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Soweit die Räder tragen/ Tag #198 - Smog über Ulaanbatar und ein glücklicher Teenager
Soweit die Räder tragen/ Tag #198 - Smog über Ulaanbatar und ein glücklicher Teenager
abgefahren...! went for a bike ride
October 6, 2026 at 01:42
03:04
41.1km
13.4km/h
37.8km/h
270m
340m
Garmin Edge Explore 2
Wir verlassen unsere kleine Holzhütte gegen halb zehn nach einem wohlig warmen Frühstück. Unser Gastgeber hatte uns die ganze Zeit im Auge. Eine Mischung aus Neugier und Aufdringlichkeit. Ein Freund kommt noch vorbei und will auf russisch etwas plaudern. Er verabschiedet sich herzlich und schulterzuckend von uns: Diesen Deutschen kann man nicht helfen! Mit den Fahrrädern unterwegs!!!Die Strasse führt geradewegs nach Ulaanbatar, nach ein paar Kilometern erreichen wir schon die Stadtgrenze. LKWs mit Schafen, Pferden, Ziegen überholen uns zu Hauf. Bald sehen wir auch warum: Schlachthöfe reihen sich an der Straße, wir sehen LKWs voller Felle, manche liegen auf dem Boden. Wir sehen Berge von unbehandeltem Leder in Höfen liegen, auf grossen Freiflächen liegen Fleischstücke, Tierknochenhaufen, die Luft richt nach Tier. Kaschmirfabriken kommen dazu, Schrottplätze, Tankstellen, Supermärkte. Der Verkehr nimmt stetig zu, wie der Smog. Der Staub einer Großstadt legt sich auf uns, wir spüren es sogar beide im Hals. Die Autofahrer sind sehr aufmerksam und auch die Bewohner empfangen uns freundlich, hier und da gibt es ein Lächeln. Michael lotst uns wunderbar durch die Straßen am Hauptplatz der Hauptstadt vorbei zu unserem Airbnb. Bei einem koreanischen Restaurant essen wir hervorragend. Es gibt derer viele in der Stadt. Aber die wichtigste Mission des Tages steht uns noch bevor: das gefundene Handy muss zu seinem Besitzer zurück gebracht werden. Wir sind um 18h an der Chinggis Khaan Statue am Sükhbaatar Square verabredet. Wir warten, schauen uns um, genießen das goldene Licht des Sonnenuntergangs, bestaunen die Gebäude aus verschiedenen Epochen am Platz...da kommen zwei Jungs auf uns zu. Es gibt nicht viel zu besprechen, da sie kein Englisch sprechen und wir kein Mongolisch. Der glückliche Handybesitzer will uns noch Geld in die Hand drücken, was wir natürlich strickt ablehnen. Wir verabschieden uns und kurze Zeit später erreichen uns noch Worte des Dankes auf Michaels Handy. Wir sind gerührt und schleichen über einen Blumenladen ( drei Nelken werden unseren Wohnraum die nächsten Tage schmücken) und einem Supermarkt nach "Hause" aufs Sofa.
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (1,450 m)
Lowest point (1,250 m)
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