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2026/47 Wanderung vom S-Bhf. Blankenfelde/Fläming über Blankenfelde Dorf und Mahlow Dorf bis zum S-Bhf. Lichtenrade
2026/47 Wanderung vom S-Bhf. Blankenfelde/Fläming über Blankenfelde Dorf und Mahlow Dorf bis zum S-Bhf. Lichtenrade
rainer kunke went for a hike
August 26, 2026 at 09:33
03:02
13.6km
4.5km/h
70m
70m
Heute war wieder ideales Wanderwetter und da habe ich nun einmal eine Tour im nahen südlichen Umland von Berlin gemacht, wo ich noch nie war und ich konnte mit der S2 ohne Umsteigen bis nach Blankenfelde im Landkreis Teltow-Fläming fahren.
Gestartet bin ich am S-Bahnhof Blankenfelde und man staunt schon am S- Bahnhof mit dem neu gebauten Parkhaus und den neuen Strassen bis zum Rathaus, was da so in der Gemeinde investiert wird und gleich hinter dem Rathaus beginnt die sehr grosse historische GAGFAH-Wohnsiedlung und da bin ich quer durch die Siedlung in Richtung des alten Dorfkernes und Vieles in der diese Wohnsiedlung (erbaut um 1935) erinnerte mich an die von mir schon 6 besuchten Berliner UNESCO-Weltkulturerbe-
Stadtsiedlungen.
Dann bin ich weiter zum alten Dorfkern von Blankenfelde mit der Dorfkirche, alten Bauerngehöften und der Alten Dorfschmiede und die hat mich besonders interessiert, denn dort arbeitet wirklich noch ein aktiver Kunstschmied und der lud mich in seine Werkstatt ein und der Schmied zeigte mir viele seiner kleinen Schmiedekunstwerke und er war gerade dabei, einen Kundenwunsch zu erfüllen, ein neues Gartentor, oben mit einem Hundekopf, wie vom Kunden gewünscht. Zum Schluss erzählte mir der Schmied, seine Schmiede-
arbeit nach Kundenwunsch ist zeitaufwendig und hat seinen Preis und er kann von seiner Arbeit leben, würde aber davon nicht reich. Für mich war das eigentlich das Highlight der Tour, denn wann sieht man noch einen Schmied in einer ganz alten Werkstatt arbeiten.
Von dort bin ich dann durch den gepflegten Dorfanger zur Dorf-
kirche, aber leider keine offene Kirche. Dann, um nicht so 2 km auf der Hauptstrasse in Richtung Mahlow zu laufen, bin ich wieder so auf Nebenstrassen und Waldwege zur nördlichen Dorfgrenze gewandert, denn dort musste ich auf der grossen Strassenbrücke die Bahngleise am grossen Eisenbahnkreuz unbedingt nutzen.
Dann kam ich am Ortsrand von Mahlow und mein Ziel war die Mahlower Höhe. Aber bis zur Siedlung, an der ich vorbei musste, war eine schmale Strasse ohne Gehweg oder Randstreifen mit viel Verkehr und so änderte ich meine von Komoot angezeigte Wandertour und bin rechts von dieser Strasse durch eine andere Siedlung und mutig entschloss ich mich dann durch den Wald auf angezeigten Wanderwegen mit meinem Rollator zu wandern. Am Anfang war der Weg breit genug und mir kam eine Frau entgegen mit einem Doppelsitzerkinder-
wagen. Aber immer tiefer im Wald wurden die Wanderpfade immer schmaler und mit Baumwurzeln und mitten im Wald sah ich dann, warum die Waldpfade so einen grossen Bogen machten, denn dort ging eine lange tiefe Schlucht lang. Aber ich habe es dann doch auf den von Komoot mir empfohlenen Weg am Feldrand geschafft (wer die Tour nachwandern möchte, also nicht durch den Wald, sondern vom Siedlungsbeginn sofort am Feldrand lang).
Aber das letzte Stück hoch zur Mahlower Höhe, kein Trümmerberg wie ich vermutete, sondern eine stillgelegte Müllhalde, ist auch nur ein steiler Trampelpfad, aber oben sind Bänke für eine Wanderpause und bei Sonnenschein eine schöne Aussicht auf das Dorf Mahlow mit seiner alten Dorfkirche und man sieht in der Ferne sogar die Hoch-
häuser in Marienfelde.
Dann kam ich in das kleine Bauerndorf, leider war die Dorfkirche nicht offen, aber das Dorf machte einen gepflegten Eindruck und mein nächstes Ziel war dann die Siedlung "Waldblick" und da muss man unbedingt über Ampelkreuzung der viel befahrenen Landstrasse L76. Die Siedlung "Waldblick" liegt genau an der Berliner Stadtgrenze und durch die Protestplakate an den Zäunen einiger Grundstücke wurde ich auf das Thema "Dresdner Bahn" wieder aufmerksam und die Deutsche Bahn hat diese stillgelegte Bahnlinie in den letzten Jahren wieder im modernsten Sicherheitssystem aufgebaut und vor Kurzen in Betrieb genommen und da gibt es jetzt keine Bahnübergänge mit Schranken mehr und für Hauptstrassen mussten etliche grosse Brücken oder Unterführungen gebaut werden und in Abständen Rad- und Fussgängertunnel und dafür mussten dort die Einwohner kämpfen und sogar für den "Mauerweg" wurde ein Tunnel gebaut.
Nach dem Überqueren der Stadtgrenze war ich dann in Lichtenrade und Komoot zeigt dort noch die Sperrung an der Bahnlinie als Baustelle an, aber der Bahntunnel ist schon für Fuss-
gänger frei und dann war es nicht mehr weit bis zum Lichtenrader Zentrum mit der katholischen "Salvatorkirche", die nach 18:00 Uhr schon geschlossen war, aber ich war dieses Jahr bei einer anderen Wanderung schon in der Kirche und ihre neobarocke Innenausstattung ist schon beeindruckend. Auf der anderen Strassenseite liegt die historische "Alte Mälzerei", der erste grosse Industriebau zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Lichtenrade, ein wirklich beeindruckendes Bauwerk.
Am S-Bahnhof Lichtenrade musste wegen dem Bahnneubau auch eine besonders breite Bahnunter-
führung gebaut werden, weil da auch extra breite Radwege mit integriert wurden.
Dann bin ich noch vor der Heim-
fahrt schnell dort in das mir schon bekannte Griechenrestaurant und habe mir eine kleines "Kindermenüe" und ein griechische Bier bestellt, denn mein Frühstück lag schon 10 Stunden zurück.
Als ich auf den Bahnsteig kam, da stand schon abfahrbereit meine S2 nach Buch und kaum war ich im Wagen und da fuhr die Bahn sofort los und so kam ich nicht gleich zum Tour speichern auf Komoot und deshalb zeigt die Tour 600 m zuviel an. Meine Wandertour war genau 13 km lang und ich war wieder ohne Bäckereibesuch über 7 Stunden unterwegs und mein Besuch beim Kunstschmied war nicht nur hochinteressant, sondern auch einige Zeit in Anspruch genommen.
Es war aber wieder eine sehr interessante Wanderung, weil man am Stadtrand immer wieder durch solche grossen Wohnsiedlung kommt, die vor 100 Jahren damals in und um Berlin gebaut wurden, weil die Industrialisierung auch das enorme Wachstum der Bevölke-
rung förderte und man brauchte damals dafür viele bezahlbare Wohnungen und man hat statt diese berüchtigten Hinterhofhäuser sich mehr für diesen Siedlungsbau am Stadtrand entschieden.
Wer sich nicht nur fürs Wandern, sondern auch die Geschichte von Grossberlin interessiert, dem kann ich diese Wanderung empfehlen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Blankenfelde im Landbuch von Karls IV. im Jahr 1375.
Die alte Dorfkirche von Blankenfelde stammt aus dem Mittelalter. Auffällig sind der sorgfältig aus Feldsteinquadern errichtete Chor und das unregelmäßigere Kirchenschiff. Der Fachwerkturm kam erst in barocker Zeit hinzu.
1978 fiel die Dorfkirche in Blankenfelde einem Brand zum Opfer. Allein die Umfassungs-
mauern aus Feldstein blieben erhalten. Bereits kurz nach dem Brand begannen die Aufbau-
arbeiten, die mit einer erneuten Kirchweihe im Jahr 1981 abgeschlossen wurden.
Im späten 19. Jahrhundert veränderte der Bau der Eisenbahn das Leben im Umland von Berlin.
Im Jahr 1992 wurde die Berliner S-Bahn-Linie bis nach Blankenfelde reaktiviert, was den Zuzug von Pendlerinnen und Pendlern förderte.
Blankenfelde-Mahlow ist eine lebendige, grüne Gemeinde mit über 29.500 Einwohnenden, verteilt auf 55 Quadratkilometern Gesamtfläche. Damit ist Blankenfelde-Mahlow die bevölkerungsreichste Gemeinde des Brandenburger Landkreises Teltow-Fläming. Die selbstbewusste Gemeinde am Rande der Hauptstadt besticht durch eine Mischung aus kleinstädtischem Flair und grünen Erholungsland-
schaften und macht einen sehr gepflegten Eindruck.
Am Rande der Ortsteile haben sich in mehreren großen Gewerbe-
gebieten nationalen und inter-
nationalen Unternehmen an einem attraktiven Standort nieder-
gelassen.
Die GAGFAH-Siedlung in Blankenfelde ist eine historische, in den 1930er-Jahren errichtete Großsiedlung. Sie ist nach Bremen und Stuttgart die drittgrößte GAGFAH-Siedlung Deutschlands. Architekt Otto Englberger plante die Straßen rechtwinklig mit überwiegend Doppelhäusern und einheitlichen Details wie grünen Fensterläden und Türen.
Die GAGFAH-Siedlung in Blankenfelde liegt im alten Ortskern von Blankenfelde, zentral um die Märkische Promenade sowie die Erich-Klausener-Straße und den Brandenburger Platz.
Das Angerdorfes Mahlow wurde erstmals 1287 urkundlich erwähnt.
Mahlow entstand als ost-westlich orientiertes Angerdorf. Die Dorf-
straße bildete den zentralen Dorfkern. Mitten im historischen Ortskern steht die evangelische Dorfkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Um 1900 bestand der alte Ortskern nur aus rund 48 Häusern nahe der Kirche. Nach dem Bau des Bahnhofs im Jahr 1875 wuchs der Ort stark an, da viele Berliner zuzogen.
Die Mahlower Höhe ist ein 62 Meter hoher, renaturierter ehemaliger Deponiestandort in Mahlow. Die ehemalige Mülldeponie wurde in ein wertvolles Offenland-Biotop umgewandelt. Ein spezielles Pflegeprogramm schützt dort seltene Bodenbrüter wie Feldlerche, Bluthänfling, Neuntöter und Pirol. Auch Reptilien, Insekten und Lurche leben hier.
Die katholische Salvatorkirche in Berlin-Lichtenrade wurde von 1930-1933 äusserlich im Stil von Neuer Sachlichkeit erbaut und ist die einzige katholische Kirche in Berlin mit einer neobarocken Innenausstattung.
Die Kirche steht zusammen mit dem Pfarrhaus und dem ehemaligen Christophorus- Kinderkrankenhaus unter Denkmalschutz.
Die Alte Mälzerei Lichtenrade in der Steinstraße wurde in den Jahren 1897/98 im Stil der norddeutschen Neorenaissance als erste Industrie-
ansiedlung des Ortes erbaut. Nach dem Ersten Weltkrieg und Getreiderationierungen lohnte sich die Produktion nicht mehr. Das Gebäude diente ab den 1930er-Jahren als Lager, im Zweiten Weltkrieg als Proviantlager der Wehrmacht und im Kalten Krieg teilweise als West-Berliner Senatsreserve. Nach langer Zeit des Leerstands und des Verfalls wurde das markante Backsteingebäude 1984 unter Denkmalschutz gestellt. Ab 2018 wurde die Mälzerei durch den neuen Eigentümer und mit Fördermittel grundlegend saniert. Heute ist die Alte Mälzerei in Lichtenrade das kulturelle Herzstück des neuen Quartiers „Lichtenrader Revier".
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