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Vorarlberg Tour - Tag 2 (Feldkirchen -> See hinterm Todesanstieg)

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Vorarlberg Tour - Tag 2 (Feldkirchen -> See hinterm Todesanstieg)

and went gravel riding

July 3, 2026

Vorarlberg Tour - Tag 2 (Feldkirchen -> See hinterm Todesanstieg)

05:04

66.5km

13.2km/h

37.6km/h

1,380m

160m

Wahoo ELEMNT ROAM 3

Das Schöne und Einmalige beim Bikepacking - zumindest aus meiner Sicht, ist das Unvermeidliche. Im ersten Moment mag es einen verärgern, doch im Nachhinein entstehen immer denkwürdige Erinnerungen.

Vor zwei Tagen erfuhren wir, dass die Silvretta Hochalpenstraße gesperrt ist. Ein Highlight das ich schon lange machen wollte und Alex eine schöne Bergetappen-Erfahrung gebracht hätte. Nun ja, im Endeffekt gab es also zwei Alternativen. Einen rieeesen langen Umweg über den Arlbergpass, rund um den Verwall.. oder nun ja.. eine Mauer erklimmen. Zeitlich bedingt sollte es die Mauer werden. Wir waren guter Dinge. Ist halt eine Mauer, das schaffen wir schon.

Nach einigen entspannten Kilometern bimmelten unsere Wahoo's auf einmal und kündigten ernsthaft einen 37.7 Kilometer langen Anstieg an. Das ist definitiv mein Rekord, zumindest gemäß der Wahoo Anstieganzeige. Ein paar Seiten auf dem Tamagochi umgeblättert sah ich das Höhenprofil der nächsten 20km. Grün, ein wenig orange. Ist ja total machbar.

Wir hatten das letzte Dorf Partenen hinter uns gelassen, als ich erneut einen Blick wagte. Uff! Das ist niemals korrekt. Okay, ich kannte natürlich das Höhenprofil der Tour von der Planung her, aber selbst da dachte ich Komoot spinnt vermutlich. Denn, wer baut eine asphaltierte Straße in den Berg, die auf 10km immerzu eine Steigung zwischen 10 und 18% hat und 1000+ Höhenmetern überbrückt? Naja, Menschen die ein fettes Wasserkraftwerk hier oben bauen wollten und es halt nicht anders ging (siehe Bild mit dickem Staudamm). Aber die Straße diente schon Jahrhunderte zuvor als einzige Verbindung von Partenen zu Galtür. Es war brutal. Einfach brutal. Daher umso mehr Respekt vor Alex der trotz einiger Walk my Bike Abschnitte mental absolut solide war und es richtig abgefeiert hat. Es ist wirklich nicht zu unterschätzen, die Laune beizubehalten, obwohl man mit krassem Puls Stunden für eine handvoll Kilometer benötigt. Umso mehr haben wir uns am Gipfel abgefeiert. Die wirklich surrealen Ausblicke auf dem Weg haben natürlich geholfen. Und wett gemacht hat es spätestens das famose Cordon Bleu und der Apfelstrudel mit Vanilleeis. Denn direkt neben einem der schönsten Campingplätze überhaupt, gelegen direkt am Zenissee, gab es ein uriges Restaurant. Das war es aber auch schon, mehr gibt es hier oben auf der Hochebene genau an der Baumgrenze (ca. 1800m) auch nicht. Bis natürlich auf einen der spektakulärsten Zeltplätze die ich je hatte. Die Kälte hat uns nun in das Zelt getrieben. Alex schnarcht bereits vor sich hin und ich verabschiede mich in voller Vorfreude auf die Aussicht beim morgendlichen Kaffee.

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