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HWF went for a hike
about 13 hours ago
03:25
14.1km
4.1km/h
200m
1,620m
Nach einer ruhigen Nacht in der urigen Gandegghütte direkt am Theodulgletscher hieß es Abschied nehmen. Während die ersten Sonnenstrahlen die umliegenden Gipfel vergoldeten, waren die Sitzmöbel vor der Hütte noch leicht gefroren – ein eindrucksvoller Kontrast zu dem warmen Sommertag, der bevorstand.
Meine drei steinharten Begleiter hatten sich am Morgen jedoch spontan entschlossen, noch etwas in der urigen und gastfreundlichen Gandegghütte am Gletscher zu bleiben und dort einige Sonnentage zu genießen. Vielleicht schließen sie sich schon bald anderen Wanderern an und setzen ihre Reise durch die Walliser Bergwelt fort.
Der Abstieg führte zunächst auf dem historischen Säumerweg talwärts. Dieser alte Handelsweg erinnert an die Zeit, als Waren über den Theodulpass zwischen dem Wallis und Italien transportiert wurden. Immer wieder öffneten sich eindrucksvolle Blicke auf das Matterhorn, die umliegenden Gletscher und tief hinunter ins Mattertal. Mit jedem Höhenmeter wandelte sich die Landschaft: Aus Fels und Eis wurden alpine Wiesen, Lärchenwälder und blühende Berghänge.
Zum Abschluss wich ich etwas von der Originalroute des Matterhorn Treks ab. Über den Staudamm des Zmuttbachs führte der Weg weiter zum idyllisch gelegenen Bergdorf Zmutt. Zwischen sonnengebräunten Holzhäusern, jahrhundertealten Stadeln und der kleinen weißen Kapelle scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Immer wieder ragte das Matterhorn eindrucksvoll über den Dächern des Weilers auf. Geschnitzte Holzfiguren, alte Brunnen, Wegkreuze und liebevoll gepflegte Gärten verleihen Zmutt seinen ganz besonderen Charme.
Nach einer gemütlichen Rast mit einem knusprigen Rösti führte der Weg weiter talabwärts. Noch einmal fiel der Blick hinüber nach Furi, bevor der Wanderweg schließlich zurück nach Zermatt führte. Nach Tagen in der Stille der Berge wirkte das autofreie Bergdorf mit seinen alten Walliser Holzhäusern, blumengeschmückten Balkonen, engen Gassen und der Pfarrkirche St. Mauritius wieder lebendig und zugleich traditionsbewusst.
Zum Abschluss durfte auch ein Wanderstein seine Reise fortsetzen. Die Jakobsmuschel, die den Matterhorn Trek bis hierher begleitet hatte, fand am Murmeltierbrunnen im Herzen von Zermatt einen neuen Platz. Vielleicht nimmt sie schon bald ein anderer Pilger oder Wanderer mit auf den nächsten Abschnitt ihrer Reise.
Mit der Rückkehr nach Zermatt schloss sich der Kreis. Fünf abwechslungsreiche Etappen, beeindruckende Gletscherlandschaften, ursprüngliche Bergdörfer, gemütliche Berghütten und unzählige Ausblicke auf das Matterhorn machten den Matterhorn Trek zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ein Weg, der viele bleibende Eindrücke und schöne Begegnungen hinterließ.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (3,030 m)
Lowest point (1,600 m)
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