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Alex-wandert-halt 🥾 and others went for a hike
April 28, 2026
07:31
29.3km
3.9km/h
1,100m
920m
Garmin epix Pro (Gen2)
Nach einem ausgiebigen Frühstück in Bad Schandau machen wir uns auf zur langen Etappe 2 (meine Jungs sind absolute Skyr-Fans, weshalb ich wohl die gesamte Woche mit dem eiweißreichen Islandjoghurt "gemästet" werde).
Der Weg von Bad Schandau mit dem ÖPNV nach Wehlen ist eine kleine Reise für sich: Zuerst nehmen wir die Fähre, um in Bad Schandau auf die andere Seite der Elbe zu gelangen. Von dort fahren wir mit der Bahn nach Wehlen, wo wir erneut mit einer Fähre die Elbe überqueren müssen.
Kurzer Aufenthalt am Touri-Spot: Bastei Lohmen
Den Aufstieg von der Elbe zur Bastei legen wir recht schnell zurück. Der schöne Wurzelweg führt uns über den Schwarzbergweg, vorbei am Aussichtspunkt "Steinerner Tisch". Macht euch aber keine Illusionen, was das "Highlight" Bastei angeht: Hier stehen unzählige Busse auf dem Parkplatz, die Touristen aus aller Welt zur Felsformation karren.
Natürlich ist der Ausblick von der 193 Meter hohen Felsformation bombastisch. Wir machen schnell zwei Fotos und quetschen uns dann an den Menschenmassen vorbei in Richtung des Abstiegs nach Rathen. Nur wenige Meter weiter im Wald sind wir schon wieder fast für uns allein.
Durch den idyllischen Amselgrund
Viel besser gefällt mir da der nächste Wegabschnitt – der Amselgrund. Hier wandert man mehrere Kilometer am Grünbach entlang. Durch eine enge Schlucht, gesäumt von eindrucksvollen Sandsteinformationen, arbeiten wir uns stetig bergauf. Dabei bleibe ich meist hinter der Gruppe zurück, da mich diese Umgebung so sehr beeindruckt, dass ich ständig Fotos machen muss.
Vom Hockstein in die Wolfsschlucht
Nachdem wir einen flacheren Abschnitt des Malerweges überquert haben, erreichen wir den Hockstein – meiner Meinung nach das eigentliche Wanderhighlight dieser zweiten Etappe. Während des einfachen Aufstiegs blicke ich tief in eine schmale Schlucht und scherze zu Dave hinüber, es sehe so aus, als gäbe es dort unten einen Weg, durch den er wohl nicht passen würde.
Auf dem Hockstein genießen wir einen wunderbaren Ausblick auf die Wälder und Berge der Sächsischen Schweiz. Mir fallen viele "tote" Waldabschnitte auf, und während wir in der warmen Sonne schlendern, muss ich immer wieder an die damit einhergehende Waldbrandgefahr denken.
Der Abstieg hat es dann aber noch einmal in sich: Die Wolfsschlucht führt uns über enge, steile Stufen und eine Leiter bergab. Auch der restliche Weg ins Polenztal ist steil, aber glücklicherweise zum Großteil mit Stufen abgesichert.
An der Polenz entdecke ich an der Hauswand der "Pension & Gasthaus Polenztal" ein wunderbares Gemälde: ein von vier Pferden gezogenes Fuhrwerk, das mit Holzfässern beladen durchs Tal fährt.
Mittagspause auf der Burg Hohnstein
Wir steigen auf zur Felsenburg Hohnstein. Die beeindruckende Stadt und die dazugehörige Burg strahlen sehr viel Geschichte aus. Der Standort spielte sowohl im Mittelalter als auch in der NS-Zeit eine wichtige Rolle und wird mehrfach geschichtlich erwähnt.
Im Innenhof der Burg entdecken wir ein kleines Restaurant, das uns drei hungrige Wanderer hervorragend bewirtet. Obwohl mich der Kuchen anlächelte, war mir nach der Anstrengung eher nach etwas Herzhaftem zumute. Grund dafür war sicherlich die anstrengende Tour bei dem wirklich warmen Wetter.
Wald und (Dieb-) Höhlen
Der wunderschöne waldige, teils bewurzelte Weg führt uns nun recht eben entlang des Hanges des Polenztals. Hier findet der Wanderer mit genügend Zeit allerlei Highlights (wir halten uns aufgrund der 30km Tour allerdings nicht lange an einem Ort auf).
Hierbei kommen wir an der Gautschgrotte und der Diebshöhle vorbei. Es waren weder Diebe noch Fledermäuse in der Nähe.
Treppen, Treppen und noch mehr Treppen
Vorbei an tollen Aussichtspunkten führt uns der Weg immer tiefer hinab ins Polenztal. Er ist nun aber auch von vielen treppenreichen Auf- und Abstiegen geprägt, und wir merken deutlich, wie unsere Beine langsam müde werden.
Vor allem der Anstieg nach Waitzdorf hat es noch einmal in sich. Doch nach den steilen Stufen geht es zum Glück flach über Schotter den Mühlweg entlang.
Kohlichtgraben und Kohlmühle
Der Abstieg zur Kohlmühle führt uns nun durch ein enges Tal. Zunächst befürchte ich, der Weg könnte unpassierbar sein, denn überall liegen tote, trockene Bäume, als wären sie mit einer Sense abgesäbelt worden. Der Pfad an sich ist zwar einfach, aber ich habe ständig ein mulmiges Gefühl, da wir gelegentlich ein lautes Knarzen hören, während wir unter den Bäumen hindurchsteigen.
Anfang des Jahres war dieser Weg noch unpassierbar.
Goßdorf-Kohlmühle entpuppt sich als altes Fabrikgelände. Es gibt zwar noch Gleise, aber heute fährt hier kein Zug mehr. Deshalb wandern wir weiter die Sebnitz entlang und dann hinauf nach Altendorf.
Von dort erwischen wir den stündlich fahrenden Bus zurück nach Bad Schandau. Die Beine schmerzen und der Hunger meldet sich lautstark – ein Festmahl haben wir uns heute redlich verdient!
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