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Claudia and others went for a hike
April 5, 2025
11:10
60.5km
5.4km/h
370m
370m
„Die 60-km-See-Wanderung: Abenteuer in 100000 Schritte
Um 6:30 Uhr sollte unsere große Wanderung rund um den Schweriner See starten – 61 Kilometer lagen vor uns, sieben motivierte Wanderer waren dabei. Leider begann der Tag mit einer kleinen Enttäuschung: kein Kaffee! Ausgerechnet derjenige, der den Kaffee mitbringen wollte, hatte kurzfristig abgesagt. Erst am Samstagmorgen wurde Ines bewusst, dass wir zwar ein Lunchpaket hatten, aber kein Koffein in Sicht war. Und genau das sollte mich und einige andere noch eine Weile begleiten…
Zusätzlich war unklar, ob wirklich alle starten würden – ein Pärchen hatte sich gestritten, und die Stimmung war entsprechend angespannt. Nach kurzer Diskussion entschieden sich aber auch die beiden mitzukommen, also machten wir uns schließlich auf den Weg. Anfangs war es ziemlich still. Niemand wollte so recht etwas sagen, die Spannung war spürbar, und der fehlende Kaffee machte es nicht besser – meine Laune sank weiter.
Wir liefen vorbei am Campingplatz und kamen irgendwann an einem Fischerhaus vorbei. Die Hoffnung auf Kaffee war groß – doch der Fischer meinte freundlich, wir seien zu früh, er müsse erst selbst welchen holen. Also wieder nichts. Es war bereits 9 Uhr, immer noch keine Spur von einem Café oder geöffnetem Laden. Auch die anderen begannen, sich den Kaffee herbeizusehnen. Wir passierten mehrere Dörfer – verschlafen, alles geschlossen.
Endlich, gegen 11 Uhr, erreichten wir einen weiteren Zeltplatz mit einem Restaurant namens „Oberförster“. Die Öffnungszeiten? Ab 17 Uhr. Ein kleiner Schockmoment. Ich klopfte kurzerhand an und fragte zwei junge Männer, die gerade die Tische eindeckten, ob wir wohl trotzdem einen Kaffee bekommen könnten. Zu unserer großen Freude sagten sie ja – draußen könnten wir Platz nehmen. Und dann war er da: der erste Kaffee des Tages. Ein herrlicher, heißer Milchkaffee mit dem cremigsten Milchschaum seit Langem. Alle waren begeistert – selbst das streitende Pärchen hatte sich inzwischen ausgesprochen. Die Stimmung stieg spürbar.
Frisch gestärkt ging es weiter – größtenteils direkt am Wasser entlang. Unterwegs erwartete uns ein kleines Kletterabenteuer: umgestürzte Bäume, enge Pfade – Bücken und Klettern waren gefragt. Abenteuerlich, aber richtig cool. Und dann, endlich, Schwerin! Das Schloss – einfach atemberaubend. Wunderschön, märchenhaft – wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
In der Innenstadt legten wir eine ausgiebige Pause ein. Jens und ich gönnten uns ein fantastisches Essen im „Asiatown Sushi & More“ – richtig lecker! Nach etwa 30 Minuten ging es weiter, vorbei am Schloss, durch den Schlosspark, am Landschaftspark Raben Steinfeld entlang und schließlich zum Görslower Ufer. Dort wurde es noch einmal richtig spannend: Seile halfen uns, an rutschigen Stellen nicht abzurutschen. Ein echtes Abenteuer!
Doch nach rund 50 Kilometern zeigten sich bei manchen die ersten Blasen. Das Pärchen entschied sich, etwas langsamer zu machen, also gingen wir zu fünft voraus. Wir legten kleine Pfeile, damit sie den Weg trotzdem finden konnten.
Der Abend brach langsam herein. In Pantsdorf mussten wir ein Stück Straße bis nach Rampe laufen, bevor wir auf den letzten fünf Kilometern entlang des Wassers Richtung Retgendorf wanderten. Der Sonnenuntergang war traumhaft schön – ein würdiger Abschluss.
Fazit:
Kein Kaffee kann zur Krise führen.
Milchschaum kann Frieden stiften.
Und 61 Kilometer können ganz schön lang sein – aber auch verdammt schön.
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