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Karakoram Highway (G314 / N35) Tag Nummer 128 auf dem Weg nach Indonesien

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Karakoram Highway (G314 / N35) Tag Nummer 128 auf dem Weg nach Indonesien

went for a bike ride

October 11, 2026 at 04:50

Karakoram Highway (G314 / N35) Tag Nummer 128 auf dem Weg nach Indonesien

05:57

117km

19.7km/h

83.3km/h

1,680m

1,210m

Tag Nummer 128 auf dem Weg nach Indonesien.

Was gestern noch sehr hilfreich war, artete heute eher in aktives Mobbing aus. Leider.

Heute früh war noch alles in Ordnung. Zwei von den Polizisten haben mich zu einem fähigen Fahrradkundler geleitet, der eine neue (chinesische) Pelle für mein Rad hatte und in totaler Geduld die Unwucht professionell aus dem Reifen geholt hat. Es ist immer faszinierend, Fachleuten bei der Arbeit zuzusehen. Zudem hatte er das notwendige Equipment.

Bei alldem saß der Typ noch da wie Buddha und hat sich keinen Millimeter zuviel bewegt. Mein größter Respekt. Das ganze hat mich 2000 Rupien gekostet, also knappe 6,50 Euro. Inklusive dem Reifen. Ich habe 2500 gegeben! War es wert!

Danach haben mich die beiden noch bis zum Ende ihres Distrikts begleitet. Was dann aber folgte, war wirklich schon....richtig blöd. Es macht keinen Spaß, wenn ich die ganze Zeit eine Eskorte hinter mir habe. Ich bin doch kein kleines Baby, dass an die Hand genommen werden muss.

Ich habe den Polizisten gegenüber dies auch sehr nachdrücklich zum Ausdruck gebracht. Das Problem war halt auch heute wieder, dass alle 10 Kilometer oder so der Distrikt wechselte und ich neue Jungs am Hintern kleben hatte. Anstrengend.

Irgendwann habe ich dann damit begonnen, die Jungs ein wenig zu veralbern. Bin hin und wieder mal umgedreht, war extra langsam, habe mir nacheinander erst gemütlich ein Eis gegessen und dann einen Tee getrunken. Hat die alles nicht gestört, die hatten ihren Auftrag, den Touristen vor allen Unbillen, welche das Leben so mit sich bringt, zu beschützen. Das ging soweit, dass einer von den Polizisten einen Mann, mit dem ich mich gerade unterhalten habe, total unangebracht angeschnauzt hat, wo ich dann dazwischen gegangen bin.

Überhaupt habe ich mich heute mit ganz vielen Menschen hier sehr gut unterhalten und bin auf dutzenden von Bildern und Videos. Das passt alles nicht zu dem, was die Bulletten mir hier immer weismachen wollen, nämlich dass es hier so gefährlich ist. Kein Stück! Ganz im Gegenteil. Ein netter junger Mann, der im nächsten Jahr nach Deutschland kommen wird und sein Masterstudium in Cyber-Security bei uns macht, hat mir spontan meine Getränke an einem Tankstellen-Shop bezahlt. Und vier Lehrer, mit denen ich mich länger unterhalten habe, haben mich zu sich nach Hause eingeladen.

Hätte ich das Angebot mal angenommen! Denn als es dunkel wurde, habe ich einen guten Spot für mein Zelt direkt neben der Straße gefunden und auch gegen den Protest meiner Eskorte mein Zelt dort aufgestellt. Nur dass die dann ihren Großmufti angefunkt haben, der dann recht aggressiv klar machte, dass er mich nun mit dem Wagen von hier weg transportieren lässt, zu einem sicheren Platz. Also alles wieder auf einen Wagen und los. Diesmal nur dreimal gewechselt.

Das Ende vom Lied, ich liege nun an der Zufahrt zu einem Resort. Und irgendwie hängen da immer noch Typen rum und meinen, auf mich aufpassen zu müssen. Na, deren Problem, es ist jetzt Mitternacht hier, ich wasche mich noch und dann schlafe ich.

Hoffentlich hat der Quark morgen ein Ende und ich kann das Radfahren und die Natur wieder genießen. Durch die Fahrerei bin ich viel zu schnell in eine ganz neue Natur gekommen. Viel mehr Grün hier und irgendwie bereits eine tropische Angelegenheit. Auch kleine Papageien und Bananen habe ich heute im Laufe des Tages gesehen.

Mir fallen jetzt echt die Augen zu.

Gute Nacht.

Ach ja: Ich bin nur knappe 45 Kilometer heute mit dem Fahrrad gefahren! Der Rest war wieder Auto!!

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