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February 28, 2026

Rundtour Richtung Machtolsheim - Albhochfläche im Wechselspiel von Sonne und Wind

Start: Waldwanderparkplatz bei Hohenstadt (bei Geislingen an der Steige) Schon am Start merkt man: Das wird kein Postkartenwetter wie gestern. Der Himmel kann sich nicht entscheiden. Sonne blitzt durch, zieht sich wieder zurück. Dazu dieser typische Albwind, der immer ein paar Grad kälter wirkt, als das Thermometer behauptet. Die ersten Meter führen über freie Flächen. Weitblick statt Wald. Die Hochfläche der Schwäbischen Alb zeigt sich offen, fast puristisch. Wer hier unterwegs ist, merkt schnell, warum die Gegend landwirtschaftlich geprägt ist: fruchtbare Böden auf der Albhochfläche, weite Ackerstreifen, wenig natürliche Barrieren. Rechts und links drehen sich Windräder. Und nein, das ist kein Zufall. Die Albhochfläche gehört zu den windreicheren Regionen Baden-Württembergs. Schon im Mittelalter nutzte man hier Windkraft – nur eben noch mit Mühlsteinen statt Generatoren. Heute summen die Rotoren, während wir unsere Kilometer sammeln. ⸻ Über Felder und durch lichte Waldstücke Der Track verläuft abwechslungsreich: viel Feld, zwischendurch Waldpassagen, die Schutz vor dem Wind bieten. Genau diese Wechsel machen die Runde angenehm. Keine brutalen Anstiege, kein alpines Drama – dafür stetiges Vorankommen. Mit nur knapp 200 Höhenmetern bleibt die Tour moderat. Man merkt das Profil kaum, es rollt eher sanft durch die Landschaft. Ideal für eine gemeinsame Runde ohne sportliche Überambition. Der Wind begleitet uns konstant. Mal kühl im Gesicht, mal von der Seite. Die Sonne schafft es immer wieder durch die Wolken, was die Stimmung hebt – nur um sich kurz darauf wieder zu verstecken. Klassisches Alb-Wetter. Ehrlich, wechselhaft, unverstellt. ⸻ Die Schlössle-Ruine im Wald Im Wald wartet das historische Highlight: die Schlössle-Ruine. Historisch gesichert? Nicht wirklich. Interessant? Absolut. In der Ortsbeschreibung des Oberamt Münsingen von 1825 wird erwähnt, dass hier einst ein helfensteinisches Schloss gestanden haben soll. Belege? Fehlanzeige. Lediglich der Sage nach sei der Steinberg ein Überrest dieser Anlage. Das macht den Ort eigentlich noch spannender. Man steht zwischen Bäumen, sieht unscheinbare Geländestrukturen – und fragt sich: War hier wirklich einmal eine Burg? Oder hat sich die Geschichte verselbständigt? Fun Fact: Viele sogenannte „Burgstellen“ auf der Alb sind bis heute archäologisch nicht eindeutig geklärt. Oft wurden natürliche Felsformationen oder Geländeerhebungen später als Ruinen interpretiert. Die Grenze zwischen Sage und Geschichte ist hier erstaunlich dünn. Kein Massentourismus, keine Besucherströme. Nur Wald, Wind in den Kronen und dieser Hauch von Vergangenheit. ⸻ Richtung Machtolsheim – und kurz davor zurück Der Track führt in Richtung Machtolsheim. Doch kurz davor biegt ihr ab. Kein Durchmarsch ins Dorf, keine Einkehrstrategie, sondern bewusste Rückkehr in die Offenheit der Alb. Die zweite Hälfte bleibt entspannt. Der Rhythmus stimmt. Gespräche laufen, Schritte gleichmäßig, kein Druck. Man merkt den Unterschied zwischen einer „Ich-muss-Leistung-bringen“-Tour und einer „Wir-sind-einfach-unterwegs“-Runde. Die letzten Kilometer ziehen sich nicht. Sie gleiten. ⸻ Fazit: Keine spektakuläre Gratwanderung. Kein epischer Sonnenuntergang. Dafür Weite, Geschichte, Bewegung und gemeinsame Zeit. Und genau deshalb wirkt die Tour so rund. Jetzt haben wir uns etwas Ruhe verdient.

03:10

16.0km

5.1km/h

190m

200m

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February 28, 2026

You got the best possible result with the camera 👍

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February 22, 2026

Kirschenweg-Runde bei Dettingen an der Erms – Zwischen Regenpause und Streuobstblick Die Woche war nass. Richtig nass. Und dann dieser eine Sonntag, an dem der Himmel beschließt, sich zusammenzureißen. Kein Regen, alles trocken, sogar ein paar Sonnenstrahlen. Fast schon verdächtig. Natürlich nutzt man das. Und noch besser: Frau mit dabei. Gute Entscheidung. Start: Parkplatz am Kirschenweg – Rosstriebkellerei Los geht’s am Startpunkt des Dettinger Kirschenwegs. Hier unten auf etwa 382 Metern beginnt die Runde noch entspannt. Die Rosstriebkellerei erinnert daran, dass Dettingen nicht nur für Streuobst, sondern auch für Most- und Obstbrandtradition bekannt ist. Fun Fact: Der Name „Rosstrieb“ stammt wohl aus einer Zeit, in der hier Pferde über steile Wege hinaufgetrieben wurden. Klingt romantisch. War vermutlich eher schweißtreibend. ⸻ Dettinger Ziegenweide & Blick auf den Calverbühl Der Weg steigt langsam an. Die 229 Höhenmeter verteilen sich angenehm über die Strecke, kein brutales Alb-Gekeuche. An der Ziegenweide wird es ländlich-entspannt. Hier kann man ein paar netten Ziegen guten Tag sagen. Von hier öffnet sich der Blick auf den Calverbühl, einen markanten Vulkanrest der Schwäbischen Alb. Ja, Vulkan. Die Alb ist geologisch deutlich aufregender, als sie tut. Der Calverbühl gehört zu den rund 350 Vulkanschloten des sogenannten „Schwäbischen Vulkans“, der vor etwa 17 Millionen Jahren aktiv war. Heute sieht man nur noch die Überreste. Zum Glück. ⸻ Dettinger Kirschenweg & Kirschgarten Der Dettinger Kirschenweg führt durch traditionelle Kirschgärten. Im Frühjahr ein weiß-rosa Traum, jetzt noch kahl und schwer vom Wasser. Die Streuobstwiesen der Schwäbische Alb zählen übrigens zum größten zusammenhängenden Streuobstgebiet Europas. Und sie sind mehr als hübsch: ökologisch extrem wertvoll. Über 5.000 Tier- und Pflanzenarten finden hier Lebensraum. Während andere Landschaften auf Effizienz getrimmt sind, funktioniert hier Vielfalt. ⸻ Blick auf Metzingen Mit zunehmender Höhe, öffnet sich der Blick ins Ermstal. Metzingen liegt unten im Tal. Metzingen ist heute vor allem für Outlet-Shopping bekannt. Früher war es eher Weinbau- und Handwerksstadt. Zeiten ändern sich. Schuhe bleiben wichtig. Von hier oben wirkt alles ruhig. Unten konsumiert man. Hier oben sammelt man Höhenmeter. ⸻ Hirschbrunnen-Quelle – heute mit ordentlich Wasser Nach einer regenreichen Woche führt der Weg zur Hirschbrunnen-Quelle. Und diesmal führt sie nicht nur symbolisch Wasser. Quellen auf der Alb sind Besonderheiten. Das Kalkgestein speichert Wasser nicht oberflächlich, sondern leitet es durch Klüfte und Hohlräume. Wenn es viel regnet, reagieren die Quellen schnell. Heute also lebendig. Fast schon stolz auf ihre eigene Ergiebigkeit. Das kleine Wasserrad war auf jedenfall sehr beschäftigt. ⸻ Ruhezone Flacher Hau & Blick auf Glems Der Flache Hau macht seinem Namen alle Ehre. Hier oben wird es weit. Streuobstwiesen, sanfte Hügel, der Blick Richtung Glems. Die Gegend wirkt unspektakulär. Und genau das ist ihre Stärke. Keine Show. Keine Selfie-Plattform mit Geländer. Nur Landschaft. Man merkt, hier oben verläuft es ruhiger, kaum starke Höhenänderungen. Ein entspannter Abschnitt, bevor es langsam zurückgeht. Ein doch eher strammer Wind hielt ab und an ein. ⸻ Rückweg entlang der B28 Der letzte Abschnitt führt entlang der B28 zurück Richtung Dettingen. Nicht der romantischste Teil, aber praktisch. Interessant ist der Kontrast: oben Naturidylle, unten Verkehrsader. Zwei Welten, nur wenige Höhenmeter auseinander. Und das Beste: Kein Regen. Alles trocken. Für einen Sonntag nach Dauerregen fast schon ein kleiner Triumph. ⸻ Finale in Tischardt – Bäckerei Nonnenmacher Bevor der Tag endet, noch ein Stopp in Tischardt bei der Bäckerei Nonnenmacher. Zwei Stück Kuchen als Belohnung. Nach 14,33 km und über 3 Stunden unterwegs absolut gerechtfertigt. Wissenschaftlich betrachtet vermutlich sogar notwendig. ⸻ Fazit Eine 14,33 km lange Sonntagsrunde mit moderaten 229 Höhenmetern, perfektem Timing zwischen Regenfronten und einer Mischung aus Alb-Panorama, Streuobstkultur und Vulkanresten. Kein Extrem. Kein Drama. Einfach ein sauberer, ehrlicher Wandertag mit guter Gesellschaft. Und ganz ehrlich: Genau diese Touren bleiben oft länger hängen als die spektakulären.

02:59

14.3km

4.8km/h

230m

230m

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February 22, 2026

Rain-free hike 👍 even a few animals poked their heads out 🧐

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January 31, 2026

Wintersonne im Murrtal – Von der Pipeline bis zur Murrschleife Datum: 31.01.2026 Start/Ziel: Parkplatz im Wüstenbachtal Wetter: Sonnig, blauer Himmel – ein echtes Winter-Geschenk 🌞 ⸻ Los geht’s im Wüstenbachtal Heute ist meine Frau wieder mit im Gepäck – und endlich erwischt sie mal mein Lieblingswetter: klare Winterluft, Sonne, und dieser Himmel, der so blau ist, als hätte jemand den Sättigungsregler hochgezogen. Vom Parkplatz im Wüstenbachtal rollen wir locker an, ein sanfter Anstieg zum Warmwerden. Weidelädle & Felder – Genuss am Wegesrand Das Weidelädle, ein kleiner Selbstbedienungs-Hofladen mit Getränken, Eis und Sitzbänken, ist unser erster „Guten-Morgen“-Gruß. Fun Fact: Solche Hofläden sind im Murrtal eine moderne Variante der alten „Hofabgaben“, bei denen Bauern ihre Produkte direkt am Weg verkauften – heute halt mit Vertrauenskasse statt Handschlag. Über offene Felder geht es weiter zum Frühmeßhof. Der Name erinnert an die „Frühmesse“, deren Erträge früher oft kleinen kirchlichen Stiftungen zugutekamen – ein Stück Alltagsgeschichte, das hier noch im Ortsnamen weiterlebt. Gefiederte Begleiter Die Felder sind heute eine kleine Flugshow: • Turmfalke im Rüttelflug, als hätte er einen unsichtbaren Halt in der Luft. • Star, der kurz aufblitzt und wieder verschwindet. • Mäusebussard, der majestätisch seine Kreise zieht. Meine Frau lacht: „Das ist ja besser als Fernsehen.“ Recht hat sie. Pipeline-Station 14 – Technik im Grünen An der Pipeline-Station 14 Zwingelhausen kreuzen wir ein Stück moderner Infrastruktur. Fun Fact: Die unterirdischen Leitungen verlaufen oft entlang alter Handelswege, weil diese schon vor Jahrhunderten die „logischsten“ Trassen durch die Landschaft markierten. Doline am Eichbach – Das Erdloch mit Wow-Effekt Dann steht sie plötzlich da: die Doline am Eichbach. Eine mächtige Erdsenkung, die schon von weitem Respekt einflößt. Geologisch ist das ein typisches Karst-Phänomen: Wasser löst über Jahrzehnte den Kalk im Untergrund, bis die Decke nachgibt. Im Volksmund nannte man solche Stellen früher gerne „Teufelslöcher“ – weil man sich nicht erklären konnte, wo die Erde einfach verschwindet. Durch Kirchberg an der Murr Wir kommen hinein in den beschaulichen Ort mit seinen liebevoll gepflegten Fachwerkhäusern. Viele der Balken stammen noch aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Fun Fact: Damals wurden die Hölzer oft im Winter geschlagen – das macht sie langlebiger und widerstandsfähiger. Entlang der Murrauen wird es ruhig, fast meditativ. Die Murrschleife zieht ihren eleganten Bogen – einer dieser Orte, an denen man automatisch langsamer geht. Geisterhöhle & Wasserfall – Mystik am Weg Ein kleiner Abstecher bringt uns zur Geisterhöhle mit Wasserfall. Der Name klingt nach Gruselgeschichte, stammt aber vermutlich von alten Erzählungen über flackernde Lichter im Nebel, die hier früher Wanderer erschreckten. Heute glitzert das Wasser in der Sonne – eher märchenhaft als unheimlich. Richtung Burgstall & Äppleschleife Wir folgen weiter der Murr bis kurz vor Burgstall und landen auf der Äppleschleife, Teil des s’ Apple Rundweg 9. Der Name ist Programm: Streuobstwiesen prägen die Landschaft. Fun Fact: Diese Wiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas – auf einem einzigen Hektar können über 5.000 Tier- und Pflanzenarten leben! Lernen beim Gehen – Naturpfade entlang der Murr Der Ökologische Lehrpfad mit seinen Ufergehölzen und der Murrtal Waldheim Naturpfad liefern kleine Aha-Momente am Wegesrand: Warum Weiden so wichtig für den Hochwasserschutz sind oder wie Erlen das Ufer stabilisieren. Wandern mit Bonus-Wissen – nehme ich immer gern. Zurück ins Wüstenbachtal – Wildromantik pur Über die Steinbrücke am Wüstenbach tauchen wir wieder in das wildromantische Tal ein. Die Fettwiesen liegen ruhig in der Wintersonne, ein selten gewordener Wiesentyp, der nur durch traditionelle Bewirtschaftung überlebt. Am alten Stauwehr bleibt meine Frau stehen: „Hier könnte man stundenlang sitzen.“ Ich nicke – und denke mir, das ist genau dieser Moment, für den man losläuft. ⸻ Fazit 15,4 Kilometer, sanfte 214 Höhenmeter und eine perfekte Mischung aus Natur, Geschichte und kleinen Entdeckungen. Eine Wintertour, die sich eher wie ein Frühlingstag angefühlt hat – und die wir beide mit einem breiten Grinsen beendet haben.

03:23

15.4km

4.5km/h

220m

230m

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February 1, 2026

Absolutely beautiful, I really like these structures, especially in the landscape, and you can immediately see the stillness 🤫

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January 17, 2026

Neandertalweg im Lonetal – Nebel, Eis und 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte Distanz: 15,1 km Start & Ziel: Wanderparkplatz Bocksteinhöhle Wetter: dichter Nebel, eisige Passagen, mystisch-diffuse Lichtstimmung ⸻ Auftakt im Urzeitportal – Bocksteinhöhle Nach längerer Zeit geht es endlich mal wieder ins Lonetal. Meine Frau ist mit im Gepäck, die Vorfreude groß – und dann das: Gestern noch Bilderbuchwetter, heute fahren wir direkt in den dichtesten Nebel, den man sich vorstellen kann. Die Sonne ist wie ausgelöscht. Aber genau das schenkt der Tour eine Stimmung, die man nicht planen kann: still, geheimnisvoll, fast ehrfürchtig. Der Startpunkt ist kein gewöhnlicher Parkplatz, sondern ein echtes Tor zur Menschheitsgeschichte: die Bocksteinhöhle. 💡 Fun Fact: Hier wurden Spuren von Neandertalern und frühen modernen Menschen gefunden, die bis zu 50.000 Jahre alt sind. Archäologen sprechen vom „Bockstein-Komplex“, einer ganzen Gruppe von Höhlen, die über Jahrtausende als Jagd- und Lagerplätze dienten. Du startest also buchstäblich dort, wo schon Mammutjäger ihre Feuer entfacht haben. Nach einem kurzen Waldstück steigen wir direkt ein auf den Neandertalweg. Der Winter hat die Wege fest im Griff – stellenweise ist es spiegelglatt. Also: Grödel unter die Schuhe. Und tatsächlich: Man läuft auf dem Eis wie auf Schienen. Diese kleinen Ketten sind diesen Winter Gold wert. ⸻ Nebelmeer im Lonetal – Landschaft wie aus einer anderen Zeit Der Weg zieht sich hinein ins verhangene Lonetal. Felswände tauchen schemenhaft aus dem Grau auf, Bäume stehen wie Schattenrisse in einer anderen Welt. Die Geräusche sind gedämpft, fast verschluckt vom Nebel. Das Tal ist Teil des UNESCO-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ – und das aus gutem Grund. Hier wurden einige der ältesten Kunstwerke der Menschheit entdeckt. 💡 Kaum bekannt: In den Höhlen des Lonetals fand man Flöten aus Knochen und Mammut-Elfenbein, über 40.000 Jahre alt. Das macht diese Region zu einem der ältesten bekannten „Musikräume“ der Welt. Während wir heute auf Eis balancieren, wurde hier schon musiziert, als es noch keine Städte, keine Schrift und keine Straßen gab. ⸻ Steinzeitpferde-Skulptur – Ice Age Trail Die erste Station auf dem Ice Age Trail ist die Steinzeitpferde-Skulptur. Im Nebel wirkt sie fast lebendig, als würde sie gleich aus dem Dunst heraus davonlaufen. 💡 Wissenswert: Pferde waren in der Eiszeit eines der wichtigsten Jagdtiere. Knochenfunde zeigen, dass sie nicht nur Nahrungsquelle waren, sondern auch Material für Werkzeuge und Kleidung lieferten. Diese Skulptur steht symbolisch für die enge Verbindung zwischen Mensch und Tier in einer Zeit, in der Überleben tägliche Höchstleistung war. ⸻ Infotafel „Eiszeit-Tanzfläche“ – Hohlenstein Ein paar Schritte weiter stoßen wir auf die Infotafel zur Eiszeit-Tanzfläche am Hohlenstein. 💡 Fun Fact: Der Name klingt romantisch – tatsächlich vermuten Forscher hier einen Platz, an dem Menschen in der Eiszeit zusammenkamen: zum Arbeiten, Erzählen, vielleicht sogar für rituelle Handlungen. Eine Art steinzeitlicher Dorfplatz, lange bevor es Dörfer gab. ⸻ Hohlenstein-Stadel-Höhle & Bärenhöhle – Heimat des Löwenmenschen Jetzt wird es richtig monumental. Die Hohlenstein-Stadel-Höhle ist die Fundstelle des berühmten Löwenmenschen – der ältesten bekannten Tier-Mensch-Figur der Welt. Die Figur ist etwa 40.000 Jahre alt und wurde aus Mammut-Elfenbein geschnitzt. Sie zeigt einen menschlichen Körper mit Löwenkopf – ein Beweis dafür, dass die Menschen hier schon abstrakt dachten, Mythen erschufen und sich Wesen vorstellten, die es in der realen Welt nicht gibt. Fantasy, lange bevor das Wort erfunden wurde. Direkt daneben liegt die Bärenhöhle, in der man Knochen von Höhlenbären fand – Tieren, die bis zu 3,5 Meter groß werden konnten, wenn sie sich aufrichteten. Da bekommt man selbst mit moderner Outdoor-Ausrüstung kurz Demut. ⸻ Steinzeit-Riesenhirsch Weiter geht’s zum Steinzeit-Riesenhirsch – eine Erinnerung an eines der beeindruckendsten Tiere der Eiszeit. 💡 Fun Fact: Der Riesenhirsch hatte ein Geweih mit einer Spannweite von bis zu 3,5 Metern. Damit durch dichte Wälder zu kommen, war vermutlich genauso schwierig wie heute mit Rucksack durch vereiste Singletrails. ⸻ Vogelherd-Eiszeitpfad & Holzmammut Im Mittleren Lonetal wechseln wir auf den Vogelherd-Eiszeitpfad. Hier steht auch die Holzmammut-Skulptur, die im Nebel wie ein urzeitlicher Wächter wirkt. 💡 Wissenswert: In der Vogelherdhöhle wurden winzige Tierfiguren aus Elfenbein gefunden – darunter Mammuts, Pferde und Höhlenlöwen. Sie sind so fein gearbeitet, dass man selbst heute noch über die Präzision staunt. Taschenformat-Kunst aus der Steinzeit. ⸻ Archäopark Vogelherd – UNESCO als Lost Place Ein trauriger Moment auf der Tour: der Archäopark ist geschlossen. Nach dem Stopp der Landesförderung konnte die Stadt die Kosten nicht mehr tragen. Die Wege sind leer, die Infotafeln stehen still – ein Lost Place rund um ein UNESCO-Welterbe. 💡 Gedanke am Wegesrand: Hier lagen einst die ältesten Kunstwerke der Menschheit offen für Besucher. Heute bleibt nur der Zaun – und das Wissen, dass Geschichte manchmal nicht am Alter, sondern am Budget scheitert. ⸻ Stetten ob Lontal – Ritter, Madonna und Wappen Der Nebel begleitet uns bis nach Stetten ob Lontal. Konturen tauchen auf, verschwinden wieder – und plötzlich stehen wir vor dem Schloss Stetten in Privatbesitz. Daneben die beeindruckende Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. 💡 Wissenswert: Die Kirche beherbergt eine Schwarze Madonna und ist nicht nur Kulturdenkmal, sondern ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes. Der Blick ins Innere lohnt sich – selbst an einem grauen Nebeltag strahlt dieser Ort eine besondere Ruhe aus. Wir entdecken die Schmiede Ritter Albrecht vom Lonetal Hummel, den Dorfbrunnen mit Wappen, das Rittergut Stetten (Stettener Keller) und den Stettener Wasserturm – ein kleines Dorf, das mehr Geschichte in sich trägt, als man auf den ersten Blick vermuten würde. ⸻ Neblige Felder & Gasthaus Schlößle Lindenau Es geht hinaus auf offene Felder. Die Sicht ist minimal, aber genau das macht es spannend: Einzelne Bäume und Höfe tauchen wie Inseln im Nebelmeer auf. Ein kurzer Halt am Gasthaus Schlößle Lindenau – ein klassischer Ort, an dem man sich gut vorstellen kann, wie Wanderer schon vor hundert Jahren eingekehrt sind. ⸻ Baumlehrpfad & Höhlenhyäne Nach dem Baumlehrpfad Mittleres Lonetal wartet noch eine letzte Eiszeit-Gestalt: die Skulptur der Höhlenhyäne. 💡 Fun Fact: Höhlenhyänen waren keine scheuen Aasfresser, sondern aktive Jäger. In manchen Höhlen fand man mehr Hyänenknochen als Bärenreste – sie waren hier mindestens genauso präsent wie die Menschen. ⸻ Finale – Blocksteinhöhle & Rückkehr zur Bocksteinhöhle Noch eine kurze Pause an der Schutzhütte bei der Bocksteinhöhle, dann hinauf zur Blocksteinhöhle mit ihrem natürlichen Felsbogen – ein würdiger Schlusspunkt dieser Zeitreise. Zurück auf dem ursprünglichen Trail geht es die letzten Meter Richtung Parkplatz. Erst nach etlichen Kilometern Autofahrt zeigt sich wieder die Sonne. Im Kofferraum: zwei Rucksäcke. Im Kopf: 40.000 Jahre Geschichte, Nebelbilder, Mammuts, Löwenmenschen und das leise Knirschen von Eis unter Grödeln. ⸻ Fazit 15,1 Kilometer, kaum Höhenmeter – und trotzdem eine der schwergewichtigsten Touren, die man gehen kann. Nicht wegen der Steigungen, sondern wegen der Geschichte unter den Füßen.

03:12

15.1km

4.7km/h

120m

110m

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January 18, 2026

I also really like the Lone Valley around the Bockstein Cave... However, I usually stick to the forest paths above the valley. In these weather conditions, though, the open landscapes have a magical charm 🩵❄️🤍

Your splashes of red are beautiful 👍

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January 10, 2026

Wintermärchen zwischen Teinach, Waldeck und Xanderklinge Startpunkt ist der Wanderparkplatz Holzbronn – und heute liegt wirklich alles unter einer dicken Schneedecke. Dicke Flocken fallen ununterbrochen vom Himmel, schlucken jedes Geräusch und hüllen den Schwarzwald in diese ganz besondere Winterstille. Und diesmal nicht allein unterwegs: meine Frau ist mit dabei – doppelt so schön, doppelt so romantisch, doppelt so viele Fußspuren im frischen Schnee 😉 ⸻ Schwarzwaldsteig – Richtung Bad Teinach Direkt vom Parkplatz geht es hinein in den Schwarzwaldsteig, der uns langsam, aber stetig durch verschneite Wälder Richtung Bad Teinach führt. Die Bäume tragen weiße Mützen, jeder Ast wirkt wie kunstvoll dekoriert. Die Höhenmeter sammeln sich hier schon ganz unauffällig – das Profil steigt sanft, aber kontinuierlich an. Bad Teinach selbst ist seit Jahrhunderten bekannt für seine heilenden Thermalquellen. Schon im 17. Jahrhundert kurten hier Herzöge und Fürsten. Heute liegt der Ort still und ruhig im Schnee, fast wie im Dornröschenschlaf. ⸻ Burgruine Waldeck – eisiger Blick ins Nagoldtal Von Teinach aus steigen wir weiter hinauf zur Burgruine Waldeck, die auf rund 560 m Höhe thront – dem höchsten Punkt der Tour. Die Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert und diente einst als strategischer Wachposten über dem Nagoldtal. Heute ragen ihre Mauern wie gefrorene Zeitzeugen aus der weißen Landschaft. Von hier oben öffnet sich normalerweise ein weiter Blick – heute wirkt alles gedämpft, geheimnisvoll, fast mystisch. Schneeflocken treiben durch die Ruinen, und wir stehen mitten in einem echten Schwarzwald-Wintermärchen. ⸻ Reinhardsfelsen – Aussicht über Schnee und Fichten Der Weg führt weiter zum Reinhardsfelsen, einem markanten Aussichtspunkt oberhalb der Nagoldschleife. Unter normalen Bedingungen sieht man hier tief ins Tal – heute nur schemenhafte Konturen im Schneeschleier. Trotzdem: genau diese Stimmung macht den Ort magisch. Alles wirkt weiter, stiller, ehrlicher. ⸻ Silberbergwerk Neubulach & Pochwerk Nun geht es bergab in Richtung Neubulach, wo der Schwarzwald eine ganz andere Geschichte erzählt – die des Silberbergbaus. Schon im 13. Jahrhundert wurde hier intensiv nach Silber gegraben. Das Silberbergwerk Neubulach gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bergbaurevieren im Südwesten. Direkt daneben das historische Pochwerk, in dem früher das Erz zerkleinert wurde, bevor man das wertvolle Silber herauslöste. Im Schnee wirkt das Gelände fast wie eine vergessene Forschungsstation irgendwo in Lappland – nur eben mitten im Schwarzwald. ⸻ Fledermauspfad – Winterabenteuer deluxe Jetzt wird es wild. Der Fledermauspfad führt eng am Bach entlang, durch steile, felsige und bewaldete Hänge. Bei dieser Witterung ist das Ganze… sagen wir: spannend 😅 Alles ist vereist, der Schnee liegt dick auf den Wurzeln, der Untergrund ist rutschig. Wir kommen hier nur langsam voran – lieber vorsichtig als elegant im Bach landen. Aber genau das macht diesen Abschnitt so besonders: echtes Abenteuer, echtes Naturerlebnis. Der Pfad trägt seinen Namen, weil in den alten Stollen und Felshöhlen hier zahlreiche Fledermausarten überwintern – ein kleines, sensibles Ökosystem mitten in dieser wilden Schlucht. ⸻ Seitzental – stiller Übergang Nach dem anspruchsvollen Fledermauspfad öffnet sich das Seitzental etwas. Der Weg wird wieder ruhiger, breiter, fast meditativ. Der Bach begleitet uns, Schnee und Eis glitzern in den Sträuchern – perfekte Schwarzwald-Winterkulisse. ⸻ Xanderklinge – heute nur von oben Zum Abschluss wartet die Xanderklinge, eine enge Schlucht mit steilen Felswänden. Normalerweise läuft man hier spektakulär direkt durch die Klinge – heute ist sie allerdings zu vereist. Wir nehmen deshalb den Weg obenrum und werfen nur am Anfang einen kurzen Blick hinein. Die Schlucht wirkt unter Schnee und Eis wie ein gefrorener Drachenrachen. Wir schauen uns an, grinsen – und sind uns einig: „Wir sehen uns im Sommer wieder 😊“ ⸻ Fazit Knapp 16 Kilometer, fast 430 Höhenmeter, tiefster Punkt bei 348 m, höchster bei 560 m – aber das eigentliche Highlight war die Stimmung: frischer Schnee, Winterwald, historische Orte, Schluchten, Ruinen und mittendrin wir zwei. So fühlt sich Schwarzwald im Winter an. Nicht geschniegelt, nicht glatt – sondern wild, leise, rau und wunderschön.

04:06

16.0km

3.9km/h

430m

450m

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January 10, 2026

 and You had a fantastic tour! Your almost poetic words reflect your enthusiasm... I also hiked the Bat Trail and Xander's Gorge in October 2024 and found them quite challenging even then. My utmost respect for tackling these trails in today's weather conditions 💪💪

I'm definitely

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January 2, 2026

Startpunkt: Parkplatz & Grillplatz Heimberg Distanz: 14,94 km Höhenmeter: ↑ 334 m Tour: Rundwanderung auf der Hochalb Heute war meine Frau mal wieder mit dabei – und schon der Start hatte seinen ganz eigenen Charakter. Am Parkplatz und Grillplatz Heimberg zeigte sich der Tag von seiner grauen Seite: trüb, fast schon düster, die Wolken tiefhängend. Ein kühler Wind zog über die Hochfläche und ließ uns kurz zweifeln, ob die Sonne heute überhaupt eine Chance bekommen würde. Handschuhe wären keine schlechte Idee gewesen. Vom Heimberg hinein in die Hochalb Die ersten Kilometer führten uns ruhig und stetig aufwärts. Der HochAlbPfad zieht hier über offene Albflächen und lichte Waldbereiche, typisch für die Region rund um die Hossinger Hochalb. Noch lag alles unter einer grauen Decke, die Landschaft wirkte gedämpft, fast mystisch. Genau diese Stimmung hat aber auch ihren Reiz – die Alb kann eben nicht nur Postkarten-Sonne. Hochfläche, Weitblick und Geschichte Die Hochalb rund um Hossingen ist geprägt von kargen Böden, Wacholderheiden und alten Weideflächen. Jahrhundertelang wurde diese Landschaft durch Schäferei geformt – ohne sie gäbe es die offenen Flächen und die beeindruckende Artenvielfalt heute nicht. Immer wieder öffnet sich der Blick über die Albhochfläche, auch wenn die Fernsicht anfangs noch von den Wolken geschluckt wurde. Wenn die Sonne zurückkommt Und dann – ganz langsam – tat sich etwas: Erste helle Stellen am Himmel, ein paar blaue Fetzen zwischen den Wolken. Mit jedem weiteren Kilometer wurde es heller, freundlicher, wärmer. Irgendwann verzog sich die Wolkendecke fast vollständig, und wir durften den restlichen Weg in richtig schönem Sonnenschein genießen. Die Stimmung kippte schlagartig von „durchhalten“ zu „genießen“ – genau diese Momente liebe ich beim Wandern. Unterwegs auf stillen Pfaden Der Weg wechselte nun zwischen Waldpassagen und offenen Hochflächen. Der Wind war noch spürbar, aber mit der Sonne im Gesicht deutlich angenehmer. Die Wege waren gut begehbar, und das gleichmäßige Auf und Ab sammelte über die Tour hinweg solide 334 Höhenmeter – genau richtig, um warm zu bleiben, ohne zu fordern. Zurück Richtung Heimberg Auf dem Rückweg zeigte sich die Hochalb dann von ihrer freundlichen Seite: helle Wiesen, klare Luft und diese besondere Weite, für die die Schwäbische Alb so bekannt ist. Nach knapp 15 Kilometern schloss sich der Rundweg wieder am Heimberg – zufrieden, durchgepustet und mit deutlich besserer Laune als noch am Start. Fazit Eine Tour, die zeigt, wie schnell sich Stimmung und Landschaft ändern können. Vom grauen, kalten Start bis zum sonnigen Finale war alles dabei. Gemeinsam unterwegs zu sein, macht solche Tage doppelt schön – und die Hossinger Hochalb ist einfach immer wieder ein verlässlicher Ort für genau solche Erlebnisse. 🌤️🥾

03:10

15.0km

4.7km/h

340m

330m

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January 3, 2026

It's simply wonderful to be traveling together.

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December 31, 2025

Silvesterwanderung zum Mittagsfelsen – mit Familie & roter Wurst 🌭🥾 Am Silvestermittag stand eine kleine, feine Wanderung auf dem Plan – genau richtig, um das Jahr draußen und ohne großen Trubel ausklingen zu lassen. Gemeinsam mit der Familie ging es los vom Wanderparkplatz Rauberweide. Schon nach wenigen Schritten stellt sich diese typische Alb-Ruhe ein: Wintersonne, klare Luft, kein Stress. Der Weg führt zunächst vorbei am Freizeitheim Diepoldsburg. Der Ort liegt ruhig im Wald und ist eng mit der Jugend- und Freizeitkultur der Region verbunden. Kurz darauf passieren wir den Engelhof, der aktuell noch renoviert wird – aber: Das sieht schon richtig gut aus und lässt erahnen, was hier bald entsteht. Ein kleines Highlight am Wegesrand sind die Alpakas und Ziegen, die entspannt in der Wintersonne dösen. Ein Moment zum Schmunzeln und kurz stehen bleiben. Weiter geht es Richtung Mittagsfelsen. Der Weg steigt nur moderat an und bleibt durchweg angenehm. Oben angekommen, wartet das große Panorama: Der Blick schweift weit über das Lenninger Tal, heute besonders klar und ruhig. Auch die Burg Teck zeigt sich von ihrer schönsten Seite – gut zu sehen und wie immer ein echter Blickfang am Albtrauf. Nach dem Aussichtsmoment geht es weiter zur Grillstelle. Zeit für eine wohlverdiente Pause: Ein paar rote Würste wandern am Stock über das lagerfeuer und anschließend direkt ins Brötchen. Besser kann eine Silvesterpause kaum aussehen. Gestärkt, zufrieden und mit warmen Händen macht man sich danach wieder auf den Rückweg. Der Rückweg zum Parkplatz verläuft entspannt, Gespräche plätschern vor sich hin, und man merkt: Das war genau die richtige Runde für den letzten Tag des Jahres. Keine große Strecke, kein Leistungsdenken – einfach draußen sein, gemeinsam unterwegs sein und das Jahr bewusst abschließen. Eine nette kleine Runde am letzten Tag vor dem neuen Jahr. Ich wünsche allen einen guten Rutsch und viele schöne Wege im kommenden Jahr 🍀🥾✨

01:34

6.82km

4.3km/h

130m

120m

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December 31, 2025

The cold makes the pictures even more interesting.

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and went for a hike.

December 19, 2025

Von Gunzesried-Säge zum Rangiswanger Horn & über den Allgäu-Panoramaweg Start mit Vorfreude – und einer kleinen Enttäuschung Los ging unsere Tour am Wanderparkplatz Gunzesried-Säge. Schon beim Aussteigen aus dem Auto war klar: Das wird ein richtig guter Tag. Frische Bergluft, ruhige Umgebung, kaum Betrieb – genau so, wie ich mir eine Winterwanderung im Allgäu wünsche. Eigentlich sollte unser erstes Highlight gleich der Ostertal Tobelweg sein. Doch die Ernüchterung kam schnell: über den Winter gesperrt. Sehr schade, denn dieser Tobel steht schon lange auf meiner Liste. Aber Jammern hilft nichts – also kurzer Blick auf die Karte, Route angepasst und das vermeintliche Highlight bewusst ausgelassen. Flexibilität gehört beim Wandern schließlich dazu. ⸻ Gemächlicher Anstieg mit tierischer Begegnung Statt Tobel ging es parallel dazu langsam, aber stetig nach oben. Der Weg zog sich angenehm durch offenes Gelände, und schon bald begegneten uns ein paar äußerst entspannte Highlandrinder. Diese zotteligen Gesellen wirkten, als hätten sie absolut keinen Stress mit dem Winter. Ein freundliches „Guten Tag“ musste natürlich sein – sie blieben allerdings genauso wortkarg wie gelassen. Nach einem Gatter wurde der Weg dann ernsthafter. Die Steigung nahm zu, der Rhythmus wurde gleichmäßiger. Schritt für Schritt arbeiteten wir uns nach oben, vorbei an der Holzschlag-Alpe, hinein in immer alpiner werdendes Gelände. ⸻ Naturpark Nagelfluhkette & erster Schnee Je höher wir kamen, desto beeindruckender wurde die Landschaft. Wir befanden uns nun mitten im Naturpark Nagelfluhkette – einer Region, die für ihre markanten Konglomeratfelsen, ihre Alpwiesen und ihre Weitblicke bekannt ist. Ein echtes Highlight war der Boardwalk-Trail. Diese Holzstege fügen sich wunderbar in die Landschaft ein und schützen gleichzeitig den sensiblen Untergrund. Hier lag auch der erste Schnee auf dem Weg – nicht tief, aber genau genug, um sofort Wintergefühle auszulösen. Knirschender Untergrund, klare Luft, absolute Ruhe. ⸻ Ober-Alpe, Eis und Bodenkontakt An der Ober-Alpe hielten wir uns links und nahmen den weiteren Anstieg in Angriff. Der Weg wurde schmaler und vor allem deutlich vereister. Ein besonders glattes Stück sorgte dann für meinen ersten direkten Kontakt mit dem Boden – einmal kurz Po auf Eis. Nichts passiert, außer ein paar Lachern. Gehört eben auch dazu und bleibt garantiert in Erinnerung. Das letzte Stück zum Gipfel forderte nochmal volle Aufmerksamkeit: ein steilerer Anstieg, eine kleine Kletterpassage, ein paar zusätzliche Höhenmeter – aber das Ziel war greifbar nah. ⸻ Rangiswanger Horn – Aussicht statt Gipfelfoto Oben angekommen auf dem Rangiswanger Horn, wartete dann die nächste kleine Überraschung: Das Gipfelkreuz war von einer Gruppe Biertrinker belagert. Kein klassisches Gipfelkreuz-Foto also. Typisch eigentlich – die gesamte Strecke war fast Menschenleer, aber Gipfelkreuze scheinen eine magische Anziehungskraft zu haben. Der Blick entschädigte allerdings sofort. Tief unten lag das Gunzesrieder Tal, der Blick schweifte über die Allgäuer Alpen bis hinunter Richtung Sonthofen. Ein Panorama, das man am liebsten festhalten möchte – nicht nur auf Fotos, sondern im Kopf. ⸻ Vorsichtiger Abstieg & Panoramaweg-Genuss Der Abstieg begann zunächst etwas spannend: steil, schneebedeckt und teilweise rutschig. Hier war Konzentration gefragt, doch mit Bedacht und ruhigem Tempo kamen wir sicher nach unten. Dann der Übergang auf den Allgäu Panoramaweg – und spätestens hier wurde klar, warum dieser Weg so heißt. Weite Ausblicke, offene Landschaft, immer wieder neue Perspektiven. Vorbei an der Alpe Fahnengehren öffnete sich der Blick auf den Grünten, den „Wächter des Allgäus“, und zurück zur Nagelfluhkette. Einer dieser Abschnitte, bei denen man automatisch langsamer wird, um nichts zu verpassen. ⸻ Ofterschwang & zurück ins Tal An der Bergstation Weltcup-Express im Skigebiet Ofterschwang wurde die Umgebung wieder etwas belebter. An der Weltcup-Hütte vorbei führte uns der Winterwanderweg schließlich stetig bergab. Die Beine wurden langsam schwerer, aber das Gefühl war dieses gute, zufriedene Müde. Der letzte Abschnitt zog sich wie so oft – doch irgendwann war er da: der Parkplatz. Kreis geschlossen. ⸻ Fazit Eine richtig tolle Tour mit rund 15,25 Kilometern und knapp 720 Höhenmetern, winterlichen Wegpassagen, großartigen Ausblicken und genau der richtigen Portion Abenteuer. Auch wenn der Tobelweg ausfallen musste: Diese Runde hat absolut überzeugt. Geschafft, müde – aber sehr glücklich. Eine Tour, die definitiv im Kopf bleibt und nach Wiederholung ruft.

03:45

15.3km

4.1km/h

720m

720m

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December 20, 2025

Wonderful, it was a great place to clear my head. Far away from all the hustle and bustle. A fantastic snack after the tour. 👍❤️

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and went for a hike.

October 11, 2025

Es ist Herbst im Ländle. Länge: 16,75 km Aufstieg: 461 m Abstieg: 476 m Höchster Punkt: 768 m Tiefster Punkt: 455 m Herbstfarben, Fernblicke und ein Hauch Geschichte Startpunkt: Wanderparkplatz Geweur beim Randecker Maar Ein goldener Herbsttag, wie man ihn sich nur wünschen kann: blauer Himmel, klare Luft und diese unverwechselbare Mischung aus Laubduft und Sonne auf der Haut. Vom Wanderparkplatz Geweur aus startet die Runde hinein ins Herz des Geoparks Schwäbische Alb – ein Stück Erde, das geologisch wie geschichtlich einiges zu erzählen hat. ⸻ Das Randecker Maar – ein Fenster in die Urzeit Schon der Start ist ein Highlight: Das Randecker Maar ist kein See, wie der Name vermuten lässt, sondern ein erloschener Vulkantrichter. Entstanden vor rund 17 Millionen Jahren, als Magma explosionsartig aufstieg, hat sich hier später ein Maarsee gebildet, der im Laufe der Jahrtausende verlandete. Heute ist das Gebiet ein Naturdenkmal und ein Hotspot für Biologen und Fossilienjäger. Besonders bekannt ist das „Randecker Maar-Vogelobservatorium“, wo seit Jahrzehnten der Vogelzug erforscht wird – die Lage ist perfekt, denn Zugvögel nutzen den Maartrichter als natürliche Leitlinie. Demeter-Hof Ziegelhütte Nur wenige Schritte später wartet der Demeter-Hof Ziegelhütte – fast märchenhaft mit seiner großen Drachenskulptur, die scheinbar über Stall und Felder wacht. Zwischen blökenden Kälbern, entspannt grasenden Eseln und Kühen in der „Kuh-Waschanlage“ lässt sich Landwirtschaft erleben, wie sie sein sollte: ruhig, natürlich und mit viel Herz. Über Felder und Wiesen – Geopark Schwäbische Alb Der Weg führt weiter über malerische Felder mit Blick auf die markante Kante der Albhochfläche. In der Ferne erhebt sich die Burgruine Reußenstein, eine der schönsten Höhenburgen der Region, und die Landschaft wirkt, als hätte sie ein Maler mit besonders warmem Farbton gemalt. Ein kurzer Stopp an der Hindenburg-Schutzhütte lohnt sich – hier schweift der Blick weit übers Land, und bei klarer Sicht reicht er bis zu den Kaiserbergen. Heimenstein & Heimensteinhöhle Am Heimenstein öffnet sich der Blick ins Neidlinger Tal – ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst. Direkt unterhalb liegt die Heimensteinhöhle, eine natürliche Durchgangshöhle im Kalkgestein. Sie war vermutlich schon in der Steinzeit ein Unterschlupf und ist heute ein spannendes Naturdenkmal. Die nahe Weiße Wand, ein strahlend heller Kalkfelsen, leuchtet besonders im Herbstlicht und markiert den Übergang zum nächsten Abschnitt. Neidlinger Wasserfall Vom Wanderparkplatz Bahnhöfle geht’s bergab Richtung Neidlinger Wasserfall. Er ist einer der bekanntesten Wasserfälle der Alb – etwa 25 Meter fällt das Wasser hier über die Kalktuffstufen, die sich im Lauf der Zeit aus dem kalkhaltigen Wasser gebildet haben. Besonders nach Regen ist das ein eindrucksvolles Naturschauspiel, im Herbst eingerahmt von rotgoldenem Laub. Neidlinger Tal – Landleben pur Der Rückweg durchs Neidlinger Tal zeigt die Alb von ihrer gemütlichsten Seite: Streuobstwiesen, Schafe dösen in der Sonne, ein Buntspecht klopft am Baum, und der Duft reifer Äpfel liegt in der Luft. In Neidlingen selbst grüßen alte Fachwerkhäuser, das kleine Rathaus und die Dorfkirche. Überall werden Äpfel gesammelt, alte Traktoren tuckern, und vor den Presshäusern stapeln sich Kisten voller Früchte, bereit für den frischen Apfelsaft. Selbstbedienungsstände mit Zwetschgen, Birnen und Äpfeln machen Lust auf eine Vesperpause – die du passenderweise auf einer Bank zwischen Schafen und Gänsen genießt. Rückweg durchs Zipfelbachtal Nach einer Vesperpause geht’s gestärkt weiter durchs herbstlich leuchtende Zipfelbachtal – ein wilder, idyllischer Abschnitt mit Holzbrücken, moosigen Steinen und einem rauschenden Bach, der den Anstieg fast vergessen lässt. Oben angekommen öffnet sich wieder die Weite des Randecker Maars, flankiert von sanften Wiesen, auf denen friedlich Kühe grasen. Abschluss mit Aussicht Ein letzter Blick zurück ins Neidlinger Tal mit den Kaiserbergen in der Ferne – und man spürt, wie sich die Ruhe des Tages langsam in einem selbst breitmacht. 16,75 Kilometer Alb pur: abwechslungsreich, lehrreich, farbenfroh. Ein Tag, der nach Tee, Decke und Nachglühen ruft.

03:56

16.8km

4.3km/h

460m

480m

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October 12, 2025

And once again, wonderful historical moments. It's simply a joy to experience a hike with you and your stories. 👏❤️

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and went for a hike.

September 20, 2025

Heute sind meine Frau und ich vom Wanderparkplatz an der Tübinger Straße in Böblingen gestartet. Es war spätsommerlich warm, knapp 30 Grad, und man hat den Unterschied deutlich gespürt: Im Wald war es angenehm kühl, doch sobald man auf den offenen Wegen war, legte die Sonne richtig nach. Direkt zu Beginn ging es über die Bahnlinien, dann tauchten wir tiefer in den Wald ein. Dort begegneten wir einem Holzengel, dessen Flügel längst von Moos und Rinde erobert worden waren. Die Natur holt sich ihr Reich zurück – ein unmissverständliches Zeichen dafür. Ein Stück weiter kamen wir an die Gedenkstätte für Luise Burkhardt, Christian Renz und Gottlieb Binder in Holzgerlingen. Hier war ein Moment zum Innehalten. Später öffnete sich der Blick aufs freie Feld. Zwischen goldenen Maisfeldern ragte die Kirche von Mauren in den Himmel, eingerahmt von Blau und Grün. Ein fast postkartenhafter Anblick. Ich spürte einen kurzen Schreck, als ich eine Blindschleiche sah, die perfekt getarnt vor meinem Schuh lag. Ich habe sie beinahe übersehen und platt gemacht. Zum Glück blieb es bei einem Schrecken für alle drei – die Blindschleiche, meine Frau und mich. Weiter ging es durch den großen Waldfriedhof von Böblingen. Hier war die Stimmung ganz anders – ruhig, würdevoll, fast schon feierlich. Unser Ziel, die geografische Mitte von Baden-Württemberg, haben wir erreicht. Ein unscheinbarer Punkt auf der Landkarte? Für uns ist es ein schöner Abschluss einer entspannten und abwechslungsreichen Wanderung.

03:10

15.2km

4.8km/h

200m

200m

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September 21, 2025

Impressive

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