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Marcel Schaller
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2026-#65-Lindow-Wutzsee-Schloss Meseberg

Marcel Schaller
Completed activities

2026-#65-Lindow-Wutzsee-Schloss Meseberg

and went gravel riding

August 16, 2026 at 08:12

2026-#65-Lindow-Wutzsee-Schloss Meseberg

02:33

42.9km

16.8km/h

32.6km/h

180m

180m

Zum Abschluss des kurzen Campingwochenendes ging es heute zunächst über viele sandige Waldwege durch die typisch märkische Landschaft. Mal tief im Wald, mal entlang kleiner Seen und immer wieder auf Wegen, bei denen man merkt, dass Brandenburg nicht unbedingt für asphaltierte Radwege gemacht wurde. Gerade nach dem Regen waren die Wege teilweise ordentlich weich und die Reifen hatten einiges zu tun.

Ein besonders schöner Zwischenstopp war Lindow (Mark), die „Stadt der drei Seen“. Wutzsee, Gudelacksee und Vielitzsee geben dem kleinen Ort seinen besonderen Charakter. Lindow kann dabei auf eine erstaunlich lange Geschichte zurückblicken. Bereits im 13. Jahrhundert entstand hier ein Zisterzienserinnenkloster, das sich später zu einem der wohlhabendsten Klöster der Mark Brandenburg entwickelte. Heute erinnern die Klosterruinen und die alte Anlage noch an diese Zeit.

Wir allerdings konzentrierten uns zunächst auf die angenehmere Form der Einkehr und landeten im Café „Süße Ecke“. Ein wunderbarer kleiner Zwischenstopp – genau das richtige Plätzchen, um kurz den Beinen Ruhe zu gönnen, Kaffee und leckeren Kuchen zu genießen und die Tour für einen Moment Tour sein zu lassen.

Danach wurde es wieder etwas abenteuerlicher. Die Singletrails direkt am Ufer waren landschaftlich richtig schön, hatten es nach dem Regen aber in sich. Zwischen Bäumen und Wasser schlängelte sich der Weg dahin und die vielen nassen Wurzeln machten aus dem eigentlich entspannten Uferweg stellenweise eine kleine Rutschpartie, was nicht gerade zu Beifallsstürmen führte. 😄

Weiter ging es nun, immer noch waldig und sandig, in Richtung Schloss Meseberg. Das barocke Schloss aus dem 18. Jahrhundert ist heute vor allem als Gästehaus der Bundesregierung bekannt. Seit 2007 wurden hier Staats- und Regierungschefs empfangen und politische Gespräche in deutlich ruhigerer Umgebung als im Berliner Regierungsviertel geführt. Auch Kabinettsklausuren und internationale Gespräche fanden hier statt, wobei von denen bestimmt noch keiner mit dem Rad durch den nahegelegenen Wald gegurkt ist. 😉

Interessant dabei: Gerade erst wurde entschieden, dass die Nutzung als Gästehaus der Bundesregierung nach 20 Jahren endet. Der Vertrag läuft im Januar 2027 aus. Grund sind unter anderem die zuletzt deutlich geringere Nutzung und die Entfernung zum Berliner Regierungsviertel. Da hätte man aber auch schon deutlich früher drauf kommen können. 😄

Nach so viel Geschichte ging es wieder zurück auf die Räder – über abwechslungsreiche Radwege, durch Wälder und die stille Landschaft des Ruppiner Landes. Am Ende meldete sich dann doch der Hunger und der perfekte Abschluss wartete schließlich in Zippelsförde, nämlich eine leckere Fischsemmel direkt auf die Hand.

Nach sandigen Waldwegen, rutschigen Wurzeln, Seen und Schlosskulisse genau das richtige Finale für eine schöne Runde.

Also, ich muss schon sagen: Die Gegend mit den vielen kleinen Seen hat echt was und hat uns super gut gefallen. 💚

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