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🚴♂️ Klaus 🥾 🛤️ 🌴 and Traudel60 went for a bike ride
July 9, 2026 at 07:37
03:55
69.6km
17.8km/h
43.2km/h
630m
540m
Garmin vívoactive 4
Mit dem Rad einmal rund um den Lipno-Stausee
Heute stand die große Runde um den Lipno-Stausee auf dem Programm – rund 70 Kilometer mit etwa 620 Höhenmetern. Gestartet sind wir direkt am Lipno Lake Hotel. Zunächst führte der Radweg meist in Seenähe oder direkt am Ufer entlang bis nach Frymburk. Das ruhige Wasser, die bewaldeten Hänge des Böhmerwaldes und immer wieder schöne Ausblicke machten diesen ersten Abschnitt besonders angenehm.
Hinter der Fähre ging es über Přední Výtoň, Pasovary und Milná weiter. Nun verließ die Strecke den See und führte auf befestigten Wegen durch das leicht hügelige Hinterland. In Černá v Pošumaví (deutsch: Schwarzbach) erreichten wir den Damm und wechselten auf die andere Seeseite. Der Dammradweg ist hervorragend angelegt und bietet beeindruckende Ausblicke auf den größten See Tschechiens.
Der Lipno-Stausee entstand in den 1950er-Jahren durch die Aufstauung der Moldau. Mit einer Länge von rund 42 Kilometern und einer Wasserfläche von fast 49 Quadratkilometern wird er nicht ohne Grund das „Südböhmische Meer“ genannt. Heute ist er ein beliebtes Ziel für Radfahrer, Segler, Badegäste und Naturliebhaber.
Zur Mittagszeit kehrten wir in Hůrka (deutsch: Hürkenthal) in ein gemütliches Restaurant ein. Auf den Tisch kam ein XXL-Schweinsbraten mit Knödeln und Kraut – dazu durfte natürlich ein gut gekühltes tschechisches Bier nicht fehlen. Kaum zu glauben, dass ein so reichhaltiges und schmackhaftes Essen hier nur etwa neun Euro kostet. Die böhmische Küche begeistert uns immer wieder mit ihrer herzhaften Art und ihrem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Frisch gestärkt ging es weiter nach Horní Planá. Der hübsche Ort liegt direkt am Ufer des Lipno-Sees und ist vor allem als Geburtsort des berühmten Schriftstellers Adalbert Stifter bekannt. Die gepflegte Uferpromenade, der kleine Hafen und die entspannte Atmosphäre laden zum Verweilen ein.
Mit der Fähre setzten wir anschließend auf die andere Seeseite über. Von dort führte der Radweg 7 zunächst über einen ehemaligen Grenzstreifen des Eisernen Vorhangs. Historisch interessant – fahrerisch allerdings eine Herausforderung. Auf rund acht Kilometern war der Untergrund so holprig, dass man scherzhaft meinen konnte, hier sei erst gestern der letzte Panzer unterwegs gewesen.
Zum Glück folgte danach eine ruhige, gut asphaltierte Straße bis zur Fähre nach Frýdava. Wenige Kurven später entdeckten wir einen idyllischen Rastplatz direkt am See. Ein Camper versorgte Radfahrer und Ausflügler mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen – der perfekte Ort für eine kleine Pause.
Von dort waren es nur noch etwa acht Kilometer bis zur Staumauer. Kurz danach erreichten wir wieder unser Hotel und blickten auf einen abwechslungsreichen Radtag zurück.
Die Umrundung des Lipno-Stausees bietet alles, was eine gelungene Radtour ausmacht: gut ausgebaute Uferwege, kleine südböhmische Dörfer, beeindruckende Ausblicke auf den See, abwechslungsreiche Landschaften und immer wieder gemütliche Einkehrmöglichkeiten. Eine anspruchsvolle, aber rundum lohnende Tour, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (850 m)
Lowest point (760 m)
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