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Freischwimmer went cycling
September 20, 2026 at 10:40
04:36
105km
22.9km/h
46.3km/h
550m
640m
Wahoo ELEMNT BOLT v2
Eigentlich wollte ich eine persönliche Best-of-Tour der Kunstbiennale »Manifesta 16 Ruhr« machen, doch der langanhaltende Regen über dem Ruhrgebiet hat mich zum Improvisieren gezwungen. Selbst die obligatorische Verspätung der Bahn hat nicht ausgereicht, um an meinem in Wuppertal-Oberbarmen trockenen Fußes zu startet. Ich habe gewartet, bis es zumindest vom Himmel trocken wurde, um vom Rheinland – das Bergische Land ist nur ein Teil dessen – über den Kohlenbahn-Radweg und entlang des Kemnader Sees nach Bochum in die zweitgrößte Stadt Westfalens zu fahren. Hier hat mir die interaktive Installation FAIL LOUDER von CaboSanRoque with FLEXO ARQUITECTURA in der St. Ludgerus Kirche wieder eine große Freude bereitet, so dass ich meine nassen und dreckigen Klamotten schnell vergessen habe. Immerhin gab es auch etwas Sonnenschein auf dem Weg durch Bochum und über die Erzbahntrasse in Richtung Gelsenkirchen.
Leider war ich wenige Minuten zu spät am MIR – Musiktheater im Revier, so dass die Ausstellung zur Manifesta bereits geschlossen hatte, weil für eine Veranstaltung aufgebaut wurde. Quer durch die Innenstad bin ich dann nach Ückendorf, wo ich wieder von der Installation »Möglich Unvorhersehbar« von Penique Productions überwältigt war. Die in blaue Kunststoffbahnen verhüllte Kirche wirkt dabei total fremd, ohne fremd zu sein.
Auf meinem Weg bin ich hinauf auf die Halde Rheinelbe, die von einem künstlichen, kegelförmigen Berg mit der Himmelsttreppe und einer Betonskulptur bekrönt ist. Der freue Blick wird durch den wachsenden Wald langsam immer eingeschränkter. In weitem Bogen bin ich auf Bahntrassen in Richtung Emscher gefahren. Hier habe ich die Stadtgrenze nach Essen überquert und damit auch wieder das Rheinland erreicht. Dort bin ich zunächst einmal über die Schurrenbachhalde gefahren. Oben empfängt einen eine steinige Mondlandschaft, in deren Zentrum eine in die Erde gerammte Stahl-Bramme von Richard Serra steckt.
Leider war der direkte Weg über Rhein-Herne-Kanal und Emscher gesperrt, so dass ich einen Umweg nehmen musste, um zur St. Marien Kirche in Essen-Karnap zu kommen. Die vom Kölner Architekten Hans Schilling geplante Kirche soll demnächst abgerissen werden, was sich in den Installationen im Kirchenraum auch widerspiegelt. Gibt es keine Nutzung für solch eindrückliche Orte?
Nachdenklich bin ich zurück nach Essen, um von dort über den RS 1 nach Mülheim und dann weiter nach Duisburg zu fahren. Leider haben der späte Start, ein anstrengender Gegenwind und dann noch eine Umleitung dafür gesorgt, dass ich zu spät in Duisburg angekommen bin, um mir die Installationen in der Liebfrauenkirche nochmal anzusehen. Beim nächsten Mal fahre ich in entgegengesetzte Richtung, um genügend Zeit dafür zu haben …
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (260 m)
Lowest point (30 m)
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