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Fuchsi 3
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Watzmann-Tor(tour)-Überschreitung

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Watzmann-Tor(tour)-Überschreitung

went for a hike

September 6, 2026 at 01:51

Watzmann-Tor(tour)-Überschreitung

12:35

27.8km

2.2km/h

2,360m

2,370m

Garmin Forerunner 955

28 km | 2.400 hm Aufstieg | 2.400 hm Abstieg | 12:34 Std.

Heute stand die Watzmann-Überquerung auf dem Programm – und dafür hieß es früh raus aus den Federn. Um 03:45 Uhr starteten wir am Parkplatz an der Wimbachbrücke. Mit Stirnlampen ausgestattet ging es zunächst im Dunkeln bergauf in Richtung Hocheck, dem ersten der drei Watzmann-Gipfel.

Unser Tempo war ordentlich und so standen wir bereits um 07:15 Uhr auf dem Hocheck (2.650 m). Der frühe Start hatte sich definitiv gelohnt: Während des Aufstiegs konnten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang genießen. 🌅

Schon auf dem Weg nach oben waren immer mehr Wanderer unterwegs. Viele wollten ebenfalls zum Hocheck, einige hatten – genau wie wir – die komplette Überschreitung vor. Die meisten waren allerdings vom Watzmannhaus (1.900 m) gestartet.

Oben angekommen zeichnete sich bereits ab, dass die Überschreitung wohl eine ziemlich nebelige Angelegenheit werden würde. Die Wolken hingen tief über dem Königssee und von der Aussicht war in dieser Richtung nicht allzu viel zu sehen.

Am Hocheck gibt es außerdem eine kleine Biwak-Hütte, an der wir noch einmal kurz Pause machten. Hier habe ich mir noch kurz was anderes angezogen. Danach ging es hinein in die eigentliche Watzmann-Überschreitung.

Die ausgesetzten und anspruchsvolleren Stellen waren immer wieder mit Drahtseilen versichert. Trotzdem ging es teilweise ordentlich ausgesetzt über den Grat – und bei Nebel wirkt das Ganze natürlich gleich noch einmal etwas beeindruckender. 😅

Nach ungefähr 30 Minuten erreichten wir bereits die Mittelspitze (2.713 m), den zweiten der drei Gipfel. Von dort ging es weiter über den Grat in Richtung Südspitze (2.712 m). Noch einmal etwa 90 Minuten später standen wir schließlich auf dem dritten und letzten Gipfel der Überschreitung.

Dort machten wir noch einmal kurz Pause, stärkten uns und genossen – soweit es der Nebel zuließ – die Atmosphäre auf dem Watzmann.

Eine Sache hatte ich allerdings deutlich unterschätzt: die Temperaturen dort oben. 🥶

Ich hatte eindeutig zu wenig Kleidung dabei. Es waren gerade einmal 5 °C und durch den Wind wurde es noch unangenehmer. Während der eigentlichen Überschreitung ging es einigermaßen, da man ständig in Bewegung war. Aber spätestens bei den Pausen merkte man, wie kalt es tatsächlich war.

Und dann kam der Teil, auf den wir eigentlich gut hätten verzichten können: der Abstieg.

Auf gerade einmal rund 4 Kilometern mussten wir mehr als 1.000 Höhenmeter vernichten. Zunächst hieß es noch einmal ordentlich über Fels und Geröll hinunterkraxeln. Danach folgten gefühlt endlose Geröllfelder.

Diese Tortur lässt sich eigentlich kaum beschreiben. 😅
Die muss man einfach selbst einmal mitgemacht haben.

Der steile Abstieg zog sich und zog sich und dauerte ungefähr 2 Stunden und 40 Minuten. Irgendwann erreichten wir schließlich die Wimbachgrieshütte – und dort war erst einmal Zeit für eine der wichtigsten alpinen Maßnahmen: ein Bier. 🍺😂

Danach wurde es zum Glück deutlich entspannter. Die letzten Kilometer führten relativ gleichmäßig durch das Wimbachtal zurück in Richtung Parkplatz.

Etwa 5 Kilometer vor dem Ziel wartete dann noch eine weitere Hütte auf uns. Die Gelegenheit konnten wir natürlich nicht ausschlagen und gönnten uns jeweils einen Kaiserschmarrn. Und was soll ich sagen: Nach diesem Tag hat selten etwas so gut geschmeckt. 🤤

Danach ging es nur noch die letzten Kilometer zurück zum Parkplatz an der Wimbachbrücke.

Was für eine Tour! Früh gestartet, Sonnenaufgang erlebt, drei Gipfel überschritten, Nebel, ausgesetzte Passagen, Kälte, endlose Geröllfelder, über 1.000 Höhenmeter Abstieg auf wenigen Kilometern – und am Ende Bier und Kaiserschmarrn.

Die Watzmann-Überquerung hat definitiv alles geliefert. 🏔️💪

Die Tour in Zahlen:

📍 Start/Ziel: Wimbachbrücke
🥾 Distanz: ca. 28 km
⬆️ Aufstieg: ca. 2.400 hm
⬇️ Abstieg: ca. 2.400 hm
⏱️ Gesamtzeit inkl. Pausen: 12:34 Std.
🏔️ Gipfel: Hocheck – Mittelspitze – Südspitze

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