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Rundtour Richtung Machtolsheim - Albhochfläche im Wechselspiel von Sonne und Wind
Rundtour Richtung Machtolsheim - Albhochfläche im Wechselspiel von Sonne und Wind
Hikers gonna Hike and others went for a hike
February 28, 2026 at 09:42
03:10
16.0km
5.1km/h
190m
200m
Start: Waldwanderparkplatz bei Hohenstadt (bei Geislingen an der Steige)
Schon am Start merkt man: Das wird kein Postkartenwetter wie gestern. Der Himmel kann sich nicht entscheiden. Sonne blitzt durch, zieht sich wieder zurück. Dazu dieser typische Albwind, der immer ein paar Grad kälter wirkt, als das Thermometer behauptet.
Die ersten Meter führen über freie Flächen. Weitblick statt Wald. Die Hochfläche der Schwäbischen Alb zeigt sich offen, fast puristisch. Wer hier unterwegs ist, merkt schnell, warum die Gegend landwirtschaftlich geprägt ist: fruchtbare Böden auf der Albhochfläche, weite Ackerstreifen, wenig natürliche Barrieren.
Rechts und links drehen sich Windräder. Und nein, das ist kein Zufall. Die Albhochfläche gehört zu den windreicheren Regionen Baden-Württembergs. Schon im Mittelalter nutzte man hier Windkraft – nur eben noch mit Mühlsteinen statt Generatoren. Heute summen die Rotoren, während wir unsere Kilometer sammeln.
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Über Felder und durch lichte Waldstücke
Der Track verläuft abwechslungsreich: viel Feld, zwischendurch Waldpassagen, die Schutz vor dem Wind bieten. Genau diese Wechsel machen die Runde angenehm. Keine brutalen Anstiege, kein alpines Drama – dafür stetiges Vorankommen.
Mit nur knapp 200 Höhenmetern bleibt die Tour moderat. Man merkt das Profil kaum, es rollt eher sanft durch die Landschaft. Ideal für eine gemeinsame Runde ohne sportliche Überambition.
Der Wind begleitet uns konstant. Mal kühl im Gesicht, mal von der Seite. Die Sonne schafft es immer wieder durch die Wolken, was die Stimmung hebt – nur um sich kurz darauf wieder zu verstecken. Klassisches Alb-Wetter. Ehrlich, wechselhaft, unverstellt.
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Die Schlössle-Ruine im Wald
Im Wald wartet das historische Highlight: die Schlössle-Ruine.
Historisch gesichert? Nicht wirklich.
Interessant? Absolut.
In der Ortsbeschreibung des Oberamt Münsingen von 1825 wird erwähnt, dass hier einst ein helfensteinisches Schloss gestanden haben soll. Belege? Fehlanzeige. Lediglich der Sage nach sei der Steinberg ein Überrest dieser Anlage.
Das macht den Ort eigentlich noch spannender. Man steht zwischen Bäumen, sieht unscheinbare Geländestrukturen – und fragt sich: War hier wirklich einmal eine Burg? Oder hat sich die Geschichte verselbständigt?
Fun Fact: Viele sogenannte „Burgstellen“ auf der Alb sind bis heute archäologisch nicht eindeutig geklärt. Oft wurden natürliche Felsformationen oder Geländeerhebungen später als Ruinen interpretiert. Die Grenze zwischen Sage und Geschichte ist hier erstaunlich dünn.
Kein Massentourismus, keine Besucherströme. Nur Wald, Wind in den Kronen und dieser Hauch von Vergangenheit.
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Richtung Machtolsheim – und kurz davor zurück
Der Track führt in Richtung Machtolsheim. Doch kurz davor biegt ihr ab. Kein Durchmarsch ins Dorf, keine Einkehrstrategie, sondern bewusste Rückkehr in die Offenheit der Alb.
Die zweite Hälfte bleibt entspannt. Der Rhythmus stimmt. Gespräche laufen, Schritte gleichmäßig, kein Druck. Man merkt den Unterschied zwischen einer „Ich-muss-Leistung-bringen“-Tour und einer „Wir-sind-einfach-unterwegs“-Runde.
Die letzten Kilometer ziehen sich nicht. Sie gleiten.
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Fazit:
Keine spektakuläre Gratwanderung. Kein epischer Sonnenuntergang.
Dafür Weite, Geschichte, Bewegung und gemeinsame Zeit.
Und genau deshalb wirkt die Tour so rund.
Jetzt haben wir uns etwas Ruhe verdient.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (790 m)
Lowest point (700 m)
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