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Ma Nu Ela 🇩🇪 went for a hike
August 26, 2026 at 09:03
01:32
7.19km
4.7km/h
20m
20m
Gräfenhainichen ist eine Kleinstadt im Landkreis Wittenberg (Sachsen-Anhalt), die als Geburtsort des bedeutenden Kirchenliederdichters Paul Gerhardt und durch das Industriedenkmal Ferropolis bekannt ist.
Das idyllische Heidestädtchen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Neben Paul Gerhardt prägten Handwerk und Industrie die Region.
Die Stadt liegt am Rande der Dübener Heide und grenzt direkt an das neue Seenland rund um den Gremminer See.
Gestartet bin ich am Vorstadtteich, vorbei an der Schloßruine in die Innenstadt zum Markt mit Rathaus , Brunnen, Stadtkirche St.Marien, weiter zur Paul-Gerhardt-Kapelle und Schacht Barbara (Gastronomie) zur Gremminer Brücke welche als Stadtbalkon gilt. Dort hat man einen schönen Blick über den Gremminer See Richtung Ferropolis.
Die Schlossruine (Freilichtbühne) wurde im 12. oder 13. Jahrhundert vom Fürsten von Anhalt auf einer älteren Burganlage erbaut und 1325 erstmals urkundlich erwähnt.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage von schwedischen Truppen geplündert und in Brand gesetzt; danach nicht wieder aufgebaut. Die erhaltenen historischen Mauern dienen heute als idyllische Freilichtbühne für Veranstaltungen wie das Paul-Gerhardt-Liedersingen oder Filmnächte.
Die Gastronomie Schacht Barbara in Gräfenhainichen ist eine Erlebnisgaststätte mit Bergbautradition, die nach der Wiedereröffnung im Jahr 2022 heute vor allem kaukasische Spezialitäten anbietet. Ich kannte sie noch von früher ... hab mich gefreut, dass sie erhalten blieb ...
Die Gremminer Brücke, welche im Jahr 2001 eingeweihte und lokal als „Blaues Wunder“ bezeichnet wird ist die bekannte Verbindung direkt aus der Stadt an den neuen Gremminer See (den gefluteten ehemaligen Braunkohletagebau Golpa-Nord).
Entlang des Weges vom Stadtbalkon in Richtung Ferropolis stehen imposante Stahl- und Schrottskulpturen. Diese wurden zwischen 2004 und 2025 von Schülerinnen und Schülern der örtlichen Ferropolis-Schule im Kunstunterricht entworfen und gestaltet.
Ein weiteres Projekt erstreckt sich vom Stadtbalkon in Richtung Radis. Zehn Informationstafeln erinnern an das ehemalige Dorf Gremmin, das im Jahr 1982 dem Braunkohletagebau weichen musste.
Der Weg führt direkt zum Freilichtmuseum und Veranstaltungsareal auf einer Halbinsel im Gremminer See. Gigantische Tagebau-Großgeräte wie Schaufelradbagger und Absetzer (die „großen Fünf“) prägen diese Kulisse, die heute für Festivals, Konzerte und Events genutzt wird
Auf dem Rückweg schaute ich mir noch die Preußer'sche Bockwindmühle an ... tolle Eindrücke 💃
Ups ... was darf nicht fehlen ... RICHTIG Spukgeschichten ☝🏽🤩
Die historische Chronik der Stadt hält eine der düstersten Realitäten bereit: Im Jahr 1637, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde Gräfenhainichen von schwedischen Truppen fast vollständig zerstört. Das Rathaus und unzählige Häuser brannten nieder, viele Einwohner verloren auf grausame Weise ihr Leben. In der Altstadt – besonders rund um den historischen Markt – wird sich hinter vorgehaltener Hand erzählt, dass die Seelen der damals Überfallenen keine Ruhe finden. Zu bestimmten Jahrestagen soll der Geruch von kaltem Rauch durch die Gassen ziehen, begleitet von dem verzweifelten Klirren von Rüstungen und Schritten im Nebel ... ich lie's 👏🏼
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