächst ging es vom Bahnhof einmal quer durch das kleine Stadtzentrum von Zossen. Wir verließen es Richtung Osten auf der nach Mittenwalde führenden Ausfallstraße. Weil ich gerne den E10 Wegweisern folgen wollte, trennten sich unsere Wege vorübergehend. Der Wanderweg führt außen um das am Stadtrand gelegene kleine Plattenbauviertel herum. Im 19. Jh. befand sich dort eine Ziegelei. Die paar roten Klinkerbauten, die da noch stehen, gehörten vermutlich früher dazu. Sogar die fast vollständig zugewachsene Ruine eines alten Ringofens ist noch am Wegesrand zu erkennen.
      Cornell und Silvia haben diesen Umweg nicht mit gemacht, aber ich holte die beiden gleich nach Überquerung der Bundesstraße hinter dem Ortsende wieder ein. Ein asphaltierter Radweg bzw. schmaler Fahrweg führt ab dort durch den Wald. Weil wir so schön am Schnattern waren, hab ich gar nicht so viel auf die Umgebung geachtet.
      Der nächste Ort ist Schöneiche. Es nennt sich selbst Vitamine-Dorf, wie man einer Tafel am Dorfanger entnehmen kann. Woher dieser Namenszusatz stammt, hab ich nicht herausgefunden. Bei einer zugegebenermaßen etwas oberflächlichen Netzrecherche tauchte jedoch mehrmals das Schlagwort 'frisch produziertes Obst und Gemüse' auf. Ob sich Vitamingehalt hier signifikant von anderswo unterscheidet? Wer weiß? In der Mitte des historischen Dorfkerns ist ein großer runder Dorfanger mit schönen, alten Bäumen und einem Teich. Eine Kirche gibt es nicht. Ansonsten ist Schöneiche noch bekannt durch die große Mülldeponie, die leider auch in einen Skandal wegen illegaler Entsorgung von Sondermüll in die Schlagzeilen geraten war. Von Cornell und Silvia hieß es hier Abschied nehmen. Die beiden wanderten durch das Dorf auf einer nördlichen Route nach Kallinchen, während ich zum E10 zurückwollte. Vielleicht würden wir und ja in Kallinchen wieder treffen. Der E10-Wanderweg verläuft südlich des Dorfes neben dem Teltow-Fläming-Ring im Wald. Die kleine Rennstrecke ist abgezäunt. Sie wird z.B. für Fahrsicherheitstrainings, als Teststrecke und Präsentationen genutzt. Heute war es zum Glück ruhig dort. Direkt neben dem Weg hab ich zum ersten Mal in freier Natur einen Ameisenlöwen gesehen, bzw. seine Fanggrube. Ich weiß, gibt's wie Sand am Meer. Ich versuche mal das kleine Video mit einzustellen. masurenburg.de/public/MOV_0159.mp4Der Weg ist sehr anstrengend zu laufen, weil er offenbar viel von Reitern benutzt wird und der lose, trocken Sandboden den Hufen der Pferde nicht standhält. Ist wie zwei Kilometer durch 'nen Sandkasten. Aber zum Ausgleich folgt dann ein schöner Abschnitt über Wiesen mit vielen kleinen, bunten Blumen. Die letzten 500 Meter nach Kallinchen hinein, muss man jedoch mit der kurvigen Landstraße Vorlieb nehmen, wo man von den schnell fahrenden Autos erst spät gesehen wird. Die Badehose hatte ich zwar eingepackt und das Strandbad in Kallinchen hatte auch geöffnet. Nachdem ich ein paar Minuten auf dem Anlegesteg verbrachte, habe ich mich aber gegen ein Bad im Motzener See entschieden. Trotz des herrlichen Wetters war es dafür doch noch ein wenig zu kühl und zudem relativ windig.
      Von Cornell und Silvia keine Spur. Es ist ja schwer zu schätzen, ob sie schon vorbei waren, oder erst noch eintreffen werden. Also bin ich weitergewandert. Beim Weg durch Kallinchen habe ich das Wanderwegschild verpasst und das Komoot-Navi hat dann vermutlich schnell die Route angepasst nachdem ich erst einmal die falsche Richtung eingeschlagen hatte, sodass ich statt der ruhigeren Nebenstraße durchs Dorf die wenig attraktive Hauptstraße genommen habe, die daran vorbeiführt. Aber gut. An's Wasser kommt sowieso fast nirgends ran. Das Ufer ist quasi komplett zugebaut.
      Am Südende des Motzener Sees überquert man dann die Straße die in das namensgebende Dorf führt, die stillgelegte Bahnstrecke und ist anschließend zum Glück die Autos und die Motorradkorsos endlich wieder los. Neben dem Töpchiner Untersee gibt es als Alternative zu dem Fahrweg einen wirklich wunderbaren schmalen Trampelpfad direkt am Seeufer. Heute musste ich nur genau aufpassen, dass ich nicht über eine der ausgelegten Angeln stolpere. Bestimmt einen Hundertschaft von Anglern hatte sich am Wasser verteilt. Ab dem südlichen Ende des Sees wandert man wieder oben auf der breiten Waldstraße an der Fontaneklinik vorbei. Am Töpchiner Obersee gibt es auch streckenweise einen Trampelpfad dicht am Schilfgürtel, der das Seeufer säumt. Dafür habe ich den breiten Waldweg vorübergehend verlassen. Es war jedoch nicht ratsam, unweit von Wasser und Sumpf irgendwo länger stehenzubleiben, da man sofort von einer dicken Wolke angriffslustiger Steckmücken umringt wurde, die partisanenartig aus jedem Busch hervorschossen. In der Nähe des Forsthauses Waldeck biegt der E10 rechtwinklig nach Osten ab. Das Waldgebiet heißt die Mochheide. Am Anfang bietet der Weg noch etwas Abwechslung, aber recht bald sind Laubbäume und Büsche fast komplett verschwunden. Der schnurgerade Weg führt durch einen monotonen, langweiligen Kiefernforst. Zumindest gab es keine Mücken. Etwa ab der Hälfte der Strecke nach Groß Köris dringt dann auch noch der Lärm der Autobahn herüber. Die hohen kahlen Stämme können die Geräusche nicht abschirmen. Am Ende, in der Niederung am Zemminsee gibt es zumindest wieder mehr Laubbäume. Um wenigstens einen kleinen, hübschen Eindruck von Groß Köris mitnehmen zu können, habe ich einen Abstecher zur Kirche gemacht. Ansonsten finde ich den Ort zum Hindurchwandern eher langweilig. Viele Einfamilienhäuser hinter Zäunen und Mauern, wenig gewachsene Strukturen erkennbar. Zumindest in den Teilen des Dorfes südlich um den Schulzensee. Der E10 geht dann weiter nach Klein Köris. Der am Waldrand gelegene Ortsteil, den der E10 durchquert, besteht ebenfalls ausschließlich aus Ferienbungalows und Einfamilienhäusern neueren und älteren Baujahrs. Es ist noch langweiliger als in Groß Köris. Zum Wohnen ist es hier vielleicht sogar ganz angenehm. Die Grundstücke scheinen meist relativ groß zu sein. Man hockt nicht so dicht aufeinander, wie man es besonders in neu erschlossenen Siedlungsgebieten öfter sieht. Aus Klein Köris hinaus führt eine breite Schotterstraße wieder in den Wald. Auch hier wieder ein langer, gerader Weg durch einen abwechslungsarmen Kiefernwald, wo man nach drei Kilometern wandern das Gefühl hat man befindet sich an der selben Stelle wie am Anfang. Bei dem bildschönen Gehöft der Oberförsterei Hammer überquert man die B179 und nähert sich nun allmählich der Dahme. Der Wald besteht zwar immer noch größtenteils aus Kiefern, aber der Weg macht auch mal eine Kurve und es gibt mehr Unterholz. Für die Unterhaltung sorgen zudem die Texte der 'Lesefährte Waldweisen'. Auf kleinen Tafeln, die alle paar hundert Meter am Wegesrand stehen, sind kurze Textpassagen aus Philosophie und Literatur, manchmal auch Lyrik zu lesen, die irgendwas mit dem Thema Wald zu tun haben. Dann erreicht man die Dahme. Dicht ans Wasser kommt man nur an ganz wenigen Stellen. Diese waren allesamt von Anglern in Beschlag genommen. Sonst befindet sich meist ein breites Wiesenband zwischen Wanderweg und Fluss. Es eröffnen sich viele schöne Blicke, wenn man ein paar Schritte unter den Bäumen hervortritt. Ungefähr vier Kilometer folgt man der Dahme stromaufwärts. Es ist ein sehr schöner und natürlicher Abschnitt. Die ganze Zeit wähnt man sich weit weg von Alltag und Zivilisation. Nur blauer Himmel, weiße Wolken und grüne Wiese. Am anderen, unerreichbaren Flussufer erhebt sich wieder der dunkle grüne Wald. Erst kurz vor Erreichen von Märkisch Buchholz muss man davon Abschied nehmen, wenn man auf den Radweg neben der Bundesstraße trifft. In Märkisch Buchholz bin ich ja schon mehrmals gewesen - zu Fuß, mit dem Rad, sogar mit dem Paddelboot - und daher kann ich sagen, dass ich die Wanderung hier mit einem traditionellen Bier in dem Biergarten gegenüber der Kirche beschlossen habe. (Zum Glück haben aus der Corona-Zwangspause zurück). Insgesamt war diese Etappe des E10 deutlich schöner und vor allem abwechslungsreicher als die von Trebbin nach Zossen. Es gibt viel mehr schöne Naturwege, aber sie hat auch einige Schwächen. Anhand der Fotos kann man den hohen Anteil langer Geraden unter Kiefern nur schlecht nachvollziehen. (Adäquat viele Fotos davon hochzuladen will ich ja niemandem zumuten.) Ich versuche diese Abschnitte immer als so eine Art sportliche Trainingseinheiten zu sehen, wo ich mich darauf konzentriere das Wandertempo und die Durchschnittsgeschwindigkeit zu erhöhen. Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass es mehr Spaß macht, wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist.

      • 4 days ago

  2. peacemaker_fx went for a hike.

    May 14, 2020

    05:09
    17.5 mi
    3.4 mph
    675 ft
    675 ft
    Jürgen, Pascal Hug and 2 others like this.
    1. peacemaker_fx

      So richtig begeistert hat mich dieser Abschnitt des E10 nicht. Vor allem lag es an dem wirklich sehr hohen Anteil an Platten- und Asphaltwegen. Nicht nur sehen natürliche Wege einfach schöner aus - Gras, Blumen und Kräuter haben zumindest eine Chance, sich auf den seltener begangenen und befahrenen Stellen auszubreiten - sondern ich habe außerdem den Eindruck, dass der weiche Untergrund wesentlich weniger belastend für die Muskeln und Gelenke ist. Zudem locken solche autotauglichen Feld- und Waldwege leider auch Autofahrer an, welche dort ohne die Furcht ihre Auspüffe zu verlieren oder sich die Ölwannen aufzureißen durch die Pampa cruisen können.
      Von der Wegqualität des E10 mal abgesehen, liegt die flache Luchlandschaft im Norden des großen Sperenberger Forstes einigermaßen abseits größerer Verkehrsrouten, sodass es unterwegs durchaus Stellen gibt, wo kein Auto, kein Moped, kein Rasenmäher, kein Bagger, kein Gehämmer und auch sonst keine Zivilisationsgeräusche zu hören sind. Die Dörfer sind klein und ruhig; vermutlich zu weit weg von Berlin für größere Neubausiedlungsgebiete, die Felder und Weiden darum scheinbar endlos.
      Trebbin hat man auf dem E10 schnell hinter sich gelassen. Man unterquert die Eisenbahn, nächste rechts und nach wenigen hundert Metern steht man schon am Feldrand. Es geht ein Stückchen neben der Bahnlinie entlang, dann biegt der Weg in den Wald ab. Hier gibt es noch einen 'normalen' Waldweg. Dieser führt unweit des Waldrandes um den Bohlendammberg herum, der sich sagenhafte 15 Meter über die Niederung erhebt. Auf dem Weg zum nächsten Dorf, Klein Schulzendorf, kommt man in der Nähe eines Waldgehöftes vorbei, dessen Besitzer den Wanderweg aus welchen Gründen auch immer, mit Gittern abgesperrt hat. Scheinbar, damit man nicht auf seinem Zufahrtsweg entlangläuft. Statt die Wanderung enttäuscht abzubrechen und nach Hause zurückzufahren, hab ich es so wie alle anderen gemacht, und bin dem bereits deutlich erkennbaren Trampelpfad gefolgt, der 10 Meter neben den Absperrgittern den Fahrweg überquert. In Klein Schulzendorf habe ich nichts weiter Spannendes gefunden. Der ursprüngliche Ortskern des Angerdorfes ist noch gut zu erkennen. Eine Kirche gibt es nicht. Hinter dem östlichen Ende des Dorfes blickt man weit über die flachen Felder. Die Niederung eines älteren Urstromtals erstreckt sich von hier etwa 10 km nach Osten bis zum Mellensee. Da wird die 8 - 10 Meter hohe Brücke über die Bundesstraße 101, die unweit des Dorfes vorbeiführt, schon zu einem spektakulären Aussichtspunkt. Dahinter beginnt dann ein relativ neu gebauter, schnurgerader Plattenweg, der zwischen einer Energieholzplantage und einem mit kleinen Bäumen und Büschen flankierten Wassergraben in Richtung Lüdersdorf führt. An mehreren Stellen gibt es Übergänge über den sog. Quergraben. Hinter den Büschen rechts des Weges kann man einen schönen Blick über die grüne Ebene genießen. Am Ende des Plattenweges macht der Wanderweg einen Knick Richtung Lüdersdorf. Meiner Nase nach zu urteilen, hatte der Bauer seinen nebenliegenden Acker offenbar kürzlich mit Stallmist gedüngt, was diesem Wegabschnitt eine besonders deftig-würzige Note verlieh. Lüdersdorf hat auch keine Kirche. Dafür ist es ein stattlich, großes Rundlingsdorf. Nur zwei Straßendurchlässe unterbrechen den Häuserring. Es ist so groß, dass man beim Umrunden des Angers fast meinen könnte, er ist kreisförmig. In Wahrheit ist es aber eher ein krummes Ei. Sehr alt sind die Gehöfte wohl nicht, da das Dorf laut Wikipedia 1893 komplett abgebrannt und dann wieder neu aufgebaut worden ist. Fühlt sich aber nicht so an. Aus Lüdersdorf führt eine Asphaltstraße nach Süden bis zum Wald. Es ist der nördliche Rand des großen Kummersdorfer bzw. Sperenberger Forstes. Der war sehr lange militärisches Sperrgebiet. Zuerst wurde er von der Reichswehr, später der Wehrmacht und nach dem 2. Weltkrieg dann von der Sowjetarmee genutzt. Hier bekam ich endlich wieder Stück brandenburgischen Sandweg unter die Füße. Leider nur kurz. Der Wanderweg biegt bald rechtwinklig nach Osten ab und ist auf der gesamten Strecke bis Alexanderdorf mit einer dicken Schicht Schotter aufgeschüttet worden. Vermutlich damit die schweren Holzlaster besser durch den Wald fahren können. Zum Laufen ist es zwar immer noch angenehmer als Asphalt oder Betonplatten. Dafür ist der Anblick leider nicht so erquickend. (Ja, ich weiß. Immer was zu mäkeln.) Falls ich das nächste Mal in die Verlegenheit kommen sollte, hier entlangzuwandern, werde ich vermutlich einen der parallel verlaufenden kleineren Waldwege wählen. Da gibt es ein paar.Alexanderdorf habe ich nur am Rand gestreift, ohne mir den Ort weiter anzuschauen. Ich war sowohl auf dem 66-Seen-Wanderweg, als auch auf einer anderen, späteren Wanderung schon mal hier gewesen. An der bekannten Benediktinerinnenabtei St. Gertrud, welche sich in dem ehemaligen Gutshof am Dorfrand befindet, führt der Wanderweg nun gemeinsam mit dem 66-Seen-Weg in die weite, flache Ebene aus Weideland und Feldern. Unterbrochen wird sie nur durch die Hecken und Baumreihen entlang der zahlreichen Wassergräben. Vor der Trockenlegung muss diese ganze Gegend wohl ein ziemlicher unpassierbarer Sumpf gewesen sein. Ich bin mir relativ sicher, dies ist auch der Grund dafür, dass alle Feldwege mit Betonplatten befestigt worden sind. Begrenzt wird die große Fläche in der Ferne von Wäldern und Hügeln. Etwa zwei Kilometer hinter Alexanderdorf knickt der E10 nach Osten ab, während der 66-Seen-Weg weiter geradeaus nach Norden läuft. Die nächsten menschlichen Siedlungen und Straßen sind hier weit genug entfernt, dass deren unvermeidliche Begleitgeräusche fast gar nicht bis hier her vordringen. Bis auf das Zwitschern der Lerchen und weiterer Singvögel (ich hab leider sogut wie keine Ahnung davon) sowie das Rauschen des Windes war kein anderes Geräusch zu hören. Es ist komisch, aber zuerst fühlt es sich so an, als wenn es ganz still ist und man horcht, ob nicht doch irgendwo weit weg ein Moped knattert, ein Rasenmäher brummt oder ein Traktor grummelt. Erst nach einer Weile, wenn da nichts kommt, fängt man nach und nach an die Naturgeräusche intensiver wahrzunehmen. Und mit einem Mal sind sie ganz nah und präsent, einige auch richtig laut und man merkt, dass sie eigentliche schon die ganze Zeit da waren. Man hat nur nicht richtig hingehört. Es geht eine ganze Weile auf den Plattenwegen weiter. In der Nähe von Rehagen trifft man auf den Schneidergraben, dessen Verlauf man dann folgt. Wenn man den Wald erreicht hat, ist es nicht mehr sehr weit bis zum Ort Mellensee. Neben einer Wegbiegung sind zwei kleine Teiche, die durch eine schmale Landbrücke voneinander getrennt sind. Wahrscheinlich sind es alte Ton- oder Torfstiche. Nach 5 km harten Betonplattenweg habe ich die kleine Extrarunde um die Teiche durch weichen Sand und Modder so genossen. Eine richtige Erholung für die Füße. Kurz vor Erreichen des Dorfes gibt es aber auch noch einen weiteren, angenehmen Abschnitt auf unbefestigtem Waldweg. Anschließend läuft man neben der Bundesstraße durch den Ortsteil von Mellensee, der sich westlich der ehemaligen Bahnstrecke befindet. Die Häuser sind fast alle recht große Villen, zum Teil aus dem 19. Jh. viele aber jünger, einige ganz neu und modern. In der Nähe der Brücke, wo der Nottekanal in den Mellensee mündet ist ein sehr großes Gebiet neben der Straße freigeräumt worden. Ich nehme mal an, dort wird ein neues Wohngebiet entstehen. Wegen Corona war außer des Supermarktes alles noch zu. Hier wäre sonst eine kleine Erquickung im Biergarten ganz nett gewesen. Daher habe ich mich nicht weiter aufgehalten und den letzten Teil der Wanderung in Angriff genommen. Der Weg neben dem Kanal ist zwar nicht so abwechslungsreich, aber ich mag ihn trotzdem ganz gerne. Besonders gefallen mir die schönen alten Bäume die ihn auf beiden Seiten säumen. In Zossen hatte ich noch eine Dreiviertelstunde Zeit, bis der nächste Zug nach Berlin ging. Daher bin ich noch mal kurz über den Marktplatz geschlendert in der Hoffnung, dort vielleicht ein kleines Eis zu ergattern. War aber nix. Kein Eiscafe und kein Eisverkäufer auf dem kleinen Wochenmarkt. Nun gut, es war ja Donnerstag und mit vielen Besuchern können die Zossener wohl an so einem Tag nicht rechnen. Immerhin, 'ne Currywurst hätte es gegeben.Eine kleine Enttäuschung wartete zuhause noch auf mich, als ich bemerkte, dass mein Handy ca. ein Drittel aller Fotos gelöscht oder fehlerhaft abgespeichert hat. Vor allem vom Ende Wanderung fehlten leider viele. Was mir auf der Wanderung alles nicht so gefallen hat, hab ich ja schon geschrieben. Ich bin trotzdem mit einem guten Gefühl wieder nach Hause gefahren. Dieser etwas abgelegene Landstrich hat durchaus seinen Charme und besticht durch seine Weite und Ruhe.

      • May 18, 2020

  3. komoot, Heiner and 62 others like this.
    1. Frank Meyer

      Dear hiking friends,this time I would like to encourage you to a very special hiking event that I worked out together with the komoot community management.In view of the restrictive external circumstances, the aim is to strengthen the cohesion of the community and to set up a joint virtual tour. The principle is as follows: At the start I hike a tour from A to B, one of you then hikes from B to C, the next person from C to D etc.I hope that we can manage a tour as a 'virtual hiking group' every day until the end of May. This event should be about participants from the greater Berlin / Potsdam area, of course you can also travel to contribute a stage.Which route you hike and how long it is entirely up to you, you just have to take your own starting point from the end point of your respective predecessor. It is definitely not a question of 'higher-faster-further' and measuring your strength, but that each participant is actually part of the matter and makes his or her individual contribution to the overall result.-----The following rules apply:
      - for sure this is a 'fun event', please go about it with the necessary seriousness and think in terms of community
      - Your stage should be at least three kilometers long, there is no limit to the top, but please do not overdo it
      - please only contribute A-to-B stages, no round trips
      - The destination of your stage should be easily accessible by local or regional public transport. This helps you as well as the person who has to continue at the point.
      - After completing your stage, please put it online at komoot as soon as possible, so that the following person has enough time to plan your own stage. You can then edit images, etc.
      To allocate the 'slots', i.e. the daily allocations:
      I set up a doodle at: doodle.com/poll/rpv6ycvbue9xt7zb
      If you are interested in this campaign, please register there. You only enter the name under which you are active at komoot, I do not need any further data. Pick your desired day and send the form. The following applies: first come, first served and free choice. Please only grab a free 'slot' if you actually intend to hike your stage that day.
      I will start on May 15th. starting at the komoot HQ in Potsdam, you can then from 16.05. until May 31 continue. If there is a lot of demand and if all days are quickly allocated without gaps, we may extend the campaign.Should you still not be able to meet your specified date, send me an email to mail@wandern-berlin-brandenburg.de so that I can release the day again for other interested parties. If necessary, I will step in in the event of short-term failures so that the chain does not break.-----I am looking forward to your feedback and hope that numerous participants will be there. I sent an invitation to this virtual event to some of you who I follow and who are hiking in the Berlin area. All others who read here are of course also invited. As always, feel free to share your opinion and ask questions here in the comments or contact me by email at mail@wandern-berlin-brandenburg.de-----
      Here are all participants and the links to their profiles:
      May 15 Frank Meyer & Joe Penner | komoot.de/user/42689717614 | komoot.de/user/529933652248
      May 16 Kerstin & Francesca | komoot.de/user/106663589195 | komoot.de/user/280261894979
      05/17 Heiner | komoot.de/user/399298564319
      May 18 Andree Sadilek | komoot.de/user/229743605430
      May 19 espunkt kapunkt | komoot.de/user/52102416230
      20.05. erwin | komoot.de/user/982017399835
      May 21 BJN | komoot.de/user/519390230912
      May 22 Anette | komoot.de/user/215072986915
      May 23 Silvia | komoot.de/user/817991639627
      May 24 Lutz - Berlin | komoot.de/user/540770624890
      25.05. Cornell Paasche | komoot.de/user/74543805484
      May 26 Frank from Hönow | komoot.de/user/781238153582
      May 27 Kathrin | komoot.de/user/459499716189
      28/05 Mandy | komoot.de/user/324056590384
      05/29 Olaf 1 / Omega | komoot.de/user/750590984417
      May 30 Thomas from EF | komoot.de/user/583434682771
      May 31 Lucy Lu | komoot.de/user/706698682525
      01.06. Frank Meyer | komoot.de/user/42689717614
      Here is the link to the overall collection in my profile:
      komoot.de/collection/935601/-virtuelle-komoot-staffelwanderung-grossraum-berlin-potsdam-mai-2020

      translated byView Original
      • May 11, 2020

  4. peacemaker_fx went for a hike.

    May 2, 2020

    07:40
    25.4 mi
    3.3 mph
    2,150 ft
    2,150 ft
    Pascal Hug and Sven like this.
    1. peacemaker_fx

      Unfortunately I did not manage to sit down in time and write something about the hike. Now, after a month, it's a little late for that. Therefore, this time without text. (03/06/20)

      translated byView Original
      • 3 days ago

  5. peacemaker_fx went for a bike ride.

    April 26, 2020

    05:07
    80.0 mi
    15.6 mph
    2,750 ft
    2,700 ft
    Rosefahrer, Thomas aus EF and 39 others like this.
    1. peacemaker_fx

      Today no photos and no tour description. The goal of the trip was to deliver a birthday present to a friend who lives on the edge of the Oderbruch. The way back and forth was sport.
      In fact, sometimes it was really difficult for me to dash through the magical spring world without stopping and taking photos. But, may be sometimes. Today I have a nice muscle ache.

      translated byView Original
      • April 27, 2020

  6. peacemaker_fx went for a bike ride.

    April 21, 2020

    06:37
    74.3 mi
    11.2 mph
    2,150 ft
    2,200 ft
    DonDeddy, Gerd and 74 others like this.
    1. peacemaker_fx

      "Die Havel" könnte die Überschrift für das erste Drittel meiner abschließenden Etappe des Rund-um-Berlin-Radweges lauten. Wenn man den Havelkanal mitzählt, sogar mehr als die Hälfte. Von Hauptbahnhof in Potsdam, dessen Südseite momentan von einer unübersichtlichen Baustelle flankiert wird, ging es über die Templiner Vorstadt recht schnell aus der Stadt hinaus ins Grüne. Der Radweg neben der Templiner Straße ist tipptopp in Ordnung und bei dem wolkenlosen, strahlenden Morgenhimmel blitzte der der Templiner See mit einer fast schon unnatürlich-blauen Intensität durch das frische Grün der Büsche und Bäume am Ufer. An dem hübschen kleinen Schlösschen in Caputh war ich bereits mehrmals gewesen. Ist aber nie zu schade, dort einen kleinen Stopp einzulegen. Bis zu der Fähre über das Caputher Gemünde, wie die Verbindung von Templiner und Schwielowsee genannt wird, war ich hingegen noch nie vorgedrungen. Da war es schon ein wenig schade, dass ich aufgrund der eingeschränkten Fährzeiten den Umweg über die Eisenbahnbrücke nehmen musste. (Immerhin ist diese in Sichtweite, man kommt mit dem Rad hinüber und ich musste nicht den halben Templiner bzw. den ganzen Schwielowsee umrunden, um zur anderen Seite zu gelangen.) Auf einer kleinen Nebenstraße fährt man am Nordufer des Schwielowsees bis zur Baumgartenbrücke, wo erneut die Havel überquert wird. Durch Werder bin ich heute mal nur durchgezischt, hab nicht mal einen Fotostopp gemacht und bin bis Phöben auf dem schönen breiten Radweg durchgeradelt.
      Hinter Phöben war jedoch erst einmal Schluß. Das Stück Radweg zwischen Dorf und dem 500 m außerhalb liegenden Wiesengut ist gesperrt. Was genau da gemacht wird, konnte ich nicht erkennen. Wege- bzw. Straßenbauer waren die Arbeiter aber nicht, wie mir schien. Sahen eher nach Elektriker aus. Sie hatten ihre Transporter so auf dem schmalen Weg platziert, dass man sich nicht mal mit dem Fahrrad rechts oder links daran vorbeischlängeln konnte. Das Gelände beiderseits des Weges ist zu sumpfig und voller Wasserlachen, als dass man dort an der gesperrten Stelle vorbeikäme. Also blieb keine Wahl als umzukehren und den 3,5 km langen Umweg über die Landstraße zu nehmen.
      Bis zur Ketziner Fähre fährt man auf dem Haveldeich. Für mich ist so eine Flusslandschaft das Schönste, was ich mir vorstellen kann. Klingt wahrscheinlich ziemlich kitschig, aber diese offene, flache Weite mit den vereinzelten Baumgruppen oder einzelnen knorzigen Solitärbäumen, am ruhig dahinfließenden, scheinbar ewigen Fluss lässt mir das Herz aufgehen. Beim Ein- und Ausatmen scheint ein halber Liter mehr Luft in die Lunge zu passen. Der Kopf wird frei von störenden Gedanken. Eine Art staunender Bewunderung erfüllt mich. Wenn dann noch so sonniges, klares Wetter ist, wie heute, der Wind von hinten kommt und ich auf meinem Rad sitze, kommt es mir vor wie fliegen. Die Ketziner Fähre war zum Glück geöffnet. Die dritte Havelüberquerung heute. Da ich einen kleinen Blick auf das kleine Städtchen werfen wollte, hab ich die Radroute vorübergehend verlassen. Ein beschaulicher, kleiner Ort. Im Süden und Westen der Fluss und im Osten die Hügel verleihen der Stadt den Eindruck von Abgeschiedenheit und Ruhe. Es scheint, als wenn die Zeit hier langsamer verrinnt. Na ja, vielleicht war ich auch noch ein wenig gefangen von der zuvor durchquerten Landschaft. Nun hieß es jedoch Adieu sagen zum Fluss. Über Paretz geht es von Ketzin hügelig nach Falkenrehde und weiter nach Buchow-Karpzow. Über den Breiten Berg bei Paretz führt ein glatter, gepflasterter Feldweg und neben den Straßen gibt es gute Radwege. Wegen der Richtungsänderung ab Ketzin war jetzt eine erhöhte Beinarbeit gegen den Nordostwind erforderlich. Vor dem gibt es dort wenig Schutz aber die Temperaturen waren im Gegensatz zur vorherigen Etappe durchaus angenehm. Warum man die Radroute über Priort und Elstal nach Wustermark gelegt hat, leuchtet mir nicht ein. Es ist ein Umweg (was mir egal ist) durch die etwas unattraktive und nichtssagende Gegend rund um die Autobahnauffahrt Spandau (was mich schon eher stört). Rechter Hand erstreckt sich zwar die Döberitzer Heide. Man sieht jedoch nichts davon. In Wustermark hab ich mich im Supermarkt kurz entschlossen mit Zutaten für ein kleines Picknick eingedeckt. Bis ich dazu kommen sollte, war es aber noch ein Stück hin. In Brieselang hab ich mich durch ein am Straßenrand aufgestelltes Umleitungsschild für Radfahrer etwas durcheinanderbringen lassen und bin daraufhin ein wenig durch diese langweilige Wohnsiedlung gekreuzt, bis ich am Bahnhof die Radroute wiedergefunden hatte. Schon am Ortsrand beginnt der waldige Teil der heutigen Strecke. Hinter der Überquerung des Havelkanals bei Alt-Brieselang beginnt das Ländchen Glien. Der Radweg verlässt die Straße und biegt auf einen gut befahrbaren Waldweg mit losem Untergrund in die Blütenheide ein. Ein sehr schönes und abwechslungsreiches Gebiet aus Nadel-, Laub- und Mischwaldabschnitten. Noch einmal geht es kurz über die offene Luchfläche bei Pernewitz, bevor der Wald mit nur einer Unterbrechung bei der Durchquerung von Pausin für lange Zeit zum Begleiter wird. Fast 15 Kilometer führt der Weg durch das riesige Gebiet des Krämer Waldes. Der Untergrund besteht auch hier meist aus losem, festgefahrene Waldboden. Ein Teil der Alten Hamburger Poststraße, welche quer hindurchführt, wurde offenbar vor nicht allzu langer Zeit mit Schotter befestigt. Es radelt sich deutlich besser, als ich es von vorher in Erinnerung hatte, gleichzeitig nimmt es dem Weg jedoch auch ein wenig von der seiner Natürlichkeit. Nichtsdestotrotz ist die Strecke durch den Krämer der naturnahste Abschnitt heute. Es gibt keine Stelle, die weiter von Stadt, Dorf, Straße und Autos oder sonstigen Errungenschaften der Zivilisation entfernt ist.
      Mitten im Wald ist ein Rastplatz. Er heißt Ziegenkrug. Einst befand sich hier die gleichnamige Poststation der Brandenburgisch-Preußischen Staatspost. Daran erinnert bis auf den Namen längst nichts mehr. An diesem schönen, ruhigen Ort habe ich dann endlich mein geplantes Picknick in Angriff genommen. Normalerweise mache ich sehr selten längere Pausen, wenn ich alleine unterwegs bin. Da wird mir schnell langweilig. Heute konnte ich es genießen. Dem Gebrummel und Gesumme der Insekten und dem Gezwitscher der Vögel zuhören, dem Rauschen des Windes. Keine anderen Geräusche. Kein Mensch kam vorbei. In der Nachmittagswärme ein wenig vor sich hin zu träumen. Das war schön. Man wird schon ein wenig schlaff nach 85 Kilometern Fahrrad fahren, 'nem Bier und 'ner halben Stunde Inaktivität. Noch lagen aber 35 Kilometer vor mir. Ein wenig zäh, wieder in die Gänge zu kommen.
      Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass ich hier ein ganzes Stück gar nicht der Rund-um-Berlin Tour gefolgt bin. Es lag aber nicht am Bier sondern ich hatte es beim Zusammenklickern der Tour in Komoot schon falsch gemacht. Daher bin ich, statt den Bogen über Klein Ziethen, Staffelde, Kremmen und Schwante nach Vehlefanz zu fahren, bis zum Ende des Krämer Waldes weiter geradeaus geradelt und sozusagen entgegengerichtet zur Route, von Staffelde direkt nach Vehlefanz, ohne Kremmen. Hm, blöd.Für mich ging es also bis zu Landstraße in der Nähe der Autobahnauffahrt Kremmen. Dort ist der Krämer Wald zu Ende. Die verbleibende Strecke führt nun wieder fast ausschließlich über Felder und Wiesen. Wie gesagt, folgte auf meiner Strecke als erster Ort Staffelde. Ein hübsches Dorf, wie ich finde. Das Gutshaus leuchtet frisch saniert in rot und weiß. Gegenüber, rechts bzw. links der Dorfstraße die alte Posthalterei mit der interessanten Vorlaube und die kleine Dorfkirche. Diese ist hier mal nicht von einer Friedhofsmauer umgeben sondern steht frei. Auf einer von Alleebäumen gesäumten kleinen Landstraße ging es durch eines der drei brandenburgischen Orte die den Namen "Groß-Ziethen" tragen (wenn auch jeweils ein wenig unterschiedlich geschrieben). Anschließend weiter auf dieser schmalen Allee nach Vehlefanz. Ein wenig geärgert habe ich mich, dass ich nicht den Radweg am Ufer des Mühlensees genommen habe, weil der wirklich sehr schön ist. Da war ich ja noch der Meinung, dass ich mich auf der Rund-um-Berlin-Strecke befinde und bin den Radwegweiserpfeilen nachgefahren. Die gehörten aber offenbar nicht zu meiner Route. Überhaupt waren die bunten "Rund um Berlin" Markierungen heute rar. Aber auch die Originalroute lässt den See außen vor, wie ich später festgestellt habe. Die verbleibenden Kilometer führen über Bärenklau und Leegebruch nach Oranienburg. Nicht mehr besonders spannend. Es wird zunehmend städtischer und verkehrsreicher. Immerhin gibt es zumindest außerorts überall straßenbegleitende Radwege, sodass man dort entspannt fahren kann. Auch Oranienburg hab ich heute nur durchquert ohne auf irgendwelche Sehenswürdigkeiten zu achten. Ich war schon ein paar mal hier und es war heute nicht dran. Interessant für mich war nur der Bahnhof. Momentan fahren keine S-Bahnen zwischen Birkenwerder und Oranienburg. Vor dem Bahnhofsgebäude stehen die Busse des Ersatzverkehrs, die aber bekanntermaßen keine Räder mitnehmen. Die Regionalbahn hält zum Glück. Und die ist sowieso schneller. Mir hat diese Etappe wirklich viel Spaß gemacht. Trotz Umwegen wegen gesperrter Fähre und Baustelle sowie meines Patzers bei der Routenplanung. Die gesamte Route ist einwandfrei fahrbar. Es gibt wirklich nur kürzeste sandige Stellen, wo man mal ein wenig vorsichtiger sein muss. Die Landschaft ist abwechslungsreich und recht klar gegliedert in das wasser- und seenreiche Gebiet der Havel, die trockene, offen Hügellandschaft der Nauener Platte und den großen Krämer Wald im Ländchen Glien. Am Ende überquert man noch das Kremmener Luch, den südlichsten Zipfel des Rhinluchs. Wieder eine flache, offene Ebene.

      • April 23, 2020

  7. peacemaker_fx went for a bike ride.

    April 13, 2020

    04:45
    58.6 mi
    12.3 mph
    1,550 ft
    1,525 ft
    Dexter04, DonDeddy and 38 others like this.
    1. peacemaker_fx

      Den heutigen Teil der Radroute "Rund um Berlin" von Erkner bis Potsdam fand ich insgesamt nicht so attraktiv, wie die zuvor erkundeten nördlichen und östlichen Abschnitte. Vor allem lag das an dem relativ geringen Natur- dafür jedoch höheren Siedlungs und Straßenanteil. Ein wenig mag auch der teils recht straffe, kalte Gegenwind heute eine gewisse Rolle gespielt haben. Der wollte es mir ein wenig schwer machen, das Fahrradfahren zu genießen. In der Nacht vom Ostersonntag war eine Kaltfront von Norden eingefallen und hatte das freundlich-warme Fühlingswetter vertrieben. Der Morgen war nass, grau und kalt, sodass ich mich gedanklich eigentlich schon von einem Ostermontagsausflug verabschiedet hatte. Aber gegen Mittag verzogen sich die Wolken. Relativ kurzentschlossen bin ich also doch samt Rad in die S-Bahn nach Erkner. Die 90 km bis Potsdam sollten ja auf jeden Fall noch vor dem Dunkelwerden machbar sein.Nach der kurzen Strecke durch die kleine Stadt ging es bald auf der ruhigen Landstraße durch den Wald. Hier mal wieder einer der nicht allzu seltenen, skurrilen Richtungsanweisungen des Komoot-Navis. Aus dem Knopf im Ohr tönt "Jetzt rechts halten". Damit ist aber nicht gemeint, dass man in die schräg nach rechts abzweigende Nebenstraße einfahren soll, sondern, dass man nicht aus Versehen quer über die Straße auf einen kaum sichtbaren Waldweg nach links abbiegen soll. Sprich, die Route geht einfach geradeaus auf der Straße weiter. Komoot hat an solchen Stellen gelegentlich seltsame Ansichten was mit rechts, links oder geradeaus gemeint ist. An abbiegenden Hauptstraßen bin ich inzwischen schon besonders misstrauisch und hole oft vorsichtshalber das Handy raus, um die Karte zu studieren. Ansonsten fahre ich wirklich sehr gerne ausschließlich nach Sprachnavigation. Wenn ich mir das Handy an den Lenker montiere, erwische ich mich ständig dabei, dass ich immerzu nur auf die Karte starre, wie sich die kleine Markierung bewegt, statt die Landschaft zu genießen oder auf die Umgebung zu achten. Um die kleine Wohnsiedlung Jägerbude führt ein schöner Radweg am Waldrand herum und überquert anschließend die Spree. Nur etwa einen Kilometer entfernt von hier, hinter der Autobahn, soll die neue Tesla-Gigafactory gebaut werden. Beim Blick über die archaische Flusslandschaft der Spreewiesen kann man sich kaum vorstellen, wie das zusammenpassen kann. Die Spreeaue überquert man direkt neben der Autobahn. Sicherlich ist es hier normalerweise nicht so ruhig, wie zur Zeit. Dann macht der Radweg einen Knick nach Westen und bleibt bis Schmöckwitz grob in dieser Richtung. Durch Neu Zittau radelt man auf der Straße. Dahinter beginnt ein straßenbegleitender Radweg bis Wernsdorf und ein weiterer führt über den Schmöckwitzer Werder in das namensgebende Dorf. Hier führt die "Rund um Berlin"-Tour tatsächlich mal durch das Berliner Stadtgebiet, wenn's auch nur der äußerste Zipfel ist. Neuer Kurs. Über Eichwalde, Zeuthen und Wildau geht es wieder nach Süden bis Königs Wusterhausen. De facto die ganze Zeit durch Wohngebiete. Die Ortschaften stoßen nahtlos aneinander. Links der Straße, am Ufer der Dahmeseen, stehen viele große und repräsentative Villen, von denen die meisten wohl aus dem Zeitraum zwischen Gründerzeit und den 30er Jahren stammen. Rechts davon eher die Einfamilienhaussiedlungen des Berliner Speckgürtels. Manch einer hat sich hier durchaus ein kleines Schlösschen auf seine Parzelle gezimmert. Die Radroute verläuft anfangs auf einer recht gut fahrbaren Pflasterstraße. Ab Wildau gibt es einen Radweg, der auf der Karl-Marx-Straße durch die beeindruckende Schwartzkopffsiedlung führt. In KW nur ein kurzer Fotostopp am Schloss und dann war ich aber froh endlich wieder ein wenig durch’s Grüne fahren zu können. Der schöne Weg neben dem Nottekanal nach Mittenwalde ist nicht nur bei Radlern sondern auch bei Spaziergängern und Wanderern beliebt. Ziemlich verschlafen lag die Kleinstadt in der feiertäglichen Nachmittagssonne. Mehr als 3 Menschen sind mir nicht begegnet. Etwa die Hälfte der Strecke nach Groß Machnow legt man anschließend auf der Straße zurück, bevor man vom Radwegweiser auf einen Betonplattenweg über die Felder zu dem Dorf gelotst wird. Besonders erwähnenswert ist die prächtige Gutsanlage mit dem Uhrenturm, welche sich mitten im Ort, schräg gegenüber der Dorfkirche befindet. Heute ist in den ehem. Hofgebäuden die Schule untergebracht. Im Guthaus befinden sich verschiedene Gemeindeeinrichtungen.Nach einem kurzen Stück durch die Niederungswiesen erreicht man den Rand von Rangsdorf. Vorher kannte ich von Rangsdorf eigentlich nur den Teil, der sich in unmittelbarer Nähe des Sees befindet. Heute lernte ich, dass sich seine Ortsteile sich noch recht weit nach Osten ausbreiten und dass es nicht die hübschesten sind. Glücklicherweise folgte nach dem längeren Siedlungsabschnitt wieder ein wenig Natur. Durch den schönen frühlingshaften Wald ging es einmal um die Krumme Lanke herum, die langgestreckte nördliche Bucht des Rangsdorfer Sees. Vom nächsten kleinen Ort, Jühnsdorf, ging es über Blankenfelde und Diedersdorf nach Großbeeren. Außerhalb der Ortschaften gibt es auf der ganzen Strecke Radwege neben der Straße. Der kräftige, kalte Gegenwind machte sich hier auf der offenen Landschaft der Teltowhochfläche ganz schön unangenehm bemerkbar. Großbeeren ist schon von Weitem an dem bombastischen Gedenkturm zu erkennen, welcher 1913 zur Erinnerung an die Schlacht bei Großbeeren errichtet worden war, in der 100 Jahre zuvor, während der Befreiungskriege, die napoleonischen Truppen besiegt und an einer erneuten Besetzung von Berlin gehindert worden waren. Hinter dem Großbeerener Bahnhof macht der Rund-um-Berlin-Radweg einen Umweg. Statt den direkten Weg über die Landstraße nach Sputendorf zu nehmen, gelangt man auf einer schmale Nebenstraße neben der zweispurig ausgebauten Landstraße L40 zum Gut Markgraffshof. Ab dort folgt man einem Plattenweg am Waldrand nach Sputendorf. Verkehr war dort kaum. So ganz hundertprozentig sicher war ich mir nicht, ob die Routenführung, die ich für die Planung verwendet hatte, hier noch aktuell ist oder ob es hier einfach keine Beschilderung gibt. Bei Markgraffshof wird die geradeausführende Straße jedoch gebaut und ist gesperrt, sodass ohnehin keine Alternative zur Auswahl stand. Ab Sputendorf ging es dann allmählich in die Nutheniederung hinein. Flaches Land, feuchte Wiesen mit vielen Wassergräben. Um warmzubleiben bin ich die verbleibenden Kilometer über Schenkenhorst, Philippstal und Saarmund nach Potsdam rein so ziemlich ohne Anzuhalten durchgestrampelt. Die Strecke lässt sich gut fahren. Fast immer gibt es Radwege neben den Straßen. Ansonsten fand ich sie aber eher unspektakulär. Von Bergholz-Rehbrücke führt die Radroute ununterbrochen durch die Potsdamer Vorstädte entlang der Heinrich-Mann-Allee. Erst im Nachhinein habe ich gesehen, dass es links, etwas entfernt von der mehrspurigen Hauptstraße, einen vermutlich etwas schöner zu fahrende Radweg gibt. Ich bin auf dem normaler Radweg auf der rechten Seite geblieben. Verkehr gibt es ja gerade nicht viel. Daher war es in Ordnung. Insgesamt bin ich trotz wetterbedingter Widrigkeiten und wenig spannender Strecke ganz zufrieden damit, dass ich mich doch noch auf den Weg gemacht habe.

      • April 18, 2020

  8. peacemaker_fx went for a bike ride.

    April 11, 2020

    06:41
    76.1 mi
    11.4 mph
    2,300 ft
    2,275 ft
    Axellent, RaMona and 50 others like this.
    1. peacemaker_fx

      Vom Oranienburger Bahnhof geht's auf direktem Wege zur Brücke bei der Lehnitzer Schleuse und schon liegt die Stadt im Rücken. Cornonabedingt herrschte auf den Straßen quasi kein Verkehr. Angesichts des sonnigen Wetters und der angenehmen Temperaturen auf dem Radweg dafür um so mehr. Für mich ist der Weg am Oder-Havel-Kanal inzwischen schon ein alter Bekannter, so oft, wie ich ihn in der Vergangenheit bereits geradelt und gewandert bin. Sogar vom Wasser aus kenne ich ihn, als ich mit dem Paddelboot die Havel hinuntergeschippert bin. Von den Radrouten aus O-Burg nach Norden raus, ist er meiner Meinung nach auch der Schönste, in gewisser Hinsicht sogar alternativlos. Bei Friedrichstal ging es über die Brücke auf die andere Havelseite zum Grabowsee und weiter auf dem Malzer Weg nach Schmachtenhagen. Auf derselben Strecke war ich vor ziemlich genau drei Wochen bereits schon mal auf der schmalen Straße durch den Wald geradelt. Es ist schon erstaunlich, wie rasant sich die Natur seitdem entwickelt hat. Auch die Plattenwegstrecke über die Schmachtenhagener und Wensickendorfer Felder gehören zur "Rund um Berlin"-Tour. Nun ist mir auch klar, warum Komoot mich neulich hier entlanggeschickt hatte. Von Wensickendorf nach Wandlitz könnte man auch geradeaus an der Bundesstraße weiterfahren. Die Radroute macht jedoch einen Umweg nach Norden bis an den Ortsrand von Stolzenhagen. Das Stück Feldweg bis dorthin ist gleichzeitig auch Teil des 66-Seen Wanderweges. Anschließend geht es auf dem Radweg neben der Landstraße nach Süden zur B273 zurück. Man umrundet den westlichen Zipfel des Wandlitzsees, durchquert den historischen Kern des Dörfchens Wandlitz bevor es weiter um den See herum zum heutigen Zentrum des Ortes geht. Bevor ich früh gestartet war, hatte ich voller Optimismus Handtuch und Badehose eingepackt. So warm, wie ich es mir vorgestellt hatte, wurde es aber irgendwie doch nicht. Zumal man beim Radeln von der gemessenen Außentemperatur ja gut und gerne noch mal gefühlte 5-6 Grad abziehen kann. Aus dem geplanten Sprung in das Wasser des Liepnitzsees wurde also nichts.
      Der Radweg nach Bernau führt eine ganze Weile sehr schön über die Hügel durch den Wald, bevor er seinen Weg neben der Wandlitzer Chaussee fortsetzt. Zwei kleine Abstecher hab ich gemacht. Einmal zu dem architektonischen Denkmal der "Bundesschule des ADGB", die 1928-30 unter der Leitung der Bauhausarchitekten Hannes Meyer und Hans Wittwer entstanden ist. Heute Weltkulturerbe. Ich habe leider zu wenig Ahnung von Architektur als das ich wirkliche Begeisterung darüber empfinden könnte. Sieht von vorne aus wie eine Mischung aus Schule und Fabrik. Nach hinten erstrecken sich dreigeschossige Gebäudeblöcke mit winzigen, schießschartenartigen Fenstern. Meins ist es nicht.
      Zum anderen konnte ich es mir nicht verkneifen einen kleinen Schnappschuss von der Schlange der Wartenden zu knipsen, die Einlass in den Baumarkt begehrten. Ich hoffe ja sehr, dass wir so etwas nicht so bald wieder zu sehen bekommen, wenn das aktuelle Drama endlich überstanden ist.
      Durch Bernau bin ich ansonsten nur durchgerauscht. Hinter Börnicke dann endlich wieder ein wenig weg von der Straße. Gerade, wie mit dem Lineal gezogen, verläuft ein gut fahrbarer Betonplattenweg über die offene, flache Hochebene der Barnimer Feldmark nach Weesow. Die Landstraße nach Werneuchen und das Stück an der B158 nach Seefeld sind jeweils mit einem guten Radweg ausgestattet. Der "Rund um Berlin" Radweg macht auf dem Weg nach Strausberg hier einen riesigen Schlenker nach Südwesten über Krummensee und die ausgebauten Höfe von Trappenfelde. Ich finde die Wegführung hier nicht so besonders gelungen, insbesondere deswegen, weil es deutlich schöner zu fahrende Alternativen gibt. Auf dem Weg von Krummensee nach Trappenfelde gibt es ein längeres Stück, wo man sich zwischen Kopfsteinpflaster übelster Sorte in der Straßenmitte und tiefem Sand am rechten Rand entscheiden muss. Der Rest der Straße ist zwar asphaltiert, aber so schmal, dass jedes überholende oder entgegenkommende Auto zu Ausweichmanövern zwingt. Wegen der Reiterhöfe ist dort gerade am Wochenende überdurchschnittlich viel motorisierter Verkehr unterwegs. Man hätte die Route auf den super Radwegen von Seefeld über Blumberg nach Mehrow und von da auf der kleinen Nebenstraße hierher legen können, ohne die Strecke extrem zu verlängern. Zwischen Trappenfelde und Altlandsberg gibt ebenfalls als Alternative einen guten Radweg. Es ist absolut unnötig, da auf der Straße zu fahren. In Altlandsberg gab es schwarze Osterlämmer auf der Wiese und weiße Störche auf dem Strausberger Torturm und kurz hinter der Stadt folgte dann der naturnahste Abschnitt der gesamten heutigen Radtour. Beim Wohnplatz Wolfshagen verlässt man die Straße und erreicht nach kurzer Zeit den Wald. Das Naturschutzgebiet "Fredersdorfer Mühlenfließ, Langes Luch und Breites Luch" ist gekennzeichnet durch die vielen sumpfigen Bruchwälder und die kleinen Wasserläufe, die sich letztlich zum Fredersdorfer Mühlenfließ vereinen, welches bei Rahnsdorf in den Müggelsee mündet. Die einigermaßen niederschlagsreichen Wintermonate hatten hier zu dem üblichen Frühjahrshochwasser geführt, sodass sich sogar ein kleiner Bach seinen Weg quer über den Weg gebahnt hatte. Weiter Richtung Buchholz wurde es dann trockener und der Untergrund sandiger. Momentan gerade noch zügig befahrbar. Auch der Weg zwischen Buchholz und Wesendahl ist ein Feldweg mit losem Untergrund. Semioptimal für schmale, empfindliche Rennräder. Mit einem normalen Straßenfahrrad aber gut zu machen. Zwischen Wesendahl und Gielsdorf gibt ein keinen Radweg. Vielleicht kommt er ja irgendwann. Seit Jahren sehe ich in Gielsdorf das Transparent hängen "Politiker kommen und gehen, Radwege bleiben". Einen separaten Radweg neben der Straße nach Strausberg hinunter gibt es neuerdings. Ich glaube seit Spätsommer oder Herbst des vergangenen Jahres. Der "Rund um Berlin" nimmt jedoch die Strecke über Wilkendorf (ohne Radweg). In dem kleinen, seit damals allerdings stark veränderten Schloss Wilkendorf soll Theodor Fontane angeblich die Idee zu dem Roman Effi Briest entwickelt haben. Man kann es nur von Ferne durch den hohen Gitterzaun sehen. Es wird zum Luxus-Wellnesshotel umgebaut. Strausberg wird von den brandenburgischen Städten vermutlich nie zu meinen Favoriten zählen, auch wenn es dort ein paar schöne Ecken gibt. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass ich auf dieser Tour eine neue Variante entdeckt habe, wie ich weitgehend unbehelligt an der Stadt vorbeikomme. Den Weg über die Badstraße zum Zentrum war ich früher noch nie gefahren. Ist super. Dann blieb noch ein Kilometer durch die historische Altstadt und schon ging es auf der Strausseepromenade wieder durch's Grüne. Man könnte sie auch Knutschpromenade nennen, so viele junge und ältere Liebespaare, wie sie dort romantisch über das Wasser schauen. Die nächsten paar Kilometer ziehen sich scheinbar endlos durch die Wohngebiete von Hegermühle und der Strausberger Vorstadt dahin. Zum Radeln ist es völlig in Ordnung - neben der Hauptstraße gibt es einen Radweg oder man fährt auf einer ruhigen Wohnstraße abseits vom Verkehr - nur ein wenig langweilig. Erst die Bahnschranke über die Ostbahn markiert für mich das Ende des städtischen Bereichs und rundherum wird es wieder natürlicher und ländlicher. Nach Torfhaus geht es hinunter in's Annatal und bei Hennickendorf wieder hinauf. Die Straße wird dort gerade neu gebaut, aber eine Umleitung über den Wachtelberg ist für Radfahrer ausgeschildert. So kommt man zumindest am Kleinen Stienitzsee vorbei und kann den schönen Blick über das Wasser genießen. Die anderen beiden großen und sehr schönen Seen, die heute noch an der Strecke liegen - Stienitzsee und Flakensee - bekommt man quasi nicht zu Gesicht, obwohl man nur wenige Meter daneben entlangfährt. Zum Baden war es ja eh zu kalt und ich hatte daher auch keine Lust noch mal einen zusätzlichen Abstecher hinunter zu machen. Tatsächlich war es inzwischen schon halb sechs durch (Ganz schön herumgetrödelt heute.) Allmählich regte sich ein gewisser Wunsch nach Wärme und Essen und ganz allgemein danach wieder zu Hause anzukommen. Ein Eis in Hennickendorf: Energie für die letzten 15 Kilometer. Fotostopps nur noch ganz kurz, und ruck-zuck saß ich in Erkner in der S-Bahn.

      • April 14, 2020

  9. peacemaker_fx went for a hike.

    April 7, 2020

    04:21
    13.4 mi
    3.1 mph
    525 ft
    575 ft
    Joe Penner, Sven and 44 others like this.
    1. peacemaker_fx

      Always wonderful, the Briesetal. Now at the beginning of spring, just before the trees have really sprouted, it is light and warm down on the forest floor. Walk barefoot a few hundred meters along the soft, black moor floor of the path - wonderful. The breeze is well filled. The flooded mangrove-like quarry forest like from a picture book - no sign of lack of water, as remembered from past summers.I started from the Wandlitz train station and then passed the village, through the forest to Basdorf. I wanted to avoid the way through the village to avoid any inquiries from overzealous officials about the purpose of my presence so far from where I live. On the net you can read different interpretations of the permitted outdoor stays everywhere.
      I had actually expected the usual pine forest there, but was surprised by a really beautiful piece of forest from beech and mixed forest south of the main road. I have not found the source of the Basdorf trench on the map and as a Komoot highlight or it is currently dry.
      Between Basdorf and Zühlsdorf, I ran along the narrow strip of forest that separates the large fields west of Wandlitz and Basdorf. A chain of 3-4 meter high sand hills is hidden under the trees. When hiking, it seems as if they are arranged in a straight line one behind the other and at first you almost think that they have no natural origin. In some places it could also be an old railway embankment. But it is relatively certain not. On both sides you can see between the trunks into the expanse of the green fields.Later, near the Zühlsdorfer housing estate Fuchswinkel, the hills are over and the path crosses a wider forest area. There are pines here. Some paths have been trampled on by horses. A major tree felling auction was apparently in progress around Zühlsdorf. Until I reached Briesetal, I met three of these harvesters. Fortunately, they didn't work directly on my route, so I didn't have to make a detour. I couldn't escape the screeching, chugging and crackling noise they made.I had reached the breeze at the Zühlsdorfer Mühle. I stayed on the south side of the valley. I have hiked the opposite bank path several times, while I have only been here once, I imagine.
      At least at the beginning, the hiking trail runs a long way from the river and broken forest and is not particularly remarkable. Only at the level of the Forsthauses Wensickendorf, which is on the other side, will it become quaint. It really is such a beautiful, fascinating and somehow exotic-looking water and swamp world in the small valley. A world of its own. I am always impressed and cannot get enough of it. The whole thing is less than 20 km away from Berlin city center.
      The path winds all the way to the small forest settlement Briese near Birkenwerder. Sometimes close to the water, sometimes further away. The corona crisis with home office, short-time work and closed schools obviously makes it possible that, despite Tuesday, not a few people were on the move today. Komoot, on the other hand, was fed up and went on strike for a while. But in tough negotiations, I was able to convince them to continue participating. The goal was almost in sight.
      It was only when I was on the boardwalk through the moor that I saw the first migratory toads. I had been counting on them all day and had always looked and listened. The season is just beginning.
      The last section of the path led through Birkenwerder, past Lake Boddin to the S-Bahn station.
      This hike was (unfortunately) the only one I managed during my Easter Fasting Week this year. On my 6th day of fasting, I actually felt pretty exhausted and drained when I started running. The longer I was on the road, the better it got. In the end I could have hung 10 km. Someone said that the forest had no healing effects.

      translated byView Original
      • April 9, 2020

  10. peacemaker_fx went for a bike ride.

    March 27, 2020

    1. peacemaker_fx

      Nun war endlich mal die Wohlfühl-Radfahrtemperatur erreicht. Noch ganz im Wintermodus, bin ich viel zu warm eingepackt in Bernau aus der S-Bahn gestiegen. Knapp 5 Kilometer weit bin ich so gekommen, dann musste ich mich erst mal auspellen. Ach, war das anschließend ein tolles, leichtes Gefühl. Hinter den kleinen Flecken Albertshof bin ich von der aus Bernau kommenden Ausfallstraße auf eine kleine, ruhige Nebenstraße abgebogen und kurz darauf rechts auf einen sehr schönen Waldweg. Auf solchem festgefahrenen, feinen Schotter zu radeln, genieße ich zum Teil noch mehr als auf den asphaltierten Radwegen. Man kann zwar nicht so schnell fahren, aber sie wirken mehr wir natürliche Bestandteile der Landschaft, wohingegen den grau-schwarzen, glatten Radstrecken mitten im Grünen manchmal etwas Fremdkörperartiges anhaftet. Kurz nach Verlassen des Waldes kam ich in Danewitz raus. Mitten im Dorf steht eine sehr schön restaurierte, historische Schmiede. Bis 1974 war sie noch als Hufschmiede in Betrieb. Heute dient der Raum kulturellen Veranstaltungen. Von Danewitz führte die Tour dann am hügeligen Rand des Biesenthaler Beckens hinauf zur Stadt, die ich jedoch nur schnell durchquert habe. Den Berlin-Usedom-Radweg an der Wehrmühle vorbei bin ich schon so oft gefahren, wohingegen ich mich nicht erinnern konnte, schon mal bei den beiden Wukenseen gewesen zu sein. Sie befinden sich gleich am Stadtrand von Biesenthal. Es gibt einen kleinen Uferweg am Großen Wukensee, den man vorsichtig auch mit dem Rad entlangfahren kann. Einen guten Blick auf’s Wasser bekommt man von der Ost- und Nordseite her nicht. Die Badeanstalt ist umzäunt und alle Stege am Ufer sind privat und mit Verbotsschildern versehen. Dazwischen Bäume und Schilf - keine freie Sicht. Am kleinen Wukensee hingegen dagegen gibt es eine sandige Liegewiese mit frei zugänglicher Badestelle. Um wieder zur ursprünglichen Richtung zurückzukehren sowie den Entdeckergeist herauszufordern, hieß es jetzt ein paar Kilometer Waldwege zu absolvieren. Im Hochsommer ist hier mit dem Rad vermutlich kein Durchkommen mehr. Da wird alles zum bodenlosen Sandkasten. Momentan hatten die Wege noch genug Winterfeuchtigkeit aufgesogen und dementsprechend eine größtenteils befahrbare, feste Oberfläche. Besonders bemerkenswert war das durchquerte Waldgebiet nicht. Kiefern, kleinere Bestände anderer Nadelbäume. Hinter einem Hügel fand ich mich dann auf dem asphaltierten Berlin-Usedom-Radweg wieder, der mich das Stück über die A11 bis zur Grafenbrückschleuse begleitete. Auch wenn der Schleusengraf natürlich geschlossen hat, waren rundherum doch einige Radfahrer und Spaziergänger zu sehen. Von der alten Schleuse bog ich in Richtung Marienwerder ab und fuhr auf dem idyllischen Radweg am Finowkanal bis zum Dorf. Im Unterschied zu vorherigen Touren, bin ich heute mal über die Brücke auf die andere Kanalseite gewechselt, statt dem Radweg am Wasser weiter geradeaus zu folgen. Am gegenüberliegenden Ufer befindet sich das Zentrum des Ortes, der vom Alten Fritz 1754 als Spinnerdorf gegründet worden war, mit der Kirche auf einem runden Platz in der Mitte. Die Idee die preußische Wollwirtschaft durch Heimspinnereien anzukurbeln hat hier nicht funktioniert und die Einwohner profitierten mehr von der günstigen Lage am Finowkanal, welcher Anfang des 19. Jh. zu einer Hauptverkehrsader des Königreichs geworden war. Aus Marienwerder hinaus habe ich die Landstraße genommen. Im Nachhinein wäre es wohl die schönere Strecke gewesen, wenn ich zur Brücke zurückgefahren und den Radweg am Kanal genommen hätte. An der Brücke bei der Ruhlsdorfer Schleuse treffen Radweg, Finowkanal und Straße wieder aufeinander. Für mich ging von dort nach Süden weiter. Ein Radweg neben der Straße brachte mich nach Ruhlsdorf und ein weiterer anschließend zwischen Bernsteinsee und Ruhlesee hindurch nach Sophienstädt. Kleine halbwegs unverbaute Dörfer zwischen Wald und Feldern.
      Ein hoppeliger Waldweg zweigt ein paar hundert Meter hinter Sophienstädt rechts von der Straße ab. Er führt in der Nähe des Mittelprendener Sees und des Bauersees durch ein schönes, abwechslungsreiches Waldgebiet. Die beiden Seen werden durch das Pregnitzfließ verbunden. Dem war ich vorher schon an der Grafenbrücker Mühle begegnet. Sehen kann man die Gewässer auf dem ausgeschilderten Weg nur von Ferne. Daher bin ich am Bauersee zum Uferweg gewechselt und auf diesem bis Prenden weitergefahren.
      Nach einem Abstecher zu dem dicken Prendener Fachwerkkirchturm hab ich auf die Uhr und auf die Kilometer geschaut und bin dabei zu zwei Erkenntnissen gelangt. Erstens, dass ich erst auf der Hälfte der geplanten Strecke war und zweitens, dass ich bisher offenbar reichlich herumgetrödelt hatte. Also neue Devise: Ein wenig in die Pedalen klotzen und nicht immerzu anhalten und Fotos machen. Die schönen Radwege von Prenden nach Klosterfelde und von Klosterfelde nach Stolzenhagen machten das Fortkommen leicht, schnell und angenehm. Spätestens ab Basdorf war das Gefühl von Über -abgelegene-kleine-Dörfer-durch-die-Natur-Radeln und dann passé. Der Freitagnachmittagsverkehr rollte lärmend die Landstraße auf und ab. Um dem ein wenig aus dem Weg zu fahren, bin ich von Schönwalde nach Gorinsee hinüber (prima Gegenwind) und habe den Weg durch die ehemaligen Rieselfelder bei Hobrechtsfelde genommen. Hier am Berliner Stadtrand waren Himmel und Menschen unterwegs. Ich kann es so gut verstehen, dass man es bei diesem schönen Wetter nicht zu Hause aushält und hoffe sehr, dass uns diese Freiheit über die nächsten Wochen erhalten bleibt. Der Rest der Tour führte dann von Buch bis Pankow auf dem schon hunderte Male in beiden Richtungen absolvierten Pankeradweg entlang. Eine kleine Umleitung in Blankenburg gab es, die ich noch nicht kannte. (Ich war wirklich lange nicht mehr mit dem Rad unterwegs.) Die Königsteinbrücke wurde im Zuge der Erneuerung der A114 abgerissen und soll neu gebaut werden. Daher wird der Radverkehr zur Hebammensteigbrücke umgeleitet. Alles vorbildlich ausgeschildert. Eine weitere Sache, die ich sehr genieße, ist, dass man inzwischen keinen Stress mehr hat, noch vor dem Dunkelwerden wieder zu Hause anzukommen.

      • March 29, 2020

About peacemaker_fx

Radfahren, Wandern, Paddeln, Joggen - Ich bewege mich gerne und bin gerne draußen in der Natur, möglichst weit weg von Autos und Motorenlärm. Mindestens einmal pro Woche versuche ich, der Stadt den Rücken zu kehren. Klappt nicht immer, aber oft. Meistens solo, ab und zu mit Freunden.
Eine sportliche Herausforderung ist fast immer mit dabei. Ich versuche aber diese nicht die Oberhand gewinnen zu lassen, sondern bewusst das Unterwegssein selbst als Erlebnis zu verstehen und zu gestalten. Klappt auch nicht immer, aber oft.
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