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Schloss Brasschaat - Kalmthoustse Heide oder „Savanne und Heidelandschaft“ Tour
Schloss Brasschaat - Kalmthoustse Heide oder „Savanne und Heidelandschaft“ Tour
Olivers Reisen and Kettin went gravel riding
September 24, 2026 at 08:29
03:16
64.9km
19.9km/h
38.0km/h
40m
50m
Wahoo ELEMNT ROAM v2
Wir sind auf Safari,
wir schießen ja nur Fotos,
denn wir mögen Tiere,
hier und überall“
(Safari von Freddy Fischer & His Cosmic Rocktime Band)
Unsere Tour startete am Schloss Brasschaat im gleichnamigen Ort. Die Parkanlage ist weitläufig, und auf dem Rückweg machten wir dort noch einen kleinen Schlenker. Von morgens bis abends wird der Park von Spaziergängern, Wanderern und Läufern genutzt – überall herrscht reges Treiben.
Wir wollten jedoch in die Kalmthoutse Heide. Also fuhren wir zunächst aus Brasschaat hinaus und anschließend durch Wälder, Parks und Felder. Dabei wechselten sich Schotterwege und Asphalt ab. Die Sonne zeigte sich schon früh, hüllte uns in angenehme Wärme und tauchte die Landschaft in ein schönes Licht.
Bevor es in die Heide ging, stärkten wir uns noch mit einem Kaffee in Heide – diesmal nicht in Heide in Holstein, sondern in Heide in Belgien.
Nun ging es in die Heidelandschaft. Zunächst fuhren wir auf fahrradfreundlichem Schotter, bis wir zum Aussichtsturm der Kalmthoutse Heide abbogen. Dort erwarteten uns ein Singletrail und einige sandige Passagen – für unseren Geschmack alles gut befahrbar.
Vom Aussichtsturm aus hatten wir einen weiten Blick über die Landschaft. Sie lag trocken und offen vor uns, nur vereinzelt von Bäumen unterbrochen. Schon hier kam der Gedanke auf, dass dieser Anblick ebenso gut in einer Savanne hätte liegen können.
Je weiter wir fuhren, desto stärker versandeten die Wege. Statt unsere Räder durch den tiefen Sand zu schieben, wichen wir auf die Singletrails durch ein kleines Wäldchen aus. Auch diese Wege waren problemlos fahrbar und machten richtig Spaß.
Zurück auf festerem Boden ging es weiter zu einem Aussichtspunkt namens „De Stapper“. Von dort blickten wir auf das Stappersven, eines der großen Heidegewässer der Region. Auf der Wasserfläche rasteten Wasser- und Zugvögel. Eigentlich fehlten nur noch Elefanten, Giraffen und Antilopen, um das Bild einer Savanne zu vervollständigen.
Wir waren tatsächlich auf Safari.
Mit diesem schönen Ausblick im Rücken fuhren wir weiter und nahmen einen (kostenlosen) MTB-Verbindungstrail, der als einfacher Singletrail durch den Heidewald führte. Damit ersparten wir uns die offizielle Radroute außerhalb der Heide. Die ausgewiesenen MTB-Strecken dürfen nur mit einer Vignette befahren werden – vielleicht ist das etwas für das nächste Mal, wenn wir besser vorbereitet sind.
Nachdem wir die Heide verlassen hatten, waren wir auf einmal in den Niederlanden. Dort folgten wir wieder dem Radwegenetz: über ruhige Straßen, durch Waldpassagen, auf Schotterpisten und entlang von Parkwegen. Schließlich wechselten wir wieder zurück nach Belgien und genossen am Schloss Ravenhof eine weitere Kaffeepause.
Die letzten Kilometer führten erneut durch Wälder und Parkanlagen. Dabei kamen wir an zahlreichen ehemaligen Bunkeranlagen vorbei. Noch heute wird die Region mit ihren Heidelandschaften teilweise als Übungsgebiet genutzt; außerdem befinden sich dort Kasernen.
Je näher wir Antwerpen kamen, desto häufiger passierten wir große Villen, die sich hinter Toren und Sichtschutz in den Wald- und Parkanlagen verbargen. Die Gegend ist offenbar nicht nur ein Naherholungsgebiet vor den Toren Antwerpens, sondern auch eine Art Speckgürtel der Stadt.
Zurück am Schloss drehten wir noch eine kleine Runde durch die Parkanlage und genossen den Blick auf das Schloss und seine Umgebung. Dann ging diese schöne und abwechslungsreiche Safari zu Ende.
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