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COUCHFLUCHT went for a hike
August 14, 2025
06:53
16.9km
2.5km/h
760m
780m
Von unserer Unterkunft in Saas-Almagell ist es nur ein Katzensprung mit dem Bus zum Mattmark-Stausee, wo sich der größte Erdstaudamm Europas befindet. Und der ist nicht nur technisch eine faszinierende Angelegenheit, sondern haut mich direkt mit seiner irren türkisblauen Farbe um. Man könnte den See natürlich auch einfach nur auf dem klassischen Rundweg umrunden, wir haben allerdings eine etwas größere Tour geplant. Wenn Italien schon fast greifbar ist, wollen wir wenigstens kurz „Ciao“ sagen und über den Monte-Moro-Pass die Grenze überschreiten.
Los geht’s entlang der östlichen Seite des Stausees auf einem zunächst breiten Uferweg, durch einen Tunnel in Richtung Distelalp. Umgeben von hochalpiner Stille und Gletschergipfeln wandern wir an Wasserfällen vorbei und beobachten eine Herde Walliser Kühe, die ganz friedlich am Ufer grasen.
Am südlichen Ende des Stausees ist es dann vorbei mit dem gemütlichen Spaziergang. Der Weg in Richtung Monte-Moro-Pass wird mit jedem Schritt felsiger und anstrengender. In Serpentinen steigen wir langsam bergauf und genießen immer wieder traumhafte Rückblicke auf den See. Die schroffe und hochalpine Kulisse um uns herum lässt meinen Atem stocken.
An einer Wegkreuzung, wo sich Unmengen von Wollgras in einer sattgrünen Moorlandschaft sanft im Wind wiegt, legen wir eine Pause ein und packen unser mitgebrachtes Picknick aus. Ich kann mir keine andere Umgebung vorstellen, in der dieser Ziegenkäse noch besser schmecken könnte!
Die letzten Höhenmeter über die Felsstufen des Schmugglerpfads zum Monte-Moro-Pass fordern mich dann doch noch ganz schön, aber die auf einem Felsvorsprung thronende goldene Madonna zwinkert mir gefühlt schon aus der Ferne zu und motiviert mich, den restlichen Aufstieg auch noch zu schaffen. Oben werden wir mit einem atemberaubenden Panorama auf die imposante Ostwand des Monte Rosa belohnt. Was für eine karge und rauhe Felslandschaft hier!
Ein paar Treppen gehen noch, also wandern wir noch ein kleines Stückchen weiter bis zum Rifugio Oberto Maroli auf 2.798 Metern Höhe, wo wir uns eine ordentliche Portion Tiramisu zur Belohnung gönnen.
Mhhhm, das haben wir uns aber jetzt echt verdient!
Frisch gestärkt geht es zunächst über den gleichen Pfad wieder bergab, bis wir dann an der Weggabelung, dem unberührten Trail nach rechts folgen. Schrille Murmeltierpfiffe begleiten uns, während wir uns den Weg über die Felsen in Richtung Ofenpass bahnen. Auch hier kann ein wenig Trittsicherheit übrigens nicht schaden. Kaum ein Mensch begegnet uns im einsamen und wilden Ofental, das sich nun vor uns ausbreitet.
Auf dem Rückweg glitzert der Mattmark-Stausee wieder in den schönsten Smaragdtönen unter uns, und ich muss mich stark bremsen, ihn nicht aus allen erdenklichen Perspektiven zu fotografieren. Der Abstieg zum Seeufer ist teilweise ganz schön steil, aber die Ausblicke lassen (fast) alle Strapazen vergessen. Vom Staudamm genießen wir schließlich noch einen traumhaften Blick hinab nach Saas-Almagell und stoßen im Bergrestaurant mit einem erfrischenden Eistee auf die Tour an.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (2,820 m)
Lowest point (2,190 m)
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