Routes

Planner

Features

Updates

App

Login or Signup

Get the App

Login or Signup

Uwe Drescher experienced this adventure with komoot!

Have your own adventure with the #1 outdoor app today.

Sign up or log in

Uwe Drescher
Completed activities

Von Göda zum Hussitenberg und Chorberg

Uwe Drescher
Completed activities

Von Göda zum Hussitenberg und Chorberg

went for a hike

September 7, 2025

Von Göda zum Hussitenberg und Chorberg

03:37

16.6km

4.6km/h

190m

180m

Unser Startpunkt ist dieses mal der kostenlose Parkplatz neben der Gaststätte Zum Hirsch in Göda. Übrigens, wer gerne Wild ist, eine ganz heiße Empfehlung. Vorbei an der Kirche Sankt Peter und Paul mit ihren Zwei imposanten Türmen geht es auf dem Rad und Fußweg entlang der B6 zu einem imposanten Aussichtspunkt auf die Bergkette der Oberlausitz. Die Kirche hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Taufstein aus Granit, 13. Jahrhundert
Kruzifix, farbig gefasst, um 1500 von einem Meißner Meister geschaffen
Sandsteinaltar aus dem Jahr 1512 mit Weihekreuzen und einem Loch in der Mensa, in dem sich vor der Reformation eine Finger-Reliquie des Heiligen Leonhard befand
Kanzel von 1513, genannt „von-Gablenz-Kanzel
Doch nun lasst uns kurz den Anblick der Oberlausitz genießen bevor wir einige Meter weiter auf einen guten Wanderweg in Richtung Bloaschütz abbiegen und zum Hussitenberg gelangen. Der Name des Berges entspringt dem Volksmund, auf der nahe gelegenen Via Regia marschierten die Hussiten 1429 nach Kamenz und zurück nach Bautzen. Eine andere Möglichkeit ist, früher wurden Hügel als Hussitenberge oder Schwedenschanze bezeichnet. Von der Straße zwischen Döberkitz und Bloaschütz steigt der Berg imposant auf. in den Neunziger Jahren gab es einen Wanderweg auf den Gipfel, davon zeugen noch Bänke an Denen der Zahn der Zeit genagt hat. Also gehen wir Außen herum und nähern uns dem Gipfel, plötzlich stehen wir vor einer Hügellandschaft. Ernst Siegel schreibt dazu, Wir stehen vor dem größten und am besten erhaltenen Hügelgräberfeld der Oberlausitz. Wir zählen etwa 40 Hügel. 1805 sollen es rund noch 100 gewesen sein. Sie messen drei bis zehn Meter im Durchmesser und sind etwa 1,50 Meter hoch. Von 1823 bis 1928 gab es hier zahlreiche Ausgrabungen. Man fand Brandgräber mit Urnen, slawische Gräber mit Skeletten auch Gräber in denen der Tote verbrannt wurde (Leichenbrandschicht). Auch Scherben, Gefäße sowie ein messerartiges Stück Eisen, Holzkohle und Feuersteine. Die Funde stammen aus der Jungsteinzeit bis zur spätslawischen Zeit. In diesen 3200 Jahren sind die Hügelgräber entstanden. Auf dem Berg gab es zudem noch einen sogenannten Schalenstein. Etwa 90 Zentimeterlang, weist er 13 ausgehauene Näpfchen und drei eingemeißelte Kreuze auf. Laut dem schwedischen Forscher Almgreen wurden auf solchen Steinen im Frühling Fruchtbarkeitsopfer in freier Feldflur dargebracht. Nach der Christianisierung wurden die Kreuze eingemeißelt um den heidnischen Brauch zu löschen. Um den Opferstein zu schützen wurde er ins Bautzener Stadtmuseum gebracht.
Wir verlassen nun den Hussitenberg und wandern durch Bloaschütz in Richtung der S106 und überqueren diese um auf der sogenannten Alten Straße entlang der Autobahn in Richtung Bautzen uns Salzenforst zu nähern.
Dabei kann man wieder Ausblicke in Richtung Oberlausitzer Bergkette und Bautzen genießen, der Himmel mit seinen Schäfchenwolken tat das Übrige dazu.
Nach einer Weile gehen wir links ab unter der Autobahn durch an der Sandgrube vorbei und erreichen alsbald die Königlich-Sächsische Triangulationssäule. Daneben befindet sich ein gepflegtes Denkmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges. Etwas weiter in einem Wall versteckt der zu einer kleinen Sandgrube gehörte, sehen wir eine Gedenkstätte für 43 jüdische Frauen aus verschiedenen Ländern die im Februar 1945 hier von der SS erschossen wurden. Leider ist auch das Deutsche Geschichte.
Der nächste Abzweig nach Rechts müsste auf einen der Aussichtsreichsten Berge der Oberlausitz, dem Chorberg führen. Denkste, da bist Du zu spät, das war bis in die Neunziger Jahre möglich. Jetzt ist der gesamte Gipfel eingezäunt und Privat.
Ernst Siegl beschreibt seinen Besuch in den Neunzigern so:
Zwischen einer kleinen Wiese und dem Buschland steigen wir nun zum Gipfel, und bald ist das 1841 errichtete Gipfelkreuz erreicht. Das Oberlausitzer Bergland im Süden steht wie eine Riesenwand. Weit geht der Blick nach Norden über das Heideland. Nach Westen sieht man die Berge bei Bischofswerda, im Osten den Strohmberg, den Rotstein.
Der Name des Berges hat nichts mit Chorsingen oder Chorälen zu tun, sondern ist eine Eindeutschung des sorbischen Namens (tchor), dies bedeutet aber Iltis. Also Iltisberg. Früher wurde Er aber auch auf Grund seines Gipfelkreuzes Kreuzberg genannt.
Da wir nicht hinauf können gehen wir an seinem Hang einmal drumherum soweit es möglich ist und schauen in die Ferne.
Nach dem Abstieg erreichen wir den Pilgerrastplatz wo sich nun zur Mittagszeit der Rucksack so langsam entleert.
Danach noch ein Stück entlang des Pilgerweges nach Oberuhna und von dort über Döberkitz direkt wieder nach Göda.
Übrigens, wer kennt Döberkitz diesen Ort der aus einem Gutsweiler entstand? Seine Geschichte ist nicht ganz unbedeutend für die Oberlausitz.
Der Ort wurde erstmals 1466 als Debreckwitz erwähnt. Im 16. Jahrhundert folgten Nennungen als Dobriketz oder Debriketz. 1580 lag die Grundherrschaft im Ort beim Rittergut Neukirch. Spätestens ab dem 17. Jahrhundert war Döberkitz selbst Sitz eines Rittergutes, welches bis ins 20. Jahrhundert bestand und die Grundherrschaft innehatte.
Von Beginn der überlieferten Geschichte des Ortes an verlief unweit westlich und südlich die administrative Grenze der Oberlausitz, da der Nachbarort Göda bereits seit 1006 unter der Verwaltung des Bistums Meißen stand. Nach der Säkularisation der Bistumsterritorien 1559 verlief hier die Staatsgrenze zwischen dem Kurfürstentum Sachsen und der böhmischen Oberlausitz. Die Grenze entfiel 1635, als auch die Oberlausitz zu Sachsen kam.
Quelle: Wikipedia

Mit freundlichen Grüßen Üwchen D. aus Bautzen an der Spree.

27 people liked this tour.

27

Share

Embed

Comments

Navigate

Send to Phone

Save

Waypoints

Route Details

Elevation

Nothing selected – click and drag below to see the stats for a specific part of the route.

Sign up to see more specific route details

Sign up for free

Comments

guide_signup

Want to know more?

Sign up for a free komoot account to join the conversation.

Sign up for free

Loading
Explore
RoutesRoute plannerFeaturesHikesMTB TrailsRoad cycling routesBikepackingSitemap
Download the app
Follow Us on Socials

© komoot GmbH

Privacy Policy