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Vom Tal ins Tal - nach Schiltach mal anders

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Vom Tal ins Tal - nach Schiltach mal anders

went for a hike

July 19, 2026 at 14:46

Vom Tal ins Tal - nach Schiltach mal anders

02:47

15.1km

5.4km/h

450m

560m

Allmählich entwickelt sich das Ganze zur Serientat. Zumindest fand heute die nun dritte Variante dessen statt, was ich "der Liebsten nachlaufen" taufe, denn diese hatte auch heute wieder einen Kellner-Einsatz in Schiltach und stellte somit für mich die beste Rückfahrgelegenheit dar.
Also zog ich erneut am späten Nachmittag los, um pünktlich zum Feierabend in der Altstadt aufzuschlagen.

Neu war heute jedoch die Varianz der Strecke, denn die rechte Seite rund um Aichhalden lag mir noch zu frisch im Gedächtnis und wennschon ein Serientäter, so wollte ich auf keinen Fall ein Wiederholungstäter werden. Nicht heute.
Der Plan war also simpel: ich nutzte dasselbe Transportmittel, das mich auch zuverlässig nach Hause bringen würde und wurde in der Scharmberger Talstadt entlassen. Ein guter Ausgangspunkt, um sich mal von der anderen Bergseite aus an das schmucke Städtchen heranzupirschen.
Qualität geht allerdings vor Optimum, daher musste initial zuerst etwas Höhe erklommen werden und am direktesten und schnellsten (auf Kosten des Schweißes) erreicht man das über die Burg Hohenschramberg, ausgehend von der Marienkirche.
grobe Steinstufen, feine Erde, Wurzeln und zwei Holzstege wechseln sich auf dem relativ steilen Schlangenpfad ab, der sich im oberen Teil auch zunehmend felsiger gibt. Und dann steht man schon auf der großen Burganlage mit der wohl besten Aussicht, die man in dieser Gegend bekommen kann und diese wurde auch ausgekostet, da die Streckenlänge heute moderat ausfiel und der Zeitvorrat dafür gut dimensioniert war.
Nachdem ich zwei Wanderfrauen noch etwas Orientierungshilfe gegeben hatte, setzte ich den eigentlichen Weg fort, der mich von der Burg weg Richtung Lauterbach führte. Auf teilweise selten und in einem Abschnitt noch nie begangenen Pfaden arbeitete ich mich in gemütlicher Steigung aufwärts, bis zum Teilort Imbrand, aus Talrichtung rechts und leicht oberhalb von Lauterbach gelegen.
Hier verläuft der Weg nach einem kurzen Waldstück auf asphaltierter Straße enorm attraktiv und beinahe eben am Waldrand entlang, während sich linkerhand Weitblicke eröffnen, die mich immer wieder ins Gedächtnis rufen ließen, dass ich eigentlich mehr oder minder hier wohne und andere Leute von weit her anreisen, um das zu bekommen, was mir zu Füßen liegt.
Genug geschwärmt, denn mittlerweile gab es auch auf der Waldseite viel zu sehen, denn mit viel Liebe und Kreativität wurden hier Holzskulpturen erstellt und bemalt, die heimische Tiere verkörpern und in ihrem aufklappbaren Innern kindgerechte Informationen dazu anbieten.
Schließlich wechselte ich über Richtung Sulzbach, hinreichend bekannt durch den Lauterbacher Wandersteig, den ich auch zuvor schon ein paar Male gekreuzt hatte und den ich nun erstmals gegen den Strich lief.
Auch diese Etappe bot Fernblicke ohne Unterlass, wenn auch durch die etwas tiefere Lage nicht ganz so imposant.
Am Ende verließ ich den Steig und folgte weiter der roten Raute und der Beschilderung zum mir nicht bekannten Höhengasthof Heuwiese, der nun als besuchenswert abgespeichert ist.
Der Wanderweg führte nach einer kurzen Passage über die schmale Fahrstraße steil und in einigen Kurven bergab und gab in der vorletzten Spitzkehre den Blick auf Schiltach frei - mein Ziel. Aus der Höhe betrachtet, erschienen mir die weniger als zwei Kilometer ziemlich unrealistisch, doch ehe ich mich versah, umgaben mich bereits die ersten Häuser und vor mir baute sich die blickfangende Sandsteinkirche auf.
Ein kurzer Marsch durch den Ort am Bach entlang diente zum Ausklang und die letzten Stufen gefolgt von einer schmalen Gasse gewährten mir Zugang zum Marktplatz und dem Trubel des besten spanischen Restaurants in Schiltach.
Somit kann ich ohne Übertreibung und Gewissensbisse behaupten, dass diese Strecke eine reine Hihglight-Aneinanderreihung war. Zwei längere Waldpassagen gibt es zwar, doch es dominieren Aussichtspunkte, abwechslungsreiche Wege und eine Landschaft, die einen vergessen lässt, dass man ja "nur" im heimatlichen Teil des Schwarzwaldes wandert. Auf dieser Seite werde ich mich jedenfalls gerne wieder tummeln. Es gibt ja noch so viele Wege...

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