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WolFF went for a hike
September 9, 2026 at 09:04
02:20
10.6km
4.5km/h
20m
20m
🇩🇪 (Hessen)🔺Rüsselsheim, ⒽMarktplatz ➡️ Hattersheim-Eddersheim, ⒽBahnhof 𝜮 3357 Km / 🚲 𝜮 680,4 Km
Das war ein Ausflug mit einigen schönen Überraschungen:
1. Anfahrt nach Rüsselsheim: Wegen einer Umleitung fuhr der Bus nicht, wie vom Lautsprecher angekündigt, zum Bischofsheimer Bahnhof, sondern hielt irgendwo in der Stadt etwa einen halben Kilometer vom Bahnhof entfernt. Eine nette Mitfahrerin bemerkte meine Ortsunkundigkeit und begleitete mich auf ihrem Heimweg bis zum Bahnhof. - Ende gut, alles gut: Ich war zur (ohne Irrweg) geplanten Zeit am Rüsselsheimer Marktplatz!
2. Der Verna-Park (Stadtpark): "Zwischen Parkschule, Maindamm und Innenstadt gelegen ist der Stadtpark, nach den früheren Besitzern gerne auch „Verna-Park“ genannt, weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.
Einstmals private Parkanlage der Familie von Verna, verkaufen die Erben das Grundstück im Jahre 1911 an die Stadt Rüsselsheim. Seither steht der Park der Öffentlichkeit zur Verfügung und zieht in jeder Jahreszeit viele Spaziergänger an. Ein Grund für die große Beliebtheit der Anlage mag in seinem ursprünglichen Charakter liegen.
In seiner über 140-jährigen Geschichte hat sich der Park seinen spätromantischen Charme bewahrt. Die zentrale Lage und kompakte Aufbau zählt ebenso zu seinen Besonderheiten wie die vielen botanischen Exoten, die er beheimatet. Umgeben von einer schützenden Gartenmauer ist diese kleine grüne Oase ein Ruhepol in mitten der Stadt. Egal ob kurzweiliges Spazierengehen oder Mittagspause in harmonischer Umgebung - der Stadtpark in Rüsselsheim erfreut sich großer Beliebtheit und bietet Naherholung für jedermann im besten Sinne des Wortes. Schauen Sie doch einmal vorbei." *)
3. Opelvillen: "Die Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim liegen in unmittelbarer Nähe zur Festung idyllisch am Main. In wechselnden Ausstellungen wird seit 2003 die Entwicklung internationaler Kunst von der Moderne bis zur Gegenwart beleuchtet.
Namenspatron der Kunst- und Kulturstiftung ist Fritz Opel (1875–1938). Der Sohn des Gründers der Opelwerke Adam Opel errichtete nach dem Kauf der 1916 erbauten Villa Wenske die zweite Villa (das heutige Ausstellungshaus) zwischen 1931/32 und bewohnte die von ihm als »Schloss am Main« bezeichnete Villenanlage bis zu seinem Tod 1938.
Das denkmalgeschützte Ensemble beherbergt neben dem Ausstellungshaus mit Lesecafé im Wintergarten auch das Restaurant Opelvillen sowie ein Trauzimmer des Standesamts, in dem sich Paare im stilvollen Ambiente das Ja-Wort geben können." *)
*) Texte: Web-Seite der Stadt Rüsselsheim
4. Als bekennender Fan (auch) dieser Kunstrichtung konnte ich die unverhoffte Einladung zu einer Ausstellung über Tattoos auf einem Werbebanner an den Opelvillen natürlich nicht ausschlagen. - Nun ja: Sehr viele schwarz-weiß-Fotos, von denen ich die meisten irgendwo schon mal gesehen hatte, wenig Bezug dazu, dass sich die Tätowierkunst in den letzten 100 Jahren qualitativ deutlich weiterentwickelt hat oder, wie sie zum aktuellen Boom führen konnte. Sinn und Zweck der Ausstellung schien mir eine Hommage an Herbert Hoffmann zu sein, einem Wegbereiter dieser Kunst in Deutschland in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts. Ich fand die Zusammenstellung der Exponate dennoch interessant, weil ich Zusammenhänge kenne, halte die Ausstellung an sich allerdings für ziemlich "altbacken".
Danach habe ich erst einmal im Innenhof-Café der nahen Festung einen Kaffee und ein Stück Kuchen gebraucht, bevor ich mit meiner eigentlichen Wanderung beginnen konnte.
Die führte mich unter der Opelbrücke hindurch, an der "Flörsheimer Fahr" (ehem. Fährverbindung Raunheim-Flörsheim, bevor es die 1. Opelbrücke gab) vorbei zur sehenswerten Ölhafenbrücke. Nach Unterquerung von A 3 und ICE-Trasse tauchte die einsam gelegene, barocke Mönchhofkapelle (> mehr s. Internet) und wenig später die Eddersheimer Schleuse mit ihrem Fußgängerübergang auf.
5. Der Weg von der Schleuse zum Eddersheimer Bahnhof zieht sich ... und ich war nicht gerade zu früh dran, um die nächste S-Bahn zu erwischen ... - Ca. 100 Meter vorm Bahnhof ging die Schranke runter, der richtige Bahnsteig liegt dummerweise dahinter ... Nächste Überraschung: Eine bis dahin nicht erkennbare Unterführung - ich habe die Bahn gerade noch erwischt! :-))
Danke für einen sehr schönen und erlebnisreichen Tag!!
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