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2026/45 Stadtwanderung von Lichterfelde-Süd über Marienfelde und Mariendorf bis zum S-Bahnhof Priesterweg
2026/45 Stadtwanderung von Lichterfelde-Süd über Marienfelde und Mariendorf bis zum S-Bahnhof Priesterweg
rainer kunke went for a hike
August 18, 2026 at 09:40
02:45
13.0km
4.7km/h
110m
120m
Heute war wieder ideales Wanderwetter mit etwas Sonne und Wolken und angenehme +21 Grad und da habe ich mich wieder zu einer Wandertour aufgemacht durch das "Grüne Berlin" und hatte mir eine Tour vorgeplant, wo ich noch nie lang war und bin dann von Lichterfelde-Süd über Marienfelde und Mariendorf bis zum S-Bahnhof Priesterweg gewandert. Zuerst bin ich wieder kurz durch die "Thermometer-
Siedlung" mit den riesigem Hochhäusern und mein nächstes Ziel war Lichterfelder Trümmerberg und da ging es wieder steil auf einen schmalen, aber guten Weg hoch und man hatte auch etwas Aussicht von einen massiv gebauten Aussichtpunkt und ich sah die Hochhäuser in Marienfelde, an denen ich vor Kurzen schon vorbei bin. Dann ging es ein Stück am "Mauerweg" entlang und bin dann auf Nebenstrassen bis zu diesen Hochhäusern und dort beginnt dann der grosse "Grünstreifen" von Süd nach Nord und da läuft man stadteinwärts lange auf den "Grünen Hauptweg
Nr. 5", auch bekannt als "Nord-Süd-Weg", entlang und dann kam heute mein erstes Highlight, die katholische Klosterkirche "Vom Guten Hirten" in Marienfelde. Das ehemalige Kloster ist ein riesiges Bauwerk mit 4 grossen Gebäuden, die mit der Klosterkirche verbunden sind. Leider war die Klosterkirche nicht offen. Aber dann traf ich den Hausmeister der katholische Schule, die in einem dieser Gebäude ihren Sitz hat, und der machte gerade seine Zigarettenpause und der hatte aber keinen Schlüssel für die Kirche, aber er erzählte mir allerhand zur Geschichte des ehemaligen Nonnenklosters.
Die Klosterkirche Vom Guten Hirten in Berlin-Marienfelde ist ein einzigartiges neugotisches Kulturdenkmal. Sie wurde von 1903 bis 1905 nach Plänen von Josef Lückerath erbaut. Ihr sternförmiger Grundriss mit vier auf den zentralen Altar zulaufenden Schiffen sollte früher die getrennte Überwachung der Ordensschwestern und Schutzbefohlenen sicherstellen.
Der siebeneckige Zentralbau mit vier sternförmig abgehenden Kirchenschiffen ist angelehnt an die Panoptikum-Architektur des 19. Jahrhunderts.
Nach der Schließung des Klosters 1967 und dem Umbau zum Sozialzentrum, mit Schulen und Seniorenwohnungen, dient die Kirche jetzt der örtlichenden katholischen Gemeinde.
In der Klosterkirche befindet sich die älteste spielbare Orgel (Baujahr 1888) in einer katholischen Kirche Berlins.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Vom_Guten_Hirten_%28Berlin%29?wprov=sfla1
Von dort bin ich dann wieder auf diesen Grünstreifen über 3 km auf guten Wegen bis zum ehemaligen Gaswerk Mariendorf gewandert, bekannt auch unter den Namen "Marienpark" und laut Komoot geht dort zwischen Bahngleisen und Marienpark ein Radweg entlang aber nach einem kurzen Stück war kein aspaltierter Weg mehr, sondern nur noch ein schmaler, sehr steiniger Schotterweg und das war schon eine kleine Herausforderung mit meinem Rollator, aber zum Glück war an diesem Weg der Fussgängernebeneingang offen und auf dem "Marienpark" kann man hochinteressante Industriegeschichte entdecken.
Früher gehörte zum Gaswerk ein riesengrosses Gelände und und so vor ca. 50 Jahren begann man dort neue Gewerbeobjekte zu bauen und jetzt sind auch noch grosse Baustellen.
Das historisch Interessannte im "Marienpark" sind neben den noch erhaltenen alten und genutzten Fabrikgebäuden vorallem das alte Gasometer, der alte Wasserturm und die bei der Modernisierung ab 1960 errichteten 2 riesigen Gaskugelbehälter sowie der neue Wasserturm.
https://de.wikipedia.org/wiki/Marienpark_Berlin?wprov=sfla1
Zum Glück traf ich 2 junge ortskundige Männer und die erklärten mir einen Umweg über die dort neugebaute Strasse zum "Marienpark", damit ich nicht mehr auf diesen Schotterweg lang musste und da kam ich an mehreren solchen riesigen neuen Gewerbeobjekten vorbei.
Nachdem ich dann den Teltowkanal überquert hatte, war es nicht mehr weit bis zum S-Bahnhof Attilastrasse. Da ich mich noch fit fühlte, habe ich mich dann entschlossen, noch bis zum S-Bahnhof Priesterweg zu wandern und dort wandert man ein Stück auf Nebenstrassen auch auf dem "Jakobs-Pilgerweg" entlang und dort habe ich 2 zum Pilgerweg passende Graffiti/Murals entdeckt, die von der Potsdamer Firma "Motiv-Wunsch.de" gesprayt wurden und das ist eine kleine Firma, die in Berlin und Brandenburg schon viele Stromumspanngebäude mit Motiven im Auftrage der Energieversorger besprayt hat und ich hatte 2025 schon mal in Potsdam bei einer Wanderung das Glück, diesen Profi-Sprayern lange zuschauen zu können.
Dann war es nicht mehr weit zu meinem heutigen Wanderziel, dem
S-Bahnhof Priesterweg, aber der liegt schon wieder in einer grünen Gegend, denn dort geht es im Wald hoch zum "Insulaner" mit seiner Sternwarte und dort beginnt auch eine sehr grosse Kleingartenanlage, also weit und breit kein Wohnhaus und auch keine Gaststätte und da bin ich bis zum "Bahnhof Südkreuz" gefahren und nach ca. 20 Jahren notgedrungen in einen "Burger King" und habe mir als schnelles Abendbrot vor der Heimfahrt so einen kleinen "Big King" mit Pommes bestellt, aber ich bin kein Fan von diesen pappigen Sandwiches.
Ich habe heute wieder festgestellt,
Berlin ist doch wirklich eine "Grüne Stadt" und vor 1900 waren dort im Süden von Berlin nur Bauerndörfer und deshalb gibt es da neben alten Dorfkirchen auch noch viele Dorfteiche.
Es war heute wieder eine schöne und interessante Wanderung mit guten Wegen, die ich auch gern weiter empfehlen kann.
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