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Patrick Beck went for a hike
September 18, 2026 at 06:24
03:38
10.5km
2.9km/h
190m
190m
Garmin Enduro 3
Wanderung zur Grossvatertanne bei Freudenstadt
Unsere heutige Wanderung führte uns von Freudenstadt hinaus in die ausgedehnten Wälder südwestlich der Stadt. Ziel war die eindrucksvolle Grossvatertanne, die zu den mächtigsten Tannen des Schwarzwalds zählt. Auf ruhigen Waldwegen, schmalen Pfaden und mit einigen längeren Steigungen erwartete uns eine abwechslungsreiche Runde, bei der dieses Mal vor allem der Wald und seine alten Baumriesen im Mittelpunkt standen.
Das Wetter zeigte sich heute etwas bewölkter als an den vergangenen Tagen. Die Sonne liess sich aber immer wieder zwischen den Wolken blicken und schaffte es dabei durchaus noch, ihre warmen Strahlen zu verbreiten. Für eine längere Waldwanderung waren die Bedingungen damit angenehm.
Da wir direkt bei unserer Ferienwohnung starteten, führte uns der erste Abschnitt zunächst durch die noch ruhigen Quartiere in Richtung Freudenstädter Marktplatz. Dort passierten wir die 50 Wasserfontänen, die zu dieser frühen Stunde allerdings noch ruhten. Normalerweise sorgen die direkt aus dem Boden sprudelnden Wasserstrahlen besonders an warmen Tagen für reichlich Betrieb auf dem grossen Platz.
Anschliessend gingen wir an der markanten Stadtkirche vorbei und liessen das Stadtgebiet nach und nach hinter uns. Wenig später erreichten wir den Bereich des Teuchelwalds. Die dort ausgestellten Teucheln kannten wir bereits von anderen Wanderungen rund um Freudenstadt und hatten sie auch schon mehrfach erwähnt. Dieses Mal war deshalb vor allem interessant, was unmittelbar danach folgte.
Bei der Station der Teucheln zweigte unser Weg auf einen schmaleren Pfad ab. Von hier ging es ziemlich lange bergauf. Zwischen hohen Bäumen führte uns der Weg stetig höher, wobei die Steigung angenehm blieb und sich gut gehen liess. Gerade dieser längere Anstieg verlieh der Runde einen schönen, gleichmässigen Rhythmus.
Der schmale Pfad führte uns weiter durch den Wald in Richtung Lauferbrunnen. Dieser Abschnitt bildete einen schönen Kontrast zu den breiteren Forstwegen und wirkte stellenweise deutlich ursprünglicher. Beim Wanderparkplatz Lauferbrunnen überquerten wir schliesslich die Strasse und tauchten auf der anderen Seite erneut in den Wald ein.
Von hier an orientierten wir uns weiter in Richtung Grossvatertanne. Teilweise verläuft die Route auch entlang des WaldGeschichtsPfads, der sich mit der Entwicklung und Nutzung des Waldes beschäftigt. Damit bekam der Weg neben der landschaftlichen Seite zusätzlich einen kleinen geschichtlichen Hintergrund.
Schliesslich erreichten wir das eigentliche Ziel unserer Wanderung: die Grossvatertanne. Die mächtige Weisstanne zählt zu den eindrucksvollsten Bäumen des Schwarzwalds und soll rund 330 Jahre alt sein. Mit einer Höhe von etwa 47 Metern, einem Stammumfang von rund 5,40 Metern und einem Holzvolumen von ungefähr 40 Festmetern machte sie ihrem Namen alle Ehre. Besonders beeindruckend war der kräftige Stamm, dessen Dimensionen sich aus der Nähe erst richtig erfassen liessen.
Eine Informationstafel erklärte uns zudem, dass die Grossvatertanne lange Zeit freistehend auf einer Viehweide am Schöllkopf gestanden hatte. Ihre tiefreichenden Wurzeln geben dem Baum bis heute Stabilität. Weil die Tanne von vielen Besuchern berührt und regelrecht umarmt wurde, lagen im Laufe der Jahre allerdings immer mehr Wurzeln frei. Um den alten Baum möglichst lange zu erhalten, wurde deshalb ein Zaun zum Schutz des Wurzelbereichs errichtet.
Nach unserem Besuch bei der Grossvatertanne setzten wir die Runde durch den Wald fort. Über den Bereich des Masselkopfs führte uns der Weg weiter durch die ruhige Waldlandschaft. Wenig später passierten wir die Sauteichhütte, die an einer kleinen Wegkreuzung liegt. Von hier beginnt auch der Baldenhofer Graben, den wir bereits von einer anderen Freudenstadt-Wanderung kannten. Für uns ging es diesmal jedoch weiter in Richtung Kienberg.
Nach der Sauteichhütte wanderten wir noch eine Weile durch den Wald, bevor wir den Kienberg erreichten. Dort kamen wir am Friedrichsturm vorbei, den wir bereits von unserer Lauschtour Tannenriesen kannten. Deshalb hielten wir uns hier nicht lange auf und setzten unseren Weg in Richtung Freudenstadt fort.
Vom Kienberg führte unsere Route am Park Courbevoie und anschliessend am Kurgarten vorbei. Eigentlich hätten wir von hier direkt zu unserer Ferienwohnung zurückkehren können, doch wir machten noch einen kleinen Umweg in Richtung Marktplatz. Nach der Wanderung wollten wir uns dort noch etwas Kuchen für später besorgen – ein durchaus angenehmer Grund, die Runde noch ein wenig zu verlängern. Danach ging es endgültig zurück zu unserer Unterkunft.
Fazit
Die Wanderung zur Grossvatertanne war eine abwechslungsreiche Runde durch die Wälder rund um Freudenstadt. Besonders der längere, aber angenehm zu gehende Anstieg auf dem schmalen Waldpfad nach der Teuchel-Station sorgte für einen schönen Abschnitt, während die mächtige Grossvatertanne natürlich den Höhepunkt der Tour bildete. Das etwas bewölktere Wetter passte gut zu dieser Waldwanderung, und immer wieder sorgte die Sonne für warme Momente.
Durch unsere etwas längere Variante und den zusätzlichen Weg zum Marktplatz kamen wir schliesslich auf 10,5 Kilometer, rund 195 Höhenmeter und eine reine Gehzeit von 2 Stunden und 45 Minuten.
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