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Saddle Stories and Elberadweg went gravel riding
5 days ago
04:35
76.1km
16.6km/h
38.2km/h
330m
300m
ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ Es ist nicht mal 9 Uhr morgens, es hat angenehme 16 Grad und wir befinden uns inmitten der Böhmischen Schweiz. Tschechien, wir sind sowas von bereit für dich!
Wir radeln aus Děčín hinaus und haben ständig den Blick auf die sanfte Hügellandschaft des Elbsandsteingebirges, durch das sich die Elbe ihren Weg gebahnt hat. Der Elberadweg ist in Tschechien mit der Radroute 2 perfekt ausgeschildert und in regelmäßigen Abständen gibt es Unterstände inklusive Komposttoilette. Außerdem befinden sich zahlreiche kleine Gastrobetriebe. entlang der Elbe, die aus kleinen Wägen oder Holzhütten Getränke und kleine Speisen servieren. Vormittags haben die meisten zwar noch geschlossen, aber ab der Mittagszeit werden die Pforten für Elbradler geöffnet.
Kurz hinter Ústí müssen wir die Räder über ein paar Treppen an der Schleuse tragen, doch gleich dahinter eröffnet sich ein toller Blick auf die Burgruine Schreckenstein. Von hier aus ist es nicht mehr weit zur Porta Bohemica. Die Porta Bohemica (”Tor nach Böhmen”) ist ein etwa vier Kilometer langer Abschnitt, der den Eintritt der Elbe in das Böhmischen Mittelgebirge kennzeichnet. Die schluchtartige Formation lässt sich vermutlich am besten bei einer kleinen Wanderung zu einem der vielen Aussichtspunkte erleben.
Unmittelbar hinter der Porta Bohemica wird die Landschaft tatsächlich deutlich flacher. Wir machen einen kleinen Abstecher in das schöne Städtchen Litoměřice und essen im Dobrá Bašta zu Mittag. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung in die Garnisonsstadt Terezin (Theresienstadt). Die österreichische Festung aus dem 18. Jahrhundert wurde gebaut, um Angriffe der Preußen abzuwehren. Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt als “Ghetto Theresienstadt” bekannt - hinter dem irreführenden Namen verbarg sich das größte Konzentrationslager Böhmens & Mährens. Die Gedenkstätte ist für Besichtigungen geöffnet.
Mit einer guten Portion Rückenwind radeln wir bis nach Roudnice nad Labem, wo wir beim Sporthotel unser Zelt direkt an der Elbe aufstellen können. Das Sporthotel trägt die Auszeichnung “Cyklisté vítáni” (was auf Deutsch so viel wie “Radfahrer willkommen” bedeutet) und ist damit eine besonders fahrradfreundliche Unterkunft!
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