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Frank the Pirat went for a hike
September 22, 2026 at 06:57
04:41
20.9km
4.5km/h
230m
200m
Bonjour 😊
Unser Morgen in Montréal-du-Gers beginnt heute etwas anders als geplant. Maria, die ältere Dame aus der Gîte Napoléon, hat uns mit dem für 7:30 Uhr vereinbarten Frühstück offensichtlich vergessen 😅. Nachdem sich auch um 8 Uhr noch nichts tut, ziehen wir kurzerhand zum Café am Marktplatz um. Mit ☕️ und 🥐 lässt sich schließlich auch so ganz gut in den Tag starten.
Dort treffen wir zwei Deutsche, die den Weg bis nach Saint-Jean-Pied-de-Port mit dem Fahrrad zurücklegen wollen. Nach einem kurzen Austausch wünschen wir ihnen Bon chemin – und dann machen auch wir uns auf den Weg.
Hinter Montréal führt uns die Via Podiensis zunächst über wunderbar schattige Alleen. Die Landschaft bleibt geprägt vom Weinbau des Gers. Rebstöcke ziehen sich über die sanften Hügel und erinnern uns daran, dass wir uns mitten in der Armagnac-Region befinden. Die 🌞 meint es erneut ausgesprochen gut mit uns: blauer Himmel, keine Wolke und später wieder Temperaturen um 29 °C.
Unterwegs begegnen wir auch einem der auffälligsten natürlichen Wegzeichen dieser Etappe: einer gewaltigen alten Pinie, die weithin sichtbar am Weg steht 🌲. Mit ihrer mächtigen, ausladenden Krone wirkt sie fast wie ein natürlicher Wegweiser und bietet einen schönen Kontrast zu den Weinbergen und Feldern ringsherum.
Zur Mittagszeit erreichen wir die Gîte „Le Mille Bornes“. Was eigentlich nur als kurze Rast gedacht war, wird schnell zu einer ausgedehnten Pause. Die kleine Pilgerstation ist mit unglaublich viel Liebe gestaltet 😍 – ein Ort, an dem man sofort merkt, dass hier jemand ein Herz für die Menschen auf dem Jakobsweg hat. Dazu gibt es einen herrlichen Blick über die Landschaft. Genau der richtige Platz, um die Beine auszustrecken und einfach eine Weile sitzen zu bleiben.
Die heutige Etappe ist ausgesprochen angenehm und weist kaum Höhenmeter auf. Das liegt auch daran, dass wir einen längeren Abschnitt auf einer ehemaligen Bahntrasse wandern. Wo früher Züge durch die Landschaft fuhren, verläuft heute ein wunderbar ebener und teilweise schattiger Weg Richtung Éauze. Nach den heißen und hügeligeren Etappen der vergangenen Tage eine willkommene Abwechslung. 😊
In Éauze angekommen, wollen wir zunächst die ehemalige Kathedrale Saint-Luperce besichtigen. Die mächtige Kirche prägt das Zentrum der Stadt und erinnert daran, dass Éauze – das historische Elusa – bereits in gallorömischer Zeit ein bedeutender Ort war. Saint-Luperce war bis zur Aufhebung des Bistums nach der Französischen Revolution Kathedrale und beeindruckt noch heute vor allem durch ihre Größe und den hohen gotischen Innenraum. ⛪️
Doch ausgerechnet bei unserer Ankunft findet dort eine Veranstaltung statt. Also Planänderung: Wir gehen zunächst zu unserer etwas außerhalb der Altstadt gelegenen Unterkunft, beziehen unsere Zimmer und genießen nach der Dusche vor allem eines – den Pool! 🏊♂️ Bei 29 °C ist das nach einem Wandertag ein ziemlich überzeugendes Ausstattungsmerkmal einer Pilgerherberge. 😎
Später machen wir uns noch einmal auf den Weg in die Altstadt und können Saint-Luperce nun in Ruhe besichtigen. Ein schöner Abschluss dieser entspannten Etappe.
Am Abend sind wir sieben Pilger in unserer Unterkunft – außer uns fünf Franzosen, die wir bisher noch nicht kennen. Gemeinsam sitzen wir beim Abendessen am Tisch. Sprachlich verstehen wir zwar längst nicht alles, aber zum Glück braucht ein lustiger Abend nicht für jeden Satz eine Übersetzung. 😂🍷
So endet ein weiterer schöner Tag auf unserem Weg durch den Gers: Weinberge, alte Alleen, eine mächtige Pinie, eine ehemalige Eisenbahnstrecke, eine außergewöhnlich liebevoll gestaltete Pilgerrast und schließlich Éauze mit seiner ehemaligen Kathedrale.
Bonne soirée 😊 und Bon chemin! 🥾
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (170 m)
Lowest point (90 m)
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