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Paradiesische Pfade, fränkische Volksfrömmigkeit und fränkische Braukunst 🍺 rund um Steinfeld

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Paradiesische Pfade, fränkische Volksfrömmigkeit und fränkische Braukunst 🍺 rund um Steinfeld

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September 19, 2026 at 07:46

Paradiesische Pfade, fränkische Volksfrömmigkeit und fränkische Braukunst 🍺 rund um Steinfeld

03:19

17.3km

5.2km/h

210m

210m

Das malerische Steinfeld, ein Gemeindeteil von Stadelhofen, bildet das nordwestliche Eingangstor zur Fränkischen Schweiz und empfängt seine Besucher mit dem typisch rauen, aber ungemein charmanten Charakter des Nördlichen Frankenjuras. Wer den Ort durchstreift, stößt mitten im Zentrum auf ein ganz besonderes Naturphänomen: die gefasste Karstquelle der Wiesent. Hier erblickt der Hauptfluss der Fränkischen Schweiz das Licht der Welt, bevor er sich auf seine rund 78 Kilometer lange Reise durch die Region begibt. Besonders zur Osterzeit verwandelt sich diese Quelle in einen prachtvoll geschmückten Osterbrunnen, der weit über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt ist. Doch Steinfeld zieht nicht nur Naturgenießer an. Direkt am westlichen Ortsrand ragen mit dem Steinfelder Turm und dem Steinfelder Wändchen imposante Kalksteinfelsen empor, die mit ihren löchrigen, technisch anspruchsvollen Routen vor allem bei Klettersportlern im sechsten und siebten Schwierigkeitsgrad sehr beliebt sind.
Verlässt man den Ort, eröffnet sich eine der schönsten Landschaften der gesamten Jura-Hochfläche. Direkt zwischen Steinfeld und Stadelhofen erstreckt sich das wildromantische Paradiestal. Dieses unter Naturschutz stehende Trockental wird von bizarren, majestätischen Felsformationen wie dem „Langen Stein“ oder dem „Paradies-Wächter“ gesäumt. Ein wunderschöner, gut zehn Kilometer langer Rundwanderweg führt fast ohne nennenswerte Höhenmeter durch dieses idyllische Tal und bietet Wanderern pure Entspannung in einer fast unberührten Natur. Für Geschichtsinteressierte lohnt sich zudem ein Abstecher in die Nachbargemeinde Wattendorf am steilen Juraaufstieg, die als uraltes Siedlungsgebiet gilt und in der Archäologen Spuren aus der Zeit um 3000 vor Christus sichern konnten.
Zu einer gelungenen Tour auf dem Fränkischen Jura gehört natürlich auch die kulinarische Einkehr, denn die Umgebung ist tief in der traditionellen fränkischen Brauereikultur verwurzelt. Nach einer ausgiebigen Wanderung laden die urigen Handwerksbrauereien in den benachbarten Orten wie Schederndorf oder Stadelhofen dazu ein, den Tag bei einer deftigen Brotzeit und einem frisch gezapften, süffigen Landbier in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Wer von Steinfeld aus weiter dem Lauf der Wiesent nach Süden folgt, erreicht zudem schnell das touristische Herz der Fränkischen Schweiz, wo Highlights wie das romantische Schloss Freienfels bei Hollfeld oder die monumentale Versturzhöhle Riesenburg im Wiesenttal darauf warten, entdeckt zu werden.

Sucht man auf seiner Reise durch Oberfranken echte, unverfälschte Braukultur, kommt an einem Stopp im beschaulichen Ortsteil Steinfeld (Gemeinde Stadelhofen) nicht vorbei. Am Rande der Fränkischen Schweiz wartet hier die Brauerei Hübner – ein echter Geheimtipp, der die Uhren ein kleines bisschen langsamer drehen lässt.

Die Wurzeln dieses Familienbetriebs reichen bis in das Jahr 1720 zurück, und seit über 200 Jahren liegt das Brauhandwerk fest in Familienhand. Heute führt Thomas Will die Tradition fort. Das unangefochtene Herzstück der Brauerei ist das süffige Vollbier, das von den Einheimischen bis heute liebevoll „Otto-Bier“ genannt wird – ein Denkmal für den langjährigen, legendären Braumeister Otto Hübner. Wer es hochprozentiger mag, probiert die hauseigenen Spezialitäten aus der angeschlossenen Schnapsbrennerei.

Ein Besuch der Gaststube gleicht einer charmanten Zeitreise in die 1960er-Jahre. Knarzende Holzböden, urige Fenster und ein gemütlicher Kachelofen versprühen eine Gemütlichkeit, die man heute nur noch selten findet. Serviert werden ehrliche, fränkische Hausmacherbrotzeiten. Ein kleiner kulinarischer Tipp: Mittwochs gibt es frische Hähnchen und freitags Pizza. Im Sommer zieht es Wanderer, Radfahrer und Kletterer nach einem langen Tag in der Natur in den schattigen Biergarten, um bei einem kühlen Seidla neue Kraft zu tanken.

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