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Kay
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Wanderung von Silberhütte über Schaubergwerk Glasebach, Straßberg, Selketal, Uhlenköpfe. HWN 194, 175, 177

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Wanderung von Silberhütte über Schaubergwerk Glasebach, Straßberg, Selketal, Uhlenköpfe. HWN 194, 175, 177

went for a hike

June 7, 2026

Wanderung von Silberhütte über Schaubergwerk Glasebach, Straßberg, Selketal, Uhlenköpfe. HWN 194, 175, 177

02:14

11.9km

5.3km/h

230m

230m

Liebes Reisetagebuch.
Heute war ich wieder auf Stempeljagd für die Harzer Wandernadel. Einem Reiseführer verdanke ich diese Tour.
Den Einstieg in die Tour habe ich total verpatzt. Also man muß am Anfang wohl weiter unten bleiben. Egal. Mein Problem war nur, ich hatte eine Führung im Schaubergwerg um 12:00 gebucht. Die Dame am Telefon meinte ich sollte spätestens 11:45 da sein. Durch den verkorksten Anfang war ich ein wenig im Zeitdruck. Bei meinem Eintreffen war dann aber alles sehr entspannt. Die Dame der Kasse rief aus dem Nebenraum, der die Küche ist, sie sei gerade mit der Essenausgabe beschäftigt, ich solle mich draußen hinsetzen... sie würde mich dann schon finden. Ich ging in die Gaststube und bestellte ein kleines Isotonisches Getränk. Den Eintritt konnte ich da gleich mit bezahlen. Es war genug Zeit für ein Getränk. Warum ich unbedingt spätestens 11:45 da sein sollte erschließt sich mir nicht. Nun ging es dann auch los. 12:10 legten wir unsere Schutzausrüstung an. Den Helm brauchst du wirklich. Eine Jacke darfst du dir auch anlegen. Kleiner Tip: zieht euch noch was warmes an. Da unten sind 8°C. Die Stollenbefahrung ging los. Zu Fuß. Neben mir war es noch eine Frau die sich für die Grube interessierte. Also waren wir zu dritt. Da konnte man den Führer schön Löcher in den Bauch fragen. Zuerst staunte man nicht schlecht über das große Kunstrad. Es ist ein sehr großes Wasserrad. Kunstrad heißt das weil der Antrieb mit Wasserkraft, Wasserkunst hieß. Es gab auch Pferdekunst. Das war dann ein Antrieb mit Pferden. Es ist auch eine Kunst so ein Rad herzustellen. Leider kann man das Rad nicht drehen. Die Welle ist kaputt. Sie ist aus Eichenholz und hat natürlich im laufe der Zeit gelitten. Nächstes Jahr soll sie erneuert werden. Die Wasserkunst trieb die Wasserpumpen im Bergwerk an und leistet 16 PS. Diese Konstruktion ist weltweit wohl einmalig. Weiter ging es in den Stollen. Über uns wacht nun die heilige Barbara. Die Heilige der Bergmänner. Man sieht noch Reste der Antriebstechnik. Eine große Welle aus Eichenholz ist zu bewundern. Sie ist wohl 200 Jahre alt und wiegt geschätzt 8 Tonnen. Sie ist trotz ihres Alters in ganz gutem Zustand. So lange sie nass bleibt hat sie noch ein langes aber einsames Leben. Die Führung war sehr interesant. In jedem Bergwerk erfährt man andere Sachen. Und der Flußspat der hier abgebaut wurde ist an sich schon ein schönes Mineral. Aber die Sinterungen waren die eigentlichen Highlights. Ablagerungen von Kupfer und Eisen bildeten wunderschöne Gebilde an den Felswänden. Muss'de gesehen haben. Man erfährt auch viel über den Alltag unter Tage. Die jüngsten die hier unten gearbeitet haben waren 12 Jahre alt. Unvorstellbar. Zumal man eh nur 20 Jahre untertage gearbeitet hat. Dann war man körperlich fertig. Knochen, Lunge, Ohren und die Strahlung bzw. das Radon. Die Bergleute wurden nicht alt. 35 war schon alt. Es gab aber auch eine Bergmannrente. Die gibt es heute auch aber erst ab 60. Bzw. Ab 62. Jedenfalls will man damals kein Bergmann gewesen sein. Heute aber auch nicht. Im Untergrund liegen unglaubliche Mengen an Flußspat. Leider ist der Abbau in Deutschland zu teuer. China kann übertage abbauen. Das ist erheblich billiger.
Wieder übertage wurde uns empfohlen die Hände zu waschen. Die Kupfersinterungen wirken selbst in geringsten Konzentrationen stark abführend. Also Hände gewaschen, und weiter geht es nach Straßberg. Nettes gepflegtes Dorf. Der Rückweg folgt im wesentlichen der Selke. Mit ein wenig Glück erhascht man einem Blick auf die Selketalbahn. Ich hatte Glück. Eine Dampflock zuckelte an mir vorbei. Sonst hält der Rückweg keine Überaschungen bereit. Noch schnell einen kleinen Abstecher zu den Uhlenköpfen. Stempel holen. Und ab zum Parkplatz.
Somit habe ich heute wiedermal nichts weiter erlebt.
Die Bilder sind ein wenig durcheinander.

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