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AR - Buschphilosophie went gravel riding
August 12, 2026 at 06:36
06:15
143km
22.8km/h
40.8km/h
730m
710m
Heute stand der erste lange Teil der Tour an. Also entspannt losfahren, Tempo halten, Hungerloch auf's Schärfste vermeiden und vor allem: Die Fahrt genießen!
Das hat auch alles wunderbar funktioniert, die Bedingungen waren nahezu ideal. Woran ich noch arbeiten muss, ist meine Morgenroutine. Ich bin um 8 Uhr aufgestanden und 9:30 Uhr los. Anderthalb Stunden sind echt viel. Ca. 20min brauche ich, um mein Geraffel zu packen. Das kann ich kaum noch optimieren, dafür mache ich das schon zu lange und auch recht häufig. Also muss ich beim Frühstück parallelisieren und optimieren. Das muss morgen schneller gehen...
Dann ging es auch schon los, an der Havel entlang, bzw. dem Kanal, echt sehr schön, einsam und gut ausgebaut. Ich schaute mir noch den Platz an, den ich als Alternative auserkoren hatte. Der war auch sehr gut, aber da hätte ich weniger Annehmlichkeiten, dafür mehr Ruhe gehabt.
Ich hatte mir die Strecke im Nationalpark östlich der Müritz etwas angepasst. Ich meinte mich da etwas auszukennen und wollte keinen Schlenker wegen eines Schlosses machen. Mich interessieren die Herrschaftsbauten nur architektonisch und das konnte ich mir für diesen Tag auch sparen. Aber richtig gespart habe ich nicht, denn meine "Abkürzung" beinhaltete sehr sandige Wege, was mir eine drei Kilometer lange Fahrradschiebewanderung einbrachte. War aber auch schön und ich war deshalb nicht sauer. Danach ging es dann wieder auf die sehr gut ausgebauten Wege.
Am Zielort Waren angekommen, habe ich dann doch noch einen Ernährungsfehler gemacht. Da Waren fast eine zweite Heimat für mich ist, wollte ich unbedingt bei unserem Lieblings-Asiaten essen. Als ich am Restaurant ankam, dauerte es noch eine halbe Stunde bis zur Eröffnung. Dann war dort (wie immer) der Teufel los und alles reserviert. Die immer freundliche Inhaberin bat mich einen Tisch zu reservieren und in einer Stunde wiederzukommen. Ok...
Mir ging es inzwischen relativ dreckig, das Defizit schlug voll zu. Leichte Kopfschmerzen und ein leichtes Unwohlsein schlichen sich ein. Als ich dann endlich gegessen hatte, kamen die Lebensgeister nach einer Stunde wieder. Learning: Mit Riegeln, Eis, Kuchen und Snacks schaffe ich keine 100+ Kilometer. Für morgen habe ich mir vorgenommen, dass ich in der Hälfte der Strecke eine größere Pause mit richtigem Essen machen werde. Vielleicht sogar mit Powernap.
Dann ging es zum Abendeinkauf und noch die restlichen 12 km bis zum Schlafplatz, den ich ja bereits vor wenigen Wochen erfolgreich testen konnte. Ich wollte mich beeilen, dass ich noch vor dem Sonnenuntergang am Platz bin. Heute ist nämlich partielle Sonnenfinsternis und das wollte ich zumindest versuchen zu sehen. Auf dem Weg dahin saßen auf Feldern einige Menschen mit Schutzbrillen und schauten in Richtung Sonne. Ich hielt an und frug, ob es denn schon soweit sei. Mit bloßem Auge ist das natürlich nicht zu sehen, oder höchstens nur einmal und das dann das letzte Mal. Ich durfte durch eine Brille schauen und sah das Naturspektakel. Sehr schön, dann haben wir heute wirklich das volle Programm mitgenommen. :-)
Morgen wird die Tour noch etwas länger, ich habe wieder was gelernt und jetzt wird erstmal der Abend und die Nacht am See genossen.
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