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Silvana 🥾🥾
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Frankreich-Wanderung Part 2 // Tag 9 // Bergerie Joy - Rustrel

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Frankreich-Wanderung Part 2 // Tag 9 // Bergerie Joy - Rustrel

and went for a hike

September 1, 2026 at 06:24

Frankreich-Wanderung Part 2 // Tag 9 // Bergerie Joy - Rustrel

09:26

18.4km

1.9km/h

430m

860m

Garmin Instinct 2

Nachdem Uwe in der Nacht nochmal zum Rauchen draußen war, war mit den Wildschweinen vorübergehend erst mal Ruhe, aber es dauerte nicht lang, dann waren sie wieder da; grunzten, schmatzten und quiekten direkt vor unserem Zelt herum. An Schlaf war da kaum zu denken und wenn ich doch wieder in den Schlaf fand, hatte ich wieder gräßliche Träume.

Als die Wildtiere und Hunde von den umliegenden Höfen endlich verstummten, setzte starker Straßenlärm ein - offenbar begann der Dienst für die Soldaten in der angrenzenden Militäranlage.

Gegen 7 Uhr hielt ich es nicht mehr aus, krabbelte aus dem Zelt, wusch mein Gesicht mit dem eiskalten Wasser aus dem Kanister, verarztete meine Füße (am rechten Fuß war noch eine neue Blase dazu gekommen), beobachtete ein Eichhörnchen im Baum über mir und wartete darauf, dass Uwe aufwachen würde und wir starten konnten. Gegen halb 8 kam er auch aus dem Zelt und nachdem er alles zusammengepackt hatte, starteten wir wieder nach Saint-Christol - in der Hoffnung, irgendwo Frühstück zu bekommen.

Zuerst ging es querfeldein durch den Wald und schließlich auf dem selben Weg, wie eine schlafarme Nacht zuvor, wieder in das Dorf hinein. Dieses Mal hatten wir mehr Glück; ein Café hatte geöffnet. Zu Essen wollte man uns nichts verkaufen, aber während Uwe Kaffee und Orangensaft orderte, spazierte ich ohne Rucksack zur nahegelegenen Bäckerei, wo ich ein Baguette, zwei süße Stückle und allerhand Getränke erstand, mit denen ich ins Café zurück ging. Das konnte man als Frühstück gut durchgehen lassen. Nachdem wir satt waren ging's weiter in Richtung Rustrel. Der Weg war absolut unspektakulär. Nur ein einziges Mal hatte ich Anlass, mein Handy für ein Foto auszupacken. Dann kam noch eine Stelle, an der eine, offenbar größere Wildschwein-Rotte unseren Weg kreuzte, aber ansonsten war die Strecke eher langweilig. Als es an den Abstieg ging, war Uwe noch voller Elan und ich war ganz schön kaputt. Immer wieder wartete er auf mich. Kurz vor dem Ziel meinte er; wenn Du Dich drüber freust, dass es bei Deiner Ankunft gleich ein Bier gibt, geh ich schon mal voraus und bestelle. Ich sagte ihm, er solle gehen und konnte mir nun auf den letzten zwei Kilometern noch Zeit lassen.

Als ich in die Ortschaft kam, sah ich ihn schon unter einem Sonnenschirm hervor winken. Ich bekam ein Bier und noch eins und noch eins... und dann noch eine Meringue, die selbst mir zu süß war, dann nochmal ein Bier. Danach gingen wir zu dem Hotel auf der anderen Straßenseite. Es war niemand da, aber an der Tür hing eine Telefonnummer. Uwe wählte sie an und mit vereinten Kräften konnten wir dem Herrn am anderen Ende verständlich machen, dass wir vor der Tür standen. Er meinte, er wäre in 20 Minuten da und kam dann mit zwei weiteren Mann Verstärkung mit riesigen Kisten voller großer Pilze an. Wir sollten nochmal 20 Minuten warten und bekamen währenddessen nochmal ein Bier. Danach ging's ins Zimmer; Uwe wusch erst mal unsere ganzen Wandersachen, dann ging's in die Dusche und schließlich wieder nach unten zum Essen.
I
ch hatte schon seit dem Vortag darüber nachgedacht, die Tour zu beenden und die verbleibenden Tage vielleicht lieber noch entspannt mit dem Motorrad zu verbringen, statt mich selbst unter Druck zu setzen, mit den kaputten Füßen und falschen Schuhen mit Uwe mithalten zu wollen.

Wir würden später beim Essen darüber reden und gemeinsam entscheiden. Falls es hier ab morgen nicht mehr weiter gehen sollte, fiel die Entscheidung gegen's Weiterwandern und für ein paar mehr Tage Entspannungsurlaub...

Bianca 🥾🚴‍♀️ liked this tour.

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Highest point (1,100 m)

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