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Adlerkopf-Überschreitung | Einsam, wild und unberührt durch die Chiemgauer Alpen
Adlerkopf-Überschreitung | Einsam, wild und unberührt durch die Chiemgauer Alpen
Andy Radl Wadl went for a hike
October 16, 2026 at 06:19
01:54
11.7km
6.2km/h
670m
650m
**Bergwandern in seiner ursprünglichsten Form!**
Vom Holzknechtmuseum in der Laubau bei Ruhpolding starte ich bei frostigen Temperaturen zu einer ganz besonderen Überschreitung. Die ersten knapp 3 Kilometer eignen sich perfekt zum Einlaufen, bevor der Ernst des Tages beginnt: Rund 500 Höhenmeter geht es steil bergauf, mit Steigungen zwischen 23 und 64 Prozent. Ein hartes Stück Arbeit, bei dem Schweiß und Schafferei garantiert sind.
Der Steig ist nicht markiert, teilweise kaum erkennbar, stellenweise zugewachsen und immer wieder durch umgestürzte Bäume erschwert. Hier ist Orientierung gefragt, und man merkt schnell, dass man sich in einer ganz anderen Bergwelt bewegt.
Oben angekommen, ist die ganze Mühe vergessen. Die drei Adlerköpfe – Nordgipfel, Hauptgipfel mit 1.338 Metern und Südgipfel – sind rasch überschritten. Dafür gibt es ein Panorama, das sich gewaschen hat! Entlang der Kammlinie am Reifelberg und Vorderlahnerkopf schweift der Blick bis zum Sonntagshorn, mit 1.961 Metern der höchste Gipfel der Chiemgauer Alpen. Dazu die beeindruckende Bergkulisse entlang der deutsch-österreichischen Staatsgrenze.
Anschließend geht es hinunter ins ursprüngliche, naturbelassene Vordere Kraxenbachtal. Eine Landschaft, die mich immer wieder zum Staunen bringt. Ich weiß gar nicht, wohin ich zuerst schauen soll. Wild, still und voller ursprünglicher Schönheit – genau so stelle ich mir echtes Bergwandern vor.
Der weitere Abstieg führt über einen anspruchsvollen Steig im Bereich T3 hinaus zur Schwarzachenalm. Unterwegs werde ich sogar Zeuge eines Bergrettungseinsatzes mit Hubschrauber. Zum Glück scheint dem betroffenen Bergsteiger nicht viel passiert zu sein.
Was für eine Tour! Fordernd, aussichtsreich und voller ursprünglicher Natur. Den ganzen Tag bin ich keinem einzigen Wanderer begegnet und war komplett allein unterwegs.
**Bergwandern in seiner allerbesten Urform. Keine markierten Wege, keine Menschenmassen – dafür jede Menge Natur, Schweiß und unvergessliche Eindrücke. Einfach herrlich!**
**Wichtiger Hinweis:** Diese Überschreitung ist nicht markiert und stellenweise nur anhand schwacher Steigspuren zu erkennen. Zu den Schwierigkeiten kommen steile Passagen, Bewuchs und umgestürzte Bäume. Trittsicherheit, gute Orientierung und Erfahrung im weglosen beziehungsweise wegearmen Gelände sind unbedingt erforderlich. Die angegebene Schwierigkeit T3 bezieht sich auf den entsprechenden Abschnitt und nicht pauschal auf die gesamte Tour.
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
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