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2026/50 Wanderung vom S-Bhf. Eichwalde über Schulzendorf und Bohnsdorf nach Altglienicke bis zur Schönefelder Chaussee

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2026/50 Wanderung vom S-Bhf. Eichwalde über Schulzendorf und Bohnsdorf nach Altglienicke bis zur Schönefelder Chaussee

went for a hike

September 15, 2026 at 09:24

2026/50 Wanderung vom S-Bhf. Eichwalde über Schulzendorf und Bohnsdorf nach Altglienicke bis zur Schönefelder Chaussee

02:45

13.5km

4.9km/h

70m

50m

Für heute hatte der Wetterdienst den letzten warmen Sommertag mit bis zu +25 Grad angekündigt und da habe ich mich wieder zu einer Wanderung an der südlichen Grenze aufgemacht und bin am S-Bahnhof Eichwalde gestartet und dann war es nicht mehr weit bis zum angrenzenden Schulzendorf/Gemeinde Schönefeld und dann weiter über Bohnsdorf nach Altglienicke bis nahe dem "Mauerweg" zur Bushaltestelle in der Schönefelder Chaussee.
Zum Glück hatte ich mich beim Tourplanen für die vielen richtigen Nebenstrassen entschieden, aber in den Siedlungen von Schulzendorf und Bohnsdorf waren viele Neben-
strassen ohne Fussgängerweg, aber die schmalen Strassen waren betoniert oder asphaltiert und so lief es sich die meiste Zeit es recht gut mit meinem Rollator.
Ich wusste, dass ich auf dieser Tour keine ganz grossen Highlights da entdecken werde und das Einzige, was ich vorher nicht wusste, war, dass es nicht nur 1972 ein schweres Flugzeugunglück nahe dem Airport Schönefeld gab, sondern im Dezember 1986 nahe Bohnsdorf da ein Aeroflot-Flugzeug abgestürzt war mit sehr virlen Toten und das nur 10 Passagiere das Unglück überlebten und in Bohnsdorf findet man da einen Gedenkstein.
Der Gedenkstein
ZUM TODE GEFÜHRT / DOCH SIEHE / WIR LEBEN“ erinnert an sieben Bohnsdorfer Bürger, die im Widerstand gegen das NS-Regime ihr Leben ließen.

Was ich durch die Komoot-App schon wusste, dass es im Altglienicker Neubauviertel "Kosmos" mehrere schöne und grosse Wandbilder an den Hochhäusern gibt, aber auch da musste ich ganz schön suchen und die Altglienicker Wohnungsbaugenossenschaft hat nach dem Sanieren der vielen Plattenbauten für diese Wandbilder sicherlich allerhand investiert und wie ich gesehen habe, war die bekannte Potsdamer Sprayerfirma "ART/EFX" da auch mit beteiligt und vor 2 Jahren hatte ich das Glück, den 2 Künstlern hier in Bln.-Buch lange zuschauen zu können beim Trafohaus verschönern.
Was ich festgestellt habe ist, dass ab 1900 vor allem im südlichen Raum von Berlin damals durch die starke Industrialisierung für die ständig wachsende Bevölkerung die vielen Wohnsiedlungen mit den kleinen Doppelhäusern bzw. Kleinwohnhauszeilen in meist fast gleichem architektonischen Stil gebaut wurden und wenn man genau überlegt, gehörten damals viele dieser kleinen Dörfer noch garnicht zu Berlin und es gab damals da auch noch keinen "Öffentlichen Nahverkehr" und auch heute brauchen viele Bewohner ein Auto, um zu den S-Bahnstationen zu komnen.
Es war aber wieder eine sehr interessante Stadtwanderung von gut 7 Stunden und es war wohl auch die bisher längste Wandertour in diesem Jahr, denn mein Schrittzähler zeigte mir dann am Abend an, das ich 16 km an dem Nachmittag gelaufen bin, denn ich habe auch noch einen Weg zur S-Bahnstation bei mir in Buch von rund 1 km und auf der Rückfahrt war ich auch wieder in dem Indisch-Restaurant nahe am S-Bhf. in Bln.-Adlershof zum kleinem Abendbrot und an dem Tag hatte ich wieder so meine jetzige Leistungsgrenze mit 83 Jahren und Rollator erreicht.

Obwohl es bereits eine erste urkundliche Erwähnung der Gegend des heutigen Eichwalde gibt, datiert von 1673, wurde die Gemeinde Eichwalde erst über 200 Jahre später aus der Taufe gehoben. Der Ort Sandacker, Radeland genannt, vor Zeuthen gelegen, ist 1700 gerodet und bestellt worden. Das Gut Radeland bildete den Ursprung des späteren Ortes. Dort steht noch heute eines der ältesten Häuser aus dieser Zeit, das so genannte Büdnerhaus. 1893 gegründet, ist die an den Südosten Berlins grenzende Gemeinde Eichwalde eine der relativ jüngsten, zugleich flächenmäßig die kleinste im Land Brandenburg.

Das Dorf Schulzendorf wurde erstmals 1375 im Landbuch Karls IV. als Schultendorpp und Scultendorf urkundlich erwähnt, wurde aber vermutlich bereits zuvor von Askaniern besiedelt. Im Jahr 1711 lebten in Schulzendorf fünf Hufner, vier Kötter, ein Hirte, ein Schmied, ein Schäfer. 1858 errichteten Handwerker ein erstes Schulgebäude, 1865 bis 1866 die Patronatskirche Schulzendorf. 1858 bestanden im Dorf und Rittergut 13 Hof- und Gutseigentümer. Anfang des 20.Jahrhunderts begannen Bauern damit, ihre Ländereien zu parzellieren. Sie verkauften die Grundstücke an Interessenten vorzugsweise aus Berlin, die sich in Schulzendorf niederlassen oder dort ein Wochenendhaus errichten lassen wollten. Die zunehmende Zersiedelung führt auch dazu, dass die Kirchengemeinde in den Jahren 1951/1952 die Kreuzkirche Schulzendorf errichten ließ.

Der Berliner Stadtteil Bohnsdorf wurde erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV.
Im 17. Jahrhundert wurde Bohnsdorf mehrfach geplündert und zerstört. Im Jahr 1648 lebte nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Bevölkerung im Ort. Die alte mittelalterliche Kirche wurde stark beschädigt. An ihrer Stelle entstand ab 1755 die heutige barocke Dorfkirche. In der Kaiserzeit profitierte Bohnsdorf vom Bauboom. Es entstanden Gutshöfe, eine Windmühle und Obstplantagen.
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand am Rande die Gartenstadt Falkenberg (Tuschkastensiedlung) nach Plänen von Bruno Taut.

Ein Dorf namens „Glinik“ tauchte im Jahr 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. auf. Der Name stammt aus dem Slawischen (vonglinka
= Lehm/Ton.
Jahr 1740 entstand der Gutshof Falkenberg. 1764 siedelten sich dort Pfälzer Kolonisten an und gründeten das eigenständige Neu-Glienicke.
Am 17. April 1893 wurden Alt-Glienicke und Neu-Glienicke offiziell zur Gemeinde Altglienicke vereinigt.
Am 1. Oktober 1920 wurde Altglienicke nach Berlin einge-
meindet.
Während des Kalten Krieges erlangte Altglienicke internationale Bekanntheit durch einen geheimen Spionagetunnel der US- und britischen Geheimdienste, der von West-Berlin aus unter der Grenze verlief, um sowjetische Kommunikation abzuhören.
Bis in die 1980er Jahre bewahrte der Ortsteil teils einen dörflichen Charakter. Nach der Wiederver-
einigung entwickelte er sich zu einem beliebten Wohnstandort mit starkem Zuzug und modernen Neubauprojekten.

Am 12. Dezember 1986 stürzte eine Passagiermaschine vom Typ Tupolew Tu-134 auf dem Aeroflot-Flug 892 im dichten Nebel nahe dem Flughafen Berlin-Schönefeld ab.
Das Flugzeug der sowjetischen Fluggesellschaft Aeroflot berührte Baumwipfel in einem Waldstück bei Berlin-Bohnsdorf.
Die Maschine schlug auf dem Boden auf und ging sofort in Flammen auf.
Von den 82 Menschen an Bord starben 72 Personen. Zehn Menschen überlebten den Absturz schwer verletzt. Es ist das zweitschwerste Flugzeugunglück auf deutschem Boden.
Unter den Opfern waren 20 Schülerinnen und Schüler einer zehnten Klasse aus Schwerin.
Das Flugzeug flog im dichten Nebel die falsche Landebahn an.

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