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Rheinburgenweg #7: von Bassenheim über Andernach nach Brohl-Lützing (Bad Breissig)
Rheinburgenweg #7: von Bassenheim über Andernach nach Brohl-Lützing (Bad Breissig)
Christitan and deliabtzt went for a hike
June 21, 2026
06:03
31.2km
5.2km/h
660m
760m
Nächste Etappe auf dem Rheinburgenweg! Gestartet in Bassenheim, sollte es nach Bad Breissig gehen (offiziell Etappe 10+11), wurde letztlich aber "nur" Brohl-Lützing - aber der Reihe nach.
In Bassenheim ging es erstmal noch zum Bäcker, Verpflegung auffüllen und nochmal die Toiletten aufsuchen, bevor wir noch schnell den "Bassenheimer Reiter" in der Kirche unsere Aufwartung machten und die Bassenheimer Burg aus der Ferne begutachtet. Dann ging es auch schon los, leider eine Stunde später als ursprünglich geplant. Denn klar war, dass die ersten 16 km hauptsächlich über offene Felder gehen und wenig Schatten vorhanden sein wird. Vormittags sollte das aber ja noch gut machbar sein, so der Gedanke und außerdem sagte die Wetter-App, dass es trotz 32 °C wolkig und windig wird. 🌬️
Die erste Etappe von Bassenheim nach Andernach ist recht unspektakulär. Beeindruckend waren die Massen an Mohnblumen, lecker waren die süßen Kirchen am Wegesrand und schön anzuhören die zwitschernden Vögelein über uns. Schatten gab es wie vermutet nicht viel auf den ersten Kilometern, mit Ausnahme eines ersten kleinen Wäldchens. 🌲 Dieses brachte uns außer einer Sonnenpause allerdings auch etliche, um den Kopf rumschwierende Fliegeviecher 🪰 und fieses Stechsgetier. 🤬
Ansonsten ging es halt viel über Felder und Wiesen und so waren wir sehr erfreut, als wir nach ca. 8 km, an der erste schattige Raststation direkt an der Nette eintrafen. ☺️ Hier ein kurzer Schnack mit zwei Leidensgenossen, die die Etappe andersrum liefen und jetzt noch die Felder vor sich hatten. Die Armen, dachten wir, frühstückten in Ruhe, erneuerten unseren Sonnenschutz und wuschen noch schnell die Hände in der kühlen Nette. 🏞️
Von dort aus ging es durch Miesenheim 🏘️ und danach wurde es für uns erst so richtig mies. 😲 Bergauf, pralle Sonne, 🌞 keine Wolken, kein Wind und mittlerweile mit vollen Schritten auf die 12 Uhr Mittagshitze zu. 🥵 Die nächsten 8 km waren demnach keine große Freude.. fühlte sich ein wenig wie Training auf dem Crosstrainer im stickigen Fitnessstudio an - und so hieß es: marschieren, marschieren, marschieren. 🚶 Als der Weg dann noch durch hohes Grasland ging, hat die berechtigte Sorge vor Zecken nicht gerade zur Motivation beigetragen. 😅 Jeder Fitzel Schatten wurde von uns für eine Micropause genutzt und als es ein etwas größeres Schattenfenster gab, legten wir uns dort erstmal ein paar Minuten auf den Asphalt. Die Ansprüche an schöne Pausenspots sind mittlerweile stark gesunken.
Weiter ging der Wüstenmarsch auf die Höhe des Ortes Eich und in der Hoffnung, dort eine richtige Rastmöglichkeit mit SCHATTEN zu finden, beschlossen wir in den Ortskern vorzudringen. Laut Maps wäre das Bürgerhaus dafür die einzige Möglichkeit, allerdings keine Infos über Öffnungszeiten zu finden. Einen Versuch war es wert, doch.. vergebens. Das Ding hatte zu und auch vor Ort keine Infos zu den Öffnungszeiten in Sicht. 😢 Aber zum Glück gab es gegenüber ein 24/7-Lädchen mit Automaten. Hier war es schon angenehm kühl und vor allem gab es noch kühlere Getränke. 🍼 Wir spielten die Optionen im Kopf durch und ehrlichersagt waren wir schon soweit, dass wir uns den Bus rausgesucht hatten, um die Tour für heute abzubrechen. "Gerettet" hat uns die eine Stunde Wartezeit auf den Bus und die damit einsetzende Regeneration. So beschlossen wir doch nochmal weiter zu gehen, denn nicht weit entfernt wartete der Wald 🌳🌲 auf uns! Also nochmal Wasservorräte auffüllen und weiter gings Richtung Namedy - dem nächst möglichen Exit-Point.
Den Wald jetzt stets im Blick war der Anstieg dorthin allerdings nochmal fies. Ein erstes aufkommendes Lüftchen und eine Pacman-Wolke, welche die Sonne verschluckte, halfen uns die letzten Meter zu überstehen. Dann, nach knapp 2 km, endlich dauerhafter Schatten! 🥳
Ab hier wurde es wirklich entspannter, das Wandern machte wieder Spaß und auch der Weg wurde abwechslungsreicher und schenkte uns Bänke im Schatten, die zudem die ersten Ausblicke auf den Rhein boten - Träumchen!
Durch die neuen Gegebenheiten motiviert, ließen wir Namedy links liegen und entschlossen weiter zu gehen. Hier begann der längste Anstieg des Tages - allerdings größtenteils im Schatten und so war er vergleichsweise einfach. Oben angekommen waren wir trotzdem nochmal ausgelaugter und dann hieß es nochmal für knapp 2 km raus aus dem Wald,ä und rauf auf die Felder. 🫣
Glücklicherweise trafen wir am Geishügelhof einen Einheimischen, der uns nicht nur mit leckerem Brunnenwasser versorgte, hier konnten wir auch ein paar Minuten in der kühlen Garage abkühlen und uns mit fließenden Wasser etwas erfrischen. Eine wahre Oase. ⛲
So erfrischt waren die letzten Meter zum nächsten Wald ein Klacks und dieser bot dann mehr als nur Schatten. Hier gab es einen Vulkan-Infoweg und schöne, felsige Abschnitte! Noch schöner wurde es, als wir den Abstieg nach Brohl erreichten. Fast schon alpin ging es mit Drahtseilsicherung den Berg hinab, was eine große Freude war, aber auch ordentlich Trittsicherheit erforderte und nochmal richtig Kräfte kostete. In Brohl-Lützing angekommen haben wir uns nochmal in den Schatten gesetzt und dann die verbleibenden 6 km analysiert: knackiger Anstieg mit erneut kraxeligem, Trittsicherheit erforderten Abstieg. Klingt fantastisch - aber nicht zu diesem Zeitpunkt, nicht nach dieser 30 km Tour.
So entschieden wir, dass unsere Reise hier für heute endet und statt weiter zu gehen, haben wir den Bahnhof aufgesucht und dabei noch den "Vulkan-Express" begutachtet. Die Wartezeit am Bahnhof (inkl. Verspätung der Bahn) nervte zwar, aber es war definitiv die richtige Entscheidung. Die anstehende schöne Wegführung wollen wir genießen können und das war heute einfach nicht mehr möglich.
Hinter uns liegt eine Wanderung, die vor allem wegen der Temperaturen extrem anstrengend war - ohne diese aber vergleichsweise highlightarm daher gekommen wäre. So bleibt sie uns definitiv in Erinnerung und wir freuen uns auf die letzten zwei Etappen des Rheinburgenwegs. ☺️
Collection "RheinBurgenWeg 2025/2026" https://www.komoot.com/de-de/collection/3628042/-rheinburgenweg-2025
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (320 m)
Lowest point (70 m)
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