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Die Nacht? Sagen wir mal so: Schlaf wurde überbewertet. Seit viel zu früh wach und entsprechend auch viel zu früh am Start. Jens natürlich genauso motiviert (oder genauso schlecht geschlafen). Immerhin konnten wir unsere Startzeit um 15 Minuten nach vorne verlegen – man nimmt ja, was man kriegen kann.
Los ging’s dann erstmal ganz entspannt. Das größte Problem zu Beginn: das ewige „Jacke an, Jacke aus“. Mal zu warm, mal zu kalt – besonders auf der Donauinsel ein kleines Geduldsspiel. Aber schön war’s dort auf jeden Fall.
Weiter ging’s entlang der unteren Alten Donau und der Arbeiterstrandbadstraße. Irgendwann hatte Ich genug von Asphalt und sind kurzerhand in einen Park abgebogen – bisschen Grün, Blumen und Teiche anschauen, deutlich angenehmer.
Zurück auf der Strecke dann die Erkenntnis: Wir haben die erste Pause verpasst. Keine Hotdogs, keine Bananen… also hieß es Augen auf halten nach einem Café. Weiter ging’s Richtung rechter Uferbegleitweg. Da das Ganze auf meine Kappe ging, hab ich Jens zumindest mit Sandwich und gutem Kaffee versorgt – inklusive Toilettenstopp.
Dann über die Nordbahnstraße Richtung Bloschgasse. Nach etwa 20 km wurde es dann ernst: Höhenmeter. Auf zum Leopoldsberg. Jacke und Pulli flogen sofort runter – es wurde warm… sehr warm. Und dann dieses Schild auf halber Strecke: „Hälfte der Höhenmeter geschafft.“ Motivation sah anders aus. Es war einfach nur anstrengend.
Oben angekommen ging’s weiter über die Höhenstraße zum Kahlenberg. Endlich Pause, Aussicht genießen und ein Himbeerradler – das hat wirklich gutgetan.
Danach weiter zum Vogelsangberg und wieder zurück auf die Höhenstraße. Bergab war übrigens auch kein Spaß – irgendwann bin ich leicht weggeknickt, und runterlaufen wurde plötzlich ziemlich unangenehm.
Am Nussberg dann wieder Entschädigung: schöne Aussicht durch die Weinberge und eine entspannte Pause in einem Weingut. Liegestuhl, Sonne, ein Glas Wein – kurz vergessen, dass wir eigentlich mitten in einem 50-km-Marsch sind.
Irgendwann mussten wir natürlich weiter. Jens hatte noch Schmerztabletten dabei – zum Glück, die haben geholfen. Danach ging’s weiter an der Donau entlang, immer wieder mit Blick auf die Stadt und ein paar Fotos zwischendurch. Wien zeigt sich da wirklich von seiner besten Seite.
Gegen Ende noch kurz mit zwei Bayerinnen gequatscht und dann der Moment, bei dem ich kurz stutzte: Eine Frau auf dem Fahrrad, mit Mammutmarsch-Rucksackanhänger – und ungefähr in unserem Tempo unterwegs. Da fragt man sich schon… 😄
Nach 50 km dann endlich im Ziel. Komplett erledigt, Medaille um den Hals und nur noch ein Gedanke: nach Hause.
War ein richtig guter Tag – Jens, hat mega Spaß gemacht mit dir. Auch wenn ich über die Höhenmeter zwischendurch ordentlich geflucht habe.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (530 m)
Lowest point (180 m)
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