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Udo unter freiem Himmel
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"Le Moléson. Fast wie ein Stück Schweizer Schokolade." Chice Talwanderung vom Fuss des Moléson nach Moléson sur Gruyères

Udo unter freiem Himmel
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"Le Moléson. Fast wie ein Stück Schweizer Schokolade." Chice Talwanderung vom Fuss des Moléson nach Moléson sur Gruyères

and went for a hike

July 23, 2026 at 10:03

"Le Moléson. Fast wie ein Stück Schweizer Schokolade." Chice Talwanderung vom Fuss des Moléson nach Moléson sur Gruyères

01:36

5.87km

3.7km/h

70m

490m

Zugegeben. Eine meiner grössten Schwächen ist das totale nicht vorhanden sein, der frankophonen Sprache. Mein Vokabular reicht dabei gerade mal für ein bescheidenes bonjour, bonsoir, adjeu, au revoir und merci. Dieses Manko bedeutet aber nicht, dass ich die Romandie meide wie der Teufel das Weihwasser. Im Gegenteil! Ich, nein WIR , finden in der französisch sprechenden Schweiz immer und immer wieder die schönsten Flecken, denen wir uns einfach nicht entziehen können. Neulich haben wir uns einmal mehr für eine Wanderung in der Region Gruyère entschieden, der wir schon öfters unsere Aufwartung gemacht haben. Mit dem Auto sind wir vom Thunersee nach Moléson sur Gruyéres gereist, von wo aus wir mit der Standseilbahn erst einmal von «Moléson Village» hoch zur Mittelstation «Plan-Francey» fuhren. Die weiterführende Gondelbahn hoch zur kastenartigen Bergstation des Moléson, liessen wir im wahrsten Sinne des Wortes «links» liegen. Es sollte ein gemütlicher Tag werden und das Bergrestaurant Plan-Francey, versprach der passende Startpunkt für unsere Tour zu sein. Von hier aus führen übrigens viele Weg nach… Rom? Ja das auch. Gemeint sind aber die Wege runter ins Tal. Es heisst… «Wer die Wahl hat, hat die Qual». Zur Diskussion standen u.a. ein verlockender Botanischer Pfad über ein Geröllfeld, oder die chilligere Tour über die Alpwiesen von Les Clés mit dem malerischen Wald von La Braya. Gemühtsmenschen die wir sind, haben wir uns schlussendlich für die 2. Variante entschieden und es… nicht bereut. Schon bei der Ankunft auf Plan-Francey, waren wir von der uns dargebotenen Aussicht begeistert. Im Zentrum wie könnts anders sein, stand natürlich das imposante Konterfei des Moléson, das zumindest «moi», an die Spitze einer Toblerone Schoggi erinnerte. Vielleicht lags auch daran, dass der nördlichste Berg der Freiburger Alpen, an dem Tag zum Anbeissen gut aussah. Aber auch die Bergwelt rund um uns herum liess sich nicht lumpen. Auf der einen Seite eine Perlenkette von aneinandergereihten Bergspitzen, auf der anderen Seite der herrliche Weitblick übers Greyerzerland und den in der Ferne blau schimmernden Lac de la Gruyère.
Der Abstieg Richtung «Les Clés» erfolgte auf steilem Weg über losen Schotter und vorbei an dichten lilafarbenen Wald-Weidenrösschen Büschen, die seitlich Spalier standen. Die Stille der Natur wurde nur vom Summen und Brummen zahlreicher Bienen unterbrochen. Leider kamen wir nicht umhin zu beachten, dass auch hier oben der fast regenlose Sommer, seine Spuren hinterlassen hat. Neben dem dunklen Grün der Bäume, dominierten die Farben Beige und Braun. Und so wunderte es uns nicht, als wir auf einer Anhöhe mitten auf einer ausgetrockneten Wiese, eine Gruppe Kühe sahen, die sich mit zusammengesteckten Köpfen, zu einem konspirativen Hearing zusammengerottet hatten. Um was es ging, kann man nur raten. Vielleicht ein unerlaubter Alp-Abgang, runter ins nächste Restaurant? Nachdem wir die SAC Hütte «Cabane des Clés" auf 1’352 m ü. Meer passiert hatten, legten wir in Sichtweite der kleinen Bergkapelle «Chapelle Notre Dame» und unter den schattenspendenden Ästen einer mächtigen Tanne eine längere Rast ein. Ab und zu kamen paarweise Wanderer und Biker vorbei, die das liebliche Gotteshaus, keines Blickes würdigten. Dabei ist die Kapelle ein sehenswertes Bijou und in jedem Fall einen kurzen Abstecher wert. Nachdem wir unsere Wegzehrung verputzt hatten, gings weiter Bergab über breite Wiesen uns sanfte Hügel. Immer in Richtung Moléson sur Gruyéres. Ab und an erhaschten wir einen kurzen Blick auf die mittlerweile in die Ferne gerückte Bergspitze des Moléson. Immer wieder kamen wir an bestens in Schuss gehaltenen Berghütten vorbei, aus denen mal leises, dann lautes Glockengebimmel erklang. Besonders die aufwändigen Dachkonstruktionen diese Behausungen, gefielen uns. Schnöde Wellblechdächer wie wir sie sonst überall antreffen, sucht man hier vergebens. Kurz vor Ende unserer Wanderung, kamen wir an einem Punkt vorbei, von wo aus man einen eindrücklichen Blick auf das historische Städtchen Gruyère, samt seinem gleichnamigen Schloss hat. Der See, die Berge, das mittelalterliche Gruyère, all das ergab in der Summe ein eindrucksvolles Bühnenbild. Als wir nach rund 3 Stunden in Moléson-Village ankommen sind, tollte sich ziemlich viel Folk im örtlichen Freizeit-Park rum. Die Sommerrodelbahn sorgte dabei genauso für juchzende Piloten wie die Devalkart-Anlage gleich nebenan. Und dabei war der riesige Parkplatz an der Talstation, nur zu einem Bruchteil besetzt.
«Kein Besuch im Greyerzerland ohne ein feincremiges Moité Moité!» Und das zu fast jeder Tageszeit. Im Widerspruch zu allen vorangegangenen Besuchen in der Region, gaben wir für unseren heutigen Fondue-Plausch nicht der Greyerzer Altstadt-Gastronomie den Vorzug, sondern entscheiden uns für einmal, für eine etwas abseits gelegene Gaststätte. Weit genug entfernt vom üblichen Touristenrummel sollte sie liegen und doch nicht am A… der Welt. In der "Auberge de la Loue" in nahe gelegenen "Pringy", fanden wir schliesslich den idealen Ort für den käsigen Gaumenschmaus. Ein romantisches Etablissement in historischem Gewand und einer Bedienung, der es an Gastlichkeit nicht mangelte. Ein Glas Wein (excuse, wenn wir zum Fondue einen süffigen Pinot Noir bestellten), dazu als Abschluss ein «petit dessert» bestehend aus drei erfrischenden Galcekurgeln. All das rundete unseren Tag perfekt ab. Herz was willst du mehr! Vielleicht doch noch ein Abstecher nach Gruyère? Himmel nein! Heute nicht.
Standseilbahn und Seilbahn - moleson.ch : une montagne de loisirs
https://fribourg.ch/de/la-gruyere/outdoor-aktivitaeten/fun-park-in-moleson/
Bienvenue à l'auberge de La Loue à Pringy
Gruyères | Mittelalterliches Städtchen im Herzen der Schweiz

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