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Holger went for a hike
August 20, 2026 at 03:53
04:36
7.49km
1.6km/h
60m
60m
Garmin fēnix 8 solar
Im Morgenlicht erwartet uns die Kalon-Moschee, ihre gelben "Sonnen"-Kacheln glitzern der Sonne entgegen. Die Moschee von 1514 ist super klassisch: Hof, vier Iwane, an den Seiten viele überkuppelte Säulengänge. Nach Bibi Chanim ist sie die größte Moschee. - Die Mir-al-Arab-Medrese gegenüber ist geschlossen. Sie ist diejenige, die seit 1535 als Schule ununterbrochen in Betrieb war.
Durch den Basar der Juweliere gelangen wir zur Ulugh Beg-Medrese. Auch diese sehr klassisch (ich liebe das!), zweistöckig, harmonisch, strenge Muster. An der Tür steht: "Das Streben nach Wissen ist die Pflicht eines jeden Muslim und jeder Muslima(!)". Die Abdul Laziz Khan Medrese (1651) gegenüber ist im Verfall begriffen; Risse ziehen sich durch die Mauern und durch die Stuck-Muqarbas, Fliesen bröckeln ab. (Hier brauchen wir mal einen potenten Spender!) Ansonsten ist auch sie klassisch aufgebaut, zweistöckig und auch die Zellen zweistöckig in sich. Die Kunsthandwerker sind hier zugange. Tiefer steht die interessante Magʻoki-Attori-Moschee, die - im 12. Jhd. errichtet - auf einem zoroastrischen Vorläufer basiert und in der Muslime UND Juden beteten. Ohne Fliesen-, dafür mit feinem Ziegelschmuck zeigt sie sich.
Am Teich Labi Hovuz liegt das Nodir-Devonbegi-Khanaqa. Die Angaben dazu bleiben unklar; dem Aufbau nach war es klar eine große Moschee, heute beherbergt sie das Museum für Angewandte Kunst. Auf der "zweiten Seite" des Teichs befindet sich die Kukeldash-Medrese, die größte Medrese in Buchara, heute ein Kunsthandwerkerhof (ich kaufe auch). Auf der "dritten Seite" steht die Nodir-Devonbegi-Medrese mit Fantasie-Papageien-Kranichen auf dem Fliesen-Dekor der Vorderfront(!). Erbaut zwischen 1619 und 1623, ist auch diese klassisch in der Form, doppelt zweistöckig, mit Café im Hof. - Wir laufen zum touristisch hübschen und bekannten viertürmigen Chor Minor, eigentlich dem Eingangshaus einer Medrese, nur das heutzutage die Medrese fehlt.
Übrigens war das Stadtzentrum voller Polizei und voller unauffälliger Menschen, z.T. in den gleichen blauen T-Shirts, besonders um die Kukeldash-Medrese herum, und dann fuhr eine mehrfach gesicherte Wagenkolonne mit den Präsidenten Usbekistans an uns vorbei :-o.
Wir laufen zurück, suchen noch die Synagoge (geschlossen), finden dafür ein jüdisches Herrenhaus (19. Jhd), verschiedene Karawansereien und eine Kunstausstellung.
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