About ulinator
Egal, ob Alb, Donau, Schwarzwald oder schlicht die eigene Heimat: kein anderes Hobby erfüllt mich so, wie das Wandern. Ob es nur drei Kilometer in einer verregneten Mittagspause oder dreißig an einem sonnigen Tag sind: das Bewegen in der Natur mit dem Blick auf Details ist eine Erfahrung, die man nur unzureichend in Worte kleiden kann. Man muss es erleben. Ich habe es für mich entdeckt und teile gerne meine Erlebnisse und Erkenntnisse in Wort und Bild.
Und wenn es einfach mal nicht zum Auslauf kommt, wird es mir trotzdem selten langweilig, denn ich bin nebenbei Zocker, klassischer Gitarrist, Bücherwurm, Brettspieler, Filmfreak - schlicht: ein Kind im Manne und habe vor, das zu bleiben.
9,907 km
1312:31 h
Recent Activity
ulinator went for a hike.
a day ago
Fasnetszeit und die Narren sind wieder los. Zwar noch nicht so richtig, aber die Vorboten sind erkennbar und da gehört es zur guten Tradition, einen ganz eigenen Narrensprung zu veranstalten. So geschah es heute früh nach einer kurzen Nacht, dass ich im Angesicht des nebligen Morgenglühens vor dem Fenster während der zweiten Tasse Kaffee eine Wandertour ausbrütete. Das Ziel war klar: Schramberg - Mittagessen. Da der kleine Uhrzeiger bereits auf der neun verharrte, war auch klar, dass keine Extravaganzen drin sind und ich den Hinweg eher zeitoptimiert bestreiten werde. Dafür behielt ich mir aber Optionen für den Rückweg offen und zog um viertel nach zehn gen Tal. Von den Feldern dampften die Reste des abgesenkten Frühnebels vor sich hin und im Schatten des Waldes hielt sich über längere Passagen immer noch eine beharrliche Eisschicht, die mir ein gutes Quantum Konzentration abforderte. Ansonsten war es halt mein Westentaschenwald, der mich auf der Pferdekoppel unterhalb des Beschenhofes ins Freie entließ. Mit Blick auf Sulgens Ausläufer wandte ich mich der wohl kürzesten Waldetappe zum Ortsteil Hutneck zu, von wo aus man erstmals einen Eindruck davon gewinnt, in welche Tiefen man hinabzusteigen gedenkt. Am wohl verstecktesten Pfad entlang eines hundebewachten Grundstücks kaufte ich dieses Mal etwas Honig, während mir die beiden Werwolf-Superhunde ein Städndchen zubellten. Dann folgte ich dem Waldpfad abwärts ins Tal, der in den unteren Ebenen auf das schöne Geheimratswegle übergeht und das mich so eingenommen hatte, dass ich ein paar Meter zu weit ging, und ich daher eine kleine Zusatzschleife einlegen musste, um zum Park der Zeiten zu gelangen. Unter dem Glockenschlag zur zwölften Stunde suchte ich mir einen Weg abwärts durch das Gewirr aus Wegen und Treppen - falsch machen kann man nichts, solange man die Vertikale beibehält - und erreichte den Marktplatz mit dem dominanten Rathaus und damit auch im Grunde mein Etappenziel. Nach dem Essen war klar: das Wetter bleibt gut, der Körper kann und der Geist will noch, daher plante ich spontan die Rückreise, doch nicht ganz ohne ein paar meiner typischen "Abstecher", denn Schramberg hat eine Menge zu bieten und das Wenigste davon lag auf der direkten Route nach Dunningen. Also begann ich den in grelles Sonnenlicht getauchten Schlossberg zu erklimmen, der zur Burgruine Hohenschramberg führt und allein durch seine Größe und exponierte Lage den perfekten Blick auf die Stadt bietet. Mit dem Logo der "Hoorigen Katz" wurde auch hier der Narrenzeit Rechnung getragen. Sattgesehen wanderte ich am Burgstüble vorbei in Richtung des nördlichen Stadtrands und streifte zunächst die sehenswerte und fast freistehende Eretskapelle, bevor ich mich durch wilde Wiesenpfade mit diversen Ausblicken auf die Stadt der Ruine Schilteck näherte. Auch diese Burg ist sehenswert und bietet noch mal einen anderen Blickwinkel auf die Fünf-Tälerstadt. Ich glaubte es selbst kaum, als ich von der Burg meinen Weg gen Norden fortsetzte, dass ich hier noch mal einen völlig neuen Abschnitt begehen werde, aber so war es. Garniert mit einem wunderbaren Blick auf den Rappenfelsen wanderte ich in einer großen Schleife an einem Gehöft vorbei, wo mir erneut ein übergroßes Hunde-Bären-Wolfs-Tier einen Vortrag hielt, den ich aber nicht so richtig verstanden hatte. Aber da dieser Hund frei herumlief und mir nur bis knapp unter die Brust ragte, war klar: der ist nur laut und hat offenbar bereits gegessen. Also zog ich von dannen und erreichte bald wieder die Talstadt. Bei der ersten Möglichkeit wechselte ich aber die Straßenseite und stieg am Hammergraben in meinen zweiten und endgültigen Aufstieg auf die Hochebene ein. Schon zwischen den Häusern war es vorbei mit der Gemütlichkeit, denn das Höhenprofil zeigte sich nicht aus Freude an der Farbe in dunklem rot. Ein fast schon alpin anmutender Pfad schlängelte sich direkt nach der Häusergrenze weiter den Hang hinauf und ich sinnierte darüber nach, wann ich diesen zuletzt gegangen war. Es muss mehr als zehn Jahre her sein, als ich an meinem Geburtstag frühmorgens den eintausendsten Geocache suchte. Den Rappenfelsen, der damals mein Ziel war, erreichte ich heute nicht ganz, doch ich erfreute mich am Blick auf selbigen auf ebenbürtiger Höhe. Raus aus der Sonne und hinein in den Waldschatten brachte ich die letzten Höhenmeter hinter mich, womit ich auf dem Lienberg landete, irgendwo im Nirgendwo bei Aichhalden mit Blick auf den Sulgen. Ganz oben war ich noch nicht, doch ich pflege meinen gelegentlichen Mitwanderern gerne Belehrungen zu erteilen, was Anstieg ist und was nicht und daher muss diese Regel auch für mich selber gelten. Also war der letzte Anstieg zum Waldrand keiner und ich entging dem doch recht schneidenden Wind eine Weile im moosbegrünten Wäldchen. Erneut im Freien und dem Sulgen ein gutes Stück nähergekommen, war es soweit: meine durchnässten Klamotten am Oberkörper wollten getauscht werden, denn das letzte was ich gebrauchen konnte, war schweißbedingte Kühlung in der nun einziehenden Spätnachmittagskälte. Nachdem die Jacke wieder geschlossen und die inneren Organe mit heißen Tee aufgetaut waren. war ich bereit für den Endspurt Richtung Dunningen, der immer noch knapp zehn Kilometer in Anspruch nahm und als hätte meine linke Ferse ein eigenes Bewusstsein, meldete sie sich pünktlich zum letzten Drittel, sie sei bedrückt. Gut, ein wenig Entlastung kann man ihr schon gönnen, aber dauerhaft auf dem Vorderfuß zu gehen, war eben auch nur semi-optimal, daher gab es ab Sulgens Mitte keine Schonung mehr. Das letzte Stück führte mich zu Vierhäuser, einem Ortsteil, das aus mehr als vier Häusern besteht, aber gut, ich bin auch kein Mathematiker, und von dort am Steinbruch vorbei zur Bundesstraße Richtung Dunningen. Ich fing auf dem Radweg an, wollte aber dann dem Verkehrslärm ein wenig entgehen, sodass ich zum Waldrand abbog, wo ein ausgetretener Wiesenpfad auch den fersenschonenden Untergrund zu bieten hatte. Noch viel schonender wurde es mit den zahlreichen Schlamm- und Wasserlöchern, denen ich nur mit viel Mühe unfallfrei entgehen konnte. Den Belag unter den Sohlen wurde ich auf Schneeresten dankenswerter Weise wieder los. Man könnte dem Radweg nun durch diverse Abstecher elegant entgehen, etwa über die Gehöfte der Stampfe oder des Dunninger Bergwaldes oder eben auf der anderen Seite durch den bereits begangenen Trimmpfad, doch angesichts der Tatsache, dass sich die zahlreichen Höhenpunkte der Tour auf dem Weg zur Haustür nicht mehr überbieten oder auch nur erreichen ließen, begnügte ich mich mit dem direkten Weg nach Dunningen, wo die Abendsonne noch mal die dick gewordenen Wolkenbänder durchbrach und den Ort goldgelb anstrahlte. Somit mauserte sich eine der spontansten Touren aller Zeiten, deren Löwenanteil ich quasi unterwegs plante, zu einer weiteren Empfehlung rund um Schramberg. Als Quasi-Einheimischer muss man sich das mal klarmachen: wir haben hier auf überschaubarer Fläche Burgen, Felsen, Bäche, Wasserfälle verbunden durch alpine Wanderpfade und all das ist ab der Haustüre möglich. Ach was wohnen wir schön! In diesem Sinne: der Narr ist gesprungen und freut sich.
06:58
31.3km
4.5km/h
900m
900m
ulinator went for a hike.
February 1, 2026
Die Tristesse mit dem erneuten Wintereinbruch setzte sich auch in den Sonntag hinein fort, sodass ich meine Wanderpläne verwarf, denn einen gewissen Anspruch habe ich durchaus. Aber es gibt ja zum Glück Alternativen, die nicht unbedingt mit visuellen Reizen aufwarten müssen: Joggen und Geocaching. Nach Joggen war mir nicht - zu träge heute -, daher setzte ich einen schon lange geschmiedeten Plan um, die "Hunde-Runde" in Spaichingen anzugehen, benannt nach der Gassirunde des Erstellers der Runde, der eigenen Angaben zufolge seinen Vierbeinern in diesem Waldstück zum Auslauf verhilft. Der Beginn war bereits als rustikal zu werten, denn ab dem Verlassen des Autos stand ich in zwar flachem, aber dennoch unangenehmen Schlamm, der mich auf dem ersten halben Kilometer sohlenfärbend begleitete. Der erste Geocache war aber immerhin ein Volltreffer, sodass der Auftakt die Stimmung hob. Der folgende "Kurzmulti" bestand aus einer kleinen Rätselstation, die ich nach etwas Hirnverzögerung doch noch passabel lösen konnte und auf dem Weg zum eigentlichen Geocache traf ich einen Spaziergänger mit Hund, der auf meine flapsige Bemerkung zur Wegbeschaffenheit einen emotional gefärbten Abgesang auf unsere Politik und den Niedergang unserer Gesellschaft zum Besten gab. Da hatte ich mit dem unzureichend geschotterten Weg wohl den letzten Tropfen in das Fass gekippt. Den Gegenpol bildete der Hund, der mit treu-lieb funkelnden Augen um Streicheleinheiten bat, die er selbstredend auch bekam. Unsere Wege trennten sich dann, da ich einen Abstecher gehen musste, um den Lohn meiner Mühe einzusammeln. Zurück auf der Runde wechselte der Großteil des Waldwegs glücklicherweise zu Schnee und Eis, was mir besser bekam als die Dreckorgie zuvor. Ansonsten hatte der Wald nicht viel Spektakel zu bieten. Die drei Hauptrouten, auf denen ich mich bewegte, zogen sich pfeilgerade zwischen den Bäumen hindurch und die Trübe Monotonie tat ihr übriges, die Superlative für die reine Wegstrecke in engem Zaum zu halten. Doch darum ging es auch nicht, denn mein Ziel war es, die gut zwanzig Geocaches zu finden, die in diesem Waldgebiet versteckt waren und eine Eigenart fiel schon recht frühzeitig auf: viele Verstecke schienen sehr willkürlich gewählt worden zu sein, frei nach dem Motto "nehmen wir doch diese Fichte, die so aussieht, wie alle anderen auch und da hängen wir die Dose auf". Dennoch gab es auf der Hunderunde nur eine Station, an der ich ungefähr zehn Minuten investieren musste, um an der richtigen Stelle den richtigen Blickwinkel zu finden. Alle anderen Behälter konnte ich mehr oder weniger schnell aufgreifen und am Ende auch den Rundenbonus aufstöbern, dessen Standort man mit Hilfe von Bonuszahlen, die in den diversen Logbüchern verteilt sind, ausrechnen kann. Im Abschluss an die Hunderunde legte ich bereits auf der Zielgeraden zur Zivilisation noch mal eine Kehrtwende auf einen Parallelweg ein, um mich den fünf versteckten "Depot"-Geocaches zu widmen. Der Spaichinger Wald ist auf einem Abschnitt voll von ehemaligen Munitionslagern, die von außen wie Garagen oder Geräteschuppen wirken, historisch aber eben eine andere Bedeutung haben. Der Blick ins Innere blieb mir verwehrt, sodass auch hier mein Fokus auf den nahe bei den Gebäuden versteckten Plastikdosen lag, die passend zum Thema mit Tarnnetzen versehen oder in Tarnfarbe lackiert waren. Nicht spektakulär, aber in Kombination mit der Umgebung passend. Wie zum Trotz trafen mich beim vorletzten Depot noch die verhaltenen aber eindeutigen Sonnenstrahlen, als wollte unser Zentralgestirn vor dem Untergang noch mal schnell zum Abschied des heutigen Tages winken. Außerhalb des Waldes angekommen, erfreute ich mich noch eines der unter Geocachern unbeliebtesten Dosenformen: des Nano-Caches, fingernagelgroß und mit einer Fummelei, um auf dem schmalen Papierstreifen einen Platz für die eigene Unterschrift zu finden. Immerhin erkannte ich den Nano sofort, denn auch das Nicht-Finden ist eine Eigenart speziell dieser Behältnisse, da sie aufgrund ihrer "Größe" so gut wie unsichtbar sind. Zum Schluss folgte auf dem Weg zum Parkplatz mit dem bezeichnenden Titel "guck... do ischer" der obligatorische Nicht-Fund durch Aufgabe nach zwanzig Minuten im metaphorischen Nebel stochernd. Einen Hoffnungsschimmer hatte ich aufgrund eines Fotos von @Peter53, der im vergangenen Jahr hier mit weniger Zeit und mehr Erfolg von dannen zog, doch mehr als den Standort des Entstehens des Bildes konnte ich nicht extrahieren, der Geocache blieb verborgen und bleibt damit ein offenes Mysterium. Mal sehen, ob mir jemand einen Tipp zuflüstert. Und so kam ich nach zweieinhalb Stunden wohlbehalten und mit der Note 1- am Parkplatz an und durfte mich im Anschluss noch bei @Nae, die zufällig gar nicht so weit entfernt residiert, an viel zu leckerem Kuchen und echtem Espresso erfreuen. Kann man den trüben, monochromen Sonntag besser verbringen? Eben. In diesem Sinne bis bald im Wald.
01:09
6.22km
5.4km/h
60m
60m
February 1, 2026
The gloom and renewed onset of winter continued into Sunday, so I abandoned my hiking plans, as I do have certain standards.
But thankfully, there are alternatives that don't necessarily require visual appeal: jogging and geocaching. I wasn't in the mood for jogging—too sluggish today—so I put a long
Translated by Google •
January 25, 2026
Uli..... that already looks like training for the half or marathon in Bräunlingen this fall :-)) The Schluchsee Run is already in May - I'll be participating in the Wings for Life event again in Zug (Switzerland) in May.
Translated by Google •
about 16 hours ago
Fasnetszeit und die Narren sind wieder los. Zwar noch nicht so richtig, aber die Vorboten sind erkennbar und da gehört es zur guten Tradition, einen ganz eigenen Narrensprung zu veranstalten.
So geschah es heute früh nach einer kurzen Nacht, dass ich im Angesicht des nebligen Morgenglühens vor dem Fenster
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