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𝑫𝒋𝒆 𝑵𝒚𝒊𝒎𝒂 🌞🌿💙

Nachdem ich aus persönlichen Gründen 2023 beschlossen habe, mich größtenteils aus der Netzwelt zu verabschieden und im Zuge dessen all meine Social-Media-Accounts zu kündigen, hat sich mein Leben wieder auf eine gute und heilsame Art neu sortiert🌿.

Auch wenn ich hier auf Komoot nicht mehr regelmäßig poste, bin ich doch täglich mit Nelly🐕 und meinem kleinen Camper draußen unterwegs🚐. Aber eben anders als früher. Ruhiger, bewusster und näher bei mir selbst.

Ich nutze Komoot inzwischen auch anders als viele. Für mich ist es keine Plattform mehr für Megawanderungen oder lange Etappen, sondern eher ein leises Tagebuch📘.
An besonderen Tagen, wenn Nelly und ich draußen sind – vielleicht auch mit unserem kleinen fahrenden Schneckenhaus –, halte ich unsere Wege, Fundstücke und kleinen Abenteuer hier fest, so wie sie uns begegnen✨.


Komoot ist für mich zu einem stillen Ort geworden, um Gedanken zu sammeln🪶.
Ein Platz für Ziele, die mich berührt haben – große, kleine, seltsame, vergessene oder einfach nur stille🌲.
Keine Marathons mehr, sondern Wege, die innerlich ankommen.


Ich poste seltener, aber wenn ich etwas teile, dann bewusst. Körperlich bin ich derzeit etwas eingeschränkt. Das hindert mich aber nicht am Draußensein, doch es verändert, wie weit ich gehe. Und das ist völlig in Ordnung🍂.

Vielleicht begleitet ihr mich trotzdem weiterhin ein Stück.
Bleibt gesund und passt gut auf euch auf🍀.
Wir sehen uns – wenn nicht hier, dann vielleicht draußen in der realen Welt🌍.


💙 𝑫𝒋𝒆 𝑵𝒚𝒊𝒎𝒂 🌿🌞 💙

Kontakt über:
i.am.gone176@slmail.me

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went for a hike.

April 1, 2026

#855 Erkundungstour zum Rosentalviadukt

Heute habe ich unsere Gassirunde🐾 mal Richtung Friedberg gelegt - mit einem kleinen Ziel im Hinterkopf. Ich habe dort in der nächsten Zeit vor, mal wieder einen alten Lost Place🏚️ aufzusuchen. Mal schauen, wie er sich in den vergangenen Jahren verändert hat. Also sind wir heute Morgen nüchtern, nur mit etwas Wasser und ein paar kleinen Snacks losgezogen. Einfach mal schauen, ob dieser Ort – um genau zu sein, sind es ja zwei – überhaupt noch zugänglich ist oder ob die Eingänge mittlerweile wieder verschlossen sind. Für die eigentliche Erkundung werde ich mir aber nochmal einen anderen Tag aussuchen, an dem ich alleine unterwegs bin. Mit Nelly wäre das Ganze dann doch etwas zu umständlich, da man dort an einigen Stellen etwas krabbeln und auch mal etwas kraxeln muss. Unter Umständen kann es auch mal möglich sein, dass man hier mal auf jemanden trifft, der über unerwarteten Besuch auch nicht so wirklich amused ist. Ich denke, in solch einer Situation bin ich dann doch etwas besser im Situationshandling als Nellchen, die da doch eher etwas unentspannt reagieren könnte, wenn da mal jemand im Dunkel irgendwo aus ’ner Ecke kriecht😅. Unser Weg führte uns aus dem Ort hinaus Richtung Schwalheimer Wasserrad, dann quer durch Schwalheim hindurch in Richtung Friedberg, hin zum Rosentalviadukt. 🚶‍♂️ Ein Bauwerk, das viele kennen - aber nicht so wirklich im Detail. Es verbirgt👀 nämlich noch etwas, das auch viele Einheimische nicht kennen. Für diejenigen, die dieses Viadukt überhaupt noch nicht kennen, hier ein paar Infos: Das Viadukt wurde zwischen 1847 und 1850 errichtet und ist das größte Bauwerk der damaligen Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt und Kassel. Es ist 275 Meter lang und etwa 16 Meter hoch. Getragen wird es von 24 Pfeilern, verbunden mit halbkreisförmigen Bögen im Stil römischer Viadukte🏛️. Aufgrund dieser 24 Pfeiler und Bögen wird dieses Bauwerk auch umgangssprachlich "24 Hallen" genannt. Wenn man davor steht, merkt man schnell, dass dies kein gewöhnlicher Bahnbau ist. Dieses Viadukt war noch richtige Ingenieurskunst aus einer Zeit, in der die Dinge nicht nur funktionieren, sondern auch noch toll aussehen sollten. Bis 1982 war dieses Viadukt in Betrieb. Dann kam der Fortschritt und mit ihm auch die neue nichtssagende Brücke mit dem besserem Kurvenradius. Schneller, effizienter, aber auch seelenloser. Das alte Viadukt wurde stillgelegt und der Abriss, der Anfang der 80er Jahre geplant war, wurde zum Glück noch verhindert. Inzwischen steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Und wie ich schon erwähnt hatte: Was viele nicht wissen – dieses alte Gemäuer beherbergt zwei kleine Lost Places🏚️. Nichts Großes, nichts Hammermässiges, aber genau diese unscheinbaren Orte haben oft einen besonderen Reiz für mich. Leider war aber gerade heute an diesen Stellen, die für mich interessant gewesen wären, Betrieb. Also nichts mit in Ruhe schauen und nichts mit stiller Erkundung. Schade. Trotzdem konnte ich aber einen flüchtigen Blick auf eine bestimmte Stelle werfen und habe gesehen: Ja👌, man kann zumindest an dieser Stelle noch etwas reissen. Nach einer kurzen Rast in der Sonne, um ein paar aktuelle Bilder von unserer Tour bei WA hochzuladen, sind wir weitergezogen Ein Stück an der schönen Usa🌊 entlang. An dieser Stelle verläuft auch der Lutherweg, einer dieser Fernwanderwege, die man sonst eher nur mal so am Rande wahrnimmt, wenn mal ein kleines Hinweisschild davon irgendwo auftaucht. Kurz bevor wir dann auf die Landstraße zwischen Friedberg und Dorheim gestoßen wären, sind Nelly und ich dann links abgebogen - wieder in Richtung der Felder🌾. Über eine kleine Eisenbahnbrücke, auf der uns kein Eisenbahner im Dienst zu Fuß sehen will, sind wir dann hurtig über das Flüsschen Wetter hinweg gehuscht und dann einfach weiter, Schritt für Schritt weiter zurück in Richtung Zuhause.

Time

3h43m

Distance

12.7km

Speed

5.4km/h

Ascent

120m

Descent

130m

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April 3, 2026

Very nice photos👍Especially picture 12 and 40👌🥰

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March 10, 2026

#851 Nachsuche im Waldhaus

Die letzten beiden Tage standen bereits ganz im Zeichen dieser 🏚️Waldhütte "Waldesruh"🌲. Nachdem ich gestern Abend auf meinen Fotos noch etwas entdeckt hatte😳, das ich vor Ort im Halbdunkel gar nicht wahrgenommen hatte, wollte ich heute noch einmal dorthin fahren. Noch einmal genauer schauen🧐. Vielleicht auch noch ein paar bessere Aufnahmen machen und auch noch einmal nachsehen, ob ich irgendwo die erwähnte Uhr⏰ entdecken konnte. Vielleicht an der Wand oder irgendwo auf dem Boden, etwas, das ich bisher übersehen hatte. Heute hatte ich auch noch mal eine starke Taschenlampe mit an Board 🔦. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, noch beim Kreisjugendheim im Wald vorbeizuschauen. Mich interessierte, ob dieses ebenfalls verlassen ist. Gestern hatte es zumindest so ausgesehen. Schon als wir am dortigen Wanderparkplatz ankamen, konnte ich das Projekt Kreisjugendheim schon direkt abhaken. Dort war heute deutlich Leben. Ein 👧Baby schrie und es war Licht in einigen Häusern. Also war klar: Hier ist noch Leben in der Bude🏠 . Schade 🤪🤷‍♂️ Also zogen Nelly🐕 und ich gleich weiter, hinunter zum Waldhaus. Schon beim Einstieg durch das zerbrochene Fenster sah ich sofort, dass sich etwas verändert hatte. Die Schriftstücke waren verschwunden. Auch der Strick am oberen Balken war nicht mehr da. Anscheinend war die Polizei aus Butzbach inzwischen schon hier gewesen. 👮‍♂️ Damit war die Sache für uns erst einmal erledigt und wir beschlossen stattdessen noch eine kleine Runde zu drehen um die letzten Sonnenstrahlen dieses Tages zu genießen, da ab morgen schlechteres Wetter🌦️ vorhergesagt ist. Irgendwo mitten im Wald setzten Nelly und ich uns noch einmal hin und genossen die herrliche Ruhe. Es war einfach wunderschön und total entspannend hier auf diesem Fleckchen Erde sitzend, zwischen all den flüsternden Bäumen. Ein Specht hackte irgendwo in unserer nähe, und dann hörte ich noch etwas Besonderes: einen Waldkauz🦉. Den kenne ich normalerweise nur von meinen Waldübernachtungen. Anscheinend konnte der Kerl nicht schlafen. Ich machte gerade von Nelly noch ein paar hübsche Fotos, als ich merkte, wie es schlagartig frischer wurde. Also zog ich meine Jacke wieder über und wir machten uns auf den Weg hinunter ins Tal. Als wir dort ankamen, hatte sich der Himmel bereits ziemlich zugezogen und die ersten Regentropfen🌧️ fielen. Vor uns war ein kleiner Unterstand mit einer Bank und einem Blechdach. Ich setzte mich kurz hin und wollte dort den Schauer☔ abwarten. Doch Nelly hatte andere Pläne. Sie wollte sich einfach nicht ablegen, schaute immer wieder in verschiedene Richtungen und machte deutlich - sie wollte unbedingt weitergehen 🐕💨. Sie war total unruhig und wollte partout nicht unter diesem Unterstand bleiben, sodass ich schließlich wieder meinen Hintern hob und wir weitergingen🥾 - den Berg hinauf, zu unserem Auto. Und das war auch gut so. Denn genau in dem Moment, als wir oben ankamen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Und zwar ordentlich🌧️🌧️. Der Regen begleitete uns noch auf unserer Nachhausefahrt fast bis nach Nieder-Weisel. Hier bogen wir nach rechts in Richtung Sonne🌞 ab, während die Regenfront🌧️ weiter in Richtung Butzbach und Gambach zog. Jetzt sitze ich hier, sortiere gerade die Bilder und tippe diesen Text. 📷 Nebenbei habe ich kurz meine E-Mails gecheckt und dabei eine Nachricht📧 entdeckt, die heute Morgen bereits um 6:05 Uhr eingegangen war. Absender: 🚓Polizeistation Butzbach. Der Inhalt war kurz und knapp ✍️: 👉„Bitte melden Sie sich einmal umgehend bei der Polizeidienststelle in Butzbach.“ Tja. Leider etwas zu spät gesehen🫣🤷‍♂️. Ich denke, das ich mich morgen früh🥱 dort wohl als Erstes mal melden werde. Mal sehen👀, was sie👮‍♂️ wollen. Hoffentlich drehen sie mir jetzt daraus keinen Strick🪢 und werfen mir am Ende vielleicht noch Hausfriedensbruch🏚️🔨 vor. Aber dies müsste ja glaube ich der Eigner der Hütte veranlassen und nicht die Pozilei😉,oder?! Nun ja – morgen weiß ich mehr💡. Bis dahin bleibt es erst einmal ein kleines Rätsel🤔.

Time

2h31m

Distance

6.54km

Speed

4.6km/h

Ascent

160m

Descent

170m

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March 10, 2026

Oh man, things are still exciting with you! 😅 Please definitely let us know what the police say! 😅 Were there any signs on the house saying no entry? If not, the window was practically open. I think the police probably just want to take your statement about when you found what. But what I'm wondering

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went for a hike.

March 9, 2026

#850 Eine mysteriöse Nachricht - Wenn der Wald plötzlich eine Geschichte erzählt

Nach dem aufregenden Spezialeinsatz mit der Tour-Nummer #837, die nicht für alle sichtbar ist, musste ich gestern meine eigentlich geplante Tour vorzeitig abbrechen und mich um andere Dinge kümmern. Die Runde🧭, die ich gestern schon laufen wollte, nahm ich mir deshalb heute direkt noch einmal vor – diesmal noch mit einer kleinen Wegänderung, aber mit demselben Zwischenziel. Der heutige Morgen war noch richtig schön kühl und klar🌞, also zog ich wieder mit Nellchen🐕 los. Schon nach kurzer Zeit kamen wir an einen wunderschönen kleinen Bach vorbei. Dort machten wir direkt unsere erste kleine Auszeit und lauschten eine Weile dem stillen Gluckern und Plätschern des kristallklaren Wassers💧. Ich blieb einfach stehen und ließ diesen stillen Ort ein wenig auf mich wirken. Dabei blickte ich auf den Grund des Bachbettes, auf die vielen kleinen Kieselsteine, über die die 🌞Sonnenstrahlen ein stilles, buntes Farbenspiel🎨 tanzen ließen. Das Wasser teilte sich an manchen kleinen Steinen, lief dahinter wieder zusammen und murmelte leise weiter seinen Weg durch den Wald 🌿. Während ich dort stand, wurde ich auch noch dreier Baumperlen🌳💎 angesichtig, die sich an einer mehrstämmigen Erle direkt am Bachrand befanden. Da ich mittlerweile schon vier kleine Kistchen voll mit diesen Baumperlen zu Hause habe und mit dem Schleifen und Polieren kaum noch hinterherkomme, ließ ich sie einfach dort, wo sie waren. Vielleicht erfreut sich ein anderer Wanderer daran, nimmt sie mit und schleift sie selbst zu kleinen Schmuckstücken. Nelly und ich zogen weiter durch den Wald🌲 und kamen an einem alten Jugendfreizeitcamp vorbei, das, soweit ich erkennen konnte, derzeit anscheinend herrenlos ist. Zwischenzeitlich waren dort wohl einmal Flüchtlinge untergebracht gewesen. Nun scheint es aber wieder leer zu stehen. Vielleicht komme ich irgendwann auch hierher noch einmal zurück. Mein eigentliches Ziel lag aber heute woanders. Wir steuerten den Ort an, an dem ich gestern wegen eines anderen Vorfalls abbrechen musste. Heute wollte ich mir dieses kleine verlassene 🏚️Waldhaus noch einmal in Ruhe ansehen. Durch ein bereits eingeschlagenes und geöffnetes Fenster stieg ich in das alte Holzhaus ein. Zunächst sah alles wenig spektakulär aus, doch am Ende eines langen Tisches entdeckte ich einige Zettel. Obenauf lag ein Schriftstück mit dem Text „23.12 Uhrzeit siehe Uhr“. Darunter lugte ein anderer handgeschriebener Zettel hervor, unter dem wiederum mehrere gedruckte DIN-A4-Blätter mit Gebeten und Lobpreisungen lagen. Ich nahm den handgeschriebenen Zettel zur Hand, und für einen Augenblick schien die Zeit⏰ stillzustehen. Einen Moment lang hörte ich nichts mehr außer meinem eigenen Atem. Denn dort stand: „Ich bitte allen denen ich Schaden zugefügt habe um Verzeihung. Ich liebe meine Kinder ******** und ******** . Ich wurde so betrogen, dass ich keinen anderen Weg mehr sehe. Ich glaube an Gott aber das hier wird er mir nie verzeihen.“ Darunter die Unterschrift dieses Mannes. (Die Stellen auf dem Zettel habe ich ausgegraut.) Ihr könnt euch vorstellen, dass mein Kopf in diesem Moment erst einmal in alle Richtungen ging. Ich schaute mich in der Hütte um. Ich suchte mit den Augen jede Ecke und jeden Winkel ab und hoffte zugleich, nicht das zu entdecken, was ich eigentlich gar nicht finden wollte. Auf einer Seite der Hütte war ein Teil des Daches eingestürzt. Dort lagen einige Holzbohlen, ein Stück einer Plane und sogar ein altes Bundeswehr-Feldbett auf einem Haufen zusammen. Ich stieg kurz darüber hinweg und schaute auch in die hintere Ecke. Doch ich konnte nichts weiter erkennen. Und ehrlich gesagt: Mir war auch wirklich nicht danach😟, unter diesen heruntergefallenen Sachen noch nach etwas zu suchen, was ich gar nicht sehen möchte🫣. Es war ein eigentümliches Gefühl in mir. Ich glaube nicht, dass irgendein Lost-Place-Besucher so etwas aus Spaß dort hinterlassen hat, nur um diesen Ort etwas interessanter zu gestalten. Dafür klingen diese Worte viel zu ernst. Und ich weiß, wovon ich rede, denn ich stand selbst schon einmal an solch einer Schwelle und bin nur durch eine glückliche Fügung heute noch unter euch. Auch die ausgedruckten Gebete und Lobpreisungen - nein, so etwas schleppt man nicht mit, nur um ein altes Waldhaus für Fotos interessanter wirken zu lassen. Das wirkte alles auf mich viel zu real. Auch sahen diese Zettel nicht so aus, als würden sie dort schon einige Jahre liegen. Ich vermute, dass sich das Datum 23.12. auf das vergangene Weihnachtsfest🎄 bezieht. Wären die Zettel schon viel länger dort gewesen, wären sie bei der Feuchtigkeit in dieser Hütte längst schon mehr beschädigt oder gar schon am vermodern gewesen, so wie andere Stücke, die dort im Gerümpel lagen. Diese Schriftstücke wirken eher so, als lägen sie tatsächlich erst seit ein paar wenigen Monaten dort. Wer war dieser Mensch, der einen Tag vor heilig Abend hier draußen so alleine mit sich am hadern war? In Gedanken versunken stieg ich schließlich wieder durch das Fenster hinaus ins Freie, trat zurück in die Sonne☀️ und wir setzten unseren Weg fort. Der restliche Teil der Tour war ruhig und schön. Doch meine Gedanken kreisten immer wieder um das, was ich dort gesehen hatte. Immer wieder fragte ich mich: Wie kam dieser Zettel dorthin? Ist er echt oder vielleicht doch nur … ich habe keine Ahnung? Am Abend, als ich wieder zu Hause angekommen war, traf ich schließlich eine Entscheidung. Ich formulierte eine kurze Nachricht und schickte sie zusammen mit einigen Fotos an die Polizeistation in Butzbach. Vielleicht ist es nichts. Vielleicht passt es aber auch zu irgendeiner Vermisstenmeldung. Mal sehen, was daraus wird. Eines steht jedenfalls fest: Dieses Jahr hat für mich bisher schon ziemlich turbulent begonnen. All die Dinge, die ich seit Anfang dieses Jahres schon erlebt habe, geben mir doch einiges zu denken. Aber vielleicht habe ich damit auch schon mein Soll an Aufregung für dieses Jahr vorzeitig erfüllt. Wer weiß. Manche Wege führen uns eben nicht nur durch den Wald🌲, sondern, so wie heute, auch durch die Geschichten anderer Menschen. Schauen wir mal, was noch kommt. 🚶‍♂️ Nachtrag: Eben habe ich mir meine Fotos noch einmal in Ruhe angesehen - auch die von gestern - und dabei ein Detail entdeckt, das mir im Dunkel der Hütte heute völlig entgangen war. Neben dem Tisch mit den Zetteln steht ein Stuhl. Über diesem Stuhl, an den Balken darüber, konnte ich auf einem der Bilder einen dunklen Schatten erkennen. Daraufhin habe ich noch einmal ein Foto von gestern mit einer anderen Perspektive herausgesucht, das ich durch die vordere Scheibe hindurch in die Hütte hinein gemacht hatte. Und eben auf diesem Bild sah ich etwas, das mir heute im Inneren der dunklen Hütte überhaupt nicht aufgefallen war. Oben am Balken hängt noch der Strick.

Time

2h59m

Distance

8.74km

Speed

4.6km/h

Ascent

200m

Descent

190m

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March 9, 2026

Creepy and kind of sad at the same time 😧

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February 23, 2026

#847 Der Wald als Litfaßsäule und eine Verfolgungsjagd

Heute Morgen sah das Wetter einigermaßen zuversichtlich aus. Also dattelte ich Sandra an und fragte ob sie etwas Zeit hätte und ob wir uns am Winterstein für eine kleine Wanderung verabreden wollen. Die 🌞Sonne schien, es war angenehm. Zehn oder zwölf Grad, also genau richtig zum 🥾Laufen. Wir starteten in Richtung FFH-Gebiet, dem alten Truppenübungsplatz, und folgten ein Stück dem Amphibienpfad. Noch bevor wir das Gebiet erreicht hatten, hatten wir auch schon unser erstes Gesprächsthema. Wir kamen an einem Schild mit einem kleinen Aufkleber vorbei. Sechs Buchstaben: FCK, darunter NZS. Was das bedeutet, weiß wohl jeder. Am nächsten Schild, einer Aufklärungstafel zum Amphibienpfad, sahen wir weitere Schmierereien: Hakenkreuze, Parolen, „Corona Diktatur“, USA, politisches Gekritzel und anderer pubertärer Kram. Alles dort, wo eigentlich Informationen über Natur stehen sollten. Wir unterhielten uns darüber, wie viele Menschen offenbar mit Aufklebern, 🎨Eddings und Sprühdosen bewaffnet in den Wald ziehen, um ihre Spuren zu hinterlassen, so wie Hunde ihre Reviere markieren. An einem Ort, der eigentlich 🦌Tieren gehört und natürlich auch ein paar wenigen Menschen, die die Natur lieben und die Ruhe suchen und deswegen durch deren Wohnzimmer stiefeln🚶. Einfach nur da sein, nichts suchend. Keine Politik, keine Indoktrination, keine Meinungsmache, nichts. Und doch wird man überall damit konfrontiert. Ich erinnere mich an eine Wanderung bei einer 🏰Burg, unterhalb derer große Plakate, so groß wie Wahlwerbeplakate, mit Bibelsprüchen hingen und Einladungen zu irgendwelchen Gemeinden. Oder wer kennt sie nicht, diese in Plastik verpackten ✉️Briefe mit „Hallo lieber Wanderer“ an irgendwelchen Wanderrastplätzen. Ich verstehe das nicht. Ich will es eigentlich auch gar nicht verstehen. Mich stört nur, dass man überall irgendwie belästigt wird oder alles vollgeschmiert wird. Bei den vielen Hakenkreuzen bin ich mir übrigens gar nicht mehr so sicher, wer diese anbringt. Oft sind es dieselben, die anschließend ihren komischen Anti-N*zi-Sticker daneben kleben, um sich anscheinend darüber zu legitimieren. Es gab ja auch schon Fälle, in denen Politiker genau dabei erwischt wurden, dass sie irgendwo diese Kreuze hinschmierten. So auch wie zuletzt wieder Daniel B., einer von den Sozen. Und dann diese „DDR 2.0“-Schmierereien zwischen Ober-Mörlen, Bad Nauheim bis hinunter nach Rosbach. Das ist wirklich ein riesiges Waldgebiet, und überall auf irgendwelchen kleinen Schildern oder Bäumen sieht man dieses „DDR 2.0“. Mittlerweile kann ich es auch schon nicht mehr zuordnen, ob dies eine Warnung sein soll oder eine Forderung. Weiter ging es mit Kuriositäten. 🐦Nistkästen mit Plexiglasdach. Schick, oder? Ich frage mich ernsthaft, ob dort Vögel einziehen. Soweit mir bekannt ist, suchen Vögel eher Schutz und Geborgenheit, keine durchsichtigen Luxusherbergen am Wegesrand. Ein anderes Vogelhaus, nur wenige Meter weiter, kaum 40 cm über dem Boden angebracht. Wohl eher ein Zuhause für agile (Hoch-)Springmäuse🤔? Katzen, 🦊Füchse, Marder – sie haben hier ein Leichtes. Ich frage mich wirklich: Was soll das? Ebenfalls nur ein paar Schritte weiter eine 📸Wildkamera. Der Hinweis das hier eine Kamera installiert ist hängt direkt knapp darüber. Wer nicht direkt darauf zuläuft, sieht ihn auch nicht und steht plötzlich mitten im Bild. Vielleicht stört es viele nicht, mich aber schon. Man kann kaum noch irgendwo unbeobachtet unterwegs sein, selbst hier im Wald nicht. Weshalb hängt man solche Kameras nicht irgendwo im Wald auf und nicht mitten auf eine Wegkreuzung, wo drei Wege die massig von Radlern, Wanderern usw. frequentiert sind zusammentreffen? Falls genau hier die anvisierten Tiere kreuzen, dann bitte auch Hinweisschilder aus allen drei Richtungen aufstellen - so wie es auch die Vorschriften verlangen - bevor man direkt vor der Linse steht. Am Wildkatzenpfad ebenfalls wieder Schmierereien. Menschen bauen mit Aufwand und ner Menge Zeit und Geld solche Themenwege, stellen tolle Infotafeln auf, und andere tigern hier herum und beschmieren sie. Es ist einfach unerträglich. Aber trotzdem war es irgendwie schön. Die frische Waldluft, das Vogelgezwitscher, das Draußensein. Nachdem wir wieder am Auto angekommen waren, machte ich uns noch einen Tee. Wir redeten noch kurz, bevor sich Sandra verabschiedete. Nelly und ich blieben noch. Ich zog meine nassen und schmutzigen Klamotten aus hängte sie zum trocknen vor die Standheizung und setzte noch einmal Wasser für einen neuen Tee auf. Dabei saß ich hinten im Auto, nur in Unterhosen, die Vorhänge nach vorne und zu den Seiten hin zugezogen, sodass Nelly etwas Ruhe hatte und schlafen konnte. Plötzlich hob sie ihren Kopf, fing an zu knurren und schaute gespannt nach hinten. Ich drehte ebenfalls den Kopf und schaute direkt in das Gesicht einer Frau. Sie stand hinter meinem Auto und fotografierte es. Grüner Pullover, grüne Hose, forsttypisch. Bis ich wieder in meine Bux geschlüpft war und hinaussprang, war sie schon wieder in ihrem grünen Fahrzeug und brauste davon. Soweit ich erkennen konnte, war es ein VW Caddy. In der linken oberen Ecke der großen Heckscheibe klebte ein weißer, quadratischer Aufkleber. Ein Wanderer stand zwischen mir und dem davonfahrenden Fahrzeug 🏎️💨. Ich winkte👋 ihm zu und lief zu ihm. Er bestätigte, dass er diese Situation gesehen👀 hatte. Er hatte sich auch gewundert und wollte die Dame fragen, was mit dem Fahrzeug sei. Er hatte ihr zugewunken um zu fragen. Sie winkte einfach zurück und fuhr davon. Er meinte, das Kennzeichen habe mit FB-HF begonnen. Bei den Zahlen war er sich nicht so sicher. Er meinte, 552 könnte es gewesen sein. Das reichte mir. Grünes Auto, grüne Frau (eventuell vom Mars🤔😁), Kennzeichen HF, Forstkleidung – die Sache war klar. Hessen-Forst🌳. Ich schwang mich ins Auto und fuhr hinterher. Oben am Wanderparkplatz: nichts. Ich wendete und fuhr weiter in Richtung Forsthaus. Dort traf ich einen weiteren Wanderer, der gerade seinen Hund ins Fahrzeug lud. Ich blieb kurz stehen und fragte, ob er ein grünes Fahrzeug gesehen habe, das eben hier vorbeigekommen sei. Er bejahte es. Hier konnte ich aber nicht mehr weiterfahren. Hier war Schluss – zumindest für meinen Weg-Verfolgungs-Beschleuniger 🚘. – „Privatweg“. Kacke. Also stellte ich das Auto auf dem Parkplatz des Forsthauses ab, zog mich schnell wandertauglich an und lief mit 🐕Nellchen zügig zu Fuß🥾 weiter. Auf unserem Weg lag noch eine jagdliche Einrichtung und ein paar hundert Meter weiter die 🐝Imkerei von Timothy Wehrle. Irgendwie hatte ich die Hoffnung, dass ich an einem dieser beiden Stellen die Dame stellen konnte. Doch im Hof von Herrn Wehrle stand nur ein roter Hochdach-Kombi. Die Suche war leider erfolglos. Sie konnte überall hier im Wald🌲 sein. Auf dem Rückweg traf ich nochmals auf den ersten Wanderer. Er scherzte, sie habe sich vielleicht nur in meiner getönten Scheibe gespiegelt und etwas Schick gemacht. Jo, nee, ist klar, sagte ich und musste auch lachen. Ich hatte ja gesehen, wie sie mir aus zweieinhalb Metern Entfernung die Kamera📸 direkt ins Gesicht gehalten hatte. Wäre die Tönung meiner Heckscheibe nicht gewesen, hätte ich euch vermutlich trotz meiner Farbsehschwäche exakt ihre Augenfarbe benennen können. Wir hatten uns ja praktisch face to face gegenübergestanden. Er wiederholte auch noch einmal das Kennzeichen: FB-HF. Das genügte mir. Ich fuhr zurück, und auf dem Rückweg erstellte ich noch ein 🎥Video, um alles zu dokumentieren – dass hier keine Verbotsschilder🚫 stehen oder sonst irgendetwas gewesen war. Ich sprach währenddessen auch noch ein paar Memos mit auf, um mich später mit meinem 🐇Hasenhirn🧠 noch an möglichst viele ✨Details erinnern zu können. Hier oben am Winterstein bin ich schon öfters auf sehr freundliche Forstleute getroffen. Sie sind in der Regel sehr geduldig und auch sehr auskunftsfreudig gewesen. Umso mehr wollte ich nun wissen, was diese Aufnahme sollte, da ich in der Vergangenheit schon dreimal Strafzettel bekommen hatte, bei denen es auch nichts genutzt hatte, später noch Einspruch zu erheben. Ich musste sie alle drei bezahlen💰😖. Dies ist auch der Grund warum ich inzwischen auf solche ungefragten Fotosessions so allergisch reagiere. Diesmal sollte es nicht so sein. Ich wollte dieser Blockwartin und einer neuerlichen Tadelung in Form von 55 Onken, die Tage später wieder frei Haus geliefert wird – zuvorkommen. Ich hatte nichts Verbotenes getan. Ich habe auf einem Waldweg geparkt, der frei zugänglich ist und nicht verboten ist. Mehr nicht. Danach fuhr ich heim. Zuhause schrieb ich eine Mail an Hessen-Forst in W*****d. Sachlich, mit allen Details. Jetzt warte ich auf eine Antwort. Was für ein Tag. Schmierereien, ideologische Litfaßsäulen im Wald und dann noch dieses Gefühl, selbst zum Objekt geworden zu sein. Irgendwie hatte ich genug. Und doch – irgendwo war es auch schön gewesen🤩. Die 🌞Sonne schien. Gemächlich durch den Wald tigern, bisschen quatschen. Update vom 5. März: Heute, nach zehn Tagen, eine Rückantwort📬: „...vielen Dank für Ihre Nachricht an das Forstamt W*****d. Zur Einordnung der Situation habe ich bei den zuständigen Revierleitungen angefragt, und tatsächlich wurde Ihr parkendes Fahrzeug fotografiert. Gleich vorweg kann ich Ihnen versichern, dass es sich hier um ein Versehen gehandelt hat und das Bild Ihres Fahrzeugs wieder gelöscht wurde. Leider haben wir zunehmend das Problem, dass Autofahrer das Schild ‚Privatweg‘ am Winterstein ignorieren und somit immer wieder Fahrzeuge im Wald geparkt werden. Dagegen wollen wir als Forstamt vorgehen, da ein Befahren von Waldwegen gemäß § 15 Absatz 5 Hessisches Waldgesetz grundsätzlich nicht erlaubt ist. Aufgrund eines internen Kommunikationsproblems wurde Ihr Fahrzeug fälschlicherweise aufgenommen. Dieses Versehen bitte ich zu entschuldigen.“

Time

1h53m

Distance

7.49km

Speed

4.5km/h

Ascent

100m

Descent

90m

March 6, 2026

Very nice text 👍😏 It should be published in the newspaper. Maybe then some of these scribblers will actually think about it.

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January 2, 2026

#846 ☃️Vom Glück, allein loszugehen. Erste Spuren im Winterwald 2026❄️

Zu Beginn dieses Jahres wollte ich mal etwas Neues wagen. Da ich beim Wandern in der Regel eher ein Einzelgänger bin, hatte ich mich dieses Jahr dazu entschlossen, mich mal einer Gruppe anzuschließen. Es war eine Winterwanderung ausgeschrieben, und insgesamt hatten sich dort sechs Personen angemeldet: zwei Frauen und vier Männer. Wunderlicherweise war dies als "Winterwanderung" angesetzt, obwohl noch gar nicht sicher war, dass überhaupt Schnee fallen würde. Als ich am Morgen dann aus dem Fenster schaute, lag tatsächlich Schnee – also schien alles perfekt zu sein. Sogar Petrus schien sich an die Vereinbarung zu halten❄️. Am Vortag waren zwei der Leute abgesprungen. Soweit aber kein Problem. Kann ja mal passieren. Ich war trotzdem etwas aufgeregt. Für mich war es ungewohnt, in einer Gruppe zu laufen – zumal sich keiner von uns kannte. Also packte ich meine Sachen, zog Nelly🐕‍🦺 ihr Mäntelchen an und wir fuhren los🚗. Noch auf dem Weg dorthin ereilte mich dann eine Absage. Die Absage der kompletten Wanderung. Ich tippe hier mal auf eine faule Ausrede. Die Leute hätten wegen dem nächtlichen Schneefall Probleme zu dem vereinbarten Treffpunkt zu kommen. Innerlich musste ich schon beim lesen den Kopf schütteln. Da wird eine Winterwanderung ausgeschrieben, dann ist tatsächlich Winter – und plötzlich kann keiner mehr kommen weil Winter ist. Hääääää – schon irgendwie schräg, oder🤷‍♂️? Auf der Hinfahrt hatte ich einige Autos im Wald stehen sehen, und ich selbst hatte es ja auch geschafft. Die Straßen waren geräumt, frei, ja sogar abgestreut. Also: Wat is' los? Ich fuhr einfach weiter. Warum sollte ich die Segel streichen, nur weil andere nicht herbei kamen? Vielleicht sollte es ja auch so sein🤷‍♂️. Es war nur – ich hatte mir für dieses Jahr vorgenommen, mal etwas Neues auszuprobieren und dann platzte die ganze Sache zehn Minuten vor dem Start. Schräg ist ja auch – da wurde zuvor noch extra betont man solle "fairerweise" und "rechtzeitig" Bescheid geben. Und dann meldet sich der Hauptverantwortliche erst kurz vor Beginn. Sind 10 Minuten vor der Zeit auch noch im Rahmen der Rechtzeitigkeit⏱️? Aber gut. Strich drunter und Blick nach vorn. Menschen halt – zuverlässig unzuverlässig, so wie ich sie schon aus dem alten Jahr kannte und dort auch zurückgelassen habe. Und 2026? Stehen offenbar schon wieder einige von ihnen geschniegelt und gestriegelt bereit🤷‍♂️. Am Treffpunkt angekommen, lag eine wunderschöne, durchgängige, unbetretene Schneeschicht um uns herum 🌨️. Ich zog meine Jacke an, schaltete die Standheizung im Camper ein – wir wollten es uns nach der Wanderung noch etwas gemütlich machen – und tapsten los 👣. Der Wald war unser. Und wir durften die ersten Spuren legen. Herrlich 🌲. Die Schneeoberfläche funkelte ✨, die Sonne brach durch die Bäume und tauchte alles in ein wunderschönes Licht. Immer wieder gab es kleine, kurze Schneegestöber. Der Wind pfiff durch die Wipfel der Bäume, und ein Glitzern und Funkeln fiel aus dem Himmel. An manchen Stellen entstanden sogar kleine Schneetornados🌪️, andernorts kleine Schneewindräder❄️ die vor uns her rollten. Es war einfach fantastisch zu sehen, wie der Wind mit den Flocken spielte. Nelly und ich genossen diese Zeit. Das Rauschen im Wald, das Knarzen des Schnees unter den Schuhen, der frische Wind, der an unseren Backen knusperte, und diese Ruhe, die alles um uns herum ausstrahlte🕊️. Einfach herrlich. Vielleicht sollte es ja auch so sein, dass wir abermals allein unterwegs waren. Im Nachhinein denke ich, dass das völlig in Ordnung war. Ja, im Grunde bin ich sogar glücklich, dass es so gekommen ist, wie es ist. Der Druck ist raus, und so konnte ich die Ruhe wirklich genießen, meine Gedanken sortieren und Nelly beim Spielen im Wald zusehen 🐾. Keine fremde Stimmen. Keine Aufmerksamkeit. Kein Zuhören. Kein Antworten. Kein Richten. Kein Achten. Meine Wahrnehmung wäre heute sonst eine gänzlich andere gewesen – lauter und unruhiger. Nelly hatte in den letzten Tagen auch sehr unter der vielen Böllerei gelitten 💥, die uns tage- und wochenlang begleitet hatte. Abends wollte sie teilweise gar nicht mehr zur letzten kleinen Gassirunde raus. Sie stand dann nur noch in der Terrassentür und schaute mich ängstlich an. Irgendwann gab ich nach. Die letzten Abende verzichteten wir einfach komplett auf diese Runde. Heute jedoch war der erste Tag, an dem sie wieder herumrannte und spielte, so wie früher🐕❄️. Sie steckte beim laufen suchend ihre Nase in den Schnee, so wie ein kleiner Schneepflug, und jagte auch sonst wie ein kleiner Derwisch umher. Es war herrlich, ihr dabei zuzusehen – wie einem Kind, das zum ersten Mal Schnee erlebt. Unser Weg führte uns hinauf zur Kuhkopfhütte und dann über den Kuhkopfgrat hinauf zum Funkturm🗼 auf dem Steinkopf. Bis hierhin war der Schnee auf unseren Wegen völlig unbetreten und jungfräulich. Lediglich oben am Steinkopf war eine einzelne Fahrradspur zu sehen. Ein Mountainbiker🚵‍♂️ war uns hier zuvor gekommen. In Richtung des Aussichtsturms auf dem Winterstein waren unsere Spuren jedoch wieder die ersten. Da Nelly heute mal nicht mit auf den Turm wollte – sonst ist sie immer die Erste, die oben steht –, lief ich schnell hinauf, schaute in die Runde und machte ein paar Bilder 📷. Mein Blick schweifte hinüber zu meinem ehemaligen Freiluftschlafzimmer, dem Hausbergturm, über den gerade ein weiteres kleines Schneegestöber hinwegzog. Danach trabte ich die Treppen wieder hinunter. Nelly hatte sich inzwischen doch etwas hinaufgewagt und war bereits bis zum ersten Stock vorgedrungen. Umso erleichterter war sie, dass sie nicht ganz nach oben musste, und rannte bellend vor Freude wie der Wind die Treppen wieder hinunter 🐕💨. Unten wusste sie vor Freude gar nicht wohin, drehte Kreise und kasperte herum. Ich formte ein paar Schneebälle ❄️⚪, denen sie begeistert hinterherjagte. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg zum alten Forsthaus, wo unser Auto stand. Ich hatte die Standheizung eingeschaltet und wollte uns dort noch etwas zu essen🍵 machen, im Warmen sitzen und die Winterwelt um uns herum aus dem Auto heraus genießen. Als ich die Standheizung zu Beginn der Wanderung eingeschaltet hatte, überprüfte ich noch kurz den Batteriestand. Das BMS zeigte mir 80 % von 100Ah an. Also alles wunderbar. Als wir zurückkamen, war das Auto jedoch nur leicht angewärmt. Alles war aus. Kein Strom🔋❌. Offenbar hatte das BMS den tatsächlichen Wert nicht korrekt angezeigt. Anscheinend gab es einen Verbraucher, der so wenig Strom zog, dass der Messshunt das gar nicht erfasste – und der die Batterie über Tage oder Wochen langsam leergesaugt hatte. Für uns in dem Moment, und natürlich auch für die Batterie selbst, eher nicht so optimal. Aber es war nun mal so. Ich saß noch eine Weile im Auto und überlegte ob ich den Motor laufen lassen sollte um es etwas warm zu bekommen. Das erschien mir jedoch ziemlich unsinnig und so packten wir unseren Krempel zusammen und fuhren zurück nach Hause🏠, ins Warme. Das war unser heutiges Erlebnis. Es sollte eigentlich eine außergewöhnliche Tour werden – und das wurde sie auch. Nur eben anders als gedacht. Der Anfang war ungeplant, das Ende ebenso. Und trotzdem war es wunderschön. Wir waren die Ersten im neuen Jahr, die den Winterwald🌲❄️ am Winterstein betreten durften . An dieser Stelle wünsche ich euch allen ein möglichst friedliches und gesundes neues Jahr, viele gute Wege und interessante Touren ✨. Alles Liebe Dje Nyima und Nelly 🐾❄️.

Time

2h06m

Distance

8.06km

Speed

4.7km/h

Ascent

160m

Descent

150m

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January 3, 2026

Thank you for this wonderful description. Wishing you a healthy and happy year with great experiences.

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went for a hike.

December 1, 2025

#845 LP Hof Roßbach bei Wallau

Nach der zweiten, diesmal aber sehr ruhigen und eisig kalten Nacht, haben Nelly🐕‍🦺 und ich uns heute auf die vorerst letzte Komoot-Etappe unserer kleinen Reise gemacht. Unser nächster Stopp: Wallau – genauer gesagt ein Lost Place mit langer Geschichte, der Hof Roßbach. Nachdem wir dort einen Parkplatz gefunden hatten liefen wir ein paar Kilometer durch stillen Wald🌲, bis Nelly plötzlich extrem aufmerksam wurde. Sie blieb immer wieder stehen, lauschte, ging ein paar Schritte, blieb erneut stehen und suchte die Gegend ab. Ich konnte gar nicht zuordnen, was sie da hörte. Ein paar Meter weiter vernahm ich auch etwas. Erst dachte ich an ein Flugzeug✈️, dann an ein Auto🚗 – aber nein. Erst als wir um eine Kurve kamen, sah ich, was sie schon längst gespürt hatte: diese riesigen Windräder, die hier im Wald standen. Obwohl die Anlagen noch mehrere hundert Meter entfernt waren, klangen sie, als stünden sie direkt vor uns. Es waren diese Räder dort oben am Hang, die Geräusche von sich gaben, die nichts mehr mit Natur zu tun haben. Ein tiefes, vibrierendes Dröhnen, das in den Boden wandert wie ein Motor unter der Erde. Ein mechanisches Brummen, das niemals zur Ruhe kommt. Dazu ein dumpfes Grollen, das man eher fühlt als hört. Und oben an den Spitzen dieser Räder dieses Pfeifen, als würde ein dünner Draht durch die Luft schneiden. Zwischendurch klingt es auch irgendwie wie eine Waschmaschine im Schleudergang, irgendwo im Keller. Dann wieder wie ein stetes Rauschen, das sich über die ganze Landschaft legt. Nelly hatte dies schon lange vorher vernommen, wurde dadurch so unruhig und schaute ständig in Richtungen, die für mich noch leer waren. Da wurde mir klar, wie weit diese Töne in den Wald hineinreichen, in Lebensräume, die eigentlich still sein sollten🌿. Und da kam mir ein Gedanke: Früher hat man um jeden Baum gekämpft🌳 – um jeden Wurm, Käfer, Fledermaus, jeden Salamander und jede Maus. Heute stellt man diese Industriebauten mitten in die Wohnstube dieser Tiere und nennt es Fortschritt⚙️. Mir wird verboten, abends in Waldgebieten zu laufen, um das Wild nicht zu stören. Aber dieses Dröhnen, dieses Dauerrauschen – das soll dann keine Rolle spielen? Vielleicht liege ich daneben. Kann sein. Aber viele, die mir erklären wollen, wie notwendig das alles sei, liegen vermutlich genauso daneben – vielleicht sogar noch weiter. Und irgendwann wird man merken, dass dieser Weg keine Zukunft gebaut hat, sondern nur Müll hinterlassen wird – in den Wäldern, auf den Feldern und in unseren Böden. Ein Klangerlebnis davon gibt es in dem Video im Kommentarfeld. Hört dort selbst mal rein. Und damit Thema beendet🫸🛑. Wir zogen weiter, ließen diese hässlichen Industrieanlagen hinter uns und näherten uns Hof Rossbach. Das erste Gebäude war eine alte Scheune🏚️. Das Tor stand offen, ich zog es auf – drinnen lag noch jede Menge Heu. Zwischen den Ballen stand ein kleiner alter Ofen🔥. Ich schloss es wieder und ging zum nächsten Tor. Es wirkte verriegelt, aber der Riegel war offen. Ich drehte ihn zur Seite, öffnete – und glaubte es fast nicht: Noch ein alter Herbie. Schon wieder ein VW-Käfer, der hier vor sich hin gammelt🚙. Erstaunlich, wie viele solcher Fahrzeuge an vergessenen Scheunen auftauchen. Schade drum. Ein weiteres Gebäude wurde früher vom Fischereiverein aus Breidenbach genutzt. Und etwas weiter stand jenes Haus, auf das ich durch jemand anderen aufmerksam geworden war – eigentlich der Grund für meine Tour heute. Innen recht unspektakulär, aber mit einer sehr interessanten Geschichte📚. Ich werde dazu zwei Versionen posten: eine Kurzfassung für alle – und darunter eine ausführliche für die, die mehr erfahren möchten. Damit endet für heute mein kleiner Bericht✨. Die nächsten Orte die wir auf unserer weiteren Reise noch aufsuchen werden dokumentiere ich bewusst nicht, denn sie gehören zu meiner privaten Vergangenheit – und manches darf auch dort bleiben. Ich hoffe, der Ausflug war für euch ein wenig interessant. Alles Liebe – und gute Wege euch allen🚶‍♂️💕 ******** 𝑲𝒖𝒓𝒛𝒇𝒂𝒔𝒔𝒖𝒏𝒈 𝒛𝒖𝒎 𝑳𝑷 𝑯𝒐𝒇 𝑹𝒐ß𝒃𝒂𝒄𝒉 ******** 𝐇𝐨𝐟 𝐑𝐨ß𝐛𝐚𝐜𝐡 – 𝐕𝐞𝐫𝐠𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧𝐞𝐫 𝐇𝐨𝐟 𝐢𝐦 𝐇𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐥𝐚𝐧𝐝 Der Hof Roßbach ist eine der ältesten und zugleich verborgensten Siedlungsstellen im Biedenkopfer Hinterland. Er liegt einsam im Tal des kleinen Roßbachs, zwischen Breidenstein, Wallau und den Hängen des Schwarzenbergs – weit ab von den heutigen Wegen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 14. Jahrhundert. Spätere Quellen nennen im Jahr 1412 sogar ein „Schloss und Hof Roßbach“, das damals im Besitz der Herren von Breidenbach zu Breidenstein stand. Über Jahrhunderte war der Hof ein abgelegener Außenposten dieser Adelsfamilie und verfügte zeitweise über eine stattliche Flur von mehr als 200 Hektar. Im 16. Jahrhundert wurde der Hof erneut erwähnt, als Landgraf Philipp einen Kaufmann – den sogenannten „Biedenkapper“ – 1557 mit dem Hof Roßbach belehnte. Dadurch geriet der Hof für kurze Zeit in landesherrliche Verwaltung, bevor er wieder in den Breidenbacher Besitz zurückging. Bis 1919 galt der Hof als „gemeindefrei“, also keinem Dorf offiziell zugeordnet. Erst danach fiel er verwaltungstechnisch der Gemarkung Breidenstein zu. ******** 𝑳𝒂𝒏𝒈𝒇𝒂𝒔𝒔𝒖𝒏𝒈 𝒛𝒖𝒎 𝑳𝑷 𝑯𝒐𝒇 𝑹𝒐ß𝒃𝒂𝒄𝒉 ******** 𝐃𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐇𝐨𝐟𝐞𝐬 𝐑𝐨ß𝐛𝐚𝐜𝐡 – 𝐄𝐢𝐧 𝐚𝐛𝐠𝐞𝐥𝐞𝐠𝐞𝐧𝐞𝐫 𝐀𝐮ß𝐞𝐧𝐩𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐢𝐦 𝐇𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐥𝐚𝐧𝐝 Der Hof Roßbach gehört zu den ältesten und zugleich rätselhaftesten Siedlungsstellen im Biedenkopfer Hinterland. Wer heute die verfallenen Gebäude mitten im Wald sieht, kann kaum erahnen, dass dieser unscheinbare Ort einmal eine eigene kleine Welt war – politisch, wirtschaftlich und sogar sozial abseits der umliegenden Dörfer. Frühzeit: Erste Erwähnung im 14. Jahrhundert Die ältesten Spuren führen zurück in die Zeit um 1358, als ein Ort oder ein Bach namens Roßbach erstmals in Urkunden auftaucht. Das deutet darauf hin, dass es hier bereits im Hochmittelalter eine bewirtschaftete Fläche oder zumindest eine genutzte Waldstelle gab. Der Name selbst verweist auf einen Bach, an dem vermutlich Pferde („Ross“) getränkt wurden oder der nach wilden Pferden benannt war – eine typische mittelalterliche Benennung. 1412: „Schloss und Hof Roßbach“ Spätestens im frühen 15. Jahrhundert nimmt die Geschichte Fahrt auf. Eine Quelle von 1412 erwähnt „Schloss und Hof Roßbach“ – eine Formulierung, die Historiker stutzt. Ein „Schloss“ im wörtlichen Sinne dürfte es nicht gewesen sein; eher ein befestigter Gutshof oder ein herrschaftlicher Wirtschaftssitz, wie sie im Hinterland häufiger vorkamen. Zu dieser Zeit gehörte Roßbach nachweislich den Herren von Breidenbach zu Breidenstein, einer der wichtigsten Adelsfamilien der Region. Ihr Stammsitz, die Burg Breidenstein, liegt nur wenige Kilometer entfernt. Man darf davon ausgehen, dass Roßbach als Außenhof, als Jagdposten oder als landwirtschaftlicher Versorgungsstützpunkt diente. Ein großer, aber isolierter Besitz Die historische Literatur erwähnt, dass der Hof im frühen 19. Jahrhundert eine Fläche von rund 221 Hektar umfasste – für einen Einzelhof im Hinterland ungewöhnlich groß. Das erklärt auch, warum Roßbach über Jahrhunderte ein eigenständiges Gebiet blieb: • kein Dorf • kein Kirchspiel • keine Einbindung in eine Ortsgemeinschaft Bis 1919 war Roßbach tatsächlich „gemeindefrei“, also eine Art herrschaftlicher Sonderbezirk im Staatsgebiet. Das war im damaligen Hessen extrem selten und zeigt, welche Sonderrolle der Hof hatte. 1557: Der „Biedenkapper“ und eine kuriose Belehnung Ein besonders interessanter Punkt ist das Jahr 1557. Landgraf Philipp von Hessen belehnte damals einen Kaufmann – den sogenannten „Biedenkapper“, der mit Antwerpen Handel trieb – mit dem Hof Roßbach. Warum ausgerechnet Roßbach? Wahrscheinlich aus politischer Dankbarkeit: Der Mann hatte der Landgrafschaft mit Handelsgeschäften gedient. Der Landgraf schenkte ihm nicht nur die Nutzung des Hofes, sondern erlaubte ihm gleichzeitig, 1000 Kleider zollfrei aus Hessen auszuführen. Es war also eine Mischung aus Belohnung, Wirtschaftsförderung und Patronage des Landesherrn. Diese Belehnung dauerte aber nicht lange. Der Hof fiel später wieder an die Herren von Breidenbach zurück. 17.–19. Jahrhundert: Landwirtschaft im Abseits Über die Jahrhunderte hinweg blieb Roßbach ein abgelegener Wirtschaftshof, der vermutlich: • Weidewirtschaft • Holzwirtschaft • Jagdnutzung • und zeitweise Viehhaltung betrieb. Die Lage mitten im Wald spricht gegen intensiven Ackerbau; dafür aber für großflächige Weiden und Waldwirtschaft. Der Hof war bewohnt, aber die Hofstelle blieb klein. Es entstanden niemals Strukturen eines Weilers oder Dorfs – Roßbach blieb das, was es war: ein Außenposten, der von wenigen Menschen betrieben wurde. Nach 1919: Ende der Sonderrolle Erst nach dem Ende des Kaiserreiches und den Verwaltungsreformen der Weimarer Republik wurde der Hof offiziell der Gemarkung Breidenstein zugeschlagen. Damit endete seine jahrhundertelange Sonderstellung. Doch auch danach blieb Roßbach abseits vom öffentlichen Leben – kein eigener Haushalt, kein Gemeindewesen, keine Infrastruktur. 20. Jahrhundert bis heute: Aufgabe und Verfall Irgendwann im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde der Hof aufgegeben. Die Gründe sind nicht dokumentiert, aber typisch für die Region: • schwere Bewirtschaftung • kaum Zufahrtswege • geringe Erträge • Wandel der Land- und Forstwirtschaft • Abwanderung in die Täler Heute stehen auf dem Gelände noch drei Gebäude – verwittert, mit teilweise eingestürzten Dächern und Mauern. Das Gelände wird gelegentlich von Forst, Jägern oder Jugendgruppen genutzt; 1995 fand hier sogar das Zeltlager der Stadtjugendfeuerwehren statt. Für Wanderer und Fotografen ist der Hof heute ein klassischer Lost Place: zugänglich, aber verborgen; geschichtsträchtig, aber unspektakulär; ein Ort, der eher durch seine Stille als durch sichtbare Relikte wirkt. Was bleibt: Ein Stück vergessener Hinterlandgeschichte Der Hof Roßbach ist ein Beispiel dafür, wie sehr kleine Orte im Hinterland eine eigene, fast abgeschlossene Lebensgeschichte führen können. Er war nie ein Dorf, nie ein Mittelpunkt – eher ein Randphänomen, aber eines von erstaunlicher Dauer. Vom Mittelalter bis weit ins 20. Jahrhundert wurde hier gearbeitet, gejagt, gewohnt und gelebt. Heute liegt Roßbach verlassen im Wald, schweigsam und halb überwuchert – ein Stück Geschichte, das sich nur noch in Spuren zeigt.

Time

2h17m

Distance

6.42km

Speed

4.6km/h

Ascent

170m

Descent

170m

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December 4, 2025

Here's the video from this place.



Listen for yourself:

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November 30, 2025

#844 Ein fauler Sonntag im Nebelwald🌫️🌲

Nachdem ich heute Morgen in einem anderen Bericht hier auf Komoot mit Anja geschrieben hatte und darin erwähnte, dass ich mir gut vorstellen könnte, einfach mal einen ganzen Tag faul im Bett liegen zu bleiben – hier im Wald, eingekuschelt, nur aus dem Fenster schauen, dem Nebel beim Vorüberziehen oder den Regentropfen beim Fallen zusehen –, kam mir ein Gedanke: Warum eigentlich nicht? Wenn ich keine Zeit habe, wer dann🤷‍♂️? Also habe ich meine Planung für die restliche Tour kurzerhand über den Haufen geworfen und beschlossen, noch einen Tag hier oben zu verbringen. Nach einer anfangs etwas unruhigen Nacht, mit den seltsamen Geräuschen und anderen Sonderbarkeiten, die sich hier abgespielt hatten, haben wir dann doch erstaunlich gut geschlafen. Ich war kurz nach sechs Uhr das erste Mal wach und fasste spontan den Entschluss, mich schnell mal hinter dem Fahrzeug abzuduschen. Bei vier bis fünf Grad Außentemperatur… sagen wir mal: sehr, sehr erfrischend❄️🚿🥶😄. Danach habe ich mich fix abgetrocknet, bin ins Auto gehuscht und gleich wieder ins warme Bett gekrochen. Erst nach zehn Uhr sind wir dann erneut aus dem Bett gefallen. Nach einem kleinen Frühstück schnürten wir die Wanderschuhe und drehten eine kurze Runde um die Sackpfeife. Der Nebel hatte sich etwas gelichtet, war nicht mehr ganz so dicht wie in der Nacht, und stellenweise konnte man überraschend weit schauen.🌁 Die großen, stählernen Halteseile, die bis hinauf zur Turmspitze reichen, verschwanden irgendwo da oben im Nebel. Der Turm selbst löste sich immer wieder völlig im Grau auf, verschwand für ein paar Sekunden und tauchte dann plötzlich wieder aus dem Schleier auf. Und als er wieder einmal halb im Dunst versank, kam mir der Gedanke, als wären das gar nicht die Seile, die den Turm halten, sondern jene, die den grauen Himmel über uns festzurren. Eine seltsame, aber passende Illusion. Es sah tatsächlich so aus.🌫️ Wir liefen weiter und schauten, was es sonst noch zu entdecken gab: eine wunderschöne Solitärlärche in herrlichem Licht🌞, ein paar hübsche Pilze🍄 und auch ein kleines lustiges Holzgesicht, mit Liebe in einen alten Stumpf geschnitzt, das mitten auf unserem Weg auf uns wartete🙂. Der Kaiser-Wilhelm-Turm war – wie schon bei unserem letzten Besuch – weiterhin komplett eingerüstet und in Restaurierung. Wir machten noch einen Schlenker zur Auerhahnhütte und stiefelten schließlich wieder zurück zum Auto. Einfach ein schöner, gemächlicher Sonntag. Keine Hektik, kein Stress. Nur die Seele baumeln lassen💆‍♂️🍃. Auch mal was Schönes. 😃

Time

1h29m

Distance

5.15km

Speed

4.5km/h

Ascent

100m

Descent

110m

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November 30, 2025

Hey Dje Nyima, I'm so happy you're sharing your adventures with us! ✌️😀 I've really missed it. You always write so engagingly... You don't know me, but I think we bumped into each other at the Sauerbrunnen spring in Bonn-Schwalheim. You were there with a woman, I believe, and also with a dog. So, all

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went for a hike.

November 29, 2025

#843 Nachtlager auf der Sackpfeife

Wir sind heute Abend auf der Sackpfeife eingedrudelt und ich habe mir direkt einen Platz ganz hinten in der letzten Ecke ausgesucht, fernab vom großen Parkplatz ❄️. Beim Ankommen war es schon schneidend kalt. Schneereste lagen herum, und wie schon zuvor in Allendorf hing ein dichter, kalter Nebel in der ganzen Gegend 🌫️. Ich machte nur einen kurzen Spaziergang mit Nelly, um die Lage zu sondieren. Gleich fiel mir auf, dass hier massenhaft Wildschweine unterwegs sind. Nicht nur das Warnschild auf der Zufahrtsstraße, nein, ich konnte es mit eigenen Augen sehen, was diese Tiere hier anrichten. Ein ganzer Hang war förmlich umgepflügt, als wäre er ins Rutschen geraten. Auch der Zugang zum Spielplatz und der Spielplatz selbst sahen aus, als wäre ein Bauer mit der Egge darüber gefahren 🐗. So etwas habe ich in diesem Ausmaß noch nicht gesehen. Selbst die hintere Skiwiese war fast komplett umgegraben und verschlampt. Also machten wir direkt wieder Kehrtwende und gingen zurück zum Auto. Dort bekam Nelly ihr Fresschen und ich kochte mir selbst etwas zum Abendessen. Und schwupps war es schon wieder dunkel. Die Tage sind mittlerweile schier unglaublich kurz. Ich habe keine Ahnung, ob wir mittlerweile Neumond haben oder nicht, aber es war ruckzuck rabenschwarz draußen 🌑. Der Nebel zog sich inzwischen noch dichter zusammen 🌫️. Ich wollte eine Mülltonne bei diesen zwei Sitzgelegenheiten finden, die man auf den Bildern erkennen kann, aber es war schlicht unmöglich. Der Nebel war so dicht, dass ich von der einen Sitzbank die zweite schon nicht mehr erahnen konnte. Und der Weg zurück – wäre da nicht der Teerweg gewesen – hätte ich erst einmal ziemlich ratlos dagestanden, obwohl das Auto nur ein paar Meter von mir entfernt stand. Die Sicht lag zeitweise bei vielleicht vier Metern. Unglaublich 👀. Also zurück ins Auto. Drinnen war es inzwischen richtig gemütlich warm. Unser Thermometer stand bei guten 25 Grad und ich konnte im T-Shirt sitzen. Nach dem Essen bin ich noch einmal raus, um das Geschirr abzuwaschen. Dort, allein in Dunkelheit und Nebel, hörte ich Schreie. Und ich kenne viele Geräusche der Nacht, aber das hier klang definitiv wie schreiende Kinder – etwas, das in dieser Atmosphäre schier gespenstisch wirkte 👻. Dazu kamen immer wieder Geräusche hinter mir. Es klang, als ob jemand den Weg herabkäme: Schritte im Kies, Knirschen unter Schuhen. Ich leuchtete mehrfach mit der Stirnlampe in diese Richtung, aber es war zwecklos. Nur weiße Wand, Nebel – und dieses Gefühl, beobachtet zu werden. Das kannte ich draußen eigentlich gar nicht von mir. Aber hier lag irgend etwas Seltsames in der Luft 🌫️🕯️. Als es fast schon dunkel war, kamen noch zwei Autos angefahren und parkten nur zwei Plätze neben mir. Ich sah ihre Lichter. Was ich wie immer sonderbar finde: so viel Platz – und doch stellen sie sich daneben 🚗. Ich konnte nicht erkennen, ob jemand ausstieg, hörte nichts, sah nichts. Und als ich das nächste Mal draußen war, waren sie plötzlich wieder verschwunden. So schnell wie sie gekommen waren - so schnell waren sie auch wieder weg. Keine Geräusche, kein Motor, nichts. Einfach weg. In meinem Auto habe ich hinten einen kleinen Abstandshalter, um einen Spalt Frischluft bei den hinteren Türen zu bekommen. Die Türen sind damit so weit offen, dass theoretisch jemand mit der Handfläche hineinlangen könnte, aber es ist natürlich abgeschlossen. Nelly lag neben mir und schlief. Während ich Bilder sortierte und Texte schrieb, schreckte sie 🐕 plötzlich hoch und starrte genau in diesen unteren Schlitz unter dem Vorhang, wo die Türritze ist. Beim zweiten Mal sogar noch energischer. Irgendetwas hatte sie wahrgenommen – ein Geruch, ein Geräusch, wer weiß. Und dieses Gefühl war wieder da, dieses leise Unbehagen im Bauch 👀. Ich nahm meinen Mut zusammen, öffnete die Türe und lief einmal ums Auto herum. Ich leuchtete in jede Richtung und hoffte auf reflektierende Tieraugen, aber nichts. Einfach nur Nebel. Tiefer, dichter, lautloser Nebel 🌫️. Wer weiß, was das alles für Seltsamkeiten waren. Kennt noch jemand den Film "The Fog - Nebel des Grauens"? Vielleicht waren auch hier die Klabautermänner unterwegs. Wer weiß 😂. Wir machen uns jetzt auf alle Fälle langsam bettfertig, legen uns hin und hoffen auf eine ruhige Nacht 🌙✨. Der Tag war lang genug und ich bin auch schon sehr müde. Guats Nächtle - ihr da draußen 😴💤🐑. 🙋‍♂️

Time

0h13m

Distance

200m

Speed

3.2km/h

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November 30, 2025

That sounds really creepy. How was your night? Did you sleep well?



I'm looking forward to your next report.

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November 29, 2025

#842 Die 🏚️ Kämmersmühle - Geschichten aus dem Nebel der Vergangenheit

Von der Kämmersmühle bei Allendorf-Eder habe ich das erste Mal von André und Sandra G. erfahren, als sie diese Mühle besucht hatten. Von außen wirkte sie wirklich ansprechend, fast schon einladend. Also speicherte ich sie mir für später ab – und heute war dieser Besuch. Vielen Dank nochmal an euch zwei Abenteurer🙌. Und nun zur Mühle selbst. Die Kämmersmühle wurde erstmals 1484 urkundlich erwähnt. Am 24. März 1484 soll der damalige Komtur der Wiesenfelder Johanniter das Anwesen an einen Röddenauer Bürger namens Hens Kämmerer verkauft haben, dessen Name nun in der Mühle weiterlebte. Über die Jahrhunderte hinweg wechselten die Besitzer mehrfach. Die Mühle war offenbar nie eine Bannmühle, also nicht für alle Dorfbewohner vorgeschrieben. Das schränkte ihre Bedeutung ein. Am 7. Juni 1914 brannte die Mühle bis auf die Grundmauern ab. Danach wurde sie neu aufgebaut: ein zweigeschossiges Wohnhaus, ein eingeschossiges Mühlengebäude und ein Stall. Das Wohnhaus besitzt ein Fachwerk-Obergeschoss, dass das Erscheinungsbild bis heute prägt. Damit ist die Kämmersmühle klar als historisches Gebäude mit wechselvoller Geschichte im Denkmalregister verzeichnet. Später gesellte sich noch ein kleines Häuschen oberhalb dazu. Im Jahr 2019 gab es dann erneut einen Brand in einer Scheune. Die Polizei ging damals von Brandstiftung aus. Der Hauptmühlbereich blieb jedoch verschont. Heute steht alles leer. Und genau das macht diesen Ort für mich so spannend. Als Nelly und ich dort ankamen - über einen kleinen verwunschenen Feldweg, der fast parallel zum oberhalb verlaufenden Radweg führt - wirkten die Gebäude, als würden sie die letzten Atemzüge eines Ortes bewachen, den es längst schon nicht mehr gibt🐾🌾. Ich freue mich an solchen Orten immer wie ein kleines Kind, wenn irgendwo noch etwas Interessantes zu finden ist. Und tatsächlich - in der Scheune stand ein Traktor. Oder besser gesagt: das, was von diesem Traktor noch übrig blieb, während die Jahre ihre Steuern eintreiben. Ein paar Blechteile, Rost, ein Hauch von frühem Motorenstolz🚜. Die Mühle selbst nahm ich mir natürlich genau vor - und Nelly gleich mit. Drinnen fand ich einige dieser typischen Mühlenelemente: große Zahnräder, alte Riemen, diese urige Technik, die mich immer wieder fasziniert. Rau und ursprünglich. Nachdem wir dort alles begutachtet hatten, gingen wir hinüber zum Wohnhaus. Dort mussten wir sehr aufpassen: Einige Stufen der Treppe waren schon komplett weggebrochen, andere sahen auch nicht besonders vertrauenerweckend aus. Trotzdem schafften wir es vorsichtig bis in die oberen Stockwerke. Dort oben roch es nach altem Holz, Staub und Vergessen - dieser typische Lost-Place-Geruch, der überall derselbe ist🕸️. Unter dem Dach fand ich wieder Dinge, die ich schon vom letzten Mühlen-Lost-Place kannte: einen alten Räucherschrank, eine Schreibmaschine und ein paar alte Vogelgebauer🐦. Es ist schon erstaunlich, wie ähnlich sich Mühlen am Ende doch sind. Als wir alle Räume durchstöbert und unsere Fotos gemacht hatten, stiegen wir hinauf zu dem kleinen oberhalb liegenden Häuschen. Für eine reine Gartenhütte war es zu groß. Keine Ahnung, für was dieses Haus einmal war. Im Eingangsbereich war der Boden schon durchgebrochen. Man konnte direkt in den Keller hinabschauen - eine Einladung, die ich dankend ausgeschlagen habe. Nelly natürlich auch. Sie wartete draußen, während ich vorsichtig über die Bruchstelle sprang, um in die dahinterliegenden Räume zu kommen🏚️🐕. Trotz des Verfalls hatte dieser Ort etwas Warmes. Etwas, das mich nicht ganz loslässt. Vielleicht, weil ich auch hier spüre, wie viel Leben einmal auf diesem Hof war. Ich kann es förmlich immer noch fühlen. Anschließend wollten wir noch zu einem alten Weltkriegsdenkmal, hinüber in den gegenüber liegenden Wald, das vor kurzem restauriert und wieder zugänglich gemacht wurde. Doch genau in diesem Moment setzte ein ekliger Regen ein - feuchtkalt, zusammen mit einem Nebel, der die Welt fast schon ausradierte🌧️🌫️. Doch - hier versperrte ein hoher Metallzaun am Radweg den Durchgang auf die andere Straßenseite. Und dort, wo eine Öffnung war, spannte sich ein Weidezaun entlang der Straße😳🤷‍♂️. Offenbar haben sie hier eine Menge Probleme mit Wildtieren🐗. Doch bei diesem Wetter hatte ich keinerlei Lust, an einem möglicherweise noch stromführenden Zaun herumzuhantieren. Also kehrten wir um. Manchmal ist Klugheit eben der bessere Begleiter als Abenteuerlust😉. Zurück zum Auto, kurz etwas essen - und dann machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Nachtlager: der Sackpfeife bei Biedenkopf. Ein weiterer Tag voller Nebel, Regen und alter Geschichten. Perfekt, um die Welt mit anderen Augen zu sehen✨.

Time

0h41m

Distance

1.05km

Speed

3.5km/h

Ascent

10m

Descent

0m

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November 30, 2025

I can relate to your story. How did people live and work there? Seeing an actual historical document with a date stamp (the trade journal for beekeepers) certainly intensifies these feelings.

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November 29, 2025

#841 Der M47 Patton Panzer im Burgwald

An unserem zweiten Ziel für heute angekommen, konnten wir unser nächstes Highlight schon nach wenigen hundert Metern durch die Bäume erkennen: ein alter M47 Patton-Panzer, völlig verwittert und halb im Boden steckend. Ein Hartziel aus der frühen Übungszeit der Bundeswehr. Früher sollen hier sogar zwei von diesen Dingern gestanden haben, aber einer wurde irgendwann abtransportiert. Dieser hier ist der letzte. Zwischen 2006 und 2011 liefen bei der Bundeswehr zahlreiche Programme, bei denen alte Hartziele, Stahlreste, Schrott auf Übungsplätzen sowie Munition und Trümmer großflächig beseitigt wurden. In dieser Zeit verschwanden in Deutschland hunderte Panzerwracks, Schießstände und auch Zielmittel. Der Burgwald gehörte nachweislich zu den Gebieten, in denen damals – laut Altlastenkataster Hessen – ebenfalls aufgeräumt wurde. Wenn ich den Zeitraum noch enger fassen müsste, würde ich sogar auf 2008 bis 2010 tippen. In dieser Zeit dürfte der zweite Patton wohl abgeholt worden sein. Der M47 war ein amerikanischer mittlerer Panzer aus den 50ern: knapp 46 Tonnen, fünf Mann Besatzung, eine 90-Millimeter-Kanone und rund 800 PS, die er aus einem durstigen Benzinmotor zog. Für die junge Bundeswehr war das damals die erste Berührung mit moderner Panzertechnik nach dem Krieg. 1956, beim Wiederaufbau der Bundeswehr, war der M47 das erste richtige Kampfpanzer-Modell, das man überhaupt hatte. Deshalb findet man ihn heute noch auf manchen alten Übungsplätzen ⚙️. Später nutzte man diesen Patton nur noch als Zielobjekt – Annäherung, Deckung, Stellung, das Übliche eben. Überall im Wald finden sich noch Gräben und Reste aus dieser Zeit 🌲. Heute gammelt er still vor sich hin und wird langsam von der Natur zurückgeholt. Trotzdem finde ich ihn beeindruckend, so wie er da steht. Auch wenn er innen schon komplett ausgehöhlt ist, bekommt man doch eine Ahnung davon, wie es gewesen sein muss, in so einem Stahlungetüm zu sitzen. Man kann sich kaum vorstellen, im Sommer in dieser Sardinenbüchse zu braten oder im Winter halb zu erfrieren. Dann der Lärm, der Gestank – und die ständige Gefahr, dass dieses Stahlmonster jederzeit zum eisernen Sarg werden kann. Ich mag es mir eigentlich gar nicht vorstellen 🥶🔥.

Time

1h19m

Distance

2.90km

Speed

4.5km/h

Ascent

30m

Descent

20m

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November 29, 2025

Impressive photos.

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