Routes

Planner

Features

Updates

App

Login or Signup

Get the App

Login or Signup

Udo unter freiem Himmel

Follow

Map data © OpenStreetMap contributors
About Udo unter freiem Himmel
Ich geniesse die freie Natur im hier und jetzt und störe mich nicht daran, wenn ich in diesem Leben nicht alles gesehen haben. Meine Wanderungen sind von einfacher Natur, aber voll von Emotionen. Die Komoot Collections sind ein Spiegel davon. Ich pflege einen Wander-Mix aus Natur, urbaner Natur und "natürlich" am liebsten in historischer Umgebung. Ich schreibe in der Regel ausführliche Erlebnisberichte, die einen Gesamteindruck der Wanderung wiedergeben und wenn möglich, auch technische Details oder Erläuterungen zu Diesem und Jenem enthalten.
Distance travelled

1,929 km

Time in motion

457:43 h

Recent Activity

went for a hike.

a day ago

«Zwischen Himmel und Paradies» Eine schnurgerade Wanderung entlang der Belper Aare

Es ist kein Geheimnis, dass die Aare zwischen Thun und Bern ein echtes Naturwunder ist, dass an Sehenswürdigkeiten kaum zu überbieten ist. Seit der Kanton Bern sich daran gemacht hat, die Begradigung der Aare, stellenweise wieder rückgängig zu machen und so der Natur und Tierwelt wieder ein Stück «Natürlichkeit» zurückzugeben, hat sich ihr Ufer in ein himmlisches Paradies verwandelt. Sogar der Biber würde da zustimmen, der an ihrem Ufer endlich wieder heimisch ist. Gestartet sind wir beim gebührenpflichtigen Parkplatz vor dem Restaurant Campagna. Wer über eine EasyPark App verfügt, kann den Zahlungsverkehr bequem über die App abwickeln. Es bestehen aber auch andere Bezahlmöglichkeiten. Der Weg folg dabei wenig spektakulär und schnurgerade dem linken Aareufer. Er ist so kerzengerade, dass man meint, auch in hundert Jahren nicht an sein Ende zu gelangen. Wer also topographisch etwas Abwechslung sucht… ist falsch am Platz. Alles ist flach und eben und wie gesagt schnur- pfeil- und kerzengerade. Dafür bekommt das Auge links und rechts des Weges so einiges geboten. Da wäre zum einen die breite und gemächliche Aare, die an Klarheit kaum zu überbieten ist. Man sieht jeden Stein und jeden Kiesel ab Boden und manchmal auch einen örtlichen Flussbewohner. Allenthalben unterbrechen Sand und Kiesbänke das Gerade der Aare und locken an warmen Tagen eine grosse Anzahl Badebegeisterter ans kalte NassBei unserer heutigen Wanderung, war sie gerade mal 6,4° warm. Was aber scheinbar niemanden abhält, trotzdem hineinzuhüpfen, um seinen (oder ihren) Hormonspiegel und die Endorphine gleich mit, in Hochstimmung zu versetzen. Wer auf einer dieser Ausbuchtung steht, wird drob der nie endend wollenden Länge der Aare, ganz schön ins Staunen geraten. Was uns aber noch mehr überrascht, wenn nicht gar umgehauen hat, sind die unzähligen Tümpel, Wasserläufe und Teichwindungen, die auf der anderen Seite des Uferweges, ein farbenfrohes Farbspektakel veranstalten. Ein wahres Paradies fürs Auge. Alle die Spiegelungen auf den teils still daliegenden Wasseroberflächen. All die Pflanzen oder abgestorbenen Bäume und Äste, die im kristallklaren Wasser ihrem Zerfall entgegensehen, bilden ein einziges traumhaftes Bühnenbild. Und dann diese Farben! Das Szenario ist wie von einer anderen Welt. Wir haben uns beim Hin- und Rückweg immer wieder die Frage gestellt, wann denn der richtige Zeitpunkt für eine Aarewanderung ist. Wir sind nach langen Diskussionen zum Schluss gekommen, dass der Sommer so schön und einladend er auch sein mag, es wohl nicht ist. Dann blüht, gedeiht und pulsiert zwar alles rund um die Aare, aber die Bäume tragen dann auch ihr üppigstes Kleid. Die Sicht aufs Wasser und die angrenzende Auenlandschaft mit ihren vielen Wasserläufen, ist dann von dichtem Blattgrün beschränkt. Wie immer ist das aber reine Ansichtssache. Wer übrigens möchte kann von Thun bis Bern und darüber hinaus, der Aare folgen. Wir habe uns aus Zeitgründen dazu entschieden, beim Restaurant Jägerheim und somit in Sichtweite (und Hörweite) des Flughafen Belpmoos, umzukehren. Apropos Lärm. Leider verläuft die Aare fast ausschliesslich in Hörweite der Autobahn A6, die die Bundeshauptstadt mit dem Berner Oberland verbindet. Ausblenden lässt sich die motorisierte Geräuschkulisse leider nicht ganz. Auch der Regionalflughafen Belp tut das seinige dazu. Aber an seine grossen Brüder und Schwestern in Zürich usw. kommt er bei weitem nicht ran. Dafür ist uns beim Start eines dieser Jets, dieser typische Kerosingeruch in die Nase gestiegen. Nun, es soll ja Leute geben, die diesen als Parfum bezeichnen. Doch wie schon gesagt, das alles kann getrost ausgeblendet werden, zumal die bildhübsche Landschaft rund um das Belper Naturschutzgebiet, das Ganze tausendfach wett macht. Als wir schlussendlich bei der Campagna wieder angekommen sind, war der Parkplatz restlos ausgebucht. Es standen sogar schon etliche Angereist da, die sehnlichst auf einen freien Parkplatz hofften. Ein Tipp! Unter der Woche ist's hier stiller und wer am Wochenende hier hin will, tut das am besten in der ersten Hälfte des Tages. Aber Achtung! Keine Regel ohne Ausnahme! Viel Spass!

01:34

6.76km

4.3km/h

30m

30m

and planned a hike.

a day ago

Map data © OpenStreetMap contributors

planned a hike.

a day ago

Map data © OpenStreetMap contributors

and went for a hike.

January 31, 2026

Seen, insbesondere Bergseen, üben seit jeher eine magische Anziehungskraft auf uns aus. Vielleicht liegt es daran, dass wir als Bodensee-Geborene und Thunersee-Ansässige immer schon einen Hang zum blauen Nass hatten. Heute lockte uns nicht zum ersten und wohl auch nicht zum letzten Mal, der Freiburger Alpsee „Schwarzsee“, mit seiner winterlichen Landschaft an sein Ufer. Zurzeit wird seine Oberfläche von einer zentimeterdicken Eis- und Schneeschicht bedeckt, die von offizieller Seite als begehbar freigegeben ist. Auf eigene Gefahr, versteht sich! 😅 Wie immer bei unseren zahlreichen Schwarzseebesuchen, fängt unsere Route am rechten Seeufer (Hexenweg) an und führt uns zur Dankes-Grotte (Marien-Grotte), wo wir in erhöhter Lage und eingebettet in einen meterhohen Felsdom, die Stille und einen kurzen Moment der Meditation geniessen. Besonders im Winter, wenn alles unter einer dicken Schneehaube begraben und der Weg hinauf zur Grotte von eisigem Eis bedeckt ist (Achtung, Rutschgefahr!), verströmt der Ort eine besondere Form von Spiritualität. Machdem wir vor Ort eine Kerze angezündet haben, widmen wir uns wieder dem Uferweg und folgen ihm zum Wasserfall. Unterwegs durchqueren wir lichte Waldpassagen, in denen das Licht der Sonne und die Schatten der Bäume, einen herrlichen Reigen tanzen. Immer wieder gleitet unser Blick hinab zum See, wo sich auf dessen puderweissen Oberfläche, kleine oder grössere Grüppchen von Spaziergängern tummeln. Oberhalb der Stelle, wo der Seeweidbach in den Schwarzsee mündet, zweigt der Weg schliesslich ab und führt uns zu besagtem Wasserfal. Der Weg dorthin ist klar beschildert und dauert auch in Winterzeiten max. 10 Minuten. Dazwischen liegt mitten im Wald eine grosszügige Brätlistelle mit allem Komfort. Ist der Wasserfall in der übrigen Jahreszeit schon ein echter Eye-Catcher, verwandeln sich seine Kaskaden in frostigen Zeiten, in ein landschaftliches Kunstwerk. Meterlange Eiszapfen krallen sich ans Gestein und bilden so abstrakte Formen. Was für ein Anblick!!! Zurück am See folgen wir der Strasse zum Hotel «Bad Schwarzsee», wo der Wanderweg zum Ufer führt. Normalerweise folgen wir diesem entlang des Schilfstreifens bis zum Restaurant Gypsera, wo unsere Seeumrundung stehts ihren Anfang nimmt. Doch nicht heute! Denn heute steht uns mit der Begehung des zugefrorenen Schwarzsees, ein echter Leckerbissen bevor, den wir komme was wolle, nicht verpassen möchten. Eine Premiere, auf die wir uns schon lange freuen. Eine Warntafel mit angelehnter «Rettungsleiter» (wie beruhigend 😲), leitet das abenteuerliche Abenteuer ein. Das Wissen, dass der See unter unseren Schuhen, über 6 Meter tief ist, mache sprechen gar von 10 Metern, lässt uns einmal leer Schlucken. Bei jedem Schritt den wir tun, lauschen wir auf das charakteristische Knacken von Eis wenns bricht. Doch nichts dergleichen geschieht. Die meisten Seewanderer folgen denn auch den breiten präparierten Spazierwegen, die wie Schneisen mitten über den See führen. Wobei es immer wieder ein paar Wagemutige gibt, die dann doch der Versuchung nicht widerstehen können, abseits dieser Pfade durch die knöchelhohe Schneedecke zu stapfen. 🤷‍♂️ Nach einer gefühlt kleinen Ewigkeit passieren wir nahe der „Hostellerie am Schwarzsee“ eine präparierte Eisfläche, auf der Schlittschuhläufer wie Hockeyspieler ihrem Hobby frönen. Während wirvihrem Treiben zusehen, landet in unserem Rücken im 5 Minuten Takt, ein Gleitschirmpilot nach dem andern auf dem Eis. Nach rund 2½ Stunden erreichen wir schliesslich das Restaurant Gypsera, wo unser Schwarzseeabenteuer sein wohlverdientes Ende findet. Noch kurz auf der Terrasse eine warme Schoggi Melanche schlürfen und an einem glühenden Glühwein nippen und ab gehts nachhause. Einmal mehr hat es in dieser Ecke des Kanton Freiburg riesig Spass gemacht und die Seeüberquerung war ein krasses Ergebnis. PS: Falls jemand auf dem See einen einzelnen Schuhspiks Grösse L findet... das wäre dann meiner. 🫣😄

01:12

5.45km

4.5km/h

60m

70m

, , and others like this.

7 days ago

What a lovely route, I've already saved it... Are you on holiday there? 🐾

Translated by Google •

Like

and went for a hike.

January 4, 2026

«Fersensporn oh Fersensporn, was schmerzt du mich in meinem Fers du Dorn!» Es ist Neujahr 2026 und nach einer mehrwöchigen Zwangspause, die ich im übrigen einem, nein "meinem" Fersendporn zu verdanken habe, darf ich das erste mal wieder eine kleine und einfache Wanderung geniessen. Ich wills gemächlich angehen, nicht dass der stechende Bösewicht ein Comeback startet. 😅 Dafür habe ich eine Strecke ausgesucht, die ich im Frühjahr 2021 schon einmal gelaufen bin https://www.komoot.de/tour/333863102?ref=aso und körperlich keine Ansprüche stellt, dafür aber panoramamässig einiges zu bieten hat. Leider scheint Frau Holle 👵🏻 in den Anfängen des Jahres 2026 etwas in die Jahre gekommen zu sein. Zumindest lässt der aktuelle Schneemangel darauf schliessen. Vielleicht hat sie's ja mit dem Rücken. Die Route ist mehrheitlich geradlinig mit ein zwei Knickä und Kürvelis und bietet nahezu die ganze Zeit freie Sicht aufs Oberländer Alpenpanorama. Man (und Frau), kann das alpine Bühnenstück quasi von der 1. Reihe aus geniessen. Was mir an dem ländlichen Örtchen neben seiner Naturkulisse so gefällt, ist sein bäuerliches Dasein. Viel Obst- Getreide und Gemüseanbau samt Vieh- und Pferdezucht. Übrigens... Im Dorf lohnt es sich schon mal, etwas neugierig ums eine oder andere Eck zu linsen. Dorfromantik pur! Und dann wäre da noch der hübsch gelegene Weier, der meiner Route ohne weiteres angehängt werden kann. Auch dort spielen Eiger Mönch und Jungfrau im Oberländer Bergorchester die erste Geige. Ein kleines Manko hat meine Wanderroute allerdings. Beim ehem. Schulhaus von "Noflen" (km 3,7), biegt ihr an der Verzweigung lieber "rechts" ab, um kurz darauf gleich wieder links dem Feldweg zu folgen. Ich bin plappernd und überaus tölpelhaft geradeaus gelaufen und prompt auf die Hauptstrasse gelangt. Nicht lustig wenn du ohne Trottoir im 80ziger Abschnitt das Verkehrshindernis spielst. 🙈 An der Stelle ein herzliches Dankeschön 🙏🏻 an alle rücksichtsvollen Fahrzeuglenker. Wir geloben Besserung. 😔 Ein letztes noch zur Kirchdorfer Gastronomie. Es gibt's sie noch, wenn auch stark dezimiert. Ein in der Schweiz weitverbreitetes Phänomen. Wer sich also bei einem kleinen Umtrunk die Füsse entspannen will, soll sich vorab über die noch vorhandenen Einkehrmöglichkeiten informieren. Und... Sitzgelegenheiten, findet man auf unserer Route leider nur sporadisch. Warum das so ist, ist mir schleierhaft, denn ich hätte Viel Spass beim Kirchdorfwalk.

01:39

6.20km

3.7km/h

80m

80m

, , and others like this.

and went for a hike.

November 8, 2025

«Manchmal genügt ein prüfender Blick aufs hausinterne Klemmbrett um zu erkennen, wohin dich die nächste Wanderung führt. Bei uns hing zwischen frühzeitigen Weihnachtseinkäufen und längst schon überfälligen Besorgungslisten ein Zettel mit der Aufschrift «Kambly». Samstag 8.11.2025 Wir machen uns beizeiten auf den Weg nach Langnau i.E. Ein hübsches Städtchen, eingebettet in die Emmentaler Hügellandschaft. Unser Ziel? Der Bahnhof von Langnau. Dort wollen wir den Bus, (alternativ fährt auch ein Zug) nach Trubschachen besteigen. Ein Dorf, ein paar Seelen, zwei max. drei Wirtschaften und jede Menge Landwirtschaft. Ebenfalls hübsch eingebettet in… na ihr wisst schon was. Dort wollen wir der wohl bekanntesten Guezlifabrik der Schweiz unsere Aufwartung machen. Unser Bus hält beim Bahnhof, der praktischerweise gleich neben den Fabrikhallen liegt. Hier starten wir dann auch unsere Komoot-Wanderung, die dem Ufer der Ilfis folgend, von Trubschachen nach Langnau verläuft. Im Monopoly Jargon würde das wohl «Zurück auf Start» lauten. Schon von weitem springt uns das Rot-Weiss-Rote Logo mit dem einprägsamen «Kambly» Schriftzug ins Auge. Ein kleines Ponton davon, weist uns den Weg zum «Kambly-Erlebnis», einem wirklich hübsch gestaltetet Fabrikladen grösseren Ausmasses, wo bereits tausend und eine Biskuitsorte aus oben genannter Fabrikation auf uns warten, um (for free und all you can eat) verkostet und in der Folge hoffentlich auch gekauft zu werden. Alles zu einem speziellen Preis versteht sich und in transparente Säckchen abgepackt. Wir sind nicht die einzigen. Ein Pulk italienisch parlierender Nonnas kommt uns entgegen, jede schwer beladen mit ein/zwei weissen Kambly-Tüten. Der Rubel rollt in Trubschachen und die Damen wenn sie denn all das Naschwerk verputz haben auch. Der Bus draussen auf dem Parkplatz wartet schon auf seine schnatternde Kundschaft, die vermutlich aus dem Tessin stammt. Ja, Kambly kennt man auch im Süden. Wir betreten den Laden, steuern gezielt auf die Regale zu, kosten was die Lust hergibt und kaufen dementsprechend ein. Zu spät checken wir, dass unser Rucksack mit Reiseproviant gefüllt ist und Proviant und Guelzli sich den kargen Innenraum auf den kommenden 8 km teilen müssen. Wir verlassen die «Genussfabrik» schwer beladen und völlig erstaunt über uns selbst. Herrje. Die Augen waren wieder einmal grösser als der Magen? Nein! Das Gepäck! Hätten wir die Wanderung nicht besser verkehrt rum planen sollen? Egal. Das Heu ist jetzt schon auf der Bühne und wir mit ca. zwei Kg zerbrechlichem Gepäck auf dem Rücken unterwegs Richtung Ilfis. Der Tag ist schön und mild und der Himmel fast wolkenlos. Vom Herbst ist nicht mehr allzu viel übrig. Die meisten Bäume mussten in den letzten Wochen schon ganz schön Federn, pardon, Blätter lassen, sodass jetzt in der spätherbstlichen Sonne an vielen Stellen schon das nackte Geäst zum Vorschein kommt. Der Strecke entlang der Ilfis ist übrigens bekannt für seine historischen Holzbrücken, weshalb wir uns hochoffiziell auch auf dem «Holzbrückenweg» bewegen. Alles in allem ist dieser 23km lang, wird von 18 Brücken unterschiedlichsten Alters gesäumt (die älteste ist über 200 jährig) und verläuft von Trub nach Eggiwil. Wir begnügen uns mit deren 4 und das ist gut so. Alleine schon der heiklen Fracht wegen, die hinter meinem Rücken ein bröckelndes Dasein fristet. Die Ilfis gurgelt wie die Emme, knapp knöchelhoch übers Gestein und ist an manchen Stellen auch schon mal ein zwei Zentimeter tiefer. Ihr Wasser ist so klar wie unsichtbar und wären da nicht allenthalben diese Schwellen mit der darauffolgenden Gischt, man könnte glatt auf die Idee kommen, dass das vermeintliche Rauschen des Flusses, nur ein guter orchestrierter PR Gag von Emmental Tourismus ist. Aber weit gefehlt. Die Ilfis ist die Reinheit in Person und so schimmern die knapp überspülten Steine im Lichtspiel des Wassers in allen möglichen Facetten. Malerisch ist malerisch ausgedrückt das passende Wort. Auch die angekündigten Brücken mit ihren bemoosten Dächern tragen zum hübschen Landschaftsbild bei, sodass sich die sattgrünen Hügel kaum mehr die Mühe machen müssen, dem Betrachter zu gefallen. Sie tun es trotzdem. Wir sind hin und weg und blenden dabei den manchmal etwas nahekommenden Verkehrslärm «ennet» der Ilfis, nur allzu gerne aus. Wir sind wie man hier so trefflich sagt, «zfriede wiä ne More». Also Herz was willst du mehr! Ansprüche, stellt der Weg nach Langnau keine. Mensch wie Tier allen Alters fühlt sich auf dem mal breiten mal schmalen, aber immer nahezu flach verlaufenen Weg pudelwohl und man grüsst sich noch höflich beim Kreuzen. Nach gefühlt einem halben Tag, was natürlich purer Nonsens ist, erreichen wir Langnau. Irgendwo unterwegs, wars vielleicht bei Bärau?, haben wir unser Zeitgefühl verloren. Wenn es also jemand finden täte… der Finder darf es als Finderlohn behalten. Die Ankunft beim neuen Campus der SCL Tigers, er erinnert uns irgendwie an einen gestrandeten Wal, läutet das Ende unserer Kambly-Wanderung ein. Ab jetzt ists nur noch ein Katzensprung bis zum Bahnhof Langnau. Die der BLS im Voraus bezahlte Zeche fürs Parkieren, haben wir auf den Tupf genau ausgenutzt. Reiner Zufall. Aber wir könnten es auch auf die typisch Schweizerische Pünktlichkeit zurückführen. Der Rest des Tages, also die Rückfahrt mit dem Auto an den Thunersee, ist dann nur noch reine Beilage. Es war schön, es war romantisch, es war… «Ach wisst ihr was? Geht hin und schaut euch die Sache selber an. Viel Spass.» https://kambly.com/de

01:52

8.24km

4.4km/h

30m

120m

, , and others like this.

November 10, 2025

It's been a while since I last visited Kambly 🤔 But you know what, Udo – we'd both benefit from sharing. That way you wouldn't have to devour all that sweets alone, and you'd soon have another reason to go 🫣 Lake Thun is about halfway there, so it's practically just a stone's throw from my house. I

Translated by Google •

and went for a hike.

November 1, 2025

Es ist immer eine schriftliche Herausforderung, Stadtwanderungen in gebührender Kürze zu beschreiben. Es gibt tausend und eine Sache zu entdecken und eine «Triage» was, wo und wie beschrieben oder weggelassen werden soll, ist ein nervenaufreibendes Unterfangen. Dennoch musste ich mich bei unserer Wanderung entlang der Freiburger Saane, ihren Brücken und landschaftlichen und historischen Besonderheiten, für das Wichtigste entscheiden. Und darum ist dieser Ausflug in die Vergangenheit der Hauptstadt des Kanton Fribourg, sagen wir mal bildlich etwas «ausgeufert». Ha! Ein passendes Wort zum heutigen Thema. Ich habe mich deshalb entschieden, die Fotos so ausführlich wie möglich zu beschreiben und den Erklärtext an der Stelle, auf ein Minimum zu reduzieren. Wobei Minimum schon wieder Maximum ist. (Danke Komoot, dass ihr uns für den Fall in der neuen App-Version mehr Raum geboten habt!» Fakt ist, ein Ausflug in die Stadt Fribourg (aber auch in ihre Umgebung) ist jede Sünde wert. Sie zählt für mich neben Bern, zu einer der schönsten und beeindruckendsten Altstädte der Schweiz. Gerade die gut erhaltenen Bauten aus längst vergangenen Zeiten, sowie deren Einbindung in die die Stadt umgebende Natur, sind von absolut spektakulärer Art. Und die Stadt tut alles, um ihren historisch geprägten Gästen, ein Spektakel zu liefern. Egal welchem Themenweg man auch immer folgt, Brückenwanderung, oder Wehrgangwanderung (siehe unsere 1. Wanderung entlang der Fribourger Verteidigungsanlagen https://www.komoot.com/de-de/tour/240883347 ) usw., die Stadt Fribourg bietet für jeden und jede eine Vielzahl an Eindrücken. Die heutige Wanderung war für uns, die wir ja nicht zum ersten mal hier verweilen, eine überraschende Überraschung. Wir dachten wir hätten schon alles gesehen und kamen drob unserer Naivität ganz schön ins Staunen. Wir können abschliessend nur sagen, «geht hin und schaut euch die Sache selber an». Nehmt genügend Zeit und eine genügend grosse Powerbank für euer Handy mit. Ihr werdet beides bis ans Limit brauchen. Viel Spass!

02:06

7.95km

3.8km/h

130m

140m

, , and others like this.

November 3, 2025

You described our city of "Fryburg" beautifully, Udo, and the captions are top-notch as usual! 👌🏼 I could add, for example, that the tunnel through the rock in picture 9 originally served to transport "energy" to the Pérolles plain. In its early days, the reservoir served two purposes. Firstly, it

Translated by Google •

and went for a hike.

October 18, 2025

My Wife was not so amused. Und ich kann es ihr nicht verdenken. Aber fangen wir beim Anfang an. Die Reise entlang den Geleisen der Lötschberger Nordrampe, die eigentlich von Kandersteg nach Frutigen führt (wir haben das Mittelstück Blause-Mitholz nach Kandergrund Post gemacht), beginnt für uns bei der Bushaltestelle Kandergrund-Post. Dort steigen wir in einen solch überfüllten Bus, dass eine Ölsardine sich geradezu tiefenentspannt gefühlt hätte. Er ist zum Bersten vollgestopft mit Blauseetouristen samt Kinderwagen Trolleys usw. Nach der Haltestelle Blausee, hats dann wieder Platz für ganze Fussballmannschaften. Bei der Haltestelle «Mitholz-Balmhorn» steigen wir aus. Der Weg führt uns bei schönstem Sonnenschein, in Frutigen lag noch Hochnebel, hinauf zum Bahnhof Blausee, der 2023 stillgelegt wurde. Ganz oben auf einer Felskuppe, thront die Ruine Felsenburg, die besichtigt werden kann. Das Panorama ist gewaltig. Die Berge tragen ihr erstes Herbstgewand und die Wälder tun es ihnen mit viel Farbe gleich. Eine Übersichtstafel gibt Auskunft über den Schienenweg entlang der Linie Frutigen – Kandersteg und in einem Kästchen liegt ein ausführlicher Situationsplan auf, der auch die Walliser Südrampe beinhaltet. Wir marschieren los im Wissen, dass wir weder Bähnler noch Bahnbegeisterte sind und dass wir schienentechnisch von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Uns hat die Wanderung und das ganze drumherum angesprochen und die unmittelbare Nähe zu unserem zuhause in Spiez. Die Route verläuft anfangs noch eben und führt wie gesagt den Gleisen entlang. Schon bald ändert sich aber das Terrain und es geht in einem wilden hoch und runter an Brücken und Tunneln vorbei, die uns ohne Frage allesamt beeindrucken. Man muss kein Bahn Fan sein, um zu sehen, was Ingenieurs- und Baukunst hier vollbracht haben. Die Objekte liegen mehrheitlich im steilen Gelände und wurden zumindest in den Anfängen mit viel Muskelkraft erschaffen. Schwindelfrei war hier Grundvoraussetzung. Die ganze Bergflanke, der wir hier folgen, ist (zumindest für uns) ein Gewirr aus verschiedenen Bahnstrecken. Egal ob vor uns, hinter uns, über oder unter uns, überall verlaufen Schienen in unterschiedlichen Höhenlagen und Richtungen. Der ganze Berg ist mit Tunneln und Terrassen bespickt, die sich in grossen Schlaufen und Kurven, bergauf und bergab winden. Wir haben den Überblick längst verloren, welcher Zug in welche Richtung und wohin fährt. Kein Wunder sind wir jedes Mal überrascht, wenn einer plötzlich durchs Tunnelportal rauscht, wir die Handykamera im Hosensack! Mist! Die Route verläuft oft zwischen Bahntrasse und Waldstreifen, sodass man die wenigen Fenster im Wald geniessen muss, die einem geboten werden. Dann aber meine Herren und Damen, kommt das Auge auf seine Kosten. Bei der Grillstelle von Schweizer Familie, machen wir erstmal Rast. Sie bietet alles, was das Herz begehrt und man ist auf Tuchfühlung mit den Zügen. Kinder wie Eltern haben hier sicher ihren Spass und wer will kann sogar mit dem Auto hoch. Hier ist dann aber Endstation! Nachdem wir uns satt gegessen haben, aufs Feuer machen haben wir verzichtet, trennen sich unsere Wege. Die Schienen verschwinden im Berg und wir bleiben aussen vor. Wäre ja auch zu schön gewesen, so eine Tunnelwanderung zu machen. Von nun an wird das Gelände rauher und felsiger und steiler. Aus einem Weg wird ein Pfad und der schlägt höhentechnisch Purzelbäume. Irgendwann ist dann fertig lustig. Von da an geht’s nur noch steil bergab und das im wahrsten Sinne des Wortes. Steile Treppenpassagen wechseln sich ab mit mindestens so steilen Waldpassagen, wo man höllisch aufpassen muss, dass man unter all dem Laub jede Wurzel und losen Stein entdeckt. Hier ist denn auch der Punkt, wo der Spass bei meiner Frau und mir, ein Ende findet. Ab jetzt heisst es «aufgepasst». Ohne Stöcke… no Chance. Gut hatten wir welche. Hier wird uns denn auch zum ersten Mal bewusst, weshalb uns auf der Strecke, noch keine einzige Menschenseele begegnet ist. Spätestens beim Abstieg zum gigantischen Stützpfeiler der BLS, der wie ein Monolith in der senkrecht abfallenden Felswand steht und 35m hoch in den Kandertaler Himmel ragt, (er wurde nach dem grossen Felssturz von 1965, also ein Jahr vor meiner Geburt gebaut), beginnen unsere Knie zu wackeln. Ok. Wir hätten das Ganze ja auch von unten nach oben wandern können. Haben wir aber nicht. Shit Happens! Zurück zum Pfeiler. Das «Ding» ist irre hoch und klebt wie ein Kaugummi am Felsen. Schon vom blossen Hochsehen, wird uns mulmig. Man muss ihn gesehen haben, um zu verstehen, von was wir hier sprechen. Nach einer gefühlten Ewigkeit geht’s weiter. Der vor uns liegende Weg ist denn auch nicht anders als der vorangegangene. Rutschen, Laufen, stehen bleiben, Treppen steigen, wieder Laufen, langsam, noch langsamer und die Stöcke vor einem immer fest im Boden, geht’s weiter Bergab. Die Berggämse denen wir am Anfang dieser Reise noch über den Weg gelaufen sind, würden uns auslachen. Es ist jetzt ein kräftezehrendes und nie endend wollendes Abenteuer. Nur gut, werden wir immer wieder mal mit einer tollen Aussicht ins Kandertal belohnt, das uns im Lichte der Sonne wildromantisch erscheint. Endlich sind wir in Kandergrund angekommen. Ein Blick auf die Uhr verrät, es ist bereits 15 Uhr. What! Die Wanderung sollte doch nur eine Stunde dauern. Wir haben mit Pause und so, über dreieinhalb Stunden gebraucht. Tja. Das letzte Wegstück von rund 2 km, ist dann von einem gemütlichen Gehen oder besser gesagt Wackeln geprägt. Es ist nun merklich kühler und das Licht reicht nicht mehr bis zum Talboden. Vereinzelt taucht noch ein verirrter Lichtkegel auf eine Wiesenkuppe und taucht diese in mystisches Licht. Weit in der Ferne, dort wo Frutigen liegt, scheint unvermittelt die Sonne. Was für ein krasser Widerspruch. Nach sage und schreibe vier Stunden erreichen wir unser Zeil. Der letzte Abstieg, eine (wie könnts auch anders sein) steile Wiese, ist dann fast noch zu viel des Guten. Immerhin beschert uns ihr Anblick von unten, eines der schönsten Fotos des Tages. Wir sagen Danke für alles und werden wohl nie mehr diese Route laufen. Auch wenn sie ein Erlebnis der Extraklasse war und von vielen tollen Eindrücken und so manchem Wissenswertem beseelt war… 42% Gefälle sprechen eine deutliche Sprache und sind mit Bestimmtheit nicht jedermanns (und Fraus) Sache. Wer hats geplant? Selber schuld Herr Udo unter freiem Himmel. Viel Spass!

01:07

5.64km

5.0km/h

120m

270m

, , and others like this.

and went for a hike.

October 11, 2025

Heute hat es uns einmal mehr in den Kanton Fribourg verschlagen, der für uns ein wahres Wanderparadies ist. Der Plan beinhaltet, dem Lac Lessoc von Montbovon nach Lessoc zu folgen, dort eine Essenspause einzulegen und auf der anderen Seeseite wieder nach Montbovon zurückzukehren. Der See der eigentlich keiner ist, besteht im Grunde genommen aus dem Fluss "Sarine" (Saane), die 1976 durch den Bau einer 33 Meter hohen Staumauer, zu einem künstlichen Wasserreservoir gestaut wurde. Heute ist er eine landschaftliche Oase, die sich malerisch ins Intyamon-Tal einbettet, dass zum Greyerzerland gehört. Bei Windstille verwandelt sich die Oberfläche des Sees, in ein einziges Spiegelbild. Wir starten unser Abenteuer beim kleinen Bahnhof Montbovon. Der bekannte Panoramazug „GoldenPass Express“, der die Strecke Interlaken - Montreux bedient, macht hier Halt. Auf dem Weg zum See kommen wir an der Église Saint-Grat vorbei, die ein Besuch wert ist. Sie besitzt eine unverwechselbare Apsis, mit einem pastellblauen Sternenhimmel. Im wahrsten Sinne des Wortes, ein "himmlischer" Anblick. Im Gegensatz zur allgemeinen Empfehlung https://fribourg.ch/de/la-gruyere/wanderungen/seerundgang-lac-de-lessoc/ mit der Wanderung auf der linken Seeseite zu beginnen, entscheiden wir uns für die rechte. Dort steht ein Kraftwerk, dass zu den ältesten des Kanton Fribourg zählt. Erstmal folgt unser Weg, aus erhöhter Lage den Konturen des Sees. Dabei ist die Luft um uns, erfüllt vom rhythmischen Gebimmel der zahllosen Kuhglocken. Der Herbst auf den wir so lang gewartet haben, ist endlich angekommen und verwandelt die Landschaft in ein kunterbuntes Farbspektakel. Von Blatt-grün über Senf-gelb bis hin zu Kastanien-braun, ist alles vertreten, was diese Jahreszeit so liebenswert macht. Auf Höhe der schmalen Lessocbach-Brücke, kommt uns der "Herbst" am herbstlichen vor. Nach rund zwei Stunden gemütlichen wanderns, erreichen wir das Örtchen Lessoc. Der Nachmittag ist längst schon angebrochen, als wir durch die bilderbuchreife Ansammlung von historischen Wohn- und Bauernhäuser streifen. Viele stammen aus der Zeit zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert. Und mittendrin, auf dem fast verlassenen Dorfplatz, steht der alle Blicke auf sich ziehende achteckige Brunnen von Lessoc. Ein echter Hingucker aus 1796, der mit seinem übergrossen Zwiebeldach, trotz schönstem Sonnenschein, alles in den Schatten stellt. Er und die Legende vom braven Colin, seinem Pferd und dem verschluckten Mond, sind unzertrennlich miteinander verbunden. Wir machen auf einer Parkbank Rast, verputzen genüsslich den mitgebrachten Proviant und lauschen dem Plätschern des Brunnens. Bevor wir das Dorf und seine Idylle wieder verlassen, wollen wir noch kurz bei der Pfarrkirche Saint-Martin vorbeischauen. Ein hübsches kleines Kirchlein mit einem holzgetäfelten Tonnengwölbe, das bei einer Renovation 1993 zum Vorschein kam. Es heisst, Saint Martin, besässe eine der ältesten Glocken Fribourgs. Jetzt heisst es aber erst einmal: „Nächster Halt, Pont Couvert de Lessoc!“. Sie ist der Star des heutigen Tages – und wird als der schönste Fleck entlang der Wanderung beschrieben. Wir sind gespannt. Die gedeckte Holzbrücke aus dem Jahr 1667, die die wildromantische Saane-Schlucht überspannt, ist ein meisterhaftes Bauwerk aus massiven Eichenbalken, das am historischen Saumpfad zwischen Montbovon und Lessoc liegt. Sie ist das wohl beliebteste Fotomotiv auf der Strecke und fehlt auf keinem Handyspeicher. Die in Millionen von Jahren ausgeschliffenen Schluchtenwände sind der unübersehbare Beweis, zu was die Urgewalt Wasser alles fähig ist. Keine zehn Minuten nachdem wir die Pont Couvert verlassen haben, wartet schon das nächste Brückenspektakel auf uns. Bei "Basses Sciernes" überqueren vier parallel nebeneinander verlaufende Brücken den Fluss Hongrin, der hier in die aufgestaute Saane im Lessoc-See mündet. Vom weit unten liegenden Seeufer betrachtet, sieht das ungleiche Quartett noch um ein Vielfaches spektakulärer aus. Um alle vier Brücken auf ein Foto zu bekommen, müssen wir ins köchelhohe Wasser steigen und uns an glitschigen Felswände vorbeidrücken. Das Ergebnis heiligt bekanntlich die Mittel. Oder wars der Zweck? Egal. Die Steinbrücke die dem See am nächsten liegt, stammt aus dem Jahr 1578. Die Eisenbahnbrücke daneben wurde 1990 erbaut. Die Dritte im Bunde, die mit dem schönen Rundbogen, entstand 1837, während die jüngste und letzte unter ihnen, 2001 ihren 1. Geburtstag feierte. Vier Brücken, vier Epochen – drei davon historisch! Übrigens: Auf dem Weg hinab zum See und nur wenige Meter unterhalb der alten Steinbogenbrücke, steht ein einladend grosser Picknicktisch. Er thront aussichtsreich auf einer kleinen Lichtung und bietet Platz für mehrere Personen. Der ideale Ort für ein Glas Wein, etwas Käse aus der Region und einen Kanten knusprigen Brots. Tja. Träumen darf man ja. 😴 Der Rückweg nach Montbovon ist wie vermutet, von bescheidener Natur. Breite Schilfstreifen liegen zwischen uns und dem kalten Nass, wobei das Ufer wegen des Niedrigwassers oft weit in den See hinaus ragt. Am späten Nachmittag endete unser Ausflug schliesslich wieder dort wo er vor einer gefühlten Ewigkeit begonnen hat. Es war ein traumhafter Ausflug, mit unendlich vielen Eindrücken in einer der schönsten Jahreszeiten. Absolut empfehlenswert. PS: Wer nach getaner Wanderung (die man im Übrigen beliebig lang erweitern kann), eine innere Lust nach einem feinschmöckigen Fondue hat, dem sei das mittelalterliche Städtchen "Gruyères" (Greyerz) wärmstens empfohlen. Dort gibts herrliche Fondues Moite Moite und jede Menge guter Weine dazu. Ach ja... und 1000 + 1 Sehenswürdigkeit. Viel Spass! ✌🏻

01:53

7.66km

4.1km/h

150m

160m

, , and others like this.

and others went for a hike.

October 3, 2025

Heute hat es uns in die Grenzlande zwischen den Kantonen Luzern und Obwalden verschlagen, genau genommen ins wildromantische Schlierental, das Teil des Hochmoores „Hochmoorlandschaft Glaubenberg“ ist. Es zählt mit seinen über 130 cm² zu den größten Hochmooren der Schweiz. Die Landschaft könnte hier oben nicht mystischer sein. Offene Moorflächen wechseln sich ab mit knorrigen Waldabschnitten und dazwischen flankiert ein Sammelsurium an struppigen Büschen und Farnen den Bachlauf, der sich kristallklar und doch rostrot gefärbt knöcheltief durch die Landschaft schlängelt. Allenthalben trifft man auf einen der zahllosen Grill- und Picknickplätze, die immer in Ufernähe liegen und an Komfort und Ausstattung kaum zu übertreffen sind. Kein Wunder also, zieht es Familien mit ihren Kids hierher. Dieses Paradies ist aber nicht immer ein Ort der Stille. Obwohl das Moor unter Naturschutz steht und von nationaler Bedeutung ist, will es auch ein Naherholungsgebiet für alle sein. Respekt vor der Natur ist oberstes Gebot. Ansonsten sind hier eine ausgelassene Heiterkeit und ein gemütliches Beisammensein erwünscht. Wer das beherzigt und nicht über die Stränge schlägt, wähnt sich im Paradies. Ein Wort zu den Wegen. Diese sind je nach Jahreszeit und vorherrschendem Wetter schon mal sumpfig. Es lohnt sich also, nicht gerade in weißen Turnschuhen durchs Moor zu stapfen. Nicht selten überquert man dabei einen kleinen Steg, ein geschwungenes Brüggli oder eine solide Holzbrücke. Die ganze Szenerie strahlt dabei eine ungezähmte Romantik aus und lässt ohne weiteres Vergleiche mit den schottischen Highlands zu. Und dann wäre da auch noch der Moorbärenpfad. An rund 20 Stellen, übers ganze Moor verteilt, werden einem breiten Publikum Fragen zu allerlei Themen rund ums Moor gestellt, die dann auch gleich beantwortet werden. Ein besonderes Highlight ist dabei der „Bärenturm“, der über eine gewundene Treppe bestiegen werden kann. Die Aussicht von oben begeistert jeden und jede. Mitten in dem Ganzen und in einer leichten Senke beheimatet, liegt die Kapelle «Schwendi-Kaltbad». Ein herziges Kirchlein, dessen klangvolles Gebimmel man schon von weitem hört. Spiritualität und Weltlichkeit liegen bekanntlich nah beieinander. So auch hier. Gleich nebenan lädt das gleichnamige Restaurant nämlich zum entspannten Beisammensein ein. Die riesige Terrasse und das ansprechende Innere schmeicheln dem Auge und die üppige Karte sorgt für feucht-feste Gaumenfreuden. In der Küche rührt der Chef noch selbst in den Töpfen oder lässt im offenen Kamin saftige Fleischstücke brutzeln. Achtung! Neu hat das Schwendi-Kaltbad Mo und Di Ruhetag! (Stand 2025) Wer übrigens nicht so gut zu Fuß ist oder nicht zu Fuß sein will, erreicht Kapelle wie Gaststätte bequem per Auto. Es steht eine überschaubare Zahl an Parkplätzen gratis zur Verfügung. Allen anderen empfiehlt sich der große und je nach Saison kostenpflichtige Parkplatz beim Berghotel Langis etwas weiter unten an der Glaubenbergstraße. Ach herrje! Beinahe hätten wir vergessen zu erwähnen, dass es hier auch im Winter viel geboten wird. Es gibt eine Langlaufloipe, Schneeschuhwege und die klassischen Winterwanderwege. Alles tipptopp beschildert.Wir sind seit heute echte „Moorlandschaft-Glaubenberg-Fans“. Obwohl wir schon so manches Moor durchwandert haben, hat uns dieses am meisten beeindruckt. Vielleicht auch deshalb, weil es so volksnah ist und Mensch und Natur auf sichtbar sanfte Art und Weise in Einklang gebracht werden. Viel Spaß!

01:32

5.97km

3.9km/h

100m

80m

, , and others like this.
Loading