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[ Berlin ] ✪ SkulpTour | durch die ✪ Wuhlheide und entlang der ✪ Spree und ✪ Dahme | von ✪ Karlshorst nach ✪ Köpenick
„Skulptur ist die Kunst der Buckel und Höhlungen, die Kunst, die Formen im Spiel von Licht und Schatten darzustellen.“ Das sagte einst der französische Bildhauer ✪ Auguste Rodin, mit dem Ende des 19. Jahrhunderts das Zeitalter der modernen Plastik und Skulptur begann. Und so war heute nicht alles Gold was glänzt, sondern ✪ Bronze. Stehen ja sonst meist die Landschaft und ihre tierischen Bewohner im Fokus, ging es für ✪ Fiete und mich heute auch an einer Vielzahl ✪ dreidimensionaler Werke der ✪ Bildenden Kunst vorbei. Es ging auf eine ✪ SkulpTour, von ✪ Karlshorst bis nach ✪ Köpenick Ok, zugegeben… die ✪ Kunstbanauserei lässt grüßen! Kunstgeschichtlich ging es natürlich auf eine ✪ Plastik, doch da mir dazu kein sinnhaftes ✪ Wortspiel einfiel, entschied ich mich titelwirksam für die ✪ künstlerische Freiheit – und damit etwas schamlos für die synonyme Verwendung von Skulptur und Plastik. Entsprechend warteten heute – neben einer wohlbekannten und immer wieder gern begangenen Strecke – auch stolze ✪ 19 Bronzeplastiken auf Bewanderung und Bewunderung, die von verschiedensten ✪ Bildhauern in einem Zeitraum von 110 Jahren – von 1897 bis 2007 – geschaffen wurden. Malerisch war das Wetter, ✪ denkmalerisch die ersten beiden Kunstwerke. In der Nähe des S-Bahnhofs Karlshorst portraitiert eine überlebensgroße, von ✪ Walter Howard geschaffene Figur, den Arbeiterführer und Mitbegründer des Spartakusbunds ✪ Hermann Duncker und anschließend erinnert an der Trabrennbahn Karlshorst ein Werk von ✪ Willibald Fritsch – ein in idealisierter Nacktheit dargestellter Jüngling auf einem voranschreitenden Vollblut – an die im Ersten Weltkrieg gefallene Mitglieder der ✪ Rennreitergarde. Dann hatte die Kunst fürs Erste wieder Pause, denn es folgte die ✪ Wuhlheide und damit verbunden auch ein temporärer ✪ Motivwechsel. Vom Bronzeguss zum Federkleid, von den Werken der bildenden Kunst zum kunstvollen Werk der Natur. Der einstige ✪ Pionierpark Ernst Thälmann hat nicht nur eine wundervolle ✪ ornithologische Vielfalt zu bieten, sondern auch plastische ✪ Kunstwerke. Den Anfang machte der ✪ Knabe mit Essnapf, ein verkleinerter Nachguss des ✪ Buchenwaldjungen aus ✪ Fritz Cremers „Buchenwaldgruppe“. Orientiert an Auguste Rodins „die Bürger von Calais“ plante Cremer mit Unterstützung von ✪ Bertolt Brecht eine aus 11 Figuren bestehende Bronzeplastik, die seit 1959 als Mahnmal in der Gedenkstätte Buchenwald an die Opfer des Konzentrationslagers erinnert. An den Pionierpark wiederum erinnert ein Stück weit das von ✪ Hans Kies geschaffene Pionier-Denkmal ✪ Aus der Asche unserer Toten und – noch ein Stück weiter – stehen ✪ Heinrich Drakes wunderschöne ✪ Zwei Fohlen auf der Wiese. Anschließend ging es ans Wasser – entlang von ✪ Spree und ✪ Dahme bis auf die ✪ Schlossinsel Köpenick und damit auch zu fünf weiteren kunstvoll gestalteten ✪ Bronzegüssen. Den Anfang machte der von ✪ Karl Hillert geschaffene ✪ Torso, gefolgt von einer Kopie von ✪ Hermann Joachim Pagels munterer Erscheinung des ✪ Hühnerdiebs, dessen Original in passender Weise auf dem Hühnermarkt in Aachen steht. Tierisch schön zeigten sich dann die lebhaften ✪ Zwei Giraffen aus den Händen von ✪ Hans-Detlev Henning bevor es wieder ornithologisch wurde. Der ✪ Reiherbaum gehört ebenso zum umfangreichen Werk ✪ Hans-Peter Goettsches, der über 60 Jahre in Köpenick lebte und arbeite, wie die etwas später bestaunten Plastiken ✪ Fischer und ✪ Wäscherin im Luisenhain und am Generalshof. Einen besonders schönen Anblick bilden ✪ Walter Lerches ✪ Kinder mit Schildkröte vor der hellen Fassade der Schlosskirche, ebenso wie die von ✪ Hans Eickworth geschaffene ✪ Vietnamesische Mutter, mit der eine wirklich großartige, fast schon intime Stimmung neben der Brücke zum dem Torhaus geschaffen wird. Das jüngste und das älteste Werk der Tour warteten direkt gegenüber. Erst im Jahr 2007 ließ sich der Bildhauer ✪ Joost van der Velden von zwei berühmten preußischen Rössern inspirieren und schuf daraus ✪ Wilde Pferde. Dabei orientierte er sich einerseits am berühmten Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm im Ehrenhof des Schloss Charlottenburgs und andererseits am Reiterstandbild König Friedrich II. vor der Orangerie im Park Sanssouci. Bereits stolze 110 Jahre früher war in der Werkstatt von ✪ Walter Schott die ✪ Kugelspielerin entstanden, die seit 1908 einen attraktiven Blickfang im ✪ Luisenhain bildete. Das dachten sich im Jahr 1950 auch dreiste ✪ Diebe und so verschwand die hübsche Dame auf nimmer Wiedersehen und es sollte ganze 69 Jahre dauern, bis hier wieder kunstvoll eine ruhige Kugel geschoben wurde. Das Original blieb verschollen, aber glücklicherweise existierten weitere Abgüsse und einer davon steht seit 1932 auf der Düsseldorfer Königsallee. Und so schmückt nach ihrer ✪ Abformung diese wunderbare Bronzefigur – die für mich schönste Plastik des Tages – seit 2019 wieder den Luisenhain. All das passierte natürlich unter den aufmerksamen Blicken des ✪ Hauptmanns von Köpenick, dessen von ✪ Spartak Babajan geschaffenes Standbild ein ganz wunderbares Porträt des hochstapelnden Schusters ✪ Friedrich Wilhelm Voigt abgibt. Unsere Blicke dagegen waren nicht mehr ganz so aufmerksam. Der Kopf kreiselte vor lauter Kunst und so war es auch für uns dringend an der Zeit, hochzustapeln. Teller und Tassen, Kuchen und Kaffee. Also keine ✪ künstlerische Pause, sondern ein engagierter Versuch der ✪ Kuchen-Mehrfach-Verkostung. Die ✪ Backkunst ist schließlich auch eine Kunst und wir gehören bekanntlich zu ihren größten Anhängern. Der Schlussspurt begann mit einem Katzensprung. Denn nur einen Steinwurf entfernt trafen wir mit ✪ Heinrich Drakes ✪ Pantherkatze auf die nächste Bronzeplastik. Tierisch ging es auch am Platz des 23. April weiter. Es warteten noch die ✪ Zwei Schwäne aus dem Werk von ✪ Werner Richter, bevor es dann zu guter Letzt im ✪ Bellevuepark noch richtig musikalisch wurde. Hier saß der von ✪ Hans-Detlev Henning geschaffene ✪ Harmonikaspieler und sang inbrünstig mit weit geöffnetem Mund – den Parkbesuchern ein offensichtlich fröhliches ✪ Frühlingslied. Ein wahrhaft wunderbarer und passender Abschluss, einer wahrhaft wunderbaren und fröhlichen Tour. Eine großartige Reise durch ein gutes Jahrhundert ✪ Berliner ✪ Bildhauerei. Eine grandiose ✪ SkulpTour oder besser gesagt: Eine phänomenaler ✪ PlastiKulTourismus.
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April 11, 2026
[ Ostprignitz-Ruppin ] ✪ Vogelwilde Brandenburger ✪ Dorfkirchen-Tour | über ✪ Tarmow ✪ Hakenberg und ✪ Linum
Von Odins ✪ Raben über den ✪ Phönix aus der Asche bis zur christlichen ✪ Taube. ✪ Vögel nehmen in der ✪ Mythologie, ebenso wie in vielen Kulturen und ✪ Religionen weltweit eine Sonderstellung als ✪ Boten zwischen Himmel und Erde ein und gelten vielerorts als ✪ Symbole für das Göttliche. Ihre Fähigkeit zu fliegen verbindet sie unmittelbar mit dem Himmel, was sie oft und gern als Vermittler zwischen der Menschheit und ihren Göttern erscheinen lässt. Und entsprechend erschien es mir auch sehr sinnvoll, meine beiden wanderbegleitenden ✪ Leidenschaften – noch mehr als sonst – miteinander verschmelzen zu lassen. Entsprechend war es heute auch keine gewöhnliche Brandenburger ✪ Dorfkirchen-Tour, sondern eine ✪ vogelkundlich beflügelte Sakralsause – ein Ausflug in das Reich der ✪ OrniTheologie. Heute wurden ✪ göttliche Behausungen fröhlich mit ✪ himmlischen Bewohnern kombiniert. Ausgangspunkt der ✪ Gefieder- und Gemäuer-Kombinationsrunde war der Ort ✪ Linum, der inzwischen nicht nur das zeitgrößte ✪ Storchendorf Brandenburgs ist, sondern mit seinen angrenzenden ✪ Niedermoorgebieten mit Feuchtwiesen, Schilfflächen, weitläufigen Wasserbereichen sowie den umgebenden Feldern einen ✪ ornithologisch sehr bedeutenden Lebensraum bietet. Im Mittelpunkt dieses immens wichtigen Habitats liegen die einstigen Torfstiche, die heutigen ✪ Linumer Teiche, die gleichermaßen auch das Herzstück des ✪ Vogelschutzgebietes Rhin-Havelluch bilden. Unter Soldatenkönig ✪ Friedrich-Wilhelm I. begann seit 1718 die ✪ Entwässerung des Luchs und 65 Jahre später war es sein Sohnemann, ✪ Friedrich der Große, der die intensive ✪ Ausbeutung der Torfvorkommen vorantreiben ließ. Das Teichgebiet entstand gegen Ende der Torfstecherei ab 1875. Geblieben sind mehr als 300 Hektar und mehr als 40 Teiche, die inzwischen kaum noch zur Fischzucht genutzt werden, sondern heute vor allem einen extrem wichtigen ✪ Brut- und Rastplatz für zahlreiche Vogelarten darstellen. Im Oktober und November kann man hier täglich den spektakulären Einflug von mehreren tausend ✪ Kranichen und Wildgänsen beobachten und in den weitläufigen Röhrichtgebieten tummeln sich etliche ✪ Sing- und Wasservögel. Ab April wird hier intensiv gebalzt, begattet und anschließend gebrütet – bis der ✪ Nachwuchs sich endlich aus dem Ei gepellt hat. In diesem Sinne: Lasst die ✪ Spiele beginnen! Die ✪ Kamera war geladen und entsichert und ich machte mich auf den Weg – hinein in das ✪ tierisch spannende Vergnügen, das ebenso wie die ✪ pure Freude nicht lange auf sich warten ließ. Wirklich himmlisch welch wunderbare Vielfalt hier zu hören und zu sehen war. Dazu zählten unter vielen anderen auch ✪ Kolbenenten und ✪ Löffelenten, die mir beide noch nie zuvor – weder vor die Kamera – noch vor die Augen gekommen waren, ebenso wie der spechtakuläre ✪ Wendehals – der einzige in Brandenburg vorkommende Vertreter der Familie der ✪ Spechtvögel, der mir bislang noch in der Fotosammlung fehlte. Und es sollte nicht meine letzte ✪ ornithologische Neuerscheinung bleiben. Denn schon kurze Zeit später war er da – der Moment, auf den ich schon seit Jahren so sehr gewartet und gehofft habe. ✪ Marlene Dietrich sang einst: „… I wish you ✪ bluebirds in the spring; To give your heart a song to sing…“ Mein Herz sang allerdings nicht das wunderschöne Lied der Dietrich, nein, es ✪ hämmerte – mit ✪ 180 Schlägen pro Minute. In mir tobte der Techno, denn im Schilf saß wahrhaftig „the ✪ bluebird in the spring“ – das unfassbar schöne ✪ Blaukehlchen im Frühling. Nach gut 3 Stunden engagierten „Stehwanderns“ hatte ich gerademal 5 Kilometer geschafft. Ich war jetzt schon fix und fertig und die eigentliche Tour hatte noch nicht mal richtig begonnen. Es war also sprichwörtlich an der Zeit, die vogelwilde ✪ Fotojagd abzublasen, sonst würde die ✪ Messe so sicher wie das ✪ Amen in der Kirche heute ✪ sang- und klanglos ohne mich gelesen und die Kirchen blieben ✪ unbesehen im Dorf. Also las ich mir selbst die ✪ Leviten und siehe da – nach der ✪ Gardinenpredigt wurden endlich alle ✪ Register gezogen, um möglichst flotten Schrittes die Dorfkirche von ✪ Tarmow zu erreichen. Diese entstand in den Jahren 1834 / 35 im ✪ Rundbogenstil, orientiert an ✪ Schinkels Normalkirche und ersetzte einen feldsteinernen Vorgängerbau. Ein durchaus sehenswertes Gotteshaus, das neben den typischen hohen ✪ Rundbogenfenstern allen voran durch seinen toll gegliederten, hoch aufragenden Westturm besticht, der sehr gelungen an die ✪ Campanile italienischer Kirchen erinnert. Auch die Dorfkirche von ✪ Hakenberg ist mit ihren gerade einmal 152 Jahren auf dem Buckel auf den ersten Blick ein vergleichsweise „junges Ding“. Schaut man allerdings am Turm mal ganz genau hin, dann stellt man fest, dass der neumodisch anmutende Schein ein wenig trügt. Zwar wurde der kreuzförmige ✪ Apsissaal tatsächlich erst 1874 anlässlich der 200-Jahrfeier der Schlacht bei Fehrbellin im ✪ neoromanischen Stil errichtet, doch sein mächtiger ✪ spätgotischer Westturm aus Backsteinen mit unregelmäßigen Feldsteinanteilen im unteren Mauerwerksbereich, stammt bereits aus dem späten 13. Jahrhundert und wurde erst beim Neubau der Kirche um das oberste Geschoss erhöht und mit Pyramidendach sowie spitzem Helm versehen. Noch mehr ✪ Mittelalter steckt – gut versteckt – in der letzten Dorfkirche des Tages. Ich war zurück in ✪ Linum, wo anscheinend die ✪ Störche knapp die Hälfte der Einwohner ausmachen und wo im 14. Jahrhundert eine kleine ✪ Feldsteinkirche mit einem kleinen Glockenturm gebaut wurde. Nur sollte „klein“ bald nicht mehr reichen. Mit der Urbarmachung der sumpfigen Ländereien kamen auch die ersten ✪ Kolonisten und spätestens mit dem ✪ Torfabbau, stieg die Einwohnerzahl Linums innerhalb von wenigen Jahren von 600 auf 2000 Bewohner an. Vielleicht gibt es ja auf der Alm keine Sünde – im Luch schon – man brauchte also Platz und so wurde die Kirche einschließlich Turm 1867/68 erweitert und in ✪ neugotischer Form umgestaltet. Unter Verwendung des Turmunterbaus und des Feldstein-Rechteckchores mit seinem weitestgehend erhaltenen ✪ spätgotischen Backsteingiebel, entstand ein eindrucksvoller und sehr schöner, dreischiffiger Bau mit vielfältigen ✪ Staffelgiebeln an Schiff und Turm. Was für eine unfassbar schöne Tour, was für ein ✪ phänomenaler Tag. Am Ende machte ich nicht drei ✪ Kreuze, nein, ich machte gleich stolze sieben. Eines für jedes altehrwürdige ✪ Gotteshaus, das es heute zu bestaunen gab und selbstverständlich auch noch eines für jede heute neuabgelichtete ✪ Vogelart. Unglaubliche ✪ 40 verschiedene Arten vor der Kamera sind definitiv für mich ein neuer Rekord! Der Plan war also voll aufgegangen! ✪ Ornitheologische Heiligtümer – mehr geht nicht!
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April 11, 2026
These and all previous Brandenburg ✪ village church tours can be found at ✪ komoot.com/de-de/collection/2477112/-brandenburger-dorfkirchen-touren?ref=collection
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☠ R✪BIN 🥾 went for a hike
April 6, 2026
[ Uecker-Randow ] Um den ✪ Eggesiner See und entlang der ✪ Uecker
Der April macht was er will!!?! Die Planung meiner Oster-Tour wurde in diesem Jahr ja mehr vom ✪ Frosch als vom ✪ Hasen bestimmt und am Ende erklärte ich schon den ✪ Gründonnerstag zum Feiertag, um dem Wetterorakel Glauben zu schenken und bei recht schönen äußeren Bedingungen in die ✪ Wanderklamotte zu hoppeln. So weit, so gut – wäre da nur nicht der Morgen des ✪ Ostermontags gewesen – denn auch der kündigte sich plötzlich mit recht vorzeigbarem Wetter an und so entschied ich mich spontan zur österlichen ✪ Zweitwanderung. Aber keine Sorge – es war kein der österlichen Tradition verpflichteter „Emmausgang“ und ich spekulierte also auch nicht darauf, ✪ Jesus zu treffen, sondern eher einige ✪ göttliche Schöpfungen aus dem Reich der Ornithologie. Während am Donnerstag noch – zum höchsten Fest des Christentums – eine Brandenburger ✪ Dorfkirchen-Tour und damit einige ✪ heilige Hallen auf dem Wanderplan standen, hoffte ich heute mehr auf Beobachtungen von ✪ himmlisch beflügelten Eiertänzen! Also genauer gesagt hatte ich eine Tour um den ✪ Eggesiner See im ✪ Naturpark Am Stettiner Haff ausgebrütete und hoffte dort auf stimmgewaltige ✪ Gesangseinlagen und auf eindrucksvolle ✪ Flug- und Tanzshows unserer ✪ Vogelwelt. Kurz um – ein ganzes Nest voll Eier füllt sich nicht von selbst! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Es ging um den ✪ Akt vor dem Akt. Die ✪ Balzzeit hat begonnen – und ich hoffte gemeinsam mit der ✪ Kamera möglichst mittendrin, statt nur dabei zu sein. Für solch ein ✪ ornithologisches Schauspiel bieten sich im Frühjahr ja grundsätzlich feuchte und wassernahe Standorte an und so zog es mich heute ausnahmsweise dann doch wieder raus aus der sonst so geliebten ✪ Uckermark. Es ging nach Mecklenburg-Vorpommern, in den Landkreis ✪ Vorpommern-Greifswand, wo der einmalige Blick auf einen spannenden ✪ Naturraum wartete, der nun schon fast 45 Jahren unter Schutz steht. Der etwa 90 Hektar große «Eggesiner See» ist heute ein kein See mehr, sondern größtenteils ein noch sehr nasses ✪ Verlandungsmoor und wer hier nun also blaues Wasser erwartet, wird dann eher von einer urigen, gelblich-grünen Landschaft überrascht. Auf den in Teilbereichen mehr als 10 Meter mächtigen ✪ Moorflächen finden sich, neben ✪ Röhrichten und ✪ Bruchwäldern, auch kleinflächige ✪ Schwingrasen und artenreiche ✪ Feuchtwiesen. Von der gegen Ende des 17. Jahrhunderts noch über 30 Hektar großen ✪ Freiwasserfläche ist heute nichts mehr geblieben, außer hohes ✪ Schilf, Seggen und Sauergräser im Inneren und ✪ Erlen- und Moorbirkenbruchwälder an den einstigen äußeren Uferbereichen. Hier sollen ✪ Rothirsche und ✪ Schwarzwild ihre Fährten mitten durch das Biotop ziehen, das mit seiner extrem hohen Wertigkeit einen geeigneten Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen oder gar vom Aussterben bedrohten ✪ Tier- und Pflanzenarten bietet. Und vor allem soll es hier absolut ✪ vogelwild zugehen und das schon seit Jahrzehnten! Besonders aufgrund der vielen seltenen ✪ Vogel- und Schmetterlingsarten wurde das Areal bereits zu DDR-Zeiten im Jahr 1982 als ✪ Flächennaturdenkmal unter Schutz gestellt. Heute ist es, als Teilareal gemeinsam mit dem «Ahlbecker Seegrund», als ✪ FFH-Gebiet geschützt und natürlich ist es auch in seiner vollen Ausdehnung Bestandteil des europäischen ✪ Vogelschutzgebietes „Ueckermünder Heide“. ✪ Jenseits von Afrika? ✪ Vom Winde verweht? ✪ Welcome to the Jungle!! Am Ende des Tages war die Ausbeute der fotografischen Fotojagd außerordentlich! Zwar gab es keine ✪ Raritäten zu sehen, aber mit 32 verschiedenen Vogelarten schon eine wunderbare ✪ Vielfalt. Und dass obwohl noch gar nicht alle ✪ Winterurlauber aus dem Süden zurück sind und es sich bei ✪ Böen von 65-70 km/h sicherlich nicht gerade entspannt auf nem Schilfhalm oder in den obersten Zweigen eines Baumes sitzt. Doch all das spielte keine Rolle – ein geschützter Naturraum, ein abgeschotteter ✪ Rückzugsort in dem das tierische Leben anscheinend im Zeichen der aufkommenden ✪ Frühlingsgefühle ungestört seinen Lauf nahm. Ein wildes Treiben war aus den Moor- und Schilfflächen zu vernehmen. Etliche gefiederte Protagonisten waren zu sehen und noch viele mehr konnte man aus der dicht zugewucherten Mitte des ehemaligen Sees hören. Ein echtes ✪ Spektakel! Nach so vielen grandiosen ✪ tierischen Begegnungen und gut 13 herrlichen Kilometern durch Offenland, Wiesen, Felder und Wald – auf einer landschaftlich spannenden und abwechslungsreichen Strecke – um einen See, der keiner mehr ist, zog es mich dann doch nochmal an das ✪ Wasser. Es ging zum Abschluss auf den Deich entlang der ✪ Uecker und damit durch die nächste sehr faszinierende Landschaft des ✪ Naturparks am Stettiner Haff! Auch ohne Jesus und ohne ornithologische Raritäten – ein ganz wunderbarer ✪ Ostermontag!
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April 8, 2026
Ornithology instead of Easter bunnies - priorities. 🐣 The spontaneous change of plans obviously paid off. 32 species bagged - and above all the cutest creature ever, tail and all, was among them. ;) Thanks to you too for introducing this nature reserve. You drove quite a way this morning!
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[ Uckermark ] Karsamstäglicher ✪ Abendspaziergang | mit ✪ Sonnenuntergang am ✪ Unteruckersee
Feiertage in der ✪ Uckermark bedeuten in der Regel auch ✪ familiäre Futterei und Völlerei – vielfältig und vielfräßig. Auf das traditionell karfreitägliche ✪ Fischgeschlemme folgte heute Mittag ein opulentes Menü, in dessen Mittelpunkt ein saftiger ✪ Hase vor sich hin schmorrte. Ich schwöre aber – das war keiner von den am Gründonnerstag fotografierten – obgleich so ein leichter ✪ Beigeschmack eines dezent ✪ schlechten Gewissens doch nicht zu leugnen war: Asche auf mein Haupt – ich hab den ✪ Osterhasen gegessen!!?? Naja – lecker war er trotzdem und führte gemeinsam mit Vorspeise, Nachtisch und Kuchen am Nachmittag wie gewohnt zu einer anständigen ✪ Fressnarkose. Eigentlich hatte ich mich entsprechend schon mit einem total ✪ klassischen Karsamstag arrangiert – also fast – noch war keine ✪ Grabesruhe erreicht, aber die ✪ Liegeleistung war doch schon durchaus beachtlich. Bis der Blick am Abend aus dem Fenster fiel und eine Kohlmeise sich im Licht der tiefstehenden Sonne blicken ließ. Das ✪ traumhafte Wetter bereitete dem ✪ Faulenz-Fest ein Ende. Ohne Frage – draußen war es viel zu schön und die ✪ Hasenscharte mit dem ✪ Hasenbraten musste zumindest ✪ bewegungstechnisch ja auch noch ausgewetzt werden. Und so entschieden ✪ Fiete und ich uns für einen kleinen Spaziergang entlang des ✪ Unteruckersees, den ich wie gewohnt auch nutzte, um die ✪ Kamera etwas Gassi zu führen. Durchaus mit Erfolg – es dauerte nicht lange bis mich der ✪ fotografische Jagdtrieb mal wieder die Blicke schweifen ließ und so gab es heute dann am Ende des Tages also auch nochmal ein bisschen ✪ Wild und ordentlich ✪ Geflügel – unter anderem ein ✪ Dreierlei vom Ammer – in den Ausführungen Gold, Grau und Rohr. Ein ✪ Star war auch dabei, wenngleich der Star dieser herrlichen Spazierrunde nicht dem Reich der Ornithologie, sondern dem ✪ Universum stammt. Der Star war ein ✪ Stern, etwa 110-mal so groß wie die Erde, rund 150 Millionen Kilometer von uns entfernt und zumindest kurzfristig bald dem ✪ Untergang geweiht. Was im tollen Abendlicht begann, endete mit einem herrlichen ✪ Sonnenuntergang über dem ✪ Unteruckersee und wir freuten uns durchaus über etwas ✪ Bewegung in dieser wunderschönen abendlichen Kulisse. Denn…das nächste ✪ Essen kommt bestimmt…
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April 5, 2026
Oh, how beautiful home is 😍
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☠ R✪BIN 🥾 went for a hike
April 2, 2026
[ Uckermark ] Brandenburger ✪ Dorfkirchen-Tour | über ✪ Casekow ✪ Blumberg ✪ Luckow und ✪ Petershagen
Vor genau 2 Wochen hat nun auch kalendarisch der ✪ Frühling begonnen, heute ist ✪ Vollmond! Das heißt: ✪ Ostern steht vor der Tür! Entsprechend hatte ich bereits zu Beginn der Woche begonnen, mich mit Ort und Zeit einer potentiellen ✪ Oster-Tour zu beschäftigen. Orte gab es mehr als genug. Schließlich warten dieses Jahr die Eier wieder in der ✪ Uckermark und da ich die hügelige Landschaft hier ja eh für das ✪ Gelbe vom Ei halte, war das Osterkörbchen der potentiellen Wanderungen schnell gefüllt. Nur das Zeitfenster sollte sich als schwierig erweisen. Mal machten die familiären ✪ Feiertags-Festivitäten mir einen Strich durch die wanderliche Rechnung, mal ging mir die recht unstetige und wechselhafte ✪ Wetterprognose gehörig auf die Ostereier! Denn während ich bereits seit Tagen – völlig schlechtgelaunt – dem epischen Kampf zwischen ✪ Ernährungsdisziplin und ✪ Schokohasen beiwohne, kämpfen die kalten ✪ Polarluftmassen mit den bereits ✪ wärmeren Temperaturen und sorgen damit für schnelle und fast unkalkulierbare ✪ Wetterwechsel. Ich brauchte einen Plan. Irgendwie musste ich dem ✪ Wetterfrosch und dem ✪ Osterhasen zuvorkommen und die Lösung lag schlicht und einfach im ✪ Gründonnerstag, den ich kurzer Hand zu meinem persönlichen ✪ Feiertag erklärte. Immerhin ist «Das letzte Abendmahl» nicht nur eine Wand-Pinselei von ✪ Leonardo da Vinci, sondern war wohl auch eine gesellige Runde am Donnerstagabend. Also vor knapp 2.000 Jahren der Anfang der ganzen Ostergeschichte. In diesem Sinne: Die ✪ Osterwanderung wurde vorverlegt und zu meiner großen Freude machte der April dann heute auch, was ICH will und präsentierte einen richtig schönen und überwiegend ✪ sonnigen Tag! Zeit und Ort waren also gefunden und auch ✪ thematisch musste ich nun keinen ✪ Eiertanz aufführen. Das höchste Fest des ✪ Christentums, kombiniert mit der ✪ Uckermark, in der etwa ein Fünftel aller Dorfkirchen ✪ mittelalterlichen Ursprungs im Land Brandenburg zu finden sind, schrie geradezu nach alten Feldsteingemäuern und einer Zeitreise ins entstehungsgeschichtliche 13. Jahrhundert. Es ging auf eine weitere Brandenburger ✪ Dorfkirchen-Tour | über ✪ Casekow ✪ Blumberg ✪ Luckow und ✪ Petershagen. Die mittelalterliche Entstehungszeit lässt sich an ✪ Casekows Dorfkirche allerdings nur noch erahnen. Zwar zeigen die Außenmauern noch das typische, regelmäßige Quadermauerwerk eines rechteckigen ✪ Feldsteinsaals, der etwa um 1250 vom ✪ Marienstift-Kloster Stettin errichtet wurde, doch heute überwiegt der stark ✪ neogotisch überformte Anblick des kleinen Sakralbaus. Prägend für das heutige Erscheinungsbild sind die Umbauten der Jahre 1855-58. Hierbei entstand nicht nur der aus zwei achteckigen ✪ Backsteingeschossen über dem quadratischen Feldsteinsockel erbaute ✪ Westturm, sondern auch der ebenfalls mit Backstein verkleidete ✪ Stufengiebel sowie die neuzeitliche Vergrößerung sämtlicher Fenster und Öffnungen. Abseits der ✪ Sakralarchitektur war gerade einmal ein guter Kilometer absolviert, da kam schon die Bestätigung, dass ✪ Ostern tatsächlich unmittelbar bevorsteht und vor allem, dass der ✪ Osterhase keine umsatzsteigernde Marketingidee von Milka, Ferrero und Co. ist. Nein!! Es gibt ihn wirklich!!! Auf allen bisherigen Touren in diesem Jahr hatte ich noch keinen einzigen ✪ Meister Lampe zu Gesicht bekommen und ausgerechnet heute nun hoppelten gleich zahlreiche ✪ Hasenmäher über die Wege oder futterten sich genüsslich durch den Kohl. Glasklar! Die Sache war eindeutig!! Die ✪ Osterhasen-Gang stärkte sich nochmal, bevor dann am Sonntag der ✪ Stress richtig losgeht. Zurück zu den altehrwürdigen ✪ Gebetsscheunen. Ein bisschen mehr Mittelalter ist bei der Dorfkirche von ✪ Blumberg erhalten. Der querrechteckige ✪ Westturm und der ✪ Rechtecksaal mit geradem Ostabschluss sind vermutlich im späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert aus regelmäßigem ✪ Feldsteinmauerwerk entstanden und wurden nach schweren Schäden im ✪ Dreißigjährigen Krieg wiederaufgebaut. Dabei sind viele der ursprünglichen Portale, teils zugesetzt oder ausgebessert, noch bis heute erhalten geblieben. Das eingezogene, verputzte ✪ Turmoberteil mit Haube und Laterne dagegen, stammt aus dem Jahr 1735, ebenso wie die ✪ barock vergrößerten, korbbogigen Fenster. Nach weiteren gut 8 Kilometern durch die immer wieder so schöne ✪ uckermärker Landschaft und einigen ✪ bildschönen Begegnungen mit ihren ✪ gefiederten Bewohnern, wartete in ✪ Luckow eine Dorfkirche, deren mittelalterliche Bausubstanz ebenso wie ihre Geschichte irgendwie sehr vertraut wirkte. Aus sorgfältig bearbeiteten ✪ Feldsteinquadern entstand Mitte des 13. Jahrhunderts ein ✪ frühgotischer Rechtecksaal mit geradem Ostabschluss und schiffsbreitem querrechteckigem Westturm im Besitz des ✪ Marienstift-Kloster Stettin. ✪ Casekow lässt grüßen, denn wie schon beim ersten Sakralbau der heutigen Tour erfolgte auch hier im 19. Jahrhundert eine eingreifende Erneuerung. Dabei erhielt der Turm einen ✪ Oberbau aus Backstein mit hoher schiefergedeckter Haube, sämtliche Fenster wurden vergrößert und der ✪ Ostgiebel wurde verändert und gehört seitdem – so liest man – zu „den schönsten Ostschlüssen der ✪ vorpommerschen Dorfkirchen“. Doch der ✪ neogotische Umbau begeisterte wohl nicht unbedingt alle Betrachter. So findet man im Buch „Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirks Stettin“ von 1901 auch folgende Zeilen: „Die Kirche hat 1896 durch den „Kirchenbaumeister“ Prüfer einen Ausbau erfahren, bei dem die alten Formen fast vollständig zerstört sind, […] kurz, der Bau ist so zugerichtet, dass es nur noch dem Kennerauge möglich ist, seine alte Gestalt sich vorzustellen.“ Immer diese missmutigen ✪ Architekturkritiker – also schnell weiter nach ✪ Petershagen, wo nun wirklich auch der letzte ✪ Dorfkirchen-Traditionalist nichts zu meckern haben dürfte. Denn den ✪ Historismus und die ✪ Neo-Stile findet man hier kaum. Errichtet wurde der ✪ frühgotische rechteckige ✪ Feldsteinsaal mit einem, äußerlich nicht sichtbar abgesetzten, querrechteckigen Westturm in Schiffsbreite in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Von allzu vielen Veränderungen war die Kirche danach nicht betroffen. Vermutlich folgte im 16. oder 17. Jahrhundert ein hölzernes Turmoberteil, das aber schon längst wieder verschwunden ist. Die Wetterfahne über dem Westgiebel zeigt die Jahreszahl 1727. Gut möglich also, dass da der alte, vermutlich ✪ baufällige Turmaufsatz abgetragen und der gesamte Bau das noch heute vorhandene durchgehende Satteldach bekam. Zugegeben – es sind genau diese ✪ puristischen Feldsteinbauten, die seit ihrer ✪ mittelalterlichen Entstehungszeit kaum verändert wurden, die auch mich am allermeisten faszinieren. Schlicht und wirklich ✪ ergreifend! Einfach ✪ wunderschön! Toller Tag, tolle Tour! Vier eindrucksvolle alte ✪ Sakralbauten, 24 verschiedene ✪ Vogelarten, die sich zur Feier des Tages besonders schön aus dem Ei gepellt hatten und dann noch die possierlichen Portraits von etlichen ✪ Osterhasen. Ich wünsche Euch allen ein schönes ✪ Osterfest und hoffe sehr, dass ein Mitglied der Hasen-Gang auch bei Euch ein paar Eier versteckt. Also… das Suchen nicht vergessen…
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April 2, 2026
These and all previous Brandenburg ✪ Village Church tours can be found at ✪ komoot.com/de-de/collection/2477112/-brandenburger-dorfkirchen-touren?ref=collection
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[ Berlin ] Rund um das Stadtgut ✪ Blankenfelde | zwischen ✪ Rieselfeldern ✪ Liegekur und ✪ Runkelrüben
Heute ging es für ✪ Fiete und mich nach ✪ Blankenfelde, wo die ✪ Stadt ✪ Gut ist und wo man – dem Denkmalschutz sei Dank – gleichermaßen noch immer eine typische märkische Siedlung und damit das vielleicht am besten erhaltene ✪ Dorf Berlins findet. Die Geschichte des ✪ Guts ist eng mit der Geschichte des ✪ Dorfes verbunden und die Geschichte des Dorfes ist ab einem gewissen Zeitpunkt ebenso eng mit der Geschichte der ✪ Stadt Berlin verbunden. Eine ✪ Metropole die nur so massiv wachsen konnte, weil sie – oft auch recht rücksichtslos – auf die Ressourcen des Brandenburger ✪ Umlands zurückgreifen konnte. Allerdings erst ab ✪ 1882, die ersten knapp ✪ 600 Jahre verliefen geradezu klassisch: Vermutlich wie so viele Orte der Region, im Zuge der Ausdehnung Brandenburgs auf den ✪ Barnim, in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet, wird Anfang des 16. Jahrhunderts erstmals ein ✪ Rittergut mit Wohnhof und Schäferei erwähnt. Doch der ✪ Dreißigjährige Krieg kennt auch in Blankenfelde keine Gnade und zerstört das Dorf ebenso wie das Gut nahezu vollständig. Aufwärts geht es erst wieder ab 1679. ✪ Joachim Ernst von Grumbkow, seines Zeichens Minister und Oberhofmarschall des Großen Kurfürsten ✪ Friedrich Wilhelm, erwirbt den kriegsversehrten Trümmerhaufen, baut Dorf und Gut wieder auf und führt es mit ✪ Landwirtschaft ✪ Brennerei und ✪ Brauerei vermutlich in so manchen ✪ Rausch, aber auch zu einer neuerlichen ✪ wirtschaftlichen Blüte. Der ✪ Aufschwung geht sogar noch weiter. Im Jahr 1711 macht König ✪ Friedrich I. von Preußen die Anlage zum landesherrlichen ✪ Domänegut und lässt hier sogar ein königliches ✪ Lusthaus inkl. Lustgarten errichten. Doch – wie gewonnen, so zerronnen!!!. Auch das 18. Jahrhundert war mit offenen Feuerstellen und leicht entflammbaren Materialien noch ✪ brandgefährlich und so war die gebaute herrschaftliche Herrlichkeit, ebenso wie der Ort, im Jahr 1776 mal wieder nur noch ✪ Schall und Rauch. The same procedure – ab 1811 erfolgt der erneute ✪ Wiederaufbau. Das Gut wird fortan als ✪ Pferdezucht betrieben und ab 1850 werden das ✪ Herrenhaus (heute Kurhaus genannt) und das ✪ Gutshaus mit dem Pferdestall im Ostflügel erbaut. Um 1880 folgt die Errichtung des ✪ Gartenhauses und der meisten Stall- und Scheunengebäude und fertig ist das neue Gut, das zwei Jahre später mit dem Kauf durch die Stadt ✪ Berlin zum ✪ Stadtgut wird und damit wohl auch die bedeutendste Veränderung in der Geschichte des Ortes einläutet. Ein kurzer Blick zurück. Wir schreiben das Jahr ✪ 1871. Gerade erst wurde das Deutsche ✪ Kaiserreich ausgerufen und seine ✪ Kapitale Berlin, in der bereits rund eine Million Menschen leben, versinkt begleitet von Thyphus und Cholera tief im Mief seiner kapitalen ✪ Fäkalien. Gänzlich planlos war man allerdings nicht. Immerhin hatten einige Jahre zuvor der preußische Stadtplaner ✪ James Hobrecht und der renommierte Arzt ✪ Rudolf Virchow bereits einen Plan erarbeitet und für dessen Umsetzung brauchte man Fläche, man brauchte das ländliche Umland und man brauchte ✪ Stadtgüter, um die herum Berlins ✪ Rieselfelder entstanden. Der kaiserreichliche ✪ Schmodder musste raus aus den Straßen und sollte doch lieber vor den Toren der Stadt verrieseln und Gegenzug erwartete man auch die beiläufige Produktion von tonnenweise ✪ Hauptstadtfutter. Ein Geben und Nehmen. Frisch gedüngt, ist halb geerntet oder wie der Berliner sagt: „Schön geerntet mang die Kacke.“ Das Stadtgut ✪ Blankenfelde wurde zu einer wichtigen Infrastruktureinrichtung der schnell wachsenden Metropole. Milch, Fleisch, Obst und Gemüse wurden in Richtung Berlin geschickt und Berlin schickte nicht nur seine Abwässer sondern auch einen Teil seiner ✪ Residenzstadt-Rentner und ✪ Rekonvaleszenz-Bedürftigen zurück. Denn neben der Grundnahrungsmittelproduktion kamen auch noch jahrzehntelang Aufgaben der Berliner ✪ Sozialpolitik dazu: ✪ Lungenheilstätte ✪ Leichtkrankenhaus und ✪ Altenheim. Das Stadtgut Blankenfelde war angekommen – zwischen ✪ Rieselfeldern ✪ Liegekur und ✪ Runkelrüben. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es in der ✪ DDR zum »Volkseigenen Gut« – und damit Teil des Gesamtsystems der ✪ Kollektivierung der Landwirtschaft. Das bedeutete allerdings auch andauende ✪ Umstrukturierungsprozesse. Der ständigen Modernisierung, Spezialisierung und Technisierung der landwirtschaftlichen Produktion standen zunehmende ✪ Ineffizienz und nicht mehr zu übersehende ✪ ökologische Folgen der intensiven Verrieselung für Böden und Grundwasser gegenüber. 1986 wurde die ✪ Abwasserverrieselung beendet, die Landwirtschaft kam bald nach der Wiedervereinigung zum Erliegen und so fiel das ehemalige Gut Blankenfelde für Jahre in einen ✪ Dornröschenschlaf. Es drohte der Verfall – bis 2012 eine Genossenschaft die Gebäude ✪ denkmalgerecht sanieren konnte und heute als ✪ intergeneratives Wohnprojekt, als Gewerbe- & Ausstellungsgebäude und als Naturschutz- & Tourismus-Station inklusive dem gemütlichen ✪ Café Traktorista nutzen kann. Viel ✪ Geschichte um den Ort und viele ✪ Orte um die Geschichte. Heute liegt das ✪ Stadtgut Blankenfelde inmitten des ✪ Naturpark Barnim, ist umgeben von seiner einst intensiv genutzten ✪ Kulturlandschaft, die sich nun auch schon wieder seit fast 40 Jahren im ✪ Wandel befindet. Das Ende der Rieselwirtschaft läutete gleichermaßen auch eine tiefgreifende Veränderung des Landschaftsbildes und der Lebensbedingungen der Tier- und Pflanzenwelt ein. Auf den einst wassergesättigten Rieselflächen entstanden wieder Wiesen, Felder und Wald. Und so führte auch uns der heutige Weg nicht nur durch das Stadtgut, durch seine Geschichte und durch die Kulturlandschaft, sondern auch durch die Natur. Entlang der ✪ Arkenberge und ihrer Seen und durch das ✪ Kalktuffgelände. Durch den trockenen ✪ Schwarzwassersee und durch das ✪ Tegeler Fließ vorbei am ✪ Köppchensee. Entlang der ✪ Lübarser Felder und über die ✪ Lübarser Höhe durch das ✪ Naturschutzgebiet Blankenfelde und durch den ✪ Botanischen Volkspark Blankenfelde. Eine wirklich tolle Strecke mit wunderschönen ✪ Landschaftsräumen und ganz viel ✪ tierischer Vielfalt. Am Ende war es ✪ vogelwild mit unglaublichen ✪ 29 verschiedenen Vogelarten vor der Kamera und unfassbar viel ✪ Spaß an dieser herrlich sonnigen Tour!
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March 29, 2026
🙏 for pictures and story ☺️
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☠ R✪BIN 🥾 went for a hike
March 22, 2026
[ Berlin ] Sonnige ✪ Sonntagsrunde | durch die ✪ Wuhlheide und den ✪ Biesenhorster Sand
Sonntag, zwischen 5 und 6 Uhr früh. Drei Dinge trieben mich heute Morgen – erst aus den Federn – und dann aus dem Haus: Erstens die ✪ Uhrzeit selbst. Seit Freitag ist die dunkle Jahreszeit nun endgültig vorbei und entsprechend groß war der Reiz, endlich mal wieder eine Tour kurz vor ✪ Sonnenaufgang zu beginnen und diese unfassbar schöne ✪ Morgenstimmung zu genießen. Zweitens die ✪ Neugier und diese gleich in doppelter Hinsicht. Einerseits war ich schon gespannt, wie das ✪ Knie die gestrige, postoperativ erstmalig wieder begangene Belastung von mehr als 20 Kilometern so verkraftet hat und andererseits war es unglaublich früh und da hatten die ✪ Kamera und ich schon große Hoffnung auf so manches ✪ tierische Portrait: Der ✪ frühe Vogel fängt den Wurm – und der ✪ frühe Wanderer beobachtet ihn dabei. Drittens das ✪ Wetter. Nach meiner gestrigen Brandenburger ✪ Dorfkirchen-Tour fühlte ich mich schon ein wenig an unsere ✪ Urlaubswoche auf Usedom erinnert. Auch dort wollte ich, ebenso wie heute, eigentlich viel lesen, viel lümmeln, viel liegen und noch viel mehr nichts tun! Doch wie schon im Urlaub zerplatze der träge Traum wie eine meteorologische ✪ Seifenblase. Das Wetter machte der ✪ Faulpelz-Phantasie auch heute wieder einen dicken, fetten Strich durch die Rechnung und der war ✪ Himmelblau! Naja – ist schon recht! Wenn draußen der ✪ glückselige Wetterfrosch auf der obersten Sprosse seiner Leiter komplett ausrastet und von früh bis spät strahlenden ✪ Sonnenschein auf wolkenlosem Horizont in sein Bilderbuch pinselt, herrschen drinnen ja auch wirklich beste Chancen auf massiv schlechte Laune und auf ein unsäglich ✪ schlechtes Gewissen. Also raus – und zwar wie schon vor exakt zwei Wochen auf eine identische ✪ Sonnige Sonntagsrunde – nur ✪ rückwärts! Denn heute führte mich der Weg in umgekehrter Reihenfolge erst in die ✪ Wuhlheide und dann in den ✪ Biesenhorster Sand. „Einsteigen, zusteigen, nie wieder aussteigen – die nächste Fahrt geht rückwärts“!?? Mein Physiotherapeut wäre begeistert, doch auch wenn ✪ rückwärtsgehen noch so gut für Kopf und Knie sein mag, wählte ich am Ende doch größtenteils den ✪ Vorwärtsgang. Allerdings ohne großen Erfolg und mit wirklich ✪ wenig Fortschritt! Für die ersten 6 Kilometer brauchte ich über zwei Stunden. Der ✪ frühe Vogel hatte nicht zu viel versprochen und ich fühlte mich im Hinblick auf die ✪ tierische Foto-Jagd ein Stück weit wie der Wetterfrosch. Zwar ohne Leiter, aber ebenso kurz davor, vor lauter ✪ Freude und Euphorie total auszurasten. Nicht nur, dass ein augenscheinlich noch recht verschlafener ✪ Waschbär etwas unbeholfen durch den Baum und damit auch erstmals vor meine ✪ Linse kletterte, sondern gefühlt war an diesem Morgen auch noch alles unterwegs, das Rang und ✪ Federn hatte.. Allen voran waren da die ✪ Rotkehlchen, die heute ganz offensichtlich den offiziellen Beginn ihrer ✪ Sing-Saison feierten, was wiederum ✪ Amsel ✪ Drossel ✪ Fink und ✪ Star ebenso auf den musikalischen Plan rief, um in gleicher Art und Weise auch mal wieder eine frühlingshafte ✪ Arie ins weite Rund der ✪ Wald- und Wiesenbühne zu schmettern. Andere genossen die traumhaften äußeren Bedingungen eher stillschweigend und ✪ glänzten dabei im rötlichen Licht der noch tiefstehenden ✪ Morgensonne und spätestens als mir der ✪ Habicht erst einen Blick auf seinen ✪ Horst gewährte und mir danach ganz tief in die Augen schaute, war es endgültig um mich geschehen. Ein ✪ grandioser Morgen! Eine grandiose Stimmung! Der frühe Wanderer war frühzeitig vom frühen Vogel begeistert. Einzig das ✪ Knie fand die Entzückung ein wenig verfrüht und reichte zum Ende der Tour eine etwas schlecht gelaunte ✪ Protestnote ein. Entsprechend gab es zu Hause ✪ Frühstück für mich und ein großes Eis im Beutel als ✪ Entschädigung für das Knie, ebenso wie den restlichen Tag in glücksseliger ✪ Bewegungslosigkeit!
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March 23, 2026
Such beautiful animal shots again!
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[ Berlin | Potsdam-Mittelmark ] Brandenburger ✪ Dorfkirchen-Tour | über ✪ Giesensdorf (Lichterfelde) ✪ Teltow ✪ Kleinmachnow ✪ Stahnsdorf und ✪ Ruhlsdorf
Nachdem mich ja in der letzten Woche das ✪ unverschämt schöne Wetter auf der Insel ✪ Usedom gleich fünf Mal genötigt hatte, wandern zu gehen, war ich nun auch wieder um eine Erkenntnis reicher: das Knie macht nicht nur ✪ Fortschritte, sondern auch – Schritt für Schritt – wieder ✪ mehr Schritte. Daher war der heutige Plan – ein kleines Stück mehr zu planen. Zumindest war ich guter Dinge, dass die ✪ voranschreitende Belastbarkeit durchaus wieder mit einer gesteigerten ✪ Weitläufigkeit Schritt halten könnte. Gute 20 Kilometer sollten es also werden – denn eine kleine Steigerung der ✪ Strecke, bedeutete gleichermaßen eine große Steigerung der ✪ Möglichkeiten. So war es also heute – dem Knie und ✪ Gott sein Dank! – endlich mal wieder möglich von ✪ Dorf zu Dorf und damit von ✪ Kirche zu Kirche zu wandern. Es ging endlich mal wieder auf eine Brandenburger ✪ Dorfkirchen-Tour. Auch wenn Brandenburg mit seinen gut 850 Dorfkirchen ✪ mittelalterlichen Ursprungs absolut gesegnet ist, trifft man dennoch auch hier und da mal auf ein ✪ Dorf ohne Kirche. Eine ✪ Kirche ohne Dorf ist da schon deutlich seltener zu finden. Entsprechend standen ✪ Merle und ich schon kurz nach unserem Start auch ein kleines bisschen irritiert vor der Dorfkirche ✪ Giesensdorf. Ein wirklich hübsches kleines Gotteshaus, das als einfache ✪ Saalkirche – aus sorgfältig bearbeiteten ✪ Feldsteinen – in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut und – aus weniger gut gequaderten Feldsteinen – etwa 100 Jahre später erweitert wurde. Noch heute gibt es einige erhaltene ✪ Portale und schmale Fenster aus der ✪ Bauzeit, ebenso wie stichbogig vergrößerte Fenster aus dem Umbau des Jahres 1609. Auch die fast schon obligatorischen schweren Schäden aus dem ✪ Zweiten Weltkrieg, als das Bauwerk bis auf die Umfassungsmauern niederbrannte und einen ✪ Wiederaufbau im Jahr 1955, bei dem der einstige hölzerne ✪ Dachturm durch den jetzigen einfachen ✪ Giebelreiter ersetzt wurde, hat der kleine Sakralbau durchlebt. Die zweitkleinste aller in Berlin noch vorhandenen ✪ mittelalterlichen Dorfkirchen hat wirklich alles, nur schon lange ✪ kein Dorf mehr. Denn das ehemalige Dorf und Rittergut ✪ Giesensdorf, das wohl um 1230 gegründet wurde, ist schon seit 1878 ein Teil der Gemeinde ✪ Groß-Lichterfelde, und die wiederum wurde 1920 nach ✪ Groß-Berlin eingemeindet. In diesem Sinne – nix Dorfkirche! ✪ Hauptstadtkirche!! Nach so viel Aufregung gleich zu Beginn und einer Dorfkirche, die wir in der Stadt ließen, ließen wir es erstmal etwas entspannter angehen und plätscherten für knappe 7 Kilometer entlang des ✪ Teltowkanals dahin. Einzig das Wahrzeichen der Stadt ✪ Teltow unterbrach unser ufernahes Treiben und lockte uns auf einem kleinen Abstecher zur ✪ Stadtkirche St. Andreas. Auch diese ist ✪ mittelalterlichen Ursprungs, wenngleich davon heute nur noch das ✪ feldsteinerne Mauerwerk geblieben ist und selbst das wurde über die Jahrhunderte schon mehrfach auf- und umgeschichtet. Eine ✪ erste Feldsteinkirche entstand um 1230 und heute glänzt die Andreaskirche im Schein der ✪ neogotischen Formen mit ✪ klassizistischer Ausrichtung, die ✪ Karl-Friedrich Schinkel ihr den Jahren 1811/1812 geben ließ. Und dazwischen? ✪ Stadtbrände – 1515, 1573, 1711 und 1801 – zwischen „alles Asche“ und „Auferstanden aus Ruinen“ hat die Stadtkirche von Teltow schon häufig Richtfest gefeiert..... Zurück zum ✪ Teltowkanal, wo dann auch der obligatorische Jagdtrieb der ✪ Kamera auf seine Kosten kam. Denn während wir uns weiter gemütlich entlang des Wassers treiben ließen, trieben sich auch so manche bunte und schräge ✪ Vögel im uferbegleitenden Geäst herum. Dann kam die Dorfkirche ✪ Kleinmachnow in Sicht, die man vielleicht am besten als „gefühlt mittelalterlichen Ursprungs“ beschreiben könnte. Ein wuchtiger ✪ Backsteinbau, eine stattlich gewölbte Saalkirche mit hohem querrechteckigen Turm, formsteingefassten Fenstern und polygonalem Chorschluss. Ohne Frage ein Bauwerk der ✪ Spätgotik, dass am Ende des 16. Jahrhunderts baustilistisch einfach nur knapp 100 Jahre zu spät dran war. Geschenkt – kann ja mal passieren und das „echte“ Mittelalter wartete ja nicht mal einen Kilometer später auf uns. Die Dorfkirche ✪ Stahnsdorf stammt aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Eine typische ✪ spätromanische Dorfkirche aus äußerst sorgfältig behauenen ✪ Feldsteinen, als sogenannte ✪ vollständige Anlage ohne Westturm, bestehend aus Kirchensaal, stark eingezogenem Chorquadrat und halbrunder Apsis, errichtet. Nach massiven Zerstörungen und Plünderungen im ✪ Dreißigjährigen Krieg verfiel die Kirche zusehends, wurde erst im Jahre 1696 wieder grundlegend instandgesetzt und 1779 durch den verbretterten ✪ Dachturm ergänzt. Weiter im Text und weiter mit der Tour! Volle Kanne ✪ Mittelalter! Auf dem Dorfanger in ✪ Ruhlsdorf wartet schon seit Mitte des 13. Jahrhunderts die letzte Dorfkirche des Tages. Ein ✪ spätromanischer Feldsteinbau mit eingezogenem Rechteckchor und einem geraden Ostabschluss mit bauzeitlicher ✪ Dreifenstergruppe, von der sich die beiden Äußeren bis heute erhalten haben. Neuzeitlich dagegen ist der verputzte ✪ Backsteinturm im Westen, der mit seiner offenen Laterne aus dem Jahr 1759 stammt. Es folgte noch etwas Wiese und ✪ Weite und damit der Weg durch die ehemaligen ✪ Rieselfelder nach Großbeeren. Dann war sie vorbei, unsere ✪ ornithologische ✪ Sakral-Sause – mit vielen bunten Vögeln und steinalten Dorfschönheiten – ein typischer Tag in Berlin & Brandenburg! Das Knie schien noch ganz und ich war erleichtert! Denn auch wenn es heute einiges an Stadtrand und Gewerbe gab und die heutige Tour sicher nicht die schönste Strecke war und auch nicht die schönste Landschaft aufweisen konnte, so habe sie doch wirklich vermisst in den letzten Wochen, diese spannende Kombination aus ✪ himmlisch schönen tierischen Begegnungen und ✪ anbetungswürdigen göttlichen Behausungen!
Time
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March 21, 2026
These and all previous Brandenburg ✪ village church tours can be found at ✪ komoot.com/de-de/collection/2477112/-brandenburger-dorfkirchen-touren
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☠ R✪BIN 🥾 went for a hike
March 13, 2026
[ Usedom ] Entlang von ✪ Achterwasser und ✪ Schmollensee | einmal um ✪ Pudagla
Es war noch deutlich ✪ vor Sonnenaufgang, da sagte das rekonvaleszente ✪ Knie: Heute geh ich nicht wandern!! und die ✪ Vernunft gab ihm Recht. Es war knapp ✪ nach Sonnenaufgang, da sagte der ✪ Blick aus dem Fenster: Heute gehe ich wandern!! Mir wurscht, was das Knie und die Vernunft machen. Und ich? Ich war schwer genervt. Denn ich war schon wieder genauso lange wach, wie das Knie und die Vernunft. Ich saß mit meinem ✪ Kaffee irgendwo, zwischen all den Stühlen und all den ✪ Stimmen in meinem Kopf und fragte mich, ob es denn wohl überhaupt erlaubt ist, sich im Urlaub über ✪ das viel zu schöne Wetter zu beschweren?? Zu kalt, zu trüb, immer nur grau und total verregnet – das sind doch die klassischen und wohl auch total legitimen Klagen über ein ✪ witterungsbedingtes Ferien-Fiasko. Aber hier?? Hier auf ✪ Usedom war Freitag und auch dieser Morgen war ✪ himmelblau – wie bisher fast ein jeder Morgen unserer Urlaubswoche. Hier ging auch heute wieder eine ✪ Sonne auf, die über ihr wolkenloses Dasein strahlte und die den Blick aus dem Fenster antrieb, nach der nächsten ✪ Wanderung zu verlangen. Eine wetterliche ✪ Unverschämtheit ohne gleichen! Was wollte ich in diesem Urlaub doch alles machen?! Die Entdeckung der Langsamkeit? Nein!! Mehr noch! Die ✪ Verlangsamung der Langsamkeit. Abwechselnd die Füße hochlegen und die Beine baumeln lassen. Viel lesen, viel lümmeln, viel liegen und noch viel mehr nichts tun! Und – wenn das Wetter mitspielt – ein bis zweimal ganz entspannt ein bisschen wandern gehen. Die Realität sah anders aus! Denn natürlich fehlten mir auch heute – wie bisher fast an jedem Morgen unserer Urlaubswoche – jegliche Argumente, warum man bei diesem ✪ Bilderbuchbedingungen nicht rausgehen könnte. Etwas gequält stieg ich also erneut in die ✪ Wanderklamotte und lief los. Ich blickte auf den ✪ Schmollensee und auf die gerade vor 10 Minuten aufgegangene Sonne. Ich lauschte wie der Wind vom ✪ Achterwasser herüberpfiff und wie Massen von ✪ Vögeln ihr Gutenmorgenlied brüllten. Und… ich konnte mir absolut nichts ✪ Besseres vorstellen! Selbst das Knie und die Vernunft waren hellauf begeistert! Schmollensee – Achterwasser – Schmollensee und dazwischen viel Wald, Weite und Wiese. Eine Runde um ✪ Pudagla. Am Ende waren wir mal wieder absolute ✪ Glückskinder. Vor gut 2 Wochen war noch ✪ Winter! Wir bibberten bei Schweinekälte und schlidderten bei Schnee und Eis über sauglatte, nicht geräumte Gehwege und nun genossen wir eine komplette Woche den ✪ Frühling. Fünf tolle Touren, immer Temperaturen im 2-stelligen Bereich, unzählige Sonnenstunden unter strahlend blauem Himmel, die wunderschöne Landschaft der ✪ Insel Usedom und 47 verschiedene ✪ Vogelarten vor der Kamera. Ein ✪ Traum! Gelesen, gelümmelt und gelegen wird in einem anderen Urlaub!
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March 15, 2026
My knee was skeptical, and so was my common sense – but neither traditionally has a majority against a sky-blue Usedom morning.
In any case, I'm delighted: wonderful impressions of a region I'd like to explore myself someday – provided my own knees cooperate. 😅
P.S.: The long-tailed tit is the cutest
Translated by Google •
[ Usedom ] Halbinsel ✪ Gnitz | über ✪ Neuendorf ✪ Lütow und ✪ Netzelkow
Im Hinterland der Insel Usedom – gute drei Kilometer südlich von ✪ Zinnowitz, zwischen Krumminer Wieck, Peenestrom und Achterwasser – liegt die Halbinsel ✪ Gnitz. Hinterland!! Hinterwäldler?!? Von wegen!! Wagen wir mal einen Blick in die ✪ Geschichte… Ein Hauch von ✪ Dallas und dem ✪ Denver-Clan wehte über die Halbinsel! Vor meinem geistigen Auge sponnen die Hauptprotagonisten ✪ J.R. Honecker und das ✪ Biest Margot schon in der zweiten Generation heimtückische Intrigen um ✪ Öl, Macht, Sex und Geld! Aber ok – vielleicht ist im Dunstkreis der ✪ sozialistischen Einheitspartei eine ✪ deutsche demokratische Version von Soaps aus dem ✪ imperialistischen Ausland doch etwas weit hergeholt?! Fakt ist allerdings, dass man im Zuge der ✪ Autarkiebestrebungen des jungen Arbeiter- und Bauernstaats in den 1960er Jahren auf der ganzen Insel Usedom nach ✪ Erdöl suchte und tatsächlich auf dem Gnitz, auf dem Gebiet der Gemeinde ✪ Lütow, das größte Erdölvorkommen in der DDR entdeckte. Warum nun sind dann aber die einstigen Staatsratsvorsitzenden nicht als ✪ Ölscheich Walter und ✪ Kronprinz Erich in die Geschichte eingegangen?? Sagen wir es mal so – viel hilft viel und ✪ wenig hilft wenig! 1966 begann man mit der Förderung, schon im Jahr 1970 hatte die Produktion ihren Höhepunkt erreicht und fiel danach kontinuierlich ab. Seit den 1990er Jahren gelten die Vorkommen als weitestgehend erschöpft und man hatte insgesamt ca. ✪ 1,3 Millionen Tonnen Öl gefördert. Das entspricht relativ genau der Menge Rohöl, die aktuell ✪ Saudi-Arabien pro Tag fördert. Der ✪ kapitalistische – ach nee – ich meine natürlich der ✪ sozialistische Traum von unendlichen Devisen, Reichtum und Luxus platzte also und das erhoffte ✪ ostdeutsche Märchen aus ✪ 1000 und 1 Nacht blieb eine Fata Morgana. Kommen wir mal zurück zum Hier und Heute. Heute gilt die Halbinsel Gnitz als eine der ✪ naturnahesten Regionen im Hinterland Usedoms. ✪ Neuendorf ✪ Lütow und ✪ Netzelkow – gerade mal drei kleine Orte liegen inmitten der sanft hügligen Landschaft, die allerdings hier eine recht große ✪ Vielfalt mit sich bringt. Auf der ✪ Westseite, zum Peenestrom hin, erhebt sich mit dem Weißen Berg eine bis zu 18 Metern hohe ✪ Steilküste, die sich an der Krumminer Wiek entlang zieht. Richtung Süden fällt das Gelände leicht ab, es folgt flaches Land – der sogenannte ✪ Möwenort, der seit 1990 als Naturschutzgebiet ✪ Südspitze Gnitz unter Schutz gestellt ist. Magerrasenwiesen, seltene Pflanzenarten, Weidezäune und schmale Sandstrände. Und mittendrin trifft man hier in der wärmeren Jahreszeit überall weidende ✪ Schafe. Und im Osten? Nichts Neues? Von wegen – hier verläuft die ✪ Flachküste zum Achterwasser, hier wechseln sich kleine Sandstrände mit ausgedehnten Schilfgürteln ab, in denen viele ✪ Seevögel ideale Brutbedingungen finden. Ebenso wie an den Ufern der kleinen ✪ Insel Görmitz, die gute 350 Meter vor der Halbinsel Gnitz mitten im Achterwasser liegt und die aufgrund ihres wertvollen Naturraums aus Magerrasen, Mooren und Schilfbereichen als wichtiges ✪ Brut- und Rastgebiet für Wasservögel seit 2001 als ✪ Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Ohne Frage, hier findet man also – zu Lande, zu Wasser und in der Luft – definitiv deutlich mehr ✪ gefiederte Zweibeiner als Menschen und entsprechend fand auch die Kamera – zu Lande, zu Wasser und in der Luft – eine stattliche Anzahl an sehenswerten Zielen für die ✪ ornithologische Foto-Jagd. Nur – zugegebenermaßen – ich habe ja schon viel ✪ Kitsch fotografiert… landschaftlich wie tierisch, aber die natürlich erzeugte ✪ Lichtinszenierung der tieffliegenden ✪ Schwanensee-Aufführung war dann doch endgültig zu viel des Guten. Kleiner Spaß!! Natürlich habe ich mich unfassbar über die Aufnahmen der ✪ Höckerschwäne gefreut. Egal ob mit dem Smartphone oder einer Kamera – ich denke jeder kennt das Gefühl, wenn man beim fotografieren nichts macht als einfach nur abzudrücken, aber die Natur das Motiv in ein ✪ spektakuläres Licht taucht – oder anders gesagt, wenn man absolut nichts dafür kann und dennoch ein wirklich schönes Foto entsteht. Zurück auf den Boden der ✪ Tour-Tatsachen: An der östlichen Seite des Gnitz liegt auch das kleine Dörflein ✪ Netzelkow, das einst im Mittelalter der Hauptort der Halbinsel war und so erklärt sich wohl auch warum man gerade hier auf ein altes ✪ Gotteshaus trifft. Die heutige Kirche ✪ St. Marien ist wohl noch im 14. Jahrhundert als ✪ gotischer Reckecksaal mit einem wirklich sehenswerten Ostgiebel errichtet worden. Bis heute hat der kleine ✪ Backsteinbau einiges von seinem bauzeitlichen Erscheinungsbild erhalten, nur der im 16. Jahrhundert ergänzte, hölzerne Westturm hat die Zeit nicht überdauert. Wir dagegen hatten überdauert! Einige Stunden unter der frühlingshaften ✪ Sonne Usedoms und einige Stunden auf einer wirklich ✪ schönen Tour mit etlichen ✪ ornithologische Sehenswürdigkeiten vor der Kamera. Die Halbinsel ✪ Gnitz ist und bleibt einfach ein echtes ✪ Insel-Highlight und wirklich tierisch schön!
Time
Distance
Speed
Ascent
Descent
March 13, 2026
Wonderful photos, great text, makes me want to finally visit Usedom... thank you 🥾🌤️🐦⬛🌳🌸🤩
Translated by Google •
a day ago
Plastically everything is very nice to look at. Some of them were already known to me. I always find the chicken thief very charming. Gebug, you've met live poultry again, haven't you? Nice tour :)
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