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Flobo went mountain biking
August 8, 2026 at 17:38
02:32
19.6km
7.7km/h
29.8km/h
120m
120m
Garmin Forerunner 965
Wetter: herrliche 30 °C am Abend – perfektes Sommerstadt-Wetter.
Eigentlich hatte ich Frankfurt nie als besonders schöne Stadt abgespeichert. Umso mehr hat mich diese abendliche Radtour überrascht. Ich bin einzelne Punkte abgefahren – vorbei an der EZB, entlang des Mains, durch Sachsenhausen und die Innenstadt bis hinauf zum Goetheturm. Und am Ende war ich von Frankfurt wirklich geflasht.
🍎 Sachsenhausen – mein absolutes Highlight
Mit Abstand am meisten beeindruckt hat mich Alt-Sachsenhausen. Ich hatte überhaupt nicht erwartet, dass mich dieses Viertel so packt.
Diese alten Fachwerkhäuser, die engen und verwinkelten Gassen, das Kopfsteinpflaster und dann gefühlt eine Kneipe neben der anderen. Kleine Plätze, Innenhöfe, Apfelweinlokale, Bars und überall Menschen. Vor den Lokalen waren die Tische voll, Menschen liefen durch die Gassen, überall Licht, Stimmen und Leben.
Dazu diese ganzen kleinen Details: die alten Wirtshausschilder aus Eisen, Stangen und Schilder über den Türen, Weinfässer auf der Straße und diese typische Apfelwein-Atmosphäre. Alles wirkte so gewachsen und nicht künstlich inszeniert.
Ich hatte dabei ein richtig nostalgisches Gefühl. Irgendwie musste ich daran denken, wie Schwabing in München vielleicht einmal in den 70er- oder 80er-Jahren gewirkt haben könnte: dicht, lebendig, ein bisschen chaotisch und überall kleine Lokale und Menschen.
Eigentlich wollte ich ja meine Radtour fortsetzen – aber in Sachsenhausen hatte ich kurz das Gefühl: Scheiß aufs Radfahren, ich setze mich jetzt einfach irgendwo hin und schaue mir das alles an. 😄
🌉 Über den Main in die volle Altstadt
Danach ging es am Main entlang und über den Eisernen Steg Richtung Altstadt. Und selbst gegen 21 Uhr war dort noch unglaublich viel los. Teilweise war an Fahrradfahren überhaupt nicht mehr zu denken, weil so viele Menschen unterwegs waren.
Auch das hat mich überrascht: Frankfurt wirkte nicht wie eine Stadt, die am Abend langsam leer wird. Im Gegenteil – die Stadt war draußen.
Besonders interessant fand ich auch den Platz mit dem großen, netzartigen Kunstwerk, das über dem Platz schwebt und wohl rund zwei Millionen Euro gekostet hat. Das Werk ist offenbar ziemlich umstritten – mir persönlich gefällt es aber richtig gut. Gerade weil es den gesamten Raum verändert und man automatisch nach oben schaut.
🌳 Der gescheiterte Goetheturm
Dann kam die spontane Idee: Jetzt noch hoch zum Goetheturm!
Meine Vorstellung war natürlich perfekt: hochfahren, auf den Turm steigen und von dort oben im Abendlicht auf die Frankfurter Skyline schauen.
Tja. Der Turm macht um 20 Uhr zu. 😄
Also stand ich unten und konnte nicht mehr hoch. Schade – aber die Skyline hatte ich auf der Tour ohnehin immer wieder vor mir.
☀️ Sommerabend am Main
Auf dem Rückweg ging es wieder viel am Main entlang. Und genau dort habe ich verstanden, was mir an diesem Abend an Frankfurt so gefallen hat.
Überall passierte irgendetwas. Kleine Veranstaltungen, Musik, Menschen auf den Wiesen und am Wasser, ein Jazzfestival, Gruppen, die zusammensaßen – und gleichzeitig wirkte nichts hektisch.
Die Leute saßen einfach am Main, unterhielten sich und genossen diesen warmen Sommerabend. Die tiefstehende Sonne spiegelte sich im Wasser, im Hintergrund die Hochhäuser – eine richtig entspannte Atmosphäre.
Skurril fand ich auch zwei Prostituierte in Dessous, die sehr auffällig an verschiedenen Brücken posierten und sich mit der Skyline und den Hochhäusern im Hintergrund fotografieren ließen. Auch so eine kleine Szene, die irgendwie zu diesem bunten Abend gepasst hat.
🏨 Und selbst das Hostel passt dazu
Auch meine Unterkunft gefällt mir. Im Hostel sind viele jüngere Leute unterwegs und dadurch geht diese lebendige, internationale Atmosphäre irgendwie noch weiter.
⭐ Fazit des Abends
Frankfurt war für mich die Überraschung des Tages.
Ich bin ohne große Erwartungen losgefahren und kam völlig begeistert zurück. Vor allem Sachsenhausen, aber auch das Leben am Main, die volle Altstadt, die Skyline, die Musik und diese warme Sommerabendstimmung haben mich erwischt.
Das Interessante ist: Es war gar nicht ein einzelnes großes Highlight. Es war dieses Gesamtgefühl einer lebendigen Stadt. Alt und neu direkt nebeneinander: Fachwerk und Hochhäuser, Apfelweinlokale und moderne Kunst, Kopfsteinpflaster und Skyline.
Und genau solche ungeplanten Überraschungen sind wahrscheinlich das Schönste am Reisen.
Mein Gedanke des Abends:
Frankfurt – warum hat mir eigentlich nie jemand erzählt, dass du so geil sein kannst? 😄
Waypoints
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Elevation
Highest point (150 m)
Lowest point (100 m)
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