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Sarah went for a bike ride
October 4, 2026 at 02:39
06:50
97.8km
14.3km/h
44.8km/h
1,400m
1,090m
Der Tanglang La gehört zu den höchsten Pässen der Welt. Ab 4’500 m ü. M. wird die Luft spürbar dünner.
Mit jedem Höhenmeter wird das Denken schwieriger. Das Hirn fühlt sich an, als wäre es in Watte gepackt, manchmal schaukelte alles etwas. Ein Gefühl, welches ich noch nie zuvor verspürt hatte.
Wir waren froh um die Akklimatisierungstage davor. So verlief der Aufstieg problemlos und gegen Mittag erreichten wir den Pass.
Die anschliessende Abfahrt in Richtung More Plains war wunderschön. Die farbenprächtigen Berge, die fast leeren Strassen und die warme Sonne machten die Fahrt zu einem perfekten Erlebnis.
Bevor wir die More Plains erreichten, legten wir in einem Dhaba einen Mittagshalt ein. Dhaba bedeutet auf Hindi so viel wie Restaurant, in diesen abgelegenen Gegenden muss man sich darunter allerdings eher ein einfaches Hüttchen vorstellen.
Im hinteren Teil leben oft die GastgeberInnen, vorne werden die Gäste bedient. Nicht selten kann man dort, wo tagsüber gegessen wird, nachts auch übernachten, für umgerechnet gerade einmal zwei Franken auf einer gepolsterten Sitzbank, eingewickelt in Decken.
Es ist diese Einfachheit, die den besonderen Charme ausmacht.
Und es ist beeindruckend, was auf dieser Höhe alles gekocht wird: frisches Gemüse, Fried Rice oder Dal, direkt vor unseren Augen zubereitet. Dazu gehört natürlich ein kräftig gesüsster Masala Chai, der die nötige Energie für den weiteren Tag liefert.
Gestärkt machten wir uns auf den Weg durch die More Plains. Das weitläufige Hochplateau ist geprägt von wilden Pferden und einem unglaublichen Farbenspiel der umliegenden Berge. Die endlose Weite lässt einen fast vergessen, dass man sich im Himalaya befindet, stattdessen fühlt es sich an, als würde man durch eine Wüste radeln.
Den krönenden Abschluss dieses ohnehin schon perfekten Tages bildeten die dünenartigen Sandformationen, die uns beinahe an Landschaften wie in Afghanistan erinnerten.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir Pang, ein kleines Dorf und eines der höchsten Militärcamps der Welt auf 4’600 M.ü.M. Die Nacht sollte zur bisher herausforderndsten werden, denn auf dieser Höhe hatten wir zuvor noch nie übernachtet.
Ein kleines, einfaches Hüttchen spendete uns die nötige Wärme. In der Nacht wurde das Wasser und Strom abgestellt.
Es war eine unglaubliche Erfahrung.
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