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„Heute ein Huni – von Stuttgart zum Kaffeemühlenmuseum und mit Umwegen nach Hause“🚴‍♀️🌾

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„Heute ein Huni – von Stuttgart zum Kaffeemühlenmuseum und mit Umwegen nach Hause“🚴‍♀️🌾

went for a bike ride

August 16, 2026 at 08:45

„Heute ein Huni – von Stuttgart zum Kaffeemühlenmuseum und mit Umwegen nach Hause“🚴‍♀️🌾

05:27

100km

18.3km/h

41.7km/h

830m

920m

Meine heutige Radtour begann eigentlich schon am Heilbronner Bahnhof mit einem kleinen Durcheinander. Der Zug stand zwar am Gleis, aber die Türen gingen nicht auf. Nach etwa 20 Minuten war klar: Dieser Zug fällt aus. Also hieß es warten auf den nächsten. Für mich war das letztlich sogar ein Glücksfall, denn dadurch konnte ich ohne Umsteigen bis Stuttgart fahren. Gerade mit Fahrrad ist der Ludwigsburger Bahnhof wegen der nicht fahrradfreundlichen Aufzüge alles andere als ideal.
Gegen 10:45 Uhr startete ich schließlich in Stuttgart. Fast eine Stunde fuhr ich durch verschiedene Stadtteile und hatte dabei das Gefühl, Stuttgart würde um diese Uhrzeit noch schlafen. Freie Straßen, freie Wege und angenehm schattige Abschnitte machten den Start überraschend entspannt. Ganz ungeplant kam ich sogar am Theaterhaus vorbei. Und irgendwo auf der Strecke war ich heute tatsächlich die 54. Radfahrerin – zumindest zeigte mir das digitale Aufzeichnungsgerät diese Zahl an.
Weiter ging es Richtung Ditzingen. Dort begegnete mir auf einem Wegweiser plötzlich mein eigentliches Endziel: Heilbronn. Ein schönes Gefühl, wenn das Zuhause plötzlich auf einem Schild auftaucht.
Bis 12:35 Uhr hatte ich etwa 20 Kilometer geschafft. Eigentlich wollte ich mich schon früher irgendwo hinsetzen, aber die schönen Sitzgelegenheiten bei den Schrebergärten waren wegen Biomüll oder Gassistation bei der Hitze nicht gerade einladend. Schließlich fand ich unter einer Linde eine schöne Bank und konnte dort wunderbar entspannen. Das Kaffeemühlenmuseum öffnete erst um 14 Uhr und ich hatte noch genügend Zeit, für die 15 km.
Das Kaffeemühlenmuseum in WIERNSHEIM war dann mein eigentliches Tagesziel – eine Empfehlung, die ich mir bei einer anderen Komoot-Tour abgeschaut hatte. Was zunächst wie ein kleiner Zwischenstopp geplant war, wurde zu einem echten Höhepunkt der Tour. Die Sammlung zeigte die Geschichte und Vielfalt der Kaffeemühle und machte deutlich, wie selbstverständlich dieses kleine Küchengerät früher zum Alltag gehörte. Besonders spannend fand ich die vielen unterschiedlichen Formen, Materialien und Ausführungen. Man merkt schnell, dass Kaffeemühlen nicht einfach nur Gebrauchsgegenstände waren, sondern teilweise richtige kleine Designstücke. Fast zwei Stunden verbrachte ich dort.
Natürlich durfte auch eine Kaffeepause nicht fehlen: Kaffee und eine leckere Himbeerschnitte. Dabei änderte ich kurzerhand meine weitere Route.
Eigentlich hatte ich von zu Hause aus anders geplant, 👉“Freudental, Hoffmanns Eisdiele“ aber eine Radtour darf sich unterwegs schließlich auch verändern.
Und diese Veränderung hatte es in sich. Auf guten Wegen ging es über die Wiesen, begleitet von frischem Gegenwind. Irgendwann führte mich meine Route jedoch in Richtung eines Singletrails und damit mitten ins Abenteuer. Ich wollte schließlich zur Enz – und plötzlich befand ich mich im Dickicht. Rund 800 Meter ging es steil bergab, so steil, dass ich mein Fahrrad mit angezogener Handbremse hinunterbremsen musste. Dazu kamen umgestürzte Bäume, über die ich das Fahrrad teilweise hinwegheben „DURFTE“.
Aber ich hatte Glück: Unten in der Lichtung konnte ich bereits mein geplantes Ziel sehen. Ich kam aus dem Dickicht heraus – und stand tatsächlich direkt beim Sportheim. Nur leider war dort eine geschlossene Gesellschaft. Also wieder weiter.
Mein nächster ungeplanter Halt war die Rommelmühle bei Bietigheim-Bissingen. Dort wurde ich endlich freundlich bedient. Eigentlich wollte ich nur etwas Kaltes trinken. Aber dann sah ich am Nachbartisch die leckeren Schnitzel … und damit war der Plan für ein kleines Getränk schnell vergessen. 😄 Das Schnitzel schmeckte wunderbar und ich hatte solchen Durst, dass mein erstes Getränk schon fast leer war, bevor das Essen überhaupt kam. Ein zweites Getränk gab es natürlich auch noch – diesmal allerdings kein Bier mehr, denn vor mir lagen noch 35 Kilometer.
Weiter ging es Richtung Neckar und bei Oberriexingen begegneten mir drei ganz entspannte Gänse am Wegesrand. Zuerst blieb ich auf Abstand und fotografierte sie. Dann ging ich langsam näher heran – und die drei blieben einfach sitzen, als würden sie für mich posieren. Ein wunderschöner kleiner Moment am Weg.
Am Neckar entlang bekam ich schließlich sogar angenehmen, kühlen Gegenwind. Nach der Hitze des Tages war das fast eine Wohltat.
Und dann war er geschafft: mein heutiger Huni. Genau 100 Kilometer von Stuttgart aus. Das eigentliche Ziel war das Kaffeemühlenmuseum – aber wie so oft bei meinen Touren wurde aus dem Ziel eine ganze Geschichte mit Umwegen, Überraschungen und kleinen Abenteuern.
Gegen 20 Uhr war ich wieder zu Hause. Müde, aber zufrieden. Ich habe diesen Tag richtig genossen. Nicht alles lief nach Plan – und vielleicht war genau das das Schöne daran.

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